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Veröffentlicht am 08.10.2016

Sinnfragen, Selbstironie, charmanter Humor reichen sich hier die Hand

Der Fünfzigjährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half
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Der Autor hat einen Schreibstil zum Niederknien. Er vereint Witz und Humor mit Tiefsinn und viel Background; einfach klasse. Die Szenerien sind detailreich, glaubhaft und authentisch geschildert.

Hier ...

Der Autor hat einen Schreibstil zum Niederknien. Er vereint Witz und Humor mit Tiefsinn und viel Background; einfach klasse. Die Szenerien sind detailreich, glaubhaft und authentisch geschildert.

Hier werden indische Gepflogenheiten, wie beispielsweise der Redestil und die Weisheiten und Hintergründe zu Land und Leuten dargestellt, die einem "Indien-Nicht-Kenner" wie mir, Indien auf seine charmanteste Art näherbringt.

Die ausschmückenden, in sich verschachtelten Sätze, gerade von Yogi, werden lange in Erinnerung bleiben. Als Leser kann man sich mittendrin und -dabei fühlen.

Die interessanten Details zu Land und Leuten sowie die Begebenheiten, die für den Teeanbau vorherrschen sollten, werden liebevoll und mit den witzigsten aber auch tiefsinnigen Momenten hervorragend greifbar gemacht.

Hinzu kommen Lebensweisheiten aus unserem europäischen Raum, die das Buch zu einem Ganzen machen.



Der Witz und die Selbstironie des Autors sind unschlagbar. Musste oft innehalten und lauthals lachen.



Das Buch handelt von Göran Borg, der mit Anfang 50 in der wohlbekannten Midlife-Krise steckt. Diesem Dilemma versucht er mithilfe einer Therapeutin zu entkommen. Deren Therapieansätze und eine wiederholte Indienreise geben ihm Sinnfragen auf, die es zu beantworten gibt.



Mein Fazit: Sinnfragen, Selbstironie, charmanter Humor reichen sich hier die Hand

Veröffentlicht am 08.10.2016

Dieses Buch lädt zum Nachdenken ein.

Sommer der Wahrheit
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Nele Neuhaus schreibt hier als Nele Löwenberg und auf dem Cover: "Ich wollte mal etwas ganz anderes schreiben."
Da ich bisher noch keine Bücher von Nele Neuhaus gelesen habe, kann ich leider nicht beurteilen, ...

Nele Neuhaus schreibt hier als Nele Löwenberg und auf dem Cover: "Ich wollte mal etwas ganz anderes schreiben."
Da ich bisher noch keine Bücher von Nele Neuhaus gelesen habe, kann ich leider nicht beurteilen, ob sie hier etwas anderes schreibt.
Aber, das was Nele Löwenberg mit "Sommer der Wahrheit" geschrieben hat, ist auf jeden Fall lesenswert.
Schon das Cover ist ne Schau....kann mich garnicht davon sattsehen und -fühlen, denn die Letter sind erhöht und geben beim Lesen ein tolles Gefühl (hört sich jetzt blöd an, ist aber so....)
Nele Löwenberg schafft es, Spannung von Anfang bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.
Immer wenn ich dachte: Naja, etwas vorhersehbar.....kam es doch anders.

Der Sommer oder eher die zwei Sommer in denen Sheridan vom Mädchen zur Frau wird, zeigen sehr gut die Gefühle und Verhaltensweisen einer Pubertierenden. Auch im sexuellen Bereich (der hier oft geschildert wird) will sie Ihren Weg finden und gerade weil sie wenig Halt durch die schwierigen Familienverhältnisse mit der eiskalten Adoptivmutter und einem Ihrer Stiefbrüder hat, sucht Sheridan Halt und Liebe und denkt, dass sie diese durch Sex erhält. Dies wird oft im Buch deutlich und fast zum Schluss schreibt Nele Löwenberg als Gedanken von Sheridan:
"Seine Liebe legte sich wie ein warmer Mantel um meine verletzte, einsame Seele, ich schmiegte mich an ihn und überließ mich seinem Trost.",
was sich wie ein roter Faden durchs Buch zieht.
"Sommer der Wahrheit" hat mir viele schöne, spannende, ergreifende und nach Sinn und Wahrheit findende Lesestunden bereitet.
Dieses Buch lädt zum Nachdenken ein.

Veröffentlicht am 08.10.2016

Lesen, Lächeln, einige spannende Stunden mit diesem Buch erleben.....

Himmelfahrt
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Der Kriminal-Roman Himmelfahrt von Richard Dübell hat den typisch niederbayerischen Charme, dem ich nicht widerstehen kann.
Richard Dübell strickt die Geschichte rund um den Mordfall Hannes Waltz geschickt ...

