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Veröffentlicht am 15.09.2016

Wortreiches "Tagebuch" zu einer abenteuerlichen Reise mit viel Gefühl

Mit dem Wasserwerfer zum Dalai Lama
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Mario Goldstein hat mich einerseits mit seiner offenen und ehrlichen
Schreibweise fasziniert, jedoch andererseits waren die Erlebnisse, die
er im Buch beschreibt, oft etwas langatmig.
Das Vorwort ist ein ...

Mario Goldstein hat mich einerseits mit seiner offenen und ehrlichen
Schreibweise fasziniert, jedoch andererseits waren die Erlebnisse, die
er im Buch beschreibt, oft etwas langatmig.
Das Vorwort ist ein Brief vom Dalai Lama und ist ein hervorragender
Einstieg ins Buch. Auf den folgenden Kapiteln verflicht er vielerlei
Eindrücke, die er auf vergangenen Reisen erlebt hat mit
dem jetzigen Abenteuer.
Leider ist dies in den ersten Kapiteln etwas durcheinander geraten.
Dies sollte wahrscheinlich der Auflockerung dienen, aber in meinen Augen
ist es etwas zu wirr.
Was ich sehr positiv finde, sind die Informationen, die er zu Land,
Leuten und sogar Tieren in den jeweiligen Orten und Ländern gibt. Super
interessante Beiträge.

Man kann deutlich erkennen, dass er ein Aussteiger ist, wie er im
Buche steht. Mein Eindruck hierzu ist einerseits: "Wow, der hat echt Mut
und Charisma. Andererseits jedoch kommt hier für mich
auch der Aspekt vom Egoisten und Narzissten durch, was ich ablehne.

Mein Fazit: Wortreiches "Tagebuch" zu einer abenteuerlichen Reise mit viel Gefühl

Veröffentlicht am 15.09.2016

Auch lange Freundschaften können wie ein Kartenhaus zusammenfallen, wenn man sie mit Füßen tritt

Alles außer Austern
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Tessa Hennig hat einen Schreibstil, der einerseits locker rüberkommt, jedoch mit viel Tiefsinn gespickt ist. Eine
herrliche Kombination.
Sie stellt die Charaktere so wunderbar dar, dass sich der Leser ...

Tessa Hennig hat einen Schreibstil, der einerseits locker rüberkommt, jedoch mit viel Tiefsinn gespickt ist. Eine
herrliche Kombination.
Sie stellt die Charaktere so wunderbar dar, dass sich der Leser voll ins Geschehen und in die Gefühle hineinversetzen
kann.
Zudem flicht sie fortlaufend in die fiktive Geschichte sehr gelungen äusserst interessante Hintergrundinformationen zu
Land und Leuten.
Als
ich das Buch gelesen habe, ist mir eingefallen, dass die Scheidungsrate
gerade nach der Urlaubszeit nach oben
schnellt, denn in dieser "freien" Zeit sieht man ja oft, was noch an
wirklicher Verbundenheit und Liebe übrig ist. Hier wird reflektiert,
was im stressigen Alltag oftmals untergeht. Häufig ist
das weniger, als man denkt oder in der Hektik des Alltags einfach
übersehen wird.

Das Thema, dass zwar Small Talk mal ganz schön ist, dieser jedoch nichts in Partnerschaften oder Freundschaften zu suchen
hat, wird hervorragend aufgegriffen.
Mit Ehrlichkeit und Offenheit können vielerlei Missverständnisse ausgeräumt werden.

Hier wird auch ganz deutlich, dass jeder immer nach vorne schauen und nicht an Vergangenem verbissen festhalten sollte,
denn dies ist nur Augenwischerei.

Mein Fazit: Auch lange Freundschaften können wie ein Kartenhaus zusammenfallen, wenn man sie mit Füßen tritt

Veröffentlicht am 15.09.2016

Feinsinnige Reise durch die faszinierende Welt der Düfte

Die Rosenfrauen
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Die Autorin überzeugt mit ihrem feinsinnigen Schreibstil auf ganzer Linie.

Der Leser wird dadurch durch die Geschichte "getragen" und fühlt sich eins damit.

Allein die Kapitelanfänge, denen Cristina ...

Die Autorin überzeugt mit ihrem feinsinnigen Schreibstil auf ganzer Linie.

Der Leser wird dadurch durch die Geschichte "getragen" und fühlt sich eins damit.

Allein die Kapitelanfänge, denen Cristina Caboni jeweils einem Duft widmet, den sie in Bezug auf Ähnlichkeiten oder auch auf Wesenszüge erläutert, sind schon eine Reise in die Duftwelt.



