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Veröffentlicht am 08.10.2016

Hier möchte ich ein Zitat (S. 436) aus dem Buch verwenden, denn das beschreibt das Gelesene hervorragend: "Sie schmeckte süßlich und ein klein wenig bitter. So wie das Leben."

Mandeljahre
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Katrin Tempel nimmt den Leser mit ihrem Schreibstil mit ins Geschehen. Bei diesem Buch benötigt es keine "Einlesephase", wie es manchmal nötig ist, denn bereits der Beginn macht neugierig auf das, was ...

Katrin Tempel nimmt den Leser mit ihrem Schreibstil mit ins Geschehen. Bei diesem Buch benötigt es keine "Einlesephase", wie es manchmal nötig ist, denn bereits der Beginn macht neugierig auf das, was kommt.

Die Neugier und Spannung trägt sich durchs ganze Buch.


Die Handlung beginnt im Jahr 2015, in dem Katharina bei der Hausentrümpelung ihres Erbes Tagebücher ihrer Urgroßmutter Marie findet und somit wird der Leser in die Zeit von 1907 bis 1945 entführt.

Die harte und bewegende Zeit, die beide Weltkriege umfasst, hat die Autorin so eindrucksvoll geschildert, dass der Leser sich die damaligen Zustände bildhaft vorstellen kann.


Ein zusätzlicher Pluspunkt, wenn es denn den überhaupt noch benötigt, ist, dass die fiktive Geschichte komplett verwoben ist mit wahren Begebenheiten.


Mein Fazit: Hier möchte ich ein Zitat (S. 436) aus dem Buch verwenden, denn das beschreibt das Gelesene hervorragend: "Sie schmeckte süßlich und ein klein wenig bitter. So wie das Leben."

Veröffentlicht am 08.10.2016

Tragen wir nicht alle Geheimnisse in uns, die es zu entschlüsseln gibt?!

Dem Glück so nah
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Louise Walters hat einen feinsinnigen Schreibstil, bei dem ich anfangs dachte, dass er etwas nüchtern-spröde daherkommt. Aber, nachdem ich mich ins Buch eingelesen hatte, wurde mir bewusst, dass dieser ...

Louise Walters hat einen feinsinnigen Schreibstil, bei dem ich anfangs dachte, dass er etwas nüchtern-spröde daherkommt. Aber, nachdem ich mich ins Buch eingelesen hatte, wurde mir bewusst, dass dieser Stil die Gemütsverfassung der damaligen Kriegszeit widerspiegelt und den Leser damit in diese Zeit hineinversetzt.



Der Inhalt zeigt die beiden Leben der Protagonistinnen Roberta und deren Großmutter Dorothy auf.

Die Autorin schildert die Geschehnisse hervorragend im Wechsel der Zeiten.

Stück für Stück werden die Erlebnisse und Hintergründe, die letztendlich eng miteinander verwoben sind, aufgedröselt und entschlüsselt.



Die Spannung wird nicht zuletzt durch die Darstellungen in den unterschiedlichen Brief- und eMail-Wechseln, die die Geschehnisse teils im Zeitraffer darstellen, gesteigert.

Hinzu kommen noch die äusserst gelungenen Kapiteleröffnungen in Form von "gefundenen" Briefen oder Botschaften aus vergangener Zeit.



Mein Fazit: Tragen wir nicht alle Geheimnisse in uns, die es zu entschlüsseln gibt?!

Veröffentlicht am 08.10.2016

Manege frei für Kompetenz, Charme und Authentizität

Pakete an Frau Blech
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Der Autor erzählt so eindrücklich, dass sich der Leser mittendrin befindet. Bereits der Beginn macht neugierig auf mehr und der Spannungsbogen wird stetig gesteigert.


Im Buch wird die Geschichte um Maik ...

Der Autor erzählt so eindrücklich, dass sich der Leser mittendrin befindet. Bereits der Beginn macht neugierig auf mehr und der Spannungsbogen wird stetig gesteigert.


Im Buch wird die Geschichte um Maik Kleine erzählt, der in der DDR geboren, jedoch durch äusserst widrige Umstände in die BRD umgesiedelt wurde.

Im Jahr 2007 trifft Maik aufgrund der Beerdigung des Zirkusdirektors Alberto Bellmonti auf einige seiner früheren Weggefährten.

