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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2022

Wie Hoffnung keimt

Hoffnung
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Die Journalistin Nermin Ismail geht in ihrem Buch „Hoffnung“ der Frage nach, was Menschen Hoffnung gibt. Die Autorin wurde 1991 in Wien geboren, ihre Eltern stammen aus Ägypten. Sie thematisiert auch, ...

Die Journalistin Nermin Ismail geht in ihrem Buch „Hoffnung“ der Frage nach, was Menschen Hoffnung gibt. Die Autorin wurde 1991 in Wien geboren, ihre Eltern stammen aus Ägypten. Sie thematisiert auch, wie sie als Muslima in Österreich Anfeindungen ausgesetzt war und woraus sie Hoffnung schöpfte. Es geht um die Lage von Flüchtlingen, Genozide, Kriege und Betroffenheit von Terrorakten. Sie erklärt, dass Frieden, Freiheit und Liebe die Basis jeder Hoffnung sind und es zeigt mir, wie privilegiert ich selber bin, denn meine Hoffnungen basieren auf soliden Wurzeln. Gefehlt hat mir die Betrachtung von Hoffnung in unserem „normalen“ Alltag. Ein Buch über die Lösungen für die kleinen Notlagen unserer Gesellschaft wäre eine logische Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 28.04.2022

Thomas Bernard kennenlernen

In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe
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Für das Buch „In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe“ begab sich Harald Schmidt auf kulinarische Spurensuche quer durch die Lieblingsgasthäuser des österreichischen Literaten Thomas Bernhard. ...

Für das Buch „In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe“ begab sich Harald Schmidt auf kulinarische Spurensuche quer durch die Lieblingsgasthäuser des österreichischen Literaten Thomas Bernhard. Herausgekommen ist ein Bildband mit guten Geschichten, schönen Schwarzweiß- und Farbfotos, einem Glossar, Anmerkungen sowie ein "naturgemäßes" Nachwort. Und nicht zu vergessen, die Rezepte seiner sechs Lieblingsspeisen. Eine lesenswerte Reise durch die Gasthöfe und Kaffeehäuser der Alpenrepublik.

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Veröffentlicht am 28.04.2022

Wende-Krimi

Im Schatten der Wende
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Der Dresdner Bestsellerautor Frank Goldammer beginnt seinen Kriminalroman „Im Zeichen der Wende“ im Jahr 1988 in Leipzig. Der Protagonist Tobias Falck ist ein junger linientreuer Volkspolizist. Nach der ...

Der Dresdner Bestsellerautor Frank Goldammer beginnt seinen Kriminalroman „Im Zeichen der Wende“ im Jahr 1988 in Leipzig. Der Protagonist Tobias Falck ist ein junger linientreuer Volkspolizist. Nach der Wende wird er zum Kriminaldauerdienst (KDD) nach Dresden versetzt. Dort stößt auch eine westdeutsche Hauptkommissarin zum Team. Sie ist auf der Suche nach einem Auftragskiller aus Frankfurt/Main, der sich in Dresden aufhalten soll.

Die Spannung leidet unter vielen unterschiedlichen Erzählsträngen, wobei auch nicht alle Fälle logisch und nachvollziehbar aufgelöst werden. Sie zeigen aber, wie die zerfallende DDR von Kriminalität überschwemmt wurde. Auch die Charaktere, wie Falcks Vorgesetzter Edgar Schmidt, sind nur oberflächlich ausgearbeitet. Der Schreibstil wirkt punktuell holprig und abgehackt. Anfangs kommt kaum Spannung auf.

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Veröffentlicht am 28.04.2022

Leider keine neuen Wege

Inflation ausbremsen
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Die nicht einmal 90 Seiten des Autors Thomas Sailer zu „INFLATION ausbremsen“ waren sehr schnell zu lesen. Da ich mich schon lange mit meinem Konsumverhalten kritisch auseinander setze, habe ich bereits ...

Die nicht einmal 90 Seiten des Autors Thomas Sailer zu „INFLATION ausbremsen“ waren sehr schnell zu lesen. Da ich mich schon lange mit meinem Konsumverhalten kritisch auseinander setze, habe ich bereits Strategien für das Auskommen mit meinem Einkommen entwickelt. So kaufe ich Softdrinks der führenden Marken nur zum Literpreis von weniger als 67 Cent. Auch für Süßwaren und Snacks habe ich eine Preisobergrenze. Tanken tue ich nur am späten Nachmittag und den Stromanbieter wechsele ich seit Jahren regelmäßig, ebenso die Versicherungen. Diese Handlungen sehe ich durch das Buch auch bestätigt. Leider gab es mir aber keine neuen Ansatzpunkte. Vom Klappentext her versprach das Buch mir mehr Kontrolle über mein Geld. Dafür fand ich aber keine Instrumente, die ich mir erwartet hatte.

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Veröffentlicht am 28.04.2022

Der erste Mücke

Andy-Mücke-Reihe / Ende einer Lesereise
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Bei seinem Krimidebüt erweckt Autor „Jan Spelunka“ den Privatermittler „Andy Mücke“ zum Leben. Der Protagonist hangelt sich als blutiger Anfänger durch seinen ersten großen Fall, was ihn aber menschlich ...

Bei seinem Krimidebüt erweckt Autor „Jan Spelunka“ den Privatermittler „Andy Mücke“ zum Leben. Der Protagonist hangelt sich als blutiger Anfänger durch seinen ersten großen Fall, was ihn aber menschlich und sympathisch macht. Dazu gesellt sich sein Privatleben mit zwei Ex-Frauen, zwei Kindern und seiner neuen Beziehung. Im Mittelpunkt steht „Mona de la Mare“, eine ehrgeizige Selfpublisherin, die auf Lesereise ist und in Bad Münstereifel ermordet wird. Die Polizei verdächtigt ihren Bruder den Lehrer Frank Töpfer. Deshalb engagiert der Vater Andy Mücke, um Entlastendes für den Sohn zu ermitteln. Die Spannung lebt von einem halben Dutzend möglicher Täter. Vielleicht hätte die eine oder andere unvorhersehbare Wendung ihr noch gutgetan. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich leicht. Ich freue mich auf einen zweiten Fall mit Andy und bin neugierig auf die Entwicklung des Charakters und des Autors.

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