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Veröffentlicht am 03.10.2020

Ein so wichtiges und so schönes Buch!

Madly
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zum Inhalt

June schminkt sich jeden Tag. Sie trägt eine Maske auf, um ihre Gefühle vor der Welt zu schützen – und vor sich selbst. Sie ist der festen Überzeugung, dass ihre eine romantische Beziehung ...

zum Inhalt

June schminkt sich jeden Tag. Sie trägt eine Maske auf, um ihre Gefühle vor der Welt zu schützen – und vor sich selbst. Sie ist der festen Überzeugung, dass ihre eine romantische Beziehung nicht gut tun würde und so lässt sie einzig ihre beste Freundin Andie hinter ihre Maske schauen.
„Geh mit mir aus, June.“ Seit seiner ersten Begegnung mit June, wiederholt Mason diesen Satz ständig und unermüdlich, obwohl er jedes Mal eine Abfuhr kassiert. Doch er ist nicht bereit, klein beizugeben. Auch nicht, als er mit seinen eigenen Problemen kämpft.

Triggerwarnung von Ava Reed selbst zum Thema Bodyshaming! (Ich würde eine für die Thematisierung von sexuellen Übergriffen hinzufügen. Allerdings nicht mehr als in „Truly“ thematisiert.)


mein Leseeindruck

Ich habe „Truly“ geliebt, aber „Madly“ hat mein Herz wahrlich im Sturm erobert!
Es ist nicht die übliche Liebesgeschichte mit einem einfachen Hin und Her. Ava Reed geht mit „Madly“ viel tiefer. Abgesehen zwischen der Spannung und Chemie zwischen den beiden Protagonisten, die anknüpft, womit „Truly“ und die Ananas uns gelockt haben und nur noch intensiver wird, haben beide Figuren ihre ganz eigene Faszination. Auch das Wiedersehen mit den Charakteren aus „Truly“ (Andie, Cooper, Dylan, Jack,...) hat Spaß gemacht und mich gefreut.
Mason macht keinen Hehl aus seinen Gefühlen, das zu lesen ist sehr schön. Gleichzeitig hält er sich an jedes Nein von June, auch wenn er selbst nicht glaubt, dass sie es so meint. Diese Botschaft, die damit vermittelt wird, dass ein Nein stets gelten sollte, ist unglaublich wichtig! Trotzdem hat es auch Mase geschafft, mich das ein oder andere Mal sehr zu überraschen.
June kann laut sein und auch ein bisschen viel. Aber sie ist sympathisch, authentisch und es ist mir nicht schwer gefallen, Empathie zu ihr aufzubauen. Mit dem Thema Bodyshaming hat Ava Reed sich an etwas gewagt, das viel Feingefühl erfordert und meiner Meinung nach hat sie es genau richtig gemacht.
Der Schreibstil ist flüssig und ehrlich und macht Spaß. Ich habe viel gelacht, auch einige Tränen sind geflossen – traurige und gerührte. Ava schreibt mit Humor. Ihre Leidenschaft für die Geschichte und die Charaktere spürt man mit jeder Zeile. Ich habe schon nach knapp zwanzig Seiten das Buch einmal zugeklappt und an mich drücken müssen. Und das ist noch öfter passiert.
„Madly“ ist ein unheimlich wichtiges Buch. Für die Themen, für die Figuren- und Beziehungsentwicklung. Für die Botschaften, die Ava vermittelt.

„Ich habe viel zu tun, aber eben nichts Besseres. Was sollte es auch Besseres geben als June?“
Mason (Seite 34)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2020

Erfolgreicher Mann und unkonventionelle Frau - Band 3

Dealbreaker
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Inhalt

Tyler Jacobson ist erfolgreicher Unternehmensberater in Harbour City, der damit kämpft, seine Vergangenheit im Arbeiterviertel hinter sich zu lassen und sich der Elite anzuschließen.
Everly Ribinski ...