Durch regelmäßige Rückblicke in seine Kindheit werden nach und nach Missverhältnisse und Ungereimtheiten erkannt und Stück für Stück aufgedeckt.


Rolf Bauerdick hat in diesem Buch Fakten, die vor allen Dingen in der DDR stattgefunden haben oder die Doktrine der DDR wunderbar mit der Fiktion seiner sehr emotionalen Geschichte in Szene gesetzt. Hier kann sich der Leser voll einfühlen und versteht die Zusammenhänge hervorragend.


Mein Fazit: Manege frei für Kompetenz, Charme und Authentizität

Veröffentlicht am 08.10.2016

Joe Fischler versteht sein Handwerk, damit der Leser "Feuer fängt"

Veilchens Feuer
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Kenne zwar Valerie Mausers ersten Fall nicht, bin jedoch von ihrem zweiten Fall vollauf begeistert, denn Joe Fischler hat einen fesselnden Schreibstil, bei dem der Leser "Feuer fängt".

Er bindet in seinen ...

Kenne zwar Valerie Mausers ersten Fall nicht, bin jedoch von ihrem zweiten Fall vollauf begeistert, denn Joe Fischler hat einen fesselnden Schreibstil, bei dem der Leser "Feuer fängt".

Er bindet in seinen Alpenkrimi Witz und Charme mit ein, der seinesgleichen sucht.

Angefangen von den Namen, die er den Mitwirkenden gibt bis zu "tirolerischen" Ausdrücken und vielen weiteren Sequenzen sorgen diese für Auflockerung und gekonntem Witz.

Dies nimmt jedoch keinesfalls die Spannung, die sich über das ganze Buch hin immer weiter steigert.

Er schafft es, zwar immer wieder Andeutungen und Hinweise zu geben, jedoch den Leser bis zum Ende "aufs falsche Pferd" setzen zu lassen.


Mausers zweiter Fall spielt in Innsbruck. Hier soll Oberstleutnant Valerie Mauser eine Bedrohung eines alternden Rockstars abwenden. Die Vorkommnisse spitzen sich dabei immer weiter zu und es kommt zu brenzligen Situationen. Dies nicht nur im beruflichen sondern auch im privaten Umfeld der Ermittlerin.


In diesem Fall spielt Joe Fischler über den kompletten Ermittlungsfall kurze Segmente der damaligen Schandtat mit ein, die dem Leser mehr und mehr zu denken und mit zu ermitteln auffordern. Hiermit wird die Spannung nochmals angeheizt.


Mein Fazit: Joe Fischler versteht sein Handwerk, damit der Leser "Feuer fängt"

Veröffentlicht am 08.10.2016

Knallhart dargestellte Fakten, die hoffentlich vielen Menschen bewusst werden und aufrütteln

Die Wahrheit sagen
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Auf dem Cover ist ja bereits beschrieben: "Brutaler Roman über die Liebe zum Leben" und hier kann ich nur zustimmen. Dieses Buch ist keineswegs eine leichte Kost, jedoch super lehrreich und lesenswert.

Der ...

Auf dem Cover ist ja bereits beschrieben: "Brutaler Roman über die Liebe zum Leben" und hier kann ich nur zustimmen. Dieses Buch ist keineswegs eine leichte Kost, jedoch super lehrreich und lesenswert.

Der Autor schildert in eindrücklichem Stil die Grausamkeiten, die der Krieg und das Leben selbst so mit sich bringen.

Er hat die Lebensgeschichte von Bernhard Mares aufgeschrieben und darin auch das Kennenlernen von Autor und Erzähler sowie die einzelnen Schritte der beiden während der Erzählungen dargestellt.

Das Buch spiegelt die grausamen Geschehnisse, denen Bernhard Mares ausgesetzt war und auch die unverhüllte Wahrheit über dessen Gedankengänge und Verhalten wider.

Auch wird die Sehnsucht nach dem Leben trotz der ganzen Widrigkeiten und das Aufbäumen immer wieder aufs Neue lebhaft skizziert.

Das Buch lehrt den Leser, wie wertvoll Friede und Versöhnung doch ist und soll doch gerade für die heutige Zeit aufrütteln und zum Nachdenken und Umschwenken einladen.



Mein Fazit: Knallhart dargestellte Fakten, die hoffentlich vielen Menschen bewusst werden und aufrütteln