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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine Insel in der Nordsee, 5 Besucher und ein großes Geheimnis.

Fünf Fremde
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Eine Insel in der Nordsee, 5 Besucher und ein großes Geheimnis.

Warum schweigt jeder über das Verschwinden des damals 13-jährigen Jungen? Und wer schreibt die ganzen Drohbriefe? Ein rätselhafter Fall, ...

Eine Insel in der Nordsee, 5 Besucher und ein großes Geheimnis.

Warum schweigt jeder über das Verschwinden des damals 13-jährigen Jungen? Und wer schreibt die ganzen Drohbriefe? Ein rätselhafter Fall, in den Annika gerät, als sie auf ihre Heimatinsel zurückkehrt um ihre Mutter zu pflegen.
Was harmlos begann, endet tödlich…
Ein Stand-alone von Romy Fölck, der teilweise etwas zäh war, aber sonst voll den hohen Erwartungen entsprochen hat. Ein rätselhafter Fall, viele Geheimnisse und eine überraschende Auflösung. Wobei mir die Geheimnisse teilweise schon zu viel waren. Keiner spricht über die Vergangenheit und das führt zu Verwicklungen und Rachegefühlen. Und auf einmal wird das Geheimnis dann doch angegangen? Etwas unrealistisch, aber gut, es ist ein Roman. Und der Fall ist ja nun auch sehr verzwickt und wartet mit überraschenden Wendungen auf, wie man sie von Fölck kennt.

Die Schreibweise ist kurzweilig und die Beschreibung des Wetters sorgt für zusätzliche Spannung.
Die Charaktere fand ich recht gut gelungen, aber sie bleiben eher oberflächlich. Für einen Krimi aber durchaus ausreichend.

Fazit: ein unterhaltsamer Krimi, der Spaß macht zu lesen, allerdings mit ein paar Längen aufwartet.


Veröffentlicht am 20.02.2026

ein etwas schwächerer Teil

Zorn – Die Akte Heinlein
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Eine abgetrennte Hand im Stadtpark? Wem gehört die? Genau der Frage müssen sich Schröder und Zorn im neuen Buch von Stephan Ludwig stellen.

Dass Ludwig die Handlung um Heinlein wieder aufgreift, finde ...

Eine abgetrennte Hand im Stadtpark? Wem gehört die? Genau der Frage müssen sich Schröder und Zorn im neuen Buch von Stephan Ludwig stellen.

Dass Ludwig die Handlung um Heinlein wieder aufgreift, finde ich eine gute Idee. Zum Glück gibt es am Anfang ein erklärendes Kapitel, für die, die das Buch nicht kennen, oder – wie bei mir – die Lektüre schon länger her ist. Zu Beginn des Buches wechselt die Handlung ab zwischen Heinlein und Zorn, mit eingeschobenen, kursiv geschriebenen, Kapiteln über das Opfer. Der Leser weiß also ein wenig mehr als die Kommissare.

Im Mittelpunkt steht erneut der eigenwillige Hauptkommissar Claudius Zorn, der sich deutlich von klassischen Ermittlerfiguren abhebt: wortkarg, unbequem, innerlich zerrissen – und gerade deshalb so interessant. Interessant sind zudem die Sätze, die der Autor zu Beginn oder auch mitten in der Handlung einstreut. Erleben wir wirklich Zorns letzte Zigarette?

Mir hat so ein wenig die Interaktion zwischen Schröder und Zorn gefehlt. Und was da zwischen Frida und Zorn los war, habe ich auch nicht wirklich nachvollziehen können. Aber sonst fand ich die Handlung sehr gelungen. Vor allem auch wieder die kleinen spitzigen Bemerkungen voller schwarzen Humors.

Fazit: Die Akte Heinlein wird geschlossen, es wäre sicher gut, wenn man das Buch „Der nette Herr Heinlein“ vorher liest. Aber auch ohne vorherige Lektüre hatte ich viel Spaß beim Lesen.

Veröffentlicht am 10.01.2026

Pirohl 6

Bornholmer Spur
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Mit Bornholmer Spur gelingt Katharina Peters erneut ein spannender Krimi, der im Norden Deutschlands und im Süden Dänemarks spielt. Die Handlung überzeugt durch einen komplexen Fall, der der Ermittlerin, ...

Mit Bornholmer Spur gelingt Katharina Peters erneut ein spannender Krimi, der im Norden Deutschlands und im Süden Dänemarks spielt. Die Handlung überzeugt durch einen komplexen Fall, der der Ermittlerin, Sarah Pirol, so einiges abverlangt. Ein lange zurückliegender Mord an mehreren Personen und ein schrecklicher Verdacht sorgen für Spannung.
Im Mittelpunkt steht die Ermittlungsarbeit, die Sarah und ihr Team ganz schön fordern. Denn die Beteiligten schweigen, lügen und versuchen alle, ihre Haut zu retten. Durch unerwartete Hilfe gelingt endlich ein Durchbruch. Aber dann gerät Sarah selbst in Gefahr und sie weiß noch nicht, dass sich ihr komplettes Leben dadurch ändern wird.
Peters überzeugt wieder durch ihren flüssigen und mitreißenden Sprachstil und ihre authentisch wirkenden Personen und einer Handlung, die es in sich hat und einiges Wendungen bietet, mit denen man nicht gerechnet hätte.
Fazit: Bornholmer Spur ist ein kurzweiliger und fesselnder Krimi, der allerdings durch viele Charaktere anfangs etwas schwierig zu lesen ist.

Veröffentlicht am 14.11.2025

j1 a5 t6

Finde den Mörder
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„Finde den Mörder“ von Antony Johnston ist ein interaktiver Rätselkrimi, bei dem man selber zum Ermittler wird. Der Autor spricht den Leser in diesem Fall auch mit „Du“ an, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ...

„Finde den Mörder“ von Antony Johnston ist ein interaktiver Rätselkrimi, bei dem man selber zum Ermittler wird. Der Autor spricht den Leser in diesem Fall auch mit „Du“ an, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Das Buch startet mit der Leiche des Geschäftsmanns Harry Kennedy, der von einem Balkon des Wellnesshotels Elysium gestürzt ist. Doch war es ein Unfall? Mord? Selbstmord? Ab diesem Punkt werden die Ermittlungen dem Leser überlassen. Hier gilt es nach jedem Kapitel eigene Entscheidungen zu treffen, die schrittweise zur Auflösung des Rätsels führen. Man liest das Buch also nicht linear, sondern geht verschiedenen Hinweisen nach. Aber Achtung: die können schon mal in die Irre und so zu einem vorzeitigen Ende führen.
Für mich ist es das erste Mal, dass ich solch ein Buch lese und ich war überrascht, wie stringent ich durch die Handlung geführt wurde. Und wie es dem Autor gelingt, die vielen Abzweigungen der Handlung und der Seiten logisch zusammenzuführen.
Ich lese gerne Krimis und Thriller und mache mir immer meine eigenen Gedanken, hier durfte ich dann auch mal selbst ermitteln. Während des Lesens macht man sich Notizen und am am Ende des Buches wird die Handlung aufgelöst und der Grad der Ermittlungsarbeit bewertet. Und wer zwischendurch scheitert, kann es ja noch einmal probieren.
Zugegeben: anfangs hat mich das viele Hin- und Herblättern schon etwas gestört. Teilweise bestehen die Kapitel nur aus einer halben Seite – oder gar einem Satz – und man blättert wieder. Hier bietet das E-Book einen echten Mehrwert, weil man direkt zu den Kapiteln springen kann. Zudem hatte ich mir ein wenig mehr Rätsel erwartet. Das einzige, das es zu entschlüsseln galt waren 3 Whats app-Nachrichten.
Das ist aber schon mein einziger negativer Gesichtspunkt. Ansonsten fand ich die Handlung gut aufgebaut, ein wenig à la Agatha Christie. Ein richtiger „Who done it“ gemixt mit „Choose your own“.
Fazit: Wer bei Krimis gern miträtselt, kommt hier voll auf seine Kosten.

Veröffentlicht am 14.11.2025

Hoffnunge und Freundschaft

In den Scherben das Licht
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Hamburg 1946 – der Krieg ist zu Ende, Hamburg liegt in Trümmern. Gisela findet in einem Keller eine Unterkunft – und Gert. Beide haben ihre Eltern verloren und geben die Suche nicht auf. Friede, in deren ...

Hamburg 1946 – der Krieg ist zu Ende, Hamburg liegt in Trümmern. Gisela findet in einem Keller eine Unterkunft – und Gert. Beide haben ihre Eltern verloren und geben die Suche nicht auf. Friede, in deren Haus sie wohnen kämpft mit ihren eigenen Dämonen. Aber gemeinsam finden die drei in den dunklen Zeiten etwas Hoffnung.
Zeitgeschichtliche historische Romane mit erfundenen Charakteren sind Carmen Korns Spezialität. Sie schreibt anschaulich und nachvollziehbar und lässt ihre Charaktere zum Leben erwachen. Besonders gefallen hat mir, dass die Protagonisten nie aufgeben. Sie leben in einem Keller, dessen Fenster mit Pappe vernagelt sind. Als es schneit und die Pappe aufweicht finden sie eine Lösung in auf dem Schwarzmarkt getauschten Röntgenbildern. So viel Hoffnung ergibt sich aus dieser kleinen Episode und so viel Licht.
Es war wirklich schön zu lesen, wie sich die Charaktere im Laufe der Jahre weiterentwickeln und wie sie ihr Glück finden. Der Zusammenhalt und die Freundschaften stehen im Mittelpunkt.
Fazit: Wieder einmal ist es Carmen Korn gelungen, uns mit auf eine Zeitreise zu nehmen, die es ermöglicht, ganz in die Geschichte einzutauchen und mit den Charakteren mitzufühlen.