Inhalt

Tyler Jacobson ist erfolgreicher Unternehmensberater in Harbour City, der damit kämpft, seine Vergangenheit im Arbeiterviertel hinter sich zu lassen und sich der Elite anzuschließen.
Everly Ribinski ist Galeriebesitzerin, die ihr Geld in die Pflege ihrer demenzkranken Großmutter steckt und sich für ihre Herkunft aus der Arbeiterklasse alles andere als schämt.
Als sie als neue Nachbarin in Tylers Gebäude zieht, ist Ärger zwischen den beiden vorprogrammiert. Doch mit dem Streit über High Heel-Geräusche und verbranntes Essen kommt auch eine sexuelle Anziehung.
Als Tyler herausfindet, dass Everly ihn zu dem Deal verhelfen könnte, der seine Karriere an die Spitze bringt, schließen die beiden selbst einen Deal ab...


Meine Leseeindrücke

Ich hab mich auf den dritten Band der Harbour City-Reihe gefreut und auch darauf, Sawyers Kumpel Tyler besser kennenzulernen.
Wer die anderen beiden Bände gelesen hat, kann sich auf ein sehr ähnliches Muster einstellen: Der charmante, gutaussehende Mann, der doch irgendwo seine Schwäche in seinem Selbstbewusstsein hat - und die etwas chaotische, aber selbstbewusste, attraktive Frau, die eigentlich gar nichts mit ihm zu tun haben will. Überrascht hat die Geschichte mich an keinem Punkt.
Gelesen habe ich sie trotzdem gerne. Der Stil ist - wie bei den vorangegangenen Teilen - sehr angenehm zu lesen, mit Humor und kleinen Spitzen durchsetzt, die einen mit in die Welt von Harbour City nehmen. Wiederkehrende Elemente wie das Münze werfen für Entscheidungen zwischen den beiden, sorgen für Liebhabermomente beim Lesen. Das Erzähltempo hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich das Buch kaum aus der Hand gelegt habe. Auch die erotischen Szenen hat Avery Flynn gut beschrieben - prickelnd, leidenschaftlich, ein gutes Gleichgewicht zwischen Everly und Tyler -. wenngleich ich mir an der ein oder anderen Stelle etwas weniger Erotik und etwas mehr Plot gewünscht hätte.
Thematisiert wird neben der Frage, ob Männer und Frauen nur Spaß ohne Gefühle haben können, vor allem die Herkunft. Was macht Familie aus? Wie werden wir geprägt und wie gehen wir mit unserer Vergangenheit um? Holt sie uns ein oder holen wir sie ein?
Die Charaktere haben einige prägende Eigenschaften, die immer wieder zum Vorschein kommen und auf die auch die Geschichte der Fokus liegt. Sie streiten gern, aber es wird dabei nicht anstrengend, sondern man fühlt die Leidenschaft dahinter. Beide Standpunkte werden authentisch dargestellt, sodass kein Frust aufkommt und eine Figur unsympathisch wird.
Freuen darf man sich auch auf das Comeback der Figuren der ersten beiden Teile. Während die Protagonsit*innen nicht so häufig auftauchen, spielt auch Frankie Hartigan wieder eine Rolle und vor allem Helene Carlyle, Hudson und Sawyers Mutter, taucht wieder auf und bekommt ihren eigenen Handlungsstrang.
Insgesamt war "Dealbreaker" sehr angenehm zu lesen, aber für mich keine Geschichte, in die ich mich mit viel Leidenschaft vertiefen würde. Die Charaktere sind herzlich und der Stil sehr angenehm, der Plot allerdings sehr vorhersehbar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2020

Zweite Runde für Val und Kyle

A is for Abstinence
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Zum Inhalt
Das Buch knüpft da an, wo „V is for Virgin“ aufgehört hat.
Vier Jahre nach dem ersten Aufeinandertreffen von Valerie Jensen und dem Rockstar Kyle Hamilton hat sich dessen Band aufgelöst. Kyle ...

