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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2026

4,5 Sterne

Komm spielen
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Annie ist Kinderbuchautorin und gibt sich die Schuld am Tod eines 10jährigen Jungen. Als auch noch ihr Mann stirbt, muss sie raus aus New York und landet mit ihrem Sohn Charlie in einer Kleinstadt. Doch ...

Annie ist Kinderbuchautorin und gibt sich die Schuld am Tod eines 10jährigen Jungen. Als auch noch ihr Mann stirbt, muss sie raus aus New York und landet mit ihrem Sohn Charlie in einer Kleinstadt. Doch die Idylle trügt und bald steckt Annie tief in Schwierigkeiten.
Linwood Barclay hat sich mit „Komm spielen“ wieder einmal als meisterhafter Thriller-Autor bewiesen. Stellenweise liest sich Barclays neues Buch tatsächlich wie ein Stephen King. Die Geschichte entfaltet sich in rasantem Tempo und fesselt von Anfang an. Die Mischung aus Spannung und Horrorelementen ist wirklich gut gelungen.
Die Handlung spielt auf zwei Ebenen: Annie und Charlie in Castle Creek und Sheriff Hook und Eisenbahnverkäufer Napler in Lucknow. Beide Ebenen haben mich fasziniert und gefesselt und erst am Ende laufen die beiden Stränge zusammen und enden in einem furiosen Showdown.
Die Charaktere sind toll gewählt und hatten alle Ecken und Kanten, konnten aber überzeugen. Auch die Nebendarsteller tragen zu einer runden Handlung bei. Charlie hatte es mir hier besonders angetan, aber auch Dylan; also die beiden jüngsten Protagonisten. Aber auch Annie fand ich sehr gelungen.
Barclays Schreibweise ist unaufgeregt, aber – oder gerade deshalb – sehr mitreißend. Er lässt sich genügend Zeit, die Handlung zu entwickeln und fährt dann mit Vollgas ins Finale.
Fazit: Linwood Barclay geht andere Wege – und die funktionieren.

Veröffentlicht am 26.04.2026

mein Lesehighlight 2026

Vermisst - Der Fall Lucas
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Bereits der dritte Band um Privatdetektivin Malou Löwenberg und mein bisheriges Lesehighlight in 2026.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, es war wieder so stark und spannend geschrieben.

Malou ...

Bereits der dritte Band um Privatdetektivin Malou Löwenberg und mein bisheriges Lesehighlight in 2026.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, es war wieder so stark und spannend geschrieben.

Malou wird an das Sterbebett von Lana gerufen. Deren letzter Wunsch ist es, ihren vor 26 Jahren verschwundenen Bruder noch einmal zu sehen. Doch Lucas hatte einen guten Grund zu verschwinden: er hat zwei Mädchen ermordet und will nicht gefunden werden. Wo soll Malou da mit der Suche beginnen?

Der Fall scheint hoffnungslos, doch dann findet Malou eine kleine Spur und hangelt sich an dieser Schnur entlang. Und genau das fand ich so megaspannend: wie bei einem Puzzle setzt Malou diese kleinen Hinweise zusammen und taucht immer tiefer in die damaligen Vorkommnisse ein. So rast man beim Lesen förmlich durch die Seiten, weil man sich die Auflösung ersehnt. Selten ist es mir so schwergefallen, NICHT gleich am Ende des Buches zu lesen, ob Lucas gefunden wird.

Brand schreibt emotional und mitreißend und baut teilweise wahre Geschehnisse in die Handlung ein, was zu einem noch spannenderen Lesevergnügen beiträgt. Dabei verzichtet sie auf überflüssige Dramatik und setzt auf sauber recherchierte Details.

Einschübe aus der Vergangenheit und die Suche Malous nach ihren Eltern machen das Buch noch mitreißender. Malou als Charakter gefällt mir ausnehmend gut, aber auch die Nebendarsteller, allen voran Bettina, die im Gefängnis sitzt, tragen zu einem runden Erlebnis bei.

Fazit: unbedingt lesen

Veröffentlicht am 25.04.2026

Atemloser Lesegenuss

Finsterherz
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Die Morde an 2 Frauen geben Kommissar a.D. Brekke ein ganz schönes Rätsel auf. Wie hängen die beiden Frauen zusammen und wo ist das Motiv?

Brekke nimmt die Untersuchungen auf und kämpft noch mit seiner ...

Die Morde an 2 Frauen geben Kommissar a.D. Brekke ein ganz schönes Rätsel auf. Wie hängen die beiden Frauen zusammen und wo ist das Motiv?

Brekke nimmt die Untersuchungen auf und kämpft noch mit seiner Verletzung aus dem letzten Fall. Ich verfolge die Reihe schon lange und freue mich, dass jetzt auch die ersten Bände übersetzt werden. Finsterherz ist allerdings noch eine Fortsetzung.

Der Fall ist das Eine, das Andere ist Alfred Brekkes „Kampf“ mit der Arbeitsagentur. Die Szenen fand ich irgendwie immer zum Schmunzeln. Sie stören den Lesefluss in keiner Weise, im Gegenteil, sie ergänzen die Handlung perfekt.

Bereits der Prolog hat es in sich. Und die Spannung nimmt nicht ab. Fjells Schreibweise ist einfach klasse. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und empfand es als richtigen Pageturner.

Fazit: Fjell zu lesen ist jedes Mal wieder eine Achterbahn der Gefühle. Spannung, Herzrasen und gute Unterhaltung sind garantiert.

Veröffentlicht am 23.04.2026

humorvoller Krimi

Teuflische Provence
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Grausame Morde unter Mönchen. Und Albin Leclerc wieder mittendrin. Es geht halt nicht ohne den Polizisten im Ruhestand. Zwar geht er seinen ehemaligen Kollegen sehr auf den Keks, hat aber sagenhafte Ermittlungserfolge. ...

Grausame Morde unter Mönchen. Und Albin Leclerc wieder mittendrin. Es geht halt nicht ohne den Polizisten im Ruhestand. Zwar geht er seinen ehemaligen Kollegen sehr auf den Keks, hat aber sagenhafte Ermittlungserfolge. Und das muss schließlich auch der Staatsanwalt anerkennen.

In gewohnt humoriger Art entführt uns Pierre Lagrange in die Provence. Zwischen blühende Lavendelfelder, die man fast zu riechen glaubt. Ein wenig gestört haben mich die langen Erklärungen zu gewissen Vorgängen, das lenkt einfach vom Lesefluss ab.

Lagrange fängt das Flair der Provence mit ihren Düften, Farben und kulturellen Eigenheiten wieder sehr lebendig ein. Die sommerliche Hitze, die Lavendelfelder und die alten Klostermauern bilden einen starken Kontrast zur düsteren Handlung. Diese Mischung aus Urlaubsgefühl und Spannung ist eines der Markenzeichen der Reihe.
Am besten gefallen mir immer die Zwiesprachen zwischen Mops und Herrchen – herrlich. Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse, was für ein packendes Finale sorgt, aber gelegentlich etwas überhastet wirkt.

Der Band ist wieder in sich abgeschlossen und so können auch Neueinsteiger viel Spaß an der Handlung finden.

Der letzte Teil um Albin? Aber Lagrange verspricht uns eine neue Reihe – mit Madame Mort. Und so gehen uns Albin und Tyson sicher nicht ganz verloren. Denn irgendwer muss ja die Schokocroissants liefern.

Fazit: teilweise etwas langatmig, aber durchaus lesenswert und wieder voller Humor, der neue Albin Leclerc.

Veröffentlicht am 23.04.2026

nicht so stark wie die Mörderisches Island-Reihe

Home Before Dark
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Home before dark,



Marsibil hat 10 Jahre zuvor ihre Schwester verloren. Kristin ist einfach verschwunden, nur ein blutiger Anorak wurde zurückgelassen. Marsi ist seitdem in psychologischer Behandlung ...

Home before dark,



Marsibil hat 10 Jahre zuvor ihre Schwester verloren. Kristin ist einfach verschwunden, nur ein blutiger Anorak wurde zurückgelassen. Marsi ist seitdem in psychologischer Behandlung und als am 10. Jahrestag des Verschwindens ein Brief auftaucht, will Marsibil das Rätsel um ihre verschwundene Schwester unbedingt lösen.



Die Handlung spielt in Island auf zwei Ebenen: Marsi 1977 und Kristin 1967.

Ich muss zugeben, dass ich immer Probleme hatte, zu wissen, welcher Strang jetzt spielt. Natürlich sind sie jeweils überschrieben, aber beide Stränge sind in der ICH-Perspektive, was es einfach etwas erschwert. So kam ich auch schwer in das Buch hinein und gerade am Anfang passiert auch sehr wenig und die Spannungskurve steigt erst kurz vor Schluss.

Die Handlung dümpelt anfangs vor sich hin. Mir haben hier aber die Rückblenden aus Sicht von Kristin sehr gut gefallen.



Das Buch bekommt dann eine überraschende Wendung, als zuerst Kristin und dann Marsibil das Geheimnis des Mädchens aus dem Karton lüften.



Teilweise habe ich mich gefragt, warum die Handlung so früh angesiedelt ist und nicht im Heute. Aber nur so kann die Sache mit der Brieffreundschaft funktionieren.



Fazit: 3 Sterne für den Beginn, 5 für das Ende. Man muss anfangs schon etwas durchhalten. Aber wer ruhige Krimis mag, die sich nur langsam entfalten ist hier sehr gut aufgehoben.