4,5 Sterne
Komm spielenAnnie ist Kinderbuchautorin und gibt sich die Schuld am Tod eines 10jährigen Jungen. Als auch noch ihr Mann stirbt, muss sie raus aus New York und landet mit ihrem Sohn Charlie in einer Kleinstadt. Doch ...
Annie ist Kinderbuchautorin und gibt sich die Schuld am Tod eines 10jährigen Jungen. Als auch noch ihr Mann stirbt, muss sie raus aus New York und landet mit ihrem Sohn Charlie in einer Kleinstadt. Doch die Idylle trügt und bald steckt Annie tief in Schwierigkeiten.
Linwood Barclay hat sich mit „Komm spielen“ wieder einmal als meisterhafter Thriller-Autor bewiesen. Stellenweise liest sich Barclays neues Buch tatsächlich wie ein Stephen King. Die Geschichte entfaltet sich in rasantem Tempo und fesselt von Anfang an. Die Mischung aus Spannung und Horrorelementen ist wirklich gut gelungen.
Die Handlung spielt auf zwei Ebenen: Annie und Charlie in Castle Creek und Sheriff Hook und Eisenbahnverkäufer Napler in Lucknow. Beide Ebenen haben mich fasziniert und gefesselt und erst am Ende laufen die beiden Stränge zusammen und enden in einem furiosen Showdown.
Die Charaktere sind toll gewählt und hatten alle Ecken und Kanten, konnten aber überzeugen. Auch die Nebendarsteller tragen zu einer runden Handlung bei. Charlie hatte es mir hier besonders angetan, aber auch Dylan; also die beiden jüngsten Protagonisten. Aber auch Annie fand ich sehr gelungen.
Barclays Schreibweise ist unaufgeregt, aber – oder gerade deshalb – sehr mitreißend. Er lässt sich genügend Zeit, die Handlung zu entwickeln und fährt dann mit Vollgas ins Finale.
Fazit: Linwood Barclay geht andere Wege – und die funktionieren.