Zum Inhalt
Das Buch knüpft da an, wo „V is for Virgin“ aufgehört hat.
Vier Jahre nach dem ersten Aufeinandertreffen von Valerie Jensen und dem Rockstar Kyle Hamilton hat sich dessen Band aufgelöst. Kyle ist verlobt, doch die Beziehung scheitert – aus Eifersucht auf die Vergangenheit mit „Virgin Val“. Und so beschließt schließlich auch Kyle, der damaligen Chemie zwischen ihm und Val noch einmal auf den Grund zu gehen.
Kyle wird schnell klar, dass er mehr von Val will und dass er auch endlich bereit sein will, mit dem Sex auf sie zu warten, für sie enthaltsam zu leben. Val macht es ihm allerdings nicht unbedingt leicht, ihr näher zu kommen, sie zu erobern. Beide müssen feststellen, dass sie sich – Chemie hin oder her – eigentlich noch kaum kennen…


Meine Leseeindrücke
Bei „V is for Virgin” habe ich hauptsächlich das kindische Verhalten und die überstürzte Erzählweise kritisiert. Beides ist meiner Meinung nach im zweiten Band sehr viel besser gelungen. Die Figuren sind reifer geworden, erwachsener und sich trotzdem treu geblieben. Man erkennt sie wieder. Ihre Dynamiken wiederzuentdecken macht Spaß.
Bekannte Nebencharaktere tauchen wieder auf, aber auch neue Figuren wie der Anwalt Bryce, mit dem Val nun eng zusammenarbeitet, geben dem Ganzen eine neue Würze.
„A is for Abstinence“ ist aus Kyles Perspektive geschrieben und auch das tut der Geschichte und dem Stil gut. Es ist weniger schnell und hysterisch als bei Valerie. Gleichzeitig findet auch sein großes Ego im Stil Platz. „Die gleichen alten Trick“, sagt Kyle. „Ein neuer Mann.“ Sein Charme ist definitiv derselbe geblieben und Kelly Oram bleibt ehrlich darin zu schreiben, dass Männer eben doch mal was anderes wollen als Frauen und Frauen auch nicht immer verstehen.
Im ersten Band habe ich mich mit Kyle und Val nicht immer wohlgefühlt, weil mir die Tiefe ihrer Beziehung fehlte. Ihr Verhalten war auf beiden Seiten recht oberflächlich. Positiv überrascht wurde ich daher, dass Kelly Oram genau das im Buch thematisiert. Eine aufregende Verbindung, die aber eben noch keine Beziehung ausmacht. Die beiden müssen sich kennenlernen, Kompromisse finden und Probleme lösen, die durch ihre unterschiedlichen Ansichten und auch Lebensweisen entstehen. Ihre Beziehung besteht plötzlich aus mehr als nur buntem Feuerwerk und das zu erkunden war für mich spannend und hat Spaß gemacht!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

Gute Idee, aber etwas viel

V is for Virgin
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Zum Inhalt
Als Valeries Freund sich von ihr trennt, weil sie nicht mit ihm schlafen will, geraten sie in der Mensa der High School in einen Streit und Valerie macht öffentlich bekannt, dass sie noch Jungfrau ...

Zum Inhalt
Als Valeries Freund sich von ihr trennt, weil sie nicht mit ihm schlafen will, geraten sie in der Mensa der High School in einen Streit und Valerie macht öffentlich bekannt, dass sie noch Jungfrau ist - und das auch bleiben möchte. Ihr Statement landet auf YouTube und damit wird Virgin Val geboren.
Valerie beschließt das beste aus ihrer Situation zu machen und sich für Aufklärung, gedankenvollem Umgang mit Sex und dem Warten auf das erste Mal einzusetzen.
Gleichzeitig wird der Rocksänger Kyle Hamilton auf sie aufmerksam, der Valerie ihre "V-Card" gerne abnehmen würde...

Meine Leseerfahrung
Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen. Für mich war es spannend genug, um es nicht lange aus der Hand zu legen. Kelly Oram geht sehr sorgfältig mit dem Thema der Jungfräulichkeit um. Valerie wird von ihren Mitschülern aufgezogen, aber sie wird deshalb nicht zum Außenseiter gemacht. Es werden gute Argumente dafür vorgelegt, warum sich das Warten lohnen kann und was dazu motiviert. Vor allem wird viel Wert darauf gelegt, dass Sex einvernehmlich und druckfrei sein sollte. Eine Botschaft, die vielen Jugendlichen gut tun würde.
Die Handlung des Buches will an einigen Stellen jedoch einfach zu viel. Handlungsstränge entwickeln sich teilweise sehr schnell, überschlagen sich dann oder verschwinden wieder ins Nichts. Klar, Valerie ist noch ein Teenager, dennoch verhält sie - und auch andere Figuren, wie ihre beste Freundin Cara - sich teilweise sehr unreif, zickig und reagiert übertrieben. Die Beziehung, die sich zwischen ihr und Kyle entwickelt, konnte ich nicht immer genießen oder gerne lesen.
Dennoch bin ich gespannt auf den zweiten Teil und hoffe, dass einige Probleme sich durch das vorangeschrittene Alter der Protagonisten lösen werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

