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Harakiri

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

locker-flockig

Eigentlich bist du gar nicht mein Typ
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Ein locker-flockiges Buch für nette Sommertage.
Joseph macht mit Abi Schluss und die fällt in ein tiefes Loch. Als ihr eine Liste in die Hände fällt, die Joseph geschrieben hat und die seine Wünsche enthält, ...

Ein locker-flockiges Buch für nette Sommertage.
Joseph macht mit Abi Schluss und die fällt in ein tiefes Loch. Als ihr eine Liste in die Hände fällt, die Joseph geschrieben hat und die seine Wünsche enthält, will Abi die Liste für sich abarbeiten um ihn zurückzuerobern. Doch da stehen Dinge darauf, die ihr alles abverlangen: Surfen, auf einen Berg steigen, einen Halbmarathon laufen – und sich von einem Turm abseilen. Mit Höhenangst! Doch tapfer meistert Abi alle Herausforderungen mit Hilfe des netten Ben. Und ihre Taktik scheint aufzugehen: Joseph kommt zurück. Aber will Abi ihn überhaupt noch haben?

Zugegeben: sehr vorhersehbar. Aber das schmälert den Lesegenuss in keinster Weise. Ein richtig nettes Frauenbuch über Freundschaft, Verliebtsein und das Überwinden seiner Ängste.

Abi ist anfangs ein kleines, verschüchtertes Mädchen, das sich im Laufe der Herausforderungen zu einer toughen Frau wandelt. Die Wandlung geht in meinen Augen etwas zu flott, aber das gibt dem Roman die passende Würze. Nette Dialoge und die überaus flüssige Schreibweise runden den Roman perfekt ab und machen ihn zu einem netten Lesevergnügen für zwischendurch.

Mir hat vor allem der Ausflug nach Paris gefallen und Abis erste Fahrversuche mit dem Fahrrad. Herrlich! Hier hat sich so richtig das Kopfkino eingeschaltet und bei manchen Szenen musste ich doch sehr schmunzeln oder gar laut herauslachen. Die Charaktere verstehen sich alle sehr gut und gehen entsprechend launig miteinander um. So etwas in einem Roman zu lesen ist immer ein besonderes Vergnügen.

Fazit: Auch wenn man fast schon weiß, wie es ausgeht eine nette Handlung!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Highlight

Was ich euch nicht erzählte
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Wie konnte das passieren?
Als Lydia verschwindet ändert sich das ganze Leben der Familie Lee. Zuerst wird von einer Gewalttat ausgegangen, doch der Nachbarsjunge, der zuletzt mit ihr zusammen war, schweigt. ...

Wie konnte das passieren?
Als Lydia verschwindet ändert sich das ganze Leben der Familie Lee. Zuerst wird von einer Gewalttat ausgegangen, doch der Nachbarsjunge, der zuletzt mit ihr zusammen war, schweigt. Lydias Bruder Nath verdächtigt ihn, Lydia etwas angetan zu haben. Doch dann empfindet die Polizei auf Selbstmord. Unfassbar! Wo Lydia doch so behütet und geliebt aufgewachsen ist.
Zu geliebt?
Nach und nach enthüllen sich im Verlauf der Rückblicke Dinge, die die Eltern nicht so gesehen haben. Doch hat sich Lydia wirklich selbst etwas angetan oder war es ein Unfall?

Ein klarer Fall von Überforderung? Oder doch etwas ganz anderes? Ein Buch, das viele Fragen aufwirft, diese aber auch alle zufriedenstellend beantwortet. Eine Mutter verschwindet – und das hat Folgen. Für die ganze Familie, aber vor allem auf Lydia. Eine Mutter will ihre Träume durch ihre Tochter leben – doch das kann nicht gut gehen!
Dieses Buch ist ein Highlight in meinem Lesejahr 2016. Klar und unverschnörkelt geschrieben, kraftvoll und ausdrucksstark erzählt. Und die Charaktere sind alle sehr plastisch dargestellt. Ich konnte mich in jeden von ihnen problemlos hineinversetzen. Da ist die Mutter, die will dass ihre Tochter ein schöneres Leben hat – und darüber aber das Wohl ihrer Kinder vergisst. Da ist die zweite Tochter, die kaum Beachtung findet und dennoch ihren Weg findet. Der Sohn, der raus will aus der Familie und der Nachbarsjunge, der jeden Tag ein anderes Mädel abschleppt – und doch ein Geheimnis mit sich herumschleppt.
Auch die Geschichte hat mich an sich sehr fasziniert. Eine Geschichte um Eltern und Kinder. Um das Verstehen und Verstanden werden in einer Familie. Eine Geschichte, die Eltern zum Nachdenken bringt und vielleicht auch mal dazu, bei ihren Kindern nicht allzu ehrgeizig zu sein und diese ihren eigenen Weg gehen zu lassen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das Rätsel geht in die nächste Runde

Monday Club. Der zweite Verrat
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„Du wirst die nächste sein“.
Doch was meinte Virgina damit? Faye jedenfalls gerät schneller in Gefahr als ihr lieb ist. Sie belauscht ein Gespräch ihrer Tante und weiß fortan nicht mehr, wem sie noch ...

