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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2016

Schonungsloser Bericht von Abschied und Trauer und eines Neubeginns

Auch das wird vergehen
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Die Autorin hat einen eigenwilligen Schreibstil, an den ich mich erst etwas gewöhnen musste.


Im Buch werden die Gefühle und Ansichten der Protagonistin Blanca in schonungsloser Offenheit dargestellt.

Nach ...

Die Autorin hat einen eigenwilligen Schreibstil, an den ich mich erst etwas gewöhnen musste.


Im Buch werden die Gefühle und Ansichten der Protagonistin Blanca in schonungsloser Offenheit dargestellt.

Nach langer Krankheit und dem Tod ihrer Mutter muss Blanca nunmehr Abschied nehmen und mit ihrem eigenen Leben ohne die geliebte Mutter klarkommen. Hier versucht sie Liebe und Zärtlichkeit zu finden und es wird deutlich, dass diese Versuche schwer und manchmal unüberbrückbar erscheinen denn ihre Mutter ist immer noch überall präsent. Ebenso wird klar, dass ihr eigenes Leben vorher vollkommen auf die Mutter geprägt war und jetzt, nach deren Tod ist es umso schwerer, auf eigenen Beinen zu stehen.


Mein Fazit: Schonungsloser Bericht von Abschied und Trauer und eines Neubeginns

Veröffentlicht am 08.10.2016

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

Kreuzfahrt
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Der Schreibstil spiegelt die depressive Stimmung der Protagonistin wider. Oftmals sind die Erzählungen etwas konfus geschrieben, dass Absätze einige Male gelesen werden müssen, um "den Faden nicht zu verlieren". ...

Der Schreibstil spiegelt die depressive Stimmung der Protagonistin wider. Oftmals sind die Erzählungen etwas konfus geschrieben, dass Absätze einige Male gelesen werden müssen, um "den Faden nicht zu verlieren".



Dieses Buch hat Tiefe und eine gewisse Melancholie und ich habe immer wieder Pausen benötigt, da der Stoff nachdenklich macht und verinnerlicht werden muss.



Die Gedanken und Gefühle sind sehr realistisch und nachvollziehbar dargestellt.

Die Reflektion des eigenen Lebens und das der anderen und die jeweiligen Emotionen und Gefühlsschwankungen sind drastisch und detailreich erläutert.



Die Mitte des Lebens lässt innehalten, reflektieren und gibt eine Chanca für neue Erkenntnisse und Wege.



Die Protagonistin Meret erzählt aus ihrer Sicht das Zusammentreffen und ihre Gefühle zu einem etwa gleichaltrigen Paar und zudem lässt sie immer wieder eine "Nebengeschichte", die von Gaia handelt, die sich auf einer Kreuzfahrt in einen Offizier verliebt hat, einfließen. Diese beiden Geschichten scheinen nichts miteinander zu tun zu haben und dennoch können Parallelen gezogen werden.In diesem Buch lässt die Protagonistin Träume und Realität verschwimmen.

Es greift Themen wie Liebe, Familie, Langeweile, Sehnsucht, Begehren, Trauer, Entfremdung, Annäherung, Verlorensein, Depression, Veränderung, Neustart.....auf und gewährt diesen einen großen Raum.



Mein Fazit: Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

Veröffentlicht am 08.10.2016

Sinnfragen, Selbstironie, charmanter Humor reichen sich hier die Hand

Der Fünfzigjährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half
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Der Autor hat einen Schreibstil zum Niederknien. Er vereint Witz und Humor mit Tiefsinn und viel Background; einfach klasse. Die Szenerien sind detailreich, glaubhaft und authentisch geschildert.

Hier ...

Der Autor hat einen Schreibstil zum Niederknien. Er vereint Witz und Humor mit Tiefsinn und viel Background; einfach klasse. Die Szenerien sind detailreich, glaubhaft und authentisch geschildert.

Hier werden indische Gepflogenheiten, wie beispielsweise der Redestil und die Weisheiten und Hintergründe zu Land und Leuten dargestellt, die einem "Indien-Nicht-Kenner" wie mir, Indien auf seine charmanteste Art näherbringt.

Die ausschmückenden, in sich verschachtelten Sätze, gerade von Yogi, werden lange in Erinnerung bleiben. Als Leser kann man sich mittendrin und -dabei fühlen.

