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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die entscheidende Schlacht

Jenseits des Mondes
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In Ermangelung der Kenntnis des ersten Bandes der „Chroniken der Nephilim“ war ich anfangs ein wenig skeptisch, ob ich in die Geschichte hineinfinden würde, weil man auch von mehreren Seiten hörte, man ...

In Ermangelung der Kenntnis des ersten Bandes der „Chroniken der Nephilim“ war ich anfangs ein wenig skeptisch, ob ich in die Geschichte hineinfinden würde, weil man auch von mehreren Seiten hörte, man solle den ersten Teil lieber zuerst lesen...

Diese Skepsis zerschlug sich allerdings rasch. Heather Terrell führt am Anfang die Personen ganz kurz noch einmal ein sowie auch ihr Verhältnis zueinander, so dass ich gar keine Probleme hatte, auch ohne die Vorgeschichte in die Geschichte zu kommen.

Ellpeth und Michael haben erfahren, dass sie sogenannte Nephilim sind – Nachkommen von gefallenen Engeln. Durch die Berührung anderer Menschen oder das Trinken ihres Blutes können sie deren Gedanken lesen; ebenfalls können sie fliegen. Für Ellspeth, die noch der Highschool ist, ist das mit ihren 16 Jahren natürlich nicht so einfach zu verkraften. Die erste Liebe ist an sich schon aufregend genug und nun ist sie auch noch zu Größeren auserkoren...

Ellspeth und Michael waren in Teil 1 dieser Trilogie gezwungen, Ezekiel, Michaels leiblicher Vater, zu töten. Ellspeth, die lieber Ellie genannt wird, weil sie ihren ganzen Namen nicht ausstehen kann, erinnert sich dunkel daran, in Boston gewesen zu sein – und doch kommt ihr alles so unwirklich vor. Muss sie wirklich den Kampf aufnehmen, ist sie wirklich „Die Auserwählte“ ? Schnell wird ihr klar, dass es tatsächlich so ist und sie sich ihrem Schicksal stellen muss...

Heather Terrell´s „Jenseits des Mondes“ ist einwandfrei ein Jugendbuch. Der Stil ist einfach gehalten und gut lesbar, war mir jedoch an manchen Stellen einfach zu seicht und unlogisch. Von der Spannung her hätte ich mir auch ein wenig mehr Enthusiasmus der Autorin gewünscht; man hätte meiner Meinung nach mehr daraus machen können. Manche Szenen wirkten geradezu „gehetzt“, als hätte es einen Abgabetermin gegeben, den die Autorin fast versäumt hätte.

Für mich daher leider nur Mittelmaß - ich hatte mir mehr erhofft.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Lesbar, aber wenig spannend

Bauernfänger
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„Bauernfänger“ von Joachim Rangnick hat mir schon ein wenig gefallen, war aber wohl kein Buch, das haften bleibt im Gedächtnis.

Der Journalist Robert Walcher entdeckt bei einem seiner Streifzüge durch ...

„Bauernfänger“ von Joachim Rangnick hat mir schon ein wenig gefallen, war aber wohl kein Buch, das haften bleibt im Gedächtnis.

Der Journalist Robert Walcher entdeckt bei einem seiner Streifzüge durch die Natur eine vermeintlich leerstehende Villa, in der er einen Toten findet sowie einen ominösen Ordner unter diesem. Eigentum der „Company“, einer Gesellschaft, die sich in den höchsten Finanzkreisen zu bewegen scheint. Schnell wird klar, dass Walcher bei der Mitnahme des Ordners wohl beobachtet wurde, denn er gerät in tödliche Gefahr.

Als Protagonist einen Journalisten zu wählen fand ich eine gute, wenn auch nicht neue Idee, aber mit Robert Walcher hat der Autor eine Figur geschaffen, die authentisch wirkt. Mir fehlte an einigen Stellen jedoch leider ein wenig die Logik, da Walcher meiner Meinung oft eher merkwürdig reagiert, was mir irgendwie unpassend erschien für einen doch anscheinend intelligenten Journalisten.

Dass Rangnick auch Raum für das Zwischenmenschliche ließ, bemerkte ich ebenfalls positiv.

Kritisch muss ich jedoch leider anmerken, dass ich das ganze Buch auf die einsetzende Spannung gewartet habe – leider vergeblich...

Das Cover finde ich nicht gut gewählt, es ist eher dröge und langweilig – mich hätte es jedenfalls nicht zum Kauf animiert.

Alles in allem ein lesbarer, aber leider wenig spannender Krimi.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gute Unterhaltung für zwischendurch

Das Leben ist kein Gurkensandwich
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Constance Harding ist 53 Jahre alt, Gattin eines Rechtsanwalts und lebt in England ein mehr oder minder beschauliches Leben. Soll das schon alles gewesen sein ? Für eine Frau in ihrem Alter und ihrer Situation ...

Constance Harding ist 53 Jahre alt, Gattin eines Rechtsanwalts und lebt in England ein mehr oder minder beschauliches Leben. Soll das schon alles gewesen sein ? Für eine Frau in ihrem Alter und ihrer Situation ein durchaus berechtigter Gedanke... Sie beschließt, einen Blog im Internet zu starten.

Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und hatte es so rasch durch wie sonst kaum eines zuvor (Freitag angekommen und heute morgen durch ).

Zugegebenermaßen ist es nicht sehr umfangreich und auch nicht sprachlich anspruchsvoll, so dass das Lesen übermäßig viel Zeit in Anspruch genommen hätte, aber meine Begeisterung lag eher an der Geschichte als solche.

Ich bin selbst nur geringfügig älter als Constance und fand mich in Vielem, was sie schreibt, wieder. Englische und deutsche Hausfrauen unterscheiden sich also offenbar gar nicht so sehr. Die Autorin hat sympathische Figuren erdacht, die aber auch ihre Nöte und Sorgen im Alltag haben und dadurch sehr plastisch wirken.

Auch das Cover finde ich sehr gelungen, auch wenn auch mir aufgefallen ist, dass die junge Dame darauf wirklich nicht aussieht, als sei sie in Constance´s Altersgruppe. Aber sonst ist der Stil mal was Anderes und durchaus auch positiv auffällig.

Ebenso verhält es sich mit dem Titel, der einem gleich ins Auge sticht.

Ceri Radford schreibt hoffentlich noch mehr Bücher mit Constance, denn ich finde, ihre Geschichte ist noch nicht auserzählt.

Mich hat ihr Alltag sehr amüsiert und gut unterhalten, vier Sterne !

Veröffentlicht am 15.09.2016

Staubige Hölle

Staubige Hölle
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Roger Smith beschreibt in seinem Roman „Staubige Hölle“ die Geschichte des Robert Dell, 48, der durch einen Autounfall seine gesamte Familie – Frau und Zwillinge im Alter von 5 Jahren – verliert.

Zu der ...

Roger Smith beschreibt in seinem Roman „Staubige Hölle“ die Geschichte des Robert Dell, 48, der durch einen Autounfall seine gesamte Familie – Frau und Zwillinge im Alter von 5 Jahren – verliert.

Zu der Trauer muss er sich dann auch noch mit seinem Vater auseinandersetzen, der ihm vermeintlich helfen soll, als er selbst verhaftet wird wegen dem Mord an seiner Familie und mit dem er aufgrund des Rassismusses des Vaters so gar nicht zurechtkommt.

Behörden scheinen verwickelt zu sein... Menschen sind nicht das, für das man sie gehalten hat...

Dass Roger Smith selbst vor Ort lebt, merkt man dem Buch meiner Meinung nach auch deutlich an. Stammesfehden, Hetzjagden, Aids, Korruption – nichts lässt Smith in seinem packenden dritten Buch aus. Er schreibt so rasant, dass man sich als Leser fast festhalten möchte/muss und schont ihn auch nicht mit den brutalsten/blutigsten Details, um die Verzweiflung und Wut genauer zu beleuchten und aufzuzeigen. Nicht immer schön, aber immer ehrlich wie ich denke. Das Leben ist nunmal nicht immer rosarot und gerade diese Härte machte für mich die Grundstimmung des Buches aus.

Der Leser erfährt viel über Afrika, die Menschen und die (politische und auch sehr persönliche) Stimmung in dem Land - viel mehr als es aus einem Bildband oder einer Dokumentation möglich wäre.

Ich denke, dass Roger Smith diverse eigene Erfahrungen mitverarbeitet hat. Dies ermöglichte ihm diesen interessanten, spannenden und beeindruckenden Roman, der mich dazu veranlasst hat, nicht immer nur am festgefahrenen Genre festzuhalten und auch mal solche Bücher zu lesen, über Themen, bei denen man zuerst vielleicht oft denkt „Das geht mich nichts an, ist zu weit weg“ oder Ähnliches, denn das lohnt sich..!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gelungen

Unter allen Beeten ist Ruh
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Das Buch „Unter allen Beeten ist Ruh“ hat mir ganz ausgezeichnet gefallen !

Die beiden Autorinnen Auerbach und Keller (ich stelle mir das schwierig vor, ein Buch gemeinsam zu schreiben...) haben das sehr ...

Das Buch „Unter allen Beeten ist Ruh“ hat mir ganz ausgezeichnet gefallen !

Die beiden Autorinnen Auerbach und Keller (ich stelle mir das schwierig vor, ein Buch gemeinsam zu schreiben...) haben das sehr gut hinbekommen, den Leser bei Laune zu halten. Ein schönes Buch für warme Frühlingsabende, das ich rasch durchgelesen habe.



Die „Hauptheldin“ Pippa Bolle ist einem gleich sympathisch – eine junge Frau mit Problemen, die durchaus nachvollziehbar erscheinen. Als sie nach „Schreberwerder“ zieht, um dort einen Schrebergarten-Parzelle zu hüten, deren Besitzer Urlaub in Italien macht, findet sich endlich die Ruhe zum Arbeiten, die sie benötigt und lernt rasch die skurrilsten Figuren kennen.Die Geschichte ist eine gelungene Mischung aus Humor- und Krimielementen.

Die Autorinnen haben einen sehr flüssigen Stil und haben mich sehr gut unterhalten mit diesem Werk ! Ich würde mich freuen, wenn von ihnen noch mehr käme !