„Du wirst die nächste sein“.
Doch was meinte Virgina damit? Faye jedenfalls gerät schneller in Gefahr als ihr lieb ist. Sie belauscht ein Gespräch ihrer Tante und weiß fortan nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann. Des Rätsels Lösung scheint in ihrer Krankenakte zu stecken, doch diese ist auf einmal unauffindbar. Als dann schon wieder jemand aus Fayes näherem Umkreis stirbt, weiß sie nicht mehr aus, noch ein. Zusammen mit Luke ersinnt sie einen Plan. Doch der Monday Club ist stärker…..

Nahtlos geht die Handlung von Teil 1 weiter. Da fand ich es sehr gut, dass am Anfang noch eine kurze Zusammenfassung des 1. Bandes zur Einstimmung stand. So kam man leichter in die Story rein.

Das Buch ist eher für jüngere Leser geeignet, denn die Protagonisten sind schon sehr jung und naiv beschrieben. Faye ist ein Mädchen, das sich immer wieder in Gefahr begibt – handelt ohne groß nachzudenken. Aber wem kann sie auch vertrauen? Alle um sie herum scheinen ein Geheimnis zu bergen oder Böses zu wollen.
Sehr gut hat mir gefallen, dass man endlich erfährt, was der Monday Club bezweckt und warum sie so handeln. Wer ihnen im Weg ist wird gnadenlos ausradiert und so hat Faye es nicht leicht. Das Buch endet dann auch mit einem fiesen Cliffhanger und ich fiebere somit dem 3. Teil und dem Ende entgegen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

nicht bereut

Ich bin kein Serienkiller
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Beim Lesen der Leseprobe dachte ich noch: nichts für mich und habe diese somit auch nicht bewertet.

Jetzt hat mir eine Kollegin das Buch ausgeliehen und ich muss sagen: das ist viel besser, als ich nach ...

Beim Lesen der Leseprobe dachte ich noch: nichts für mich und habe diese somit auch nicht bewertet.

Jetzt hat mir eine Kollegin das Buch ausgeliehen und ich muss sagen: das ist viel besser, als ich nach der LP erwartet hätte! Schon mal optisch macht das Buch was her, ist anders, auffälliger als andere. Das Buch soll aussehen wie ein Tagebuch des Schreibers und das wird durch einen etwas zerfledderten Schnitt mit schmäleren und breiteren Seiten dargestellt. Super Idee!

Das Buch würde ich jetzt eher im Bereich Horror als Thriller ansiedeln, weil die Grundidee mit dem Dämon ja eher in den Bereich der Fantasie, des Erfundenen abdriftet.

Das Buch ist alles in allem leicht und schnell zu lesen. Nach jedem Kapitel kommen erst mal drei leere Seiten und die Schrift ist auch recht groß und die Seiten nicht ganz gefüllt. Zudem sorgt eine rasante Sprache und einfache Sätze dafür, dass man sich schnell durch das Buch liest.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mitleid

Erbarmen
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Mitleid

bekommt man beim Lesen dieses Buches mit Merete, die von Entführern jahrelang in einer Druckkammer festgehalten und gequält wird. Doch Mitleid haben ihre Entführer mit Merete in keinster Weise. ...

Mitleid

bekommt man beim Lesen dieses Buches mit Merete, die von Entführern jahrelang in einer Druckkammer festgehalten und gequält wird. Doch Mitleid haben ihre Entführer mit Merete in keinster Weise. Im Gegenteil, sie ergötzen sich an ihren Qualen und freuen sich, wie sie leidet.

Schade, dass diese Passagen nicht noch ein bisschen ausführlicher geschildert werden, ich hätte mir mehr Angst und Grüblereien von Merete erwartet. Sie wird jedes Jahr an ihrem Geburtstag gefragt, ob sie wisse, warum sie eingesperrt ist. Aber im Buch wird nicht beschrieben, dass sie z.B. drüber nachdenkt. Die Sprünge zwischen den Schilderungen über ihre Gefangenschaft sind relativ groß. Da hätte man mehr Grusel und Spannung draus machen können.

Das ist aber auch der einzige Grund, aus dem ich "nur" 4 Sterne vergebe.

Das Buch ist sehr locker geschrieben, die Ermittler sind klasse. Vor allem Assad, der geheimnisvolle Asylant und Kollege des Kommissars. Der auf eigene Faust mitermittelt, die richtigen Schlüsse zieht und so am Ende auch dem Kommissar zur Lösung des Falls verhilft.

Macht auf alle Fälle neugierig auf die neuen Fälle von Kommissar Mork und seinem "Team"