Der Kriminal-Roman Himmelfahrt von Richard Dübell hat den typisch niederbayerischen Charme, dem ich nicht widerstehen kann.
Richard Dübell strickt die Geschichte rund um den Mordfall Hannes Waltz geschickt mit der verzwickten Liebesgeschichte der Hauptkommissare Flora Sander und deren Kollegen Peter Bernward und vielen anderen interessanten und netten Begebenheiten in einem Kommissariat mit ein. In diesem Mordfall zauberte er mir durch Einbringen vieler witziger Pointen, wie beispielsweise von Namen wie Batic und Leitmayr häufig ein Lächeln auf die Lippen.
Ebenso gelingt es ihm, dem Leser den Hauptspielort Landshut liebenswürdig und ausführlich zu beschreiben. Er hat es geschafft, dass ich meinen nächsten Ausflug nach Landshut plane, da ich diesen Ort nunmehr schon lieben gelernt habe.
Der Kriminal-Roman ist äusserst spannend und wenn ich dachte: so oder so könnte es sein, wurde ich immer wieder auf eine andere Fährte gelockt, somit lässt der Spannungsbogen nicht nach und das Ende ist nicht vorhersehbar.
Mein Fazit: Lesen, Lächeln, einige spannende Stunden mit diesem Buch erleben.....

Veröffentlicht am 08.10.2016

Hier sind vielerlei Facetten des menschlichen Lebens humorvoll und mit Tiefsinn aufgegriffen

Ein Jahr in drei Tagen
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Die Autorin hat mit diesem Buch für mich "ins Schwarze getroffen. Der Schreibstil lädt zum Lesen ein und bringt einen direkt mit ins Geschehen.


Manchmal musste ich zwar einige Stellen zweimal lesen, ...

Die Autorin hat mit diesem Buch für mich "ins Schwarze getroffen. Der Schreibstil lädt zum Lesen ein und bringt einen direkt mit ins Geschehen.


Manchmal musste ich zwar einige Stellen zweimal lesen, da es durch das Rollenspiel, in dem es hier geht, teils etwas verquer rüberkommt. Aber, ich denke, die ineinander übergehenden Abläufe sind durchaus so von Yvonne Kaeding gewollt, da der Tiefsinn hierdurch erst richtig zum Tragen kommt.


Die Protagonisten Laura und Simon, die nach einem schweren Schicksalsschlag in einer Ehekrise stecken, verbringen ein Krimi-Wochenende in einem Landhaus und stoßen hier auf einige Dinge, die ihnen vorher nicht bewusst waren.


Was ich besonders an dem Buch zu schätzen weiß, ist, dass es Humor, Tiefsinn, etwas Crime und auch Liebe enthält und das in einem guten Mix verwoben.


Mein Fazit: Hier sind vielerlei Facetten des menschlichen Lebens humorvoll und mit Tiefsinn aufgegriffen

Veröffentlicht am 08.10.2016

Tante Poldi ist bairische Spürnase mit Herz und Verstand

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
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Mario Giordano hat hier im Kriminalroman als Neffe und Erzähler von Tante Poldi fungiert.

Er hat mir mit seinen witzigen und charmanten Anekdoten immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.


Das ...

Mario Giordano hat hier im Kriminalroman als Neffe und Erzähler von Tante Poldi fungiert.

Er hat mir mit seinen witzigen und charmanten Anekdoten immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.


Das Buch handelt von Tante Poldi, einem bairischen Urgestein, die nach einigen Schicksalsschlägen von Bayern nach Sizilien, in die Nähe ihrer Verwandten, auswandert, um dort ihren Lebensabend zu verbringen.

Der Beginn in Sizilien gestaltet sich auch nicht so einfach, da die temperamentvolle Poldi zwar scharfe Zoten rausdonnern kann, jedoch tief im Herzen ein sensibles Wesen ist.

Da geschieht dann auch noch zu allem Übel ein Mordfall, dem sich Poldi mit vollem Körpereinsatz verschreibt und dabei mit ihrer feinen Spürnase und dank "Kommissar Zufall" dem Mörder Stück für Stück auf die Schliche kommt.

Der zuständige Kommissar Montana schafft es nicht, sie von dem Fall abzuziehen.

Na, und die Liebe mit ihren Tücken kommt bei Poldi auch nicht zu kurz.

Poldi ist ein Stehaufmännchen und schafft es dank ihrer anteilnehmenden Verwandtschaft immer wieder, auf die Beine zu kommen.


Zum einen gelingt es dem Autor, die sizilianische, wie auch die bairische Lebensart mit witzigen, oft heftigen Anekdoten und Zoten liebenswürdig "auf`s Korn zu nehmen"

und zum anderen interessante Hintergrundinformationen über Traditionen, Lebensart, Vorkommnissen aus der Vergangenheit und geologische Hintergründe geschickt in den Kriminalfall zu verstricken.


Mein Fazit: Tante Poldi ist bairische Spürnase mit Herz und Verstand