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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2022

Ein tödlicher Podcast

Das Letzte, was du hörst
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Sarah ist geradezu süchtig nach dem Podcast „Hörgefühlt“. Für diesen, und den Podcaster Marc Maria Hagen riskiert sie sogar ihre Beziehung.

Roya ist Journalistin und will den Podcaster unlauteren Methoden ...

Sarah ist geradezu süchtig nach dem Podcast „Hörgefühlt“. Für diesen, und den Podcaster Marc Maria Hagen riskiert sie sogar ihre Beziehung.

Roya ist Journalistin und will den Podcaster unlauteren Methoden überführen. Ihre wahre Gesinnung bleibt erst einmal ungenannt.

Die etwas unorthodoxe Polizistin Carolin versucht den Hintergrund des Mordes und Selbstmordes an einem Pärchen aufzuklären und stößt dabei auf einige Ungereimtheiten.



Um diese 3 Protagonisten webt Winkelmann ein Netz an Verstrickungen, Wendungen und spannenden Augenblicken. Denn nichts ist, wie es zu Anfang scheint. Bereits der Prolog macht süchtig. Winkelmann wechselt dann aber gleich die Perspektiven und scheinbar passt nichts zusammen. Doch diese Art der Erzählung ist man hier gewohnt und freut sich über rasante Szenewechsel, die die Spannung hoch halten.

Zugegeben: anfangs hatte ich schon meine Probleme zu verstehen, wie denn alles zusammenpasst. Aber irgendwann hatte ich verstanden, dass vorrangig Royas und Carolins Geschichten in der Gegenwart spielen. Und dann wurde es auch richtig spannend mit der Enttarnung Royas und dem schrittweisen Aufdecken und Entdröseln von diversen Alibis.

Mit der Polizistin Carolin ist Winkelmann ein toller Charakter gelungen. Wie sie den Hamster Eckhardt vom Tatort entfernt und ihn nicht mehr hergeben möchte – was habe ich in mich hinein gegrinst.

Fazit: Winkelmann liest sich wieder mal quasi von selbst. Vor dem Ende mag man das Buch nicht weglegen. Dennoch fehlte mir anfangs so ein kleines bisschen Spannung.

Veröffentlicht am 06.06.2022

Neues von Eva Almstädt

Akte Nordsee - Am dunklen Wasser
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Als in einem kleinen Dorf in Nordfriesland eine Frau erhängt aufgefunden wird, gerät schnell ihr Freund unter Verdacht. Doch Fentje, eine unangepasste Anwältin glaubt nicht an einen Selbstmord. Zu viel ...

Als in einem kleinen Dorf in Nordfriesland eine Frau erhängt aufgefunden wird, gerät schnell ihr Freund unter Verdacht. Doch Fentje, eine unangepasste Anwältin glaubt nicht an einen Selbstmord. Zu viel spricht dagegen. Zusammen mit dem Journalist Niklas beginnt sie dem Fall auf den Grund zu gehen und löst dabei noch ein Rätsel aus der Vergangenheit.

Eine neue Reihe aus der Feder der Pia-Korittki-Reihe. Ich war sehr gespannt, allerdings sprang der Funke nicht ganz über.

Almstädt legt wieder eine Menge falscher Fährten und unterhält dadurch sehr gut. Allerdings kam der Krimi jetzt nicht an die Ostsee-Reihe heran. Mir kam die Familie etwas zu kurz und es waren auch recht viele Namen für den Anfang. Vielleicht legt sich dieses Gefühl nach ein paar weiteren Bänden. Auch Spannung konnte ich nicht viel empfinden. Die Handlung lebte eher von den Ermittlungen, die Niklas und Fentje anstellen. Aber irgendwie sind sie ja nie so richtig in Gefahr, dass man mitzittern möchte.
Die Charaktere mochte ich aber sehr gerne. Vor allem Fentje, deren Art ich recht erfrischend fand.

Fazit: Sympathische Charaktere, eine schwungvolle Handlung und einige Wendungen machen dieses Buch lesenswert, wenn auch zu Korittki für mich noch ein bisschen fehlt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 05.06.2022

Tolles Buch

Der Klang des Bösen
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Eine Frau stürzt aus dem Fenster und stirbt.
Ihr Sohn wird der Tat verdächtigt.
Phonetiker Matthias Hegel glaubt fest an seine Unschuld.
Gleich die ersten Zeilen haben mich tief in das Buch gesaugt und ...

