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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2021

Tragisch, dramatisch, schön

The Crow: Ultimate Edition
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Siehst du mein Lächeln in meinen Worten, traurig und böse? Traurig, weil ich völlig allein bin. Böse, weil ich tot bin und trotzdem lebe.


​Inhalt
Nach einem brutalen Überfall kehrt Eric von den Toten ...

Siehst du mein Lächeln in meinen Worten, traurig und böse? Traurig, weil ich völlig allein bin. Böse, weil ich tot bin und trotzdem lebe.


​Inhalt
Nach einem brutalen Überfall kehrt Eric von den Toten zurück, um das Vergehen und den Mord an seiner Verlobten und ihm zu rächen. Unaufhaltsam und unermüdlich pflügt er sich durch die Drogenszene, leidend, nach Erlösung flehend und doch voller Liebe zu seiner Shelly.

Meine Meinung
Die Verfilmung "The Crow" mit Brandon Lee war in meiner Jugend einer der wichtigsten Filme für mich. Gerade die Mischung aus Tragik und Hoffnung hatte es mir angetan. Mit der Ultimate Edition erscheint nun erstmals der komplette Comic - inklusive nie zuvor gesehener Seiten.

Bildgewaltig und exzessiv wird die Rache von Eric aufgezeichnet, während seine Liebe zu Shelly auf ganz eigene Art und Weise wunderbar dargestellt und gewürdigt wird. Exzessive, unbeschönigte Gewalt werden in hartem, kantigem Zeichenstil wiedergegeben, während die liebevollen Erinnerungen an die Verlobte sanft und wunderschön daherkommen.

Fazit
Eine Geschichte, die unter die Haut geht, gezeichnet in einem sehr brutalen und hemmungslosen Stil, der einem fast die Tränen in die Augen treibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2020

Days of Ashes and Dust

Days of Ashes and Dust
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​Liebe machte schwach - denn was man liebte, tötete ​​​​man nicht. Aber genau das tat ich, das war meine Aufgabe als Saver, weswegen es einer unserer Leitsätze war, vielleicht sogar der wichtigste von ...

​Liebe machte schwach - denn was man liebte, tötete ​​​​man nicht. Aber genau das tat ich, das war meine Aufgabe als Saver, weswegen es einer unserer Leitsätze war, vielleicht sogar der wichtigste von allen.
(S. 22/Tolino)

Inhalt
Die Erde in naher Zukunft: Grosse Teile wurden von einem interstellaren Flugobjekt zerstört, eine unheilbare Seuche sucht die Menschen heim und der Regen ist ätzend, die Sonne schon lange verschwunden. Mittendrin in dieser trostlosen Welt lebt Tilly mit ihrer Gruppe aus Savern; zwar nicht gern gesehen in den Siedlungen, aber dennoch die Retter vor den Infizierten und den Outlaws, den Gesetzlosen. Als Tillys Gruppe eines Tages Josh aufgreift, der diverser Morde verdächtigt wird, ändert sich einfach alles. Nicht nur hat Josh eine ganz besondere Gabe, er bringt auch Tillys Regel Nr. 1 gefährlich ins Wanken: Verliebe dich nicht, denn Liebe macht dich schwach.

Meine Meinung
Die Welt, die Ewa A. hier geschaffen hat, fand ich unglaublich bedrückend, aber ebenso faszinierend. Inspiriert von sogenannten Lost Places hat sie eine dystopische brutale Erde geschaffen, die mich direkt gepackt hat.

Tilly lebt mit ihrem Ziehvater Quinn und ihren Freunden Rhett und Diego als Saver-Gruppe. Gemeinsam helfen sie den Menschen, beseitigen Infizis, bekämpfen Outlaws und beschaffen verlorene Dinge. Es war sehr spannend, die Truppe auf ihren Abenteuern zu begleiten.
Später kommen noch Josh und Chay dazu, zu, zu denen ich an dieser Stelle nicht mehr sagen möchte. Die beiden waren aber durchaus interessante Charaktere.

