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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2026

humorvoller Krimi

Teuflische Provence
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Grausame Morde unter Mönchen. Und Albin Leclerc wieder mittendrin. Es geht halt nicht ohne den Polizisten im Ruhestand. Zwar geht er seinen ehemaligen Kollegen sehr auf den Keks, hat aber sagenhafte Ermittlungserfolge. ...

Grausame Morde unter Mönchen. Und Albin Leclerc wieder mittendrin. Es geht halt nicht ohne den Polizisten im Ruhestand. Zwar geht er seinen ehemaligen Kollegen sehr auf den Keks, hat aber sagenhafte Ermittlungserfolge. Und das muss schließlich auch der Staatsanwalt anerkennen.

In gewohnt humoriger Art entführt uns Pierre Lagrange in die Provence. Zwischen blühende Lavendelfelder, die man fast zu riechen glaubt. Ein wenig gestört haben mich die langen Erklärungen zu gewissen Vorgängen, das lenkt einfach vom Lesefluss ab.

Lagrange fängt das Flair der Provence mit ihren Düften, Farben und kulturellen Eigenheiten wieder sehr lebendig ein. Die sommerliche Hitze, die Lavendelfelder und die alten Klostermauern bilden einen starken Kontrast zur düsteren Handlung. Diese Mischung aus Urlaubsgefühl und Spannung ist eines der Markenzeichen der Reihe.
Am besten gefallen mir immer die Zwiesprachen zwischen Mops und Herrchen – herrlich. Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse, was für ein packendes Finale sorgt, aber gelegentlich etwas überhastet wirkt.

Der Band ist wieder in sich abgeschlossen und so können auch Neueinsteiger viel Spaß an der Handlung finden.

Der letzte Teil um Albin? Aber Lagrange verspricht uns eine neue Reihe – mit Madame Mort. Und so gehen uns Albin und Tyson sicher nicht ganz verloren. Denn irgendwer muss ja die Schokocroissants liefern.

Fazit: teilweise etwas langatmig, aber durchaus lesenswert und wieder voller Humor, der neue Albin Leclerc.

Veröffentlicht am 23.04.2026

nicht so stark wie die Mörderisches Island-Reihe

Home Before Dark
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Home before dark,



Marsibil hat 10 Jahre zuvor ihre Schwester verloren. Kristin ist einfach verschwunden, nur ein blutiger Anorak wurde zurückgelassen. Marsi ist seitdem in psychologischer Behandlung ...

Home before dark,



Marsibil hat 10 Jahre zuvor ihre Schwester verloren. Kristin ist einfach verschwunden, nur ein blutiger Anorak wurde zurückgelassen. Marsi ist seitdem in psychologischer Behandlung und als am 10. Jahrestag des Verschwindens ein Brief auftaucht, will Marsibil das Rätsel um ihre verschwundene Schwester unbedingt lösen.



Die Handlung spielt in Island auf zwei Ebenen: Marsi 1977 und Kristin 1967.

Ich muss zugeben, dass ich immer Probleme hatte, zu wissen, welcher Strang jetzt spielt. Natürlich sind sie jeweils überschrieben, aber beide Stränge sind in der ICH-Perspektive, was es einfach etwas erschwert. So kam ich auch schwer in das Buch hinein und gerade am Anfang passiert auch sehr wenig und die Spannungskurve steigt erst kurz vor Schluss.

Die Handlung dümpelt anfangs vor sich hin. Mir haben hier aber die Rückblenden aus Sicht von Kristin sehr gut gefallen.



Das Buch bekommt dann eine überraschende Wendung, als zuerst Kristin und dann Marsibil das Geheimnis des Mädchens aus dem Karton lüften.



Teilweise habe ich mich gefragt, warum die Handlung so früh angesiedelt ist und nicht im Heute. Aber nur so kann die Sache mit der Brieffreundschaft funktionieren.



Fazit: 3 Sterne für den Beginn, 5 für das Ende. Man muss anfangs schon etwas durchhalten. Aber wer ruhige Krimis mag, die sich nur langsam entfalten ist hier sehr gut aufgehoben.

Veröffentlicht am 22.04.2026

Ein unschlagbares Paar

Mord ist die beste Beseitigung
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Das unfreiwillige Ermittlerpaar stolpert wieder in ein neues Abenteuer.
Wer kennt sie noch von früher? Die Reiserufe im Radio: genau so einen hören Tommi und Svetlana und im selben Moment fährt das gesuchte ...