Die interessanten Details zu Land und Leuten sowie die Begebenheiten, die für den Teeanbau vorherrschen sollten, werden liebevoll und mit den witzigsten aber auch tiefsinnigen Momenten hervorragend greifbar gemacht.

Hinzu kommen Lebensweisheiten aus unserem europäischen Raum, die das Buch zu einem Ganzen machen.



Der Witz und die Selbstironie des Autors sind unschlagbar. Musste oft innehalten und lauthals lachen.



Das Buch handelt von Göran Borg, der mit Anfang 50 in der wohlbekannten Midlife-Krise steckt. Diesem Dilemma versucht er mithilfe einer Therapeutin zu entkommen. Deren Therapieansätze und eine wiederholte Indienreise geben ihm Sinnfragen auf, die es zu beantworten gibt.



Mein Fazit: Sinnfragen, Selbstironie, charmanter Humor reichen sich hier die Hand

Veröffentlicht am 08.10.2016

Harter Tobak, der zu Herzen geht

Die Frau, die allen davonrannte
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Die Autorin beschwört mit ihrem Schreibstil gekonnt die Stimmungen der Protagonistin herauf.

Der Leser kann so die Geschehnisse mitempfinden und -erleben.

Die Protagonistin Aganetha Smart erzählt ihr ...

Die Autorin beschwört mit ihrem Schreibstil gekonnt die Stimmungen der Protagonistin herauf.

Der Leser kann so die Geschehnisse mitempfinden und -erleben.

Die Protagonistin Aganetha Smart erzählt ihr hartes Leben und das ihrer Familie aus den unterschiedlichsten Facetten.



Die Gegenwart als 104jährige leitet immer wieder auf die verschiedenen Frequenzen aus ihrer Vergangenheit ein.

So lernt der Leser sie und ihre Familie kennen und verstehen.

So kann der Leser die Geschichte, die Anfang des 20 Jahrhunderts beginnt und bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts reicht gut nachvollziehen und "verfolgen".



Aganethas "Ausweg", das Laufen, begleitet sie einen Großteil ihres Lebens.



Mein Fazit: Harter Tobak, der zu Herzen geht

Veröffentlicht am 08.10.2016

Krimi-Groteske die ihrem Namen alle Ehre macht.

Praterglück
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Bei diesem Buch passt einfach alles. Angefangen vom Cover hin zu den Sprüchen der Beiden, bei denen ich oft das Gefühl hatte, dass hier die Autoren aus dem eigenen großen Sprachschatz schöpften ; D. ...

Bei diesem Buch passt einfach alles. Angefangen vom Cover hin zu den Sprüchen der Beiden, bei denen ich oft das Gefühl hatte, dass hier die Autoren aus dem eigenen großen Sprachschatz schöpften ; D.



Anfangs war ich noch etwas überrumpelt von den vielen, oft derben Kraftausdrücken. Dies hat sich aber Seite für Seite gelegt, da einfach ersichtlich wurde, dass die zwei Protagonisten etwas treudoof aber total liebenswert sind.



Das Praterglück handelt von den zwei Halbbrüdern Paul (gebürtiger Berliner) und Balthasar (gebürtiger Wiener), die sich erst mit Mitte bis Ende 40 kennenlernen. Diese zwei sollen die Würstelbude Ihrer Tante Herta am Laufen halten. Beim Kennenlernen wurde klar, dass hier nicht die große Bruderliebe herrscht und daher wurde die Arbeit in der Bude aufgeteilt und die zwei kommunizieren dann meist nur entweder über Tante Herta oder über SMS, Post-its und eMails.

Dabei werden durch die unterschiedlichsten Ausdrücke, die in den jeweiligen Orten vorherrschen an den Mann gebracht.



Hierzu möchte ich auch noch anfügen, dass am Ende des Buches eine sehr hilfreiche Deutsch-österreichische Begriffskunde angehängt ist. Einfach zum Brüllen komisch ; D



Die Autoren haben es in diesem Buch geschafft, eine Geschichte rund um Existenzkampf, Mord und Totschlag, Liebe, Hassliebe...in einem Hin und Her von Kurznachrichten zu beschreiben, die sehr kurzweilig ist. Ausserdem werden auch noch landestypische Begriffe sowie Geschehnisse und Denkmäler mit erläutert. Also, nicht nur eine Groteske sondern auch noch Bildung ; D



Mein Fazit: Krimi-Groteske die ihrem Namen alle Ehre macht.