Die Handlung spielt in Italien, jedoch vor allen Dingen in Frankreich und dreht sich um das Leben von Elena Rossini, die das Talent oder aber auch den Fluch innehat, die Wesenszüge von Düften zu erkennen. Ihre weiblichen Vorfahren waren allesamt Parfümeurinnen und da das Leben mit dieser Begabung nicht leicht ist, will Elena anfangs vehement vermeiden, dass sie in deren Fußstapfen tritt. Aber, das Leben für die Protagonistin scheint ihren eigenen Weg zu kennen und sie dahin zu leiten.



Die Autorin verleiht dem Buch leben, indem sie die Charaktere real und tiefsinnig darstellt. Die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Wesensarten der Personen sind greifbar und lassen den Leser mitfühlen und verstehen.

Auch wird deutlich, dass Freundschaft und Liebe ein wichtiger Teil sind, um auch Steine, die einem im Wege liegen, wegzuräumen.

Ebenso besitzt das Buch eine feine Sinnlichkeit, die sowohl in Bezug auf Düfte, als auch auf zwischenmenschliche Beziehungen eingeht.



Mein Fazit: Feinsinnige Reise durch die faszinierende Welt der Düfte

Veröffentlicht am 15.09.2016

Dieses Buch lädt zum Lachen, Träumen und Nachdenken ein

Das Jahr des Rehs
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Die beiden Autorinnen haben mit ihrer eMail-erzählweise ein Buch herausgebracht, dass sowohl heitere als auch traurige Momente intelligent, sensibel und mit tollem Humor aufgreift.


Die Handlung umfasst ...

Die beiden Autorinnen haben mit ihrer eMail-erzählweise ein Buch herausgebracht, dass sowohl heitere als auch traurige Momente intelligent, sensibel und mit tollem Humor aufgreift.


Die Handlung umfasst das Leben mit den Gefühlswelten von Bella und Bine, die beste Freundinnen waren und bei denen lange Funkstille herrschte. Jetzt, im Alter um die 40 Jahre, nehmen diese beiden wieder per eMail Kontakt zueinander auf und können feststellen, dass sie sich immer noch sehr viel "zu sagen" haben.


Die Gedanken und Gefühle werden meist per Mail ausgetauscht und so kann der Leser die Erlebnisse von Bella und Bine, die in der Mitte ihres Lebens stehen, "wie mittendrin" nachvollziehen.

Der eMail-Austausch macht das Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, das das Leben an sich in vollem Umfang mit seinen Höhen und Tiefen widerspiegelt.

Dabei werden auch aktuelle Geschehnisse, wie beispielsweise das Hochwasser im Jahr 2013, ebenso erwähnt, wie Liebesleid und Liebesfreud.

Beim Lesen des Buches ist mir ein Spruch von Blaise Pascal eingefallen: "Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm von deinen Plänen.", da die Umstände/Unwägbarkeiten etc., die in "Das Jahr des Rehs" aufgeführt werden, zeigen, dass oft Dinge passieren, die man im "Lebensplan" nicht einkalkuliert hat. Genau das macht doch das Leben so lebenswert.


Mein Fazit: Dieses Buch lädt zum Lachen, Träumen und Nachdenken ein

Veröffentlicht am 15.09.2016

die Wesenszüge der Charaktere werden vorzüglich projiziert

Das Erbe der Madame Dupont
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Das Buch handelt vom Leben der Brüder Maurice und Paul, welches durch regelmäßige Rückblenden Stück für Stück aufgerollt wird. Gerade diese Rückschau in deren grausame Kindheit macht das ohnehin schon ...

Das Buch handelt vom Leben der Brüder Maurice und Paul, welches durch regelmäßige Rückblenden Stück für Stück aufgerollt wird. Gerade diese Rückschau in deren grausame Kindheit macht das ohnehin schon spannende Geschehen um einiges fesselnder.

Sämtliche Charaktere in der Handlung werden so lebensnah geschildert, dass dem Leser selbst die fiesen Machenschaften oft noch begreiflich sind.

Wenn Unrecht geschieht, zeigt dies die unterschiedlichsten psychischen Reaktionen und dies wird hier klar wiedergegeben.

Das mysteriöse, etwas unheimliche Puzzle, wird Stück für Stück zusammengesetzt. Dabei wird die Spannung, die bereits zu Beginn des Buches vorhanden ist, bis zum Ende immer weiter aufgebaut und der Leser ahnt Dies oder Das, wird jedoch immer wieder auf die falsche Fährte gelockt, so dass das Ende unvorhersehbar ist.

Hinzu kommen die Beschreibungen der leckeren französischen Küche, die so dargestellt werden, dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft.....schluck....



Mein Fazit: die Wesenszüge der Charaktere werden vorzüglich projiziert