Emotional und so ehrlich

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Ich war wirklich nicht auf dieses Buch vorbereitet.
"Wie die Ruhe vor dem Sturm" war das erste Buch, das ich von Brittainy C. Cherry gelesen habe. Das Cover-Design und der Klappentext haben mich angelockt...

Zum ...

Ich war wirklich nicht auf dieses Buch vorbereitet.
"Wie die Ruhe vor dem Sturm" war das erste Buch, das ich von Brittainy C. Cherry gelesen habe. Das Cover-Design und der Klappentext haben mich angelockt...

Zum Inhalt
Eleonore bewirbt sich als Nanny für zwei Kinder, deren Vater ihre erste große Liebe Grayson ist. Der Junge, den sie aus der High School kannte, erkennt sie im erwachsenen Grayseon East nicht mehr wieder.
Doch da fängt das Buch nicht an. Es erzählt die Geschichte aus ihrer Jugend, wie sie sich kennen- und liebengelernt haben. Eleonores Leben als buchverliebter Teenager, deren Mutter an Brustkrebs erkrankt ist und die - ebenso wie Grey - früh lernen muss, was Angst und Verlust bedeutet.

Mein Leseerlebnis
Ich habe das Buch nachmittags zur Hand genommen, abends widerwillig abgelegt und am Morgen die restlichen Seiten verschlungen.
Als Bücherwurm habe ich mein Teenager-Ich in der Teenie-Ellie wiedergefunden und sie sehr schnell lieben gelernt. Der Stil ist authentisch, spielt geschickt mit Worten und bringt dabei die Emotionen auf den Punkt. Ich musste viel Lachen und das Buch an mich drücken, weil ich das Gefühl hatte, das Buch versteht uns - uns Leseratten, Harry Potter- und Marvel-Fans. "Wieso verstand niemand die Notwendigkeit, ein Buch in einem Zug durchzulesen, sobald man es in den Händen hielt?" Wir verstehen es und dieses Buch gehört mit dazu.
Zum Lachen haben sich auch sehr schnell und sehr viele Tränen gemischt. (Ich bin nah am Wasser gebaut, das gebe ich zu.) Ich will nicht zu viel spoilern, also gehe ich weniger auf den Inhalt, sondern auf den Stil ein. Brittainy C. Cherry beschönigt nicht, wie es ist, jemanden beim Sterben zu begleiten. Sie beschreibt den rohen Schmerz und die Ängste, die Narben, die der Verlust hinterlässt. Nicht nur aus der Perspektive eines Teenagers, sondern auch durch Erwachsene. Die Art, wie Trauer den eigenen Lebensweg begleitet. Sie ist ehrlich und schonungslos und es tut weh, aber es tut auch gut.
Es ist eine Geschichte voller Trauer und Verzweiflung, aber ebenso voller Licht. Selbst, wenn die Tränen das Lesen schwer machen, will man das Buch nicht aus der Hand legen, weil es auf seine Art immer noch gut tut. "Es gibt keine Eile, glücklich zu sein."
Ich zolle der Autorin meinen höchsten Respekt dafür, dass sie die passenden Worte für eine so schwierige Geschichte gefunden hat, in der die Liebe mit all ihren Seiten im Vordergrund steht.

Leseempfehlung
Ich empfehle das Buch auf jedem Fall und absolut jedem. Lasst euch nicht von der Ernsthaftigkeit wesentlicher Plotelemte abschrecken. Man kann mit den Figuren lachen und weinen und vor allem mit ihnen zusammen wachsen und lernen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere