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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2018

Spannende Fortsetzung, aber mit Längen

Der Herr der Ringe. Bd. 2 - Die zwei Türme (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer Übersetzung und Rechtschreibung, Bd. 2)
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Am Ende von Teil 1 haben die „Gefährten“ sich getrennt und sie versuchen nun auf unterschiedlichen Wegen ans Ziel zu kommen.
So gibt es Szenen mit Baumbart, dem Baumhirten, und den sehr alten Baumwesen ...

Am Ende von Teil 1 haben die „Gefährten“ sich getrennt und sie versuchen nun auf unterschiedlichen Wegen ans Ziel zu kommen.
So gibt es Szenen mit Baumbart, dem Baumhirten, und den sehr alten Baumwesen Ents, sowie die Schlacht um Helms Klamm, und der Leser erfährt mehr darüber, was der böse Zauberer Saruman in seinem Turm plant…


Meine Meinung:
In diesem zweiten Band gibt es sehr spannende und ganz wunderbar geschilderte Szenen, z.B. die tollen Begegnungen mit den Ents oder die Schlacht um Helms Klamm. Allerdings gibt es auch parallele Handlungen, wie z.B. Frodo und Sam (und Gollum) auf dem Weg mit dem Ring nach Mordor sind, die sich unglaublich ziehen wie Kaugummi. Hier passiert einfach nichts Neues und man fühlt sich als Leser schon angehalten, diese Seiten einfach zu überblättern.
Sprachlich fand ich auch im zweiten Teil die deutsche Übersetzung wiederum auch nicht so zugänglich, wie schon in Band 1. Die Sprache ist recht sperrig und nicht wirklich fesselnd.


Fazit:
Auch diese Fortsetzung hat – insbesondere ich der deutschen Übersetzung – durchaus wieder Licht und Schatten.

Veröffentlicht am 03.07.2018

Sprachlich etwas sperrig, aber inhaltlich spannende und facettenreiche Fantasy

Der Herr der Ringe. Bd. 1 - Die Gefährten (Der Herr der Ringe. Ausgabe in neuer Übersetzung und Rechtschreibung, Bd. 1)
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Frodo Beutlin, ein Hobbit aus dem Auenland, gelangt in den Besitz des einen magischen Rings, den er gemeinsam mit seinen Hobbit-Freunden sowie dem Zauberer Gandalf, dem Elben Legolas und dem Zwerg Gimli ...

Frodo Beutlin, ein Hobbit aus dem Auenland, gelangt in den Besitz des einen magischen Rings, den er gemeinsam mit seinen Hobbit-Freunden sowie dem Zauberer Gandalf, dem Elben Legolas und dem Zwerg Gimli und zwei menschlichen Kriegern nach Mordor bringen soll, wo er im Schicksalsberg vernichtet werden soll, damit er nicht mehr von Sauron, der ihn einst schmieden ließ, genutzt werden kann, um Böses zu tun. Die Reise beginnt im Auenland, über Bruchtal, wo die Elben wohnen, bis schließlich die Gemeinschaft auseinanderbricht und Frodo mit seinem Hobbit-Freund Sam und dem unheimlichen Gollum weiterzieht in Richtung Mordor…


Meine Meinung:
Ich hatte zunächst die Filme gesehen, von denen ich einfach nur begeistert war, und habe daraufhin auch die Bücher zur „Herr der Ringe“-Trilogie gelesen. Die von Tolkien erdachte Fantasy-Welt ist wirklich einfach nur beeindruckend und faszinierend, doch sprachlich habe ich erst einmal gebraucht, bis ich in die Erzählung eingetaucht war. Der erste Teil – im Auenland und bei den Elben in Bruchtal – war erst einmal sehr schön und spannend zu lesen, doch andere Teile zogen sich ganz schön….
Da viele Leser und auch viele meiner Freunde so begeistert von den Büchern waren, hatte ich mir ehrlich gesagt noch ein bisschen mehr davon erhofft, aber der Schreibstil konnte mich dann insgesamt nicht vom Hocker reißen.


Fazit:
Die Fantasy-Welt aus „Der Herr der Ringe“ ist inhaltlich sehr schön und detailreich aufgebaut, allerdings ist die Erzählung an sich etwas zu langatmig gehalten.

Veröffentlicht am 03.07.2018

Wunderschönes poetisches und verzauberndes Kinderbuch

Ronja Räubertochter
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Ronja und Birk wachsen in zwei verfeindeten Räuberfamilien in einer Burg mitten im Wald auf. Als sie sich eines Tages begegnen und anfreunden, verbieten ihre Eltern ihnen den weiteren Umgang miteinander, ...

Ronja und Birk wachsen in zwei verfeindeten Räuberfamilien in einer Burg mitten im Wald auf. Als sie sich eines Tages begegnen und anfreunden, verbieten ihre Eltern ihnen den weiteren Umgang miteinander, woraufhin sie beschließen wegzulaufen und sich allein im Wald durchzuschlagen.


Meine Meinung:
Ich habe die Bücher von Astrid Lindgren immer schon geliebt und diese als Kind verschlungen. Das Buch „Ronja Räubertochter“ sticht aus den vielen tollen Büchern meines Erachtens noch einmal besonders heraus, da es uns in eine verzauberte Welt voller märchenhafter Wesen, die zum Teil richtig unheimlich sind, entführt. Es ist unbeschreiblich, wie Astrid Lindgren mit ihrer unfassbaren Phantasie eine wunderbare Welt entstehen lässt!
Vor allem macht das Buch aber Mut, sich über vorgegebene Strukturen hinwegzusetzen, die man zu Recht in Frage stellen kann, und zu einer Freundschaft zu stehen. Dabei werden in der Geschichte Schwierigkeiten und Herausforderungen keinesfalls verschwiegen, sondern so deutlich gemacht, dass man mit Ronja und Birk leidet und mitfiebert.
Mich hat die Geschichte bei jedem Lesen immer wieder berührt und mitgenommen. Ich finde sie wirklich meisterhaft erzählt; sie ist spannend, bewegend und stellt die wichtigen Themen des Lebens in den Vordergrund.


Fazit:
Vielleicht ist „Ronja Räubertochter“ das beste Kinderbuch aus der Feder Astrid Lindgrens. Es sollte auf jeden Fall in keinem Bücherschrank fehlen.

Veröffentlicht am 02.07.2018

Ein großartiger Schmöker mit überraschender Entwicklung

Die Frauen am Fluss
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Im Jahre 1922 zieht Irene, die in London nach einem privaten Skandal überstürzt heiraten musste, mit ihrem Mann Alistair aufs Land, wo es ihr sehr schwerfällt, sich in dem Landgut einzugewöhnen und sich ...

Im Jahre 1922 zieht Irene, die in London nach einem privaten Skandal überstürzt heiraten musste, mit ihrem Mann Alistair aufs Land, wo es ihr sehr schwerfällt, sich in dem Landgut einzugewöhnen und sich mit Alistairs Tante, den Bediensteten und den Dorfbewohnern vertraut zu machen. Zu sehr hängt sie auch noch an ihrem alten Leben in London.
Doch dann geschieht plötzlich ein Mord, und Irene wird, auch von dem engagierten Stallmädchen Pudding, in die Ermittlungen hineingezogen…


Meine Meinung:
Ich mag die Romane von Katherine Webb grundsätzlich sehr gerne, auch weil sie auf verschiedenen (zeitlichen) Ebenen spielen.
Dieser Roman fing auch wieder gewohnt sprachgewaltig in einem epischen Erzählstil an. Umgebung, Landschaft und die Szenerie werden von der Autorin mit großer Sorgfalt und vielen Details beschrieben, so dass man sich das Setting wirklich gut vorstellen kann.
Die handelnden Personen sind nicht unbedingt alle direkt auf Anhieb sympathisch, aber sie werden glaubwürdig beschrieben. Mich hat besonders die Entwicklung der weiblichen Hauptfiguren im Roman wieder sehr beeindruckt. Die Entwicklung hat genau das geboten, was ich mir von einem Katherine Webb-Roman erhoffe.
Die Handlung wird vielschichtig und tiefgründig beschrieben und wartet am Ende noch mit ganz überraschenden Aspekten und Wendungen auf, was sehr gelungen hintergründig beschrieben wird.


Fazit:
„Die Frauen am Fluss“ ist wieder ein sehr gelungener Roman von Katherine Webb, der sehr zum Schmökern an langen Lesenachmittagen oder -wochenenden einlädt. Wirklich meisterhaft komponiert und aufgebaut!

Veröffentlicht am 26.06.2018

Fesselnder Roman über Liebe, Krieg und Kunst

Das Geheimnis der Muse
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Der Roman „Das Geheimnis der Muse“ von Jessie Burton spielt auf zwei zeitlichen Ebenen:
Die junge Künsterlin Olive ist mit ihren Eltern zur Zeit des Spanischen Bürgerkriegs in der Nähe von Malagá, wo ...

Der Roman „Das Geheimnis der Muse“ von Jessie Burton spielt auf zwei zeitlichen Ebenen:
Die junge Künsterlin Olive ist mit ihren Eltern zur Zeit des Spanischen Bürgerkriegs in der Nähe von Malagá, wo sie den Maler Isaac Robles trifft. In den 1960er Jahren schlägt sich Odelle, die ursprünglich aus der Karibik stammt, in London durch und bewirbt sich als Schreibkraft bei einem Museum. In ihrer Freizeit schreibt sie am liebsten selbst Kurzgeschichten.
Das Schicksal der beiden Frauen scheint durch ein Bild schicksalhaft verknüpft zu sein, um das sich diverse Geheimnisse ranken.


Meine Meinung:
Ich habe mir dieses Buch aufgrund einer leidenschaftlichen Empfehlung einer begeisterten Buchhändlerin im Rahmen eines Buchvorstellungsabends gekauft und wurde nicht enttäuscht.
Das Buch hat mich wirklich auf sehr intelligente Art und Weise unterhalten und sowohl emotional als auch intellektuell berührt.
Durch die wunderbare poetische und klare Sprache der Autorin bin ich sehr schnell in die Geschichte hineingekommen, die sich sehr kurzweilig und abwechslungsreich liest, weil sich immer wieder längere Abschnitte aus der Sicht Olives und derjenigen von Odelle abwechseln. Die Besonderheiten der Zeit sind sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben, die Charaktere sind vielschichtig und lassen bis zum Schluss noch Raum zur weiteren Entwicklung und Enthüllung weiterer Facetten und auch die Themen sind historisch sehr interessant und relevant.
Die Geschichte war so spannend, dass ich fast nicht mehr aufhören konnte zu lesen und zum Ende eines Abschnitts immer ganz traurig war, weil ich wissen wollte, wie es an der Stelle weitergeht. Auch zum Ende hin gab es nochmal sehr interessante Entwicklungen und Wendungen.

Fazit:
Dieser Roman hat für mich alles, was ein spannendes Buch haben muss! Ich habe ihn sehr gerne gelesen und kann ihn wärmstens empfehlen.