Eine Frau stürzt aus dem Fenster und stirbt.
Ihr Sohn wird der Tat verdächtigt.
Phonetiker Matthias Hegel glaubt fest an seine Unschuld.
Gleich die ersten Zeilen haben mich tief in das Buch gesaugt und für den Rest der Handlung nicht mehr losgelassen. Wieder baut Kliesch einen Fall auf, der es in sich hat. Der Tot der Frau und was er alles nach sich zieht, bzw. was dem vorausging war sehr überraschend und als Leser kann man sich kaum vorstellen, wie alles aufgelöst wird. Dazu kam noch die persönliche Komponente durch Hegels Erkrankung, die der ganzen Handlung noch mehr Brisanz verlieh.
Auch das Setting in der Psychiatrie trug sehr viel zur Spannung bei. Überraschende Wendungen sorgen manches Mal für einen Schmunzler und so ein bisschen klingt auch immer der Ideengeber aus der Handlung heraus.
Die Idee zu dem Buch stammt wohl von Sebastian Fitzek, aber ausgearbeitet hat sie Kliesch und das ist wieder meisterhaft gelungen. Das Gehör so spannend in einen Thriller zu packen begeistert mich immer wieder und die Lösung am Schluss hat es ja ganz schön in sich, mutet schon fast etwas fictionsmäßig an, klingt aber logisch, wenn auch schwer verständlich.
Fazit: Kliesch ist wieder ein Thriller gelungen, der von der ersten Seite an fesselt.

Veröffentlicht am 24.05.2022

Tolle Fortsetzung

Die Dorfschullehrerin
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Dorfschullehrerin Helene ist angekommen. Sie lebt in Berlin bei ihrer Tante und unterrichtet an einer Grundschule. Als sie das Angebot bekommt, als Schulleiterin zurück nach Kirchdorf zu gehen, muss sie ...

Dorfschullehrerin Helene ist angekommen. Sie lebt in Berlin bei ihrer Tante und unterrichtet an einer Grundschule. Als sie das Angebot bekommt, als Schulleiterin zurück nach Kirchdorf zu gehen, muss sie nicht lange überlegen. Doch liegt ihre Sehnsucht allein im beruflichen Umfeld?
Bereits nach den ersten paar Zeilen war ich sofort wieder in der Handlung gefangen. Helene ist einfach ein sympathischer Charakter und es macht Spaß, ihrem Werdegang und dem ihrer Familie zu folgen. Völler gelingt es sehr gut, den Zeitgeist des damaligen Lebens einzufangen. Man ist völlig in der Handlung gefangen und kann die Handlungsweisen gut nachvollziehen, auch wenn die damaligen Gesetze, bzw. Denkweisen in der heutigen Zeit nahezu nicht mehr vorstellbar sind.
Man kann diesen Band auch unabhängig vom ersten Band lesen, denn Völler flicht immer wieder kleine Rückblicke ein, die es auch mir leichter gemacht haben, der Handlung nach längerer Zeit gleich wieder zu folgen.
Leider stand am Ende nicht, ob es einen Folgeband der Reihe geben oder ob es bei der Dilogie bleiben wird. Die Handlung ist abgeschlossen und im Epilog vervollständigt, was nahelegt, dass Völler keinen weiteren Band geplant hat, was ich etwas schade finde.
Fazit: wieder ein gelungener Historienroman mit sympathischen Charakteren und einer authentischen Handlung.

Veröffentlicht am 24.05.2022

Mami

Kaltherz
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Als Clara nur kurz auf die Toilette muss, verschwindet ihre Tochter Marie spurlos. 4 Monate später nimmt Kim Lansky, Polizistin, die Spur auf und sticht in ein Wespennest.

Vielschichtige Charaktere, jeder ...

Als Clara nur kurz auf die Toilette muss, verschwindet ihre Tochter Marie spurlos. 4 Monate später nimmt Kim Lansky, Polizistin, die Spur auf und sticht in ein Wespennest.

Vielschichtige Charaktere, jeder anders interessant machen die Handlung zu einem Vergnügen. Nichts ist wie es scheint und alles hängt zusammen. Kim war mir als Protagonistin fast etwas zu übermotiviert, aber ihre Art hat mir dann doch gefallen.
Faber schreibt einfach klasse. Spannend, auf den Punkt, mit überraschenden Twists und mit einer guten Prise Humor, die er seiner Protagonistin verpasst, macht das Lesen einfach Spaß.
Die Handlung wird aus der Sicht von 4 Charakteren beschrieben: Kim Lansky, die unangepasste Kommissarin, Clara Lipmann, die am Boden zerstörte Mutter, Jakob Lipmann, der Vater für den die Karriere über alles steht und – am bewegendsten: Marie.
Mit dem Ende habe ich so nicht gerechnet und auch auf die Wendung mit Marie wäre ich im Leben nie gekommen. Chapeau Herr Faber.
Fazit: wieder ein Thriller der Extraklasse, der dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.