Grundsätzlich hatte ich aber Mühe mit den Charakteren. Tilly mochte ich leider gar nicht, irgend etwas an ihr hat mich sehr gestört. Vielleicht, dass sie auf tough macht, aber dennoch nonstop beschützt werden muss. Vielleicht aber auch, dass sie immer sagt, sie soll sich nicht verlieben, sich dann aber andauernd Gedanken macht, mit welchem Mann sie sich eine Zukunft vorstellen kann. Und da ist nicht nur Josh, nein, es gibt gleich noch zwei weitere Männer, die um ihre Gunst buhlen.
Auch sonst waren die Charaktere nicht sehr greifbar für mich, auch ihre Gefühle und Beweggründe nicht. Ich war nur Beobachter und habe nicht mitgefiebert geschweige denn mitgelitten.

Dann kam die Auflösung um Josh und Chay und von da an ging es für mich nur noch bergab. Denn mit der Thematik, die hier aufgegriffen wird, kann ich einfach null anfangen. Geschmackssache, für mich hats aber das Buch schlechter gemacht. Und unglaubwürdiger.

Fazit
Faszinierendes Setting und spannende Abenteuer, aber flache Charaktere und eine Thematik, die mir so gar nicht zugesagt hat, bringen mich in einen Zwiespalt. Einerseits wurde ich vor allem in den ersten zwei Drittel mega unterhalten, andererseits hat die Auflösung vieles kaputt gemacht. Ich vergebe ganz knappe

3.5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.12.2020

Ein würdiger Abschluss

Into the Woods 3: Gefallener Ritter
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„Und wofür brennst du, Livian?“
„Für Abenteuer. Für Freiheit ... grenzenlose Freiheit. Und ganz besonders für dich.“
[S. 122/Tolino]

Inhalt
Nachdem es Shona und ihren Freunden gelungen ist, die Gefahr ...

„Und wofür brennst du, Livian?“
„Für Abenteuer. Für Freiheit ... grenzenlose Freiheit. Und ganz besonders für dich.“
[S. 122/Tolino]

Inhalt
Nachdem es Shona und ihren Freunden gelungen ist, die Gefahr von Almurhia erst einmal zu bannen, kehrt etwas Ruhe in die Gruppe und den Lesgeyer Wald. Denken sie zumindest. Denn Almurhia’s Kraft ist mächtiger, als erwartet, und auch die Herrin der Diebe ist nicht stark genug, sich diesem Sog zu entziehen. Währenddessen kämpft Ritter Livian zurück am Königshof gegen die Intrigen des Königs aber auch gegen seine eigenen Prinzipien an. Nun liegt es an der Diebesbande, ihre Anführerin zu retten, den König ein für alle mal loszuwerden und sich den Frieden zu erkämpfen, den sie sich so sehnlich wünschen. Aber gegen Magie kommt man schwerlich an... oder?

Meine Meinung
Auch im dritten und letzten Band der Reihe waren Schreibstil und Geschichte einfach klasse. Das Böse ist und bleibt zwar etwas überzeichnet, während die Hauptprotagonisten nicht zu 100 % zu überzeugen vermögen, aber alles in allem war es doch ein grandioses Finale.
Für Shona, ihren Ritter Livian und die Diebesbande wird es so richtig wild in diesem Abschlussband. Entführungen, Folter, dunkle Magie, natürlich reihenweise Einbrüche, ein böser König und eine Menge Intrigen warten auf sie. Ich war regelrecht an das Buch gefesselt und bin froh, dass ich die Trilogie doch komplett gelesen habe, auch wenn mich Band 1 nicht ganz so fesseln konnte. Denn Annie J. Dean versteht es einfach, gute Geschichten zu schreiben mit tollen Charakteren und wunderbaren Welten.

Fazit
Spannend und rasant geht es im drittne und letzten Band weiter. Schaffen es Shona und Livian, ein gemeinsames Leben zu bestreiten? Wie geht es weiter mit der Diebesbande? Ein würdiger Abschluss.

4.5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2020

Herrin der Wälder

Into the Woods 2: Herrin der Wälder
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„Du willst mich wiedertreffen?“, fragte ich perplex. „Wo? Etwa hier im Wald?“
Sein Lächeln wurde breiter. „Ein perfekter Platz für heimliche Treffen, findest du nicht?“
„Für einen Ritter und eine Diebin? ...

„Du willst mich wiedertreffen?“, fragte ich perplex. „Wo? Etwa hier im Wald?“
Sein Lächeln wurde breiter. „Ein perfekter Platz für heimliche Treffen, findest du nicht?“
„Für einen Ritter und eine Diebin? [...] Das kann niemals gut gehen.“
[S.32/Tolino]

Inhalt
Seit Shona den Palast verlassen hat, spitzt sich die Angelegenheit zwischen ihrer Diebesbande und dem Königshaus immer wie mehr zu. Der König tut alles, um den „Herrn der Diebe“ zu fassen und den magischen Baum Almhuria wieder zurückzugewinnen. Klar, dass Shona und ihre Mannen den Ball erst einmal flach halten müssen. Dumm nur, dass Ritter Livian mittlerweile entdeckt hat, wer Shona wirklich ist. Und ebenfalls eher dumm, dass die beiden die Finger einfach nicht voneinander lassen können. Schliesslich kann das niemals gut gehen, ein Ritter und eine Diebin, oder?

Meine Meinung
Band 1 hatte mich ja nicht ganz so packen können, weshalb ich Band 2 auch ein wenig auf dem eSuB habe versauern lassen. Doch mir war nach einem Buch, dessen Welt ich schon kenne, und deshalb habe ich mich nun an Band 2 gemacht. Tatsächlich fiel mir der Einstieg leicht, obschon seit ich den Auftakt gelesen habe, fast 2 Jahre vergangen sind. Der Schreibstil ist – wie von der Autorin gewohnt – eins A und es macht einfach Spass, ihre Geschichten zu lesen.

Im ersten Teil hatte ich ja noch einiges bemängelt. So fand ich Shona zwar toll, sie war für mich aber keine Anführerin. Das fand ich auch im zweiten Teil wieder, aber ich glaube, dass dies der Tatsache zugrundeliegt, dass ich Shona als so jung einschätze. Für mich ist das nicht ganz glaubhaft. Hier hat es aber dem Lesespass keinen Abbruch getan. Ebenfalls hatte ich Livian bemängelt, der mir jetzt viel besser gefallen hat. Vor allem sein Konflikt – diene der Königin, liebe eine Diebin – war sehr gut ausgearbeitet und ja, mittlerweile finde ich ihn sogar richtig toll. Also richtig. Ihr wisst schon. Bookboyfriendmässig richtig... Dritter Mangel in Band 1 waren für mich die überzeichneten Bösen. Auch in Band 2 kriegt der König wieder diese Rolle, und auch hier könnte ich ihn nur schütteln. Mittlerweile habe ich eine Vermutung was ihn angeht, denn irgendwie passt er eigentlich so gar nicht in das Schema von Annie J. Deans sonst so gut ausgearbeiteten Charakteren.

Zur Geschichte an sich möchte ich nicht zu viel verraten. Es wird magisch-gefährlich, verzweifelt-romantisch und es gibt wieder sehr viele Abenteuer zu bestreiten und neue Dinge zu entdecken – unter anderem auch ein Nachbarreich unseres Hauptschauplatzes. Ich habe es geliebt! Tatsächlich kamen ein paar Überraschungen auf mich zu und ich habe mir danach direkt Band 3 geholt – und auch gleich damit begonnen.

Fazit
Die weibliche Robin Hood und der erste Ritter der Königin – eine Liebesgeschichte die so nicht sein sollte. Umrahmt von einem faszinierenden Setting, magischen Begebenheiten und der ein oder anderen doch recht grossen Gefahr, ergibt dies eine Geschichte, die zu lesen mir wahnsinnig Spass gemacht hat.

4.5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2020

Shapeshifter-Romantasy, die unterhält, aber noch Luft nach oben hat

Midnight Shadows - Dunkle Gefährtin
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Alles war so kompliziert geworden. Meine Gefühle, meine Existenz, meine ganze Welt.
[S. 124/Tolino]

Inhalt
Nach dem Tod ihrer Mutter verschlägt es Olivia nach New York, um ihren Vater zu finden. Denn ...