Das unfreiwillige Ermittlerpaar stolpert wieder in ein neues Abenteuer.
Wer kennt sie noch von früher? Die Reiserufe im Radio: genau so einen hören Tommi und Svetlana und im selben Moment fährt das gesuchte Auto an ihnen vorbei. Nichts wie hinterher – doch Tommis altes Wohnmobil kann mit dem Audi nicht mithalten. An einer Raststätte finden sie allerdings das gesuchte Auto wieder, doch die Insassin ist verschwunden. Klarer Fall: Wir kümmern uns drum. Und was dann passiert – lest selbst, es lohnt sich!
Ich habe mich schon sehr auf dieses Buch gefreut, mochte ich doch im ersten Band die Charaktere schon sehr gerne. Seien es die Protagonisten oder die Nebendarsteller (die auch jede Menge Leben ins Buch bringen), das Wiedersehen machte sehr viel Spaß.
Die Schreibweise ist sehr humorvoll und durch viel wörtliche Rede liest sich das Buch sehr flott und mit viel Schmunzeln. Tommi und Svetlana zusammen sind einfach unschlagbar und liefern sich manches Wortgefecht.
Nebenher widmet sich Tommi noch seiner Schriftstellerkarriere, was manchmal etwas viel ist, aber durchaus ebenso amüsant. Btw: ich würde das Zwillingssterne-Romantasy-Buch auch lesen.
Am Ende wird es nochmal so richtig spannend und einen Vorgeschmack auf einen Band 3 gibt es auch. Auf den freue ich mich dann jetzt schon.
Fazit: wer humorvolle Krimis mag, ist bei Klüpfel, Tommi und Svetlana genau richtig.

Veröffentlicht am 22.04.2026

Pageturner

39 Grad
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Eigentlich denkt man bei dem Buchtitel eher an einen Umweltthriller. Doch weit gefehlt. Was Quentin Beck hier abliefert ist Krimi vom Feinsten.
Ein irrer Killer tötet scheinbar wahllos Frauen. Kommissar ...

Eigentlich denkt man bei dem Buchtitel eher an einen Umweltthriller. Doch weit gefehlt. Was Quentin Beck hier abliefert ist Krimi vom Feinsten.
Ein irrer Killer tötet scheinbar wahllos Frauen. Kommissar Lukas Johannsen und Profilerin Berit Pernstein folgen seiner Spur. Doch der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus. Den entscheidenden Schritt. Am heißesten Tag des Jahres dann, kommt es zum Showdown.
Da man beim Morden hautnah dabei sein darf, sorgt das Buch für den einen oder anderen Schockmoment. Aber auch für schöne Momente, z.B. als Berit sich Timo annähert. Insgesamt ist das Buch wirklich spannend geschrieben. Von der ersten Seite an klebt man an den Zeilen und kann das Buch kaum weglegen.
Durch Rückblenden erfährt man als Leser etwas mehr aus der Vergangenheit und auch die hat es in sich.
Aber das Ende nehme ich dem Autor persönlich übel, wenn es auch realistischer ist, als wenn er es anders gelöst hätte.
Fazit der letzte Fall für Lukas Johannsen, aber ich bin gespannt, mit was uns der Autor als nächstes überrascht.

Veröffentlicht am 17.04.2026

Vielversprechender Anfang

King Sorrow I
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Arthur ist ein ganz normaler Student. Er arbeitet in der Studienbibliothek, hat einen netten Freundeskreis und alles könnte gut sein. Wenn nicht seine Mutter im Gefängnis wäre, was ihn angreifbar für Erpressung ...

Arthur ist ein ganz normaler Student. Er arbeitet in der Studienbibliothek, hat einen netten Freundeskreis und alles könnte gut sein. Wenn nicht seine Mutter im Gefängnis wäre, was ihn angreifbar für Erpressung macht: er soll wertvolle Bücher aus der Bibliothek stehlen, damit der Mutter nichts passiert. Die Erpresser werden immer fieser und so sieht Arthur keinen anderen Ausweg, als einen Drachen hervorzubeschwören, der ihm aus der Klemme hilft. Doch, wie schon im Zauberlehrling, „die Geister, die ich rief“ – und Arthur und seine Freunde stecken wieder in Schwierigkeiten.
Puh, ein Buch zu lesen, das fast 600 Seiten hat, ist anfangs immer eine Herausforderung. Bei Hill allerdings wird es auf keiner Seite langweilig und so liest man ein ums andere Kapitel, bis die 600 Seiten viel zu früh durch sind. Hill erzählt manchmal etwas ausschweifend, was aber dafür sorgt, dass seine Romane sehr anschaulich sind. Auch seine Charaktere sind sympathisch und agieren menschlich.

Nach 200 Seiten scheint die Erzählung scheinbar schon auserzählt. Aber Hill wäre nicht Hill, wenn er da nicht noch eine Wendung in Petto hätte, die für weitere Spannung sorgt. Der unterschwellige Horror sorgt zusätzlich für spannende Momente. Die Erzählweise ist fließend und fesselnd, mit einem leichten Hang zum Übernatürlichen, ohne dass es zu kitschig oder zu offensichtlich wird. Die Mischung aus Realität und Fantasie wird geschickt verwoben, nur beim ersten Mal Rückblick war ich etwas ratlos und dachte an einen Druckfehler. Doch diese Art des Rückblicks wird von Hill öfters genutzt und bald hatte ich mich daran gewöhnt.

King Sorrow wird bereits im Juli mit dem zweiten Band fortgesetzt, auf den ich mich schon sehr freue.

Fazit: Die Kombination aus vielschichtigen Charakteren, einer spannenden Handlung und einer ständigen dunklen Bedrohung im Hintergrund macht King Sorrow 1 zu einem Buch, das man so schnell nicht aus der Hand legt.