Alles war so kompliziert geworden. Meine Gefühle, meine Existenz, meine ganze Welt.
[S. 124/Tolino]

Inhalt
Nach dem Tod ihrer Mutter verschlägt es Olivia nach New York, um ihren Vater zu finden. Denn in Olivia gehen seltsame Dinge vor, und ein Brief von ihm lässt sie vermuten, dass er der einzige ist, der ihr helfen kann. Doch in New York angekommen, läuft alles schief. Erst wird sie von einem gruseligen Typen angegriffen, dann scheint auch noch ihre Reservation im Hotel abhanden gekommen zu sein. Zum Glück ist da dieser junge Mann, Aaron, der sie intuitiv beschützt und unterstützt. Obschon sie ihn gar nicht kennt, bietet er ihr in seinem Zuhause einen Schlafplatz und noch besser Hilfe auf der Suche nach ihrem Vater an. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist gewaltig – doch was Olivia nicht weiss: Aaron kennt die Antworten auf all ihre Fragen.

Meine Meinung
Das eBook habe ich beim Verlag gewonnen, danke an dieser Stelle. Klappentext und Cover versprechen eine prickelnde übernatürliche Geschichte mitten in New York. Der Schreibstil der Autorin lässt sich grundsätzlich sehr angenehm lesen, auch wenn sie wiederholt einen Satzbau nutzt, der mir persönlich gar nicht zusagt (bspw.: „Eine Frau klopfte an meine angelehnte Zimmertür, und ich wusste nicht, wie mir geschah, hatte das Gefühl, der Raum würde sich drehen.“ [S. 35/Tolino]); diese eingeschobenen Sätze, die irgendwie nicht komplett wirken, oder manchmal sogar ganze Sätze, die nicht vollständig waren – aus meiner Sicht (bspw. „Öffnete die Glastür und schlüpfte hinein.“ [S. 161/Tolino]). Darüber kann ich jedoch hinwegsehen. Was mich aber immer wieder gestört hat, waren die doch sehr zahlreichen Rechtschreibfehler (Parker statt Parka, Bockspringbett statt Boxspringbett, bloggte statt blockte, Mine statt Miene etc. usw.), die ich manchmal fast schon peinlich fand. Das Lektorat/Korrektorat müsste hier definitiv nochmal darüber lesen!

Zur Geschichte an sich: Obschon die Sache mit Liv (Olivia) und Aaron sehr schnell und intensiv voran geht (was auch später aufgelöst wird), und obschon es schlüpfrige Szenen hat (was mich an und für sich nicht stört, aber wenn es immer gleich 3-4x nacheinander sein muss, also wirklich nacheinander, ohne Pause, dann ist mir das zu viel des Guten), und auch obschon es teilweise sehr vorhersehbar war, so hat mich die Geschichte richtig gut unterhalten. Zwar ist die erste Hälfte noch etwas, naja, „normal“ und nicht mega spannend, dennoch interessant, dafür nimmt dann im zweiten Teil die Sache richtig an Fahrt auf. Sobald Liv weiss, woran sie ist, und dass die Welt eben auch übernatürliche Wesen beheimatet, war es doch recht fesselnd und rasant. Phasenweise war auch ich echt ratlos, wem man nun trauen kann, und wem nicht. Und gemeinsam mit Liv habe ich Verbündete gefunden, aber auch Feinde. Ja, gerade das letzte Drittel war gute Shapeshifter-Romantasy, die definitiv Lust auf mehr gemacht hat. Entsprechend werde ich Band 2 sicher lesen.

Fazit
„Dunkle Gefährtin“ ist definitiv gute Unterhaltung aus der Romantasy-Branche, auch wenn es noch Luft nach oben gibt. Am meisten geärgert haben mich die vielen Fehler, die offenbar bei der Überarbeitung übersehen wurden, und die doch etwas unglaubwürdigen expliziten Szenen. Ansonsten war ich der Geschichte doch recht angetan und ich bin auf Band 2 gespannt.

3.5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere