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Veröffentlicht am 10.01.2020

Ein Muss für alle Olaf-Fans!

Disney Die Eiskönigin: Olafs liebste Gutenacht-Geschichten
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Inhalt:
Neue Freunde, tolle Feste und Magie – Olaf hat viele Geschichten aus dem Königreich Arendelle zu erzählen.
Die schönsten Erlebnisse von dem kleinen Schneemann und seinen Freunden findest du hier ...

Inhalt:
Neue Freunde, tolle Feste und Magie – Olaf hat viele Geschichten aus dem Königreich Arendelle zu erzählen.
Die schönsten Erlebnisse von dem kleinen Schneemann und seinen Freunden findest du hier als Gutenacht-Geschichten zum Vorlesen oder Selberlesen.

Meinung:
Die schönsten Erlebnisse von Schneemann Olaf und seinen Freunden Anna und Elsa gibt es in dieser Gutenacht-Geschichten Sammlung zu bestaunen. Man taucht ein in wundervolle Feste, erlebt einen Hauch Magie und unternimmt mit den Freunden das ein oder andere Picknick.

Dieses Buch enthält insgesamt vier Kurzgeschichten über den Schneemann Olaf. Die Titel sind, meines Wissens nach, bereits größtenteils im Kleinformat (sprich Pixie-Ausgabe) im Nelsonverlag erschienen und wurden nun zu einer schönen Gutenacht-Geschichten Sammlung zusammengefügt.

Da mein Sohn „Die Eiskönigin“ liebt und hier vor allen Dingen ein riesiger Olaf-Fan ist, kamen wir um dieses Buch einfach nicht drumherum. Zwar kannten wir bereits eine der vier Geschichten, dies tat unserer Freude jedoch keinen Abbruch. Denn das Format ist hier deutlich größer als die Pixieausgabe. So lassen sich die niedlichen Bilder noch intensiver und besser betrachten.

Olaf ist ein so liebenswerter und lustiger Charakter, dass mein Sohn während des Lesens mehrfach lachen musste, da er den kleinen Schneemann so witzig fand.

Nun freuen wir uns auf den nächsten Sammelband, der bereits in diesem Monat erscheinen wird. Denn Olafs Abenteuer sind für Groß und Klein ein riesiger Spaß!

Dieser Sammelband enthält die Titel „Olafs schönster Sommertag“, „Olaf und die Trollkinder“, „Olafs Geburtstag“ und „Olafs neuer Freund“.

Fazit:
Olaf der kleine Schneemann aus „Die Eiskönigin“ erlebt in diesem Sammelband vier lustige und unterhaltsame Abenteuer. Die Geschichten haben sich perfekt für unser abendliches Vorleseritual angeboten. Gemeinsam mit Olaf, Anna und Elsa haben wir gelacht, gefeiert und auf kleine Trollkinder aufgepasst. Ein herrlicher Spaß!
Von uns gibt es daher eisige 5 von 5 Hörnchen und eine klare Leseempfehlung für alle Olaf-Fans!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Darf in keinem Kinderbuchregal fehlen!

König Guu 1: König Guu
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Inhalt:
Ben ist auf der Flucht vor seinem Erzfeind Monty, als er plötzlich durch ein mysteriöses Erdloch fällt und einen versteckten Wald entdeckt. Hier regiert König Guu, ein Mädchen mit einem stattlichen ...

Inhalt:
Ben ist auf der Flucht vor seinem Erzfeind Monty, als er plötzlich durch ein mysteriöses Erdloch fällt und einen versteckten Wald entdeckt. Hier regiert König Guu, ein Mädchen mit einem stattlichen Bart, einem gigantischen Baumhaus und einem Wombat namens Herbert. Klar, dass Monty und seine Bande dieses Paradies zerstören wollen. Aber Ben und Guu sind bestens vorbereitet, mit Kuh-Kacka-Pulten, Stinktier-Knallern und Guus genialster Erfindung: dem Wombatisator!

Meinung:
Ben wird in der Schule von Monty, dem Sohn des Bürgermeisters, und seinen Kumpanen drangsaliert und gehänselt. Als Ben eines Tages wieder auf der Flucht vor der Gruppe ist, rutscht er in ein Erdloch und landet in einem versteckten Wald. In diesem trifft er auf König Guu. Ein Mädchen mit einem ellenlangen Bart, einer Krone auf dem Kopf und einem Speer in der Hand. Gemeinsam mit ihrem Wombat Herbert lebt sie in einem Baumhaus. König Guu möchte Ben vor Monty und seinen fiesen Machenschaften schützen. Und so erstellen König Guu und Ben einen tollkühnen Plan um die Bösewichte loszuwerden.

Nachdem mir der zweite Band, welchen ich vor dem ersten gelesenen habe, so wahnsinnig gut gefallen hat, durfte an Weihnachten endlich Band 1 bei mir einziehen. Natürlich musste ich ihn so schnell es geht lesen und ich muss sagen, dass ich mal wieder restlos begeistert bin.

In diesem Buch erfährt der Leser wie König Guu und Ben zueinander gefunden haben. Guu lässt zudem ab und an Informationen über ihre Vergangenheit fallen, wobei Ben und der Leser sich dabei nicht sicher sein können, ob ihre Fantasie nicht mal wieder mit ihr durchgeht. Denn König Guu hat ordentlich viel Erfindergeist und strotzt nur so vor toller Ideen. So gibt es in diesem Buch Kuh-Kacka-Pulte, Stinktier-Knaller und den Wombatisator zu bestaunen. Auch König Guu ist ein Charakter, den man aufgrund des Äußeren erst einmal nur bestaunen kann. Denn Guu ist ein Mädchen mit einem voluminösen Bart, einer Krone auf dem Kopf und einem Speer in der Hand. Zudem nennt Guu sich „König“. Was Ben zuerst sehr verwirrt, denn Guu ist doch schließlich ein Mädchen.

Neben König Guu sind auch die restlichen Charaktere wie Ben, Wombat Herbert oder Bens Eltern absolut liebenswert. Und natürlich darf in jedem guten Buch auch das Bösewicht-Gespann nicht fehlen. Monty ist dabei ein fürchterlicher Fiesling, der Ben das Leben in der Schule zur Hölle macht. Toll fand ich, dass die Bösewichte nicht alle männlich waren, sondern auch ein großes und starkes Mädchen ebenfalls in der Gruppe der Fieslinge mitmischt. Allgemein kann man festhalten, dass Adam Stower wenig klischeebehaftetes in diesem Buch niederschreibt. Denn auch König Guu sprengt die Regeln des Normalen. Schon alleine ihretwegen lohnt es sich zu diesem Buch zu greifen.

Was das Buch unter anderem auszeichnet, ist die Aufmachung. Das Cover finde ich persönlich zwar ein wenig nichtssagend und regt nicht unbedingt zum Buchkauf an. Die Innenzeichnungen lassen jedoch jedes Leserherz höherschlagen. Autor Adam Stower ist auch gleichzeitig der Illustrator und hat hier viel Liebe zum Detail an den Tag gelegt. Auf fast jeder Seite gibt es wunderschöne Bilder zu betrachten. Ich mochte vor allen Dingen die zauberhaften Bilder rund um König Guus Wald.

Die Geschichte bietet sich sowohl zum Selberlesen als auch zum Vorlesen an. Selbstleser werden mit den vielen Bildern und dem in Relation dazu geringen Text ihre Freude haben. Aber auch zum Vorlesen für die ganze Familie ist die Geschichte optimal geeignet.

Fazit:
Wie nicht anders zu erwarten hat auch Band 1 der König Guu Reihe mich mit seiner Genialität begeistert. König Guu ist eine bemerkenswerte Protagonistin, die gemeinsam mit ihrem Wombat Herbert die Herzen der Leser im Sturm erobert. Individuelle Ideen und Charaktere sorgen dafür, dass ich zu einem riesigen Fan der Reihe geworden bin und sehr darauf hoffe, dass auch der dritte Band ins Deutsche übersetzt wird. Denn leider ist diese Reihe in Deutschland (vollkommen zu unrecht) recht unbekannt.
Ganz klare 5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Lustig, fantasievoll und überraschend - schöner Einstieg in die Reihe

Die geheime Drachenschule
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Inhalt:
Henry kommt aus dem Staunen nicht heraus. Erst wird er ohne Vorwarnung auf ein Internat geschickt, das mitten im Nichts auf einer kargen schottischen Insel liegt. Dann erfährt er auch noch, dass ...

Inhalt:
Henry kommt aus dem Staunen nicht heraus. Erst wird er ohne Vorwarnung auf ein Internat geschickt, das mitten im Nichts auf einer kargen schottischen Insel liegt. Dann erfährt er auch noch, dass er die Chance bekommen soll, ein Drachenreiter zu werden. Richtig gehört. Doch dafür muss er erst die gefährlichen Feuerprüfungen bestehen. Blöd nur, dass Henrys Drache alles dafür tut, in durch die Prüfungen rasseln zu lassen. Und wenn er sie nicht besteht, muss Henry die Insel für immer verlassen …

Meinung:
Bei einem seiner Fußballspiele fällt Henry ein mysteriöser Mann auf, bei dem es sich eigentlich nur um einen Fußball-Scout handeln kann. Doch dann stellt sich heraus, dass dieser Mann alles andere als ein Scout ist. Vielmehr offenbart er Henry und seiner Mutter, dass Henry auf eine geheime Schule auf der Insel Sieben Feuer gehen darf. Das Geheimnis um diese Insel enthüllt der Mann jedoch nicht. Dies erfährt Henry viel mehr als er sich zusammen mit fünf anderen Schülern auf den Weg nach Sieben Feuer macht. Denn das dort stehende Internat ist in Wahrheit eine geheime Drachenschule und jeder neue Anwärter erhält dort einen eigenen Drachen, mit dem er eine besondere Verbindung eingehen darf.

Natürlich gehen Geschichten über Drachen immer und so habe ich voller Freude zu diesem Hörbuch gegriffen. Zudem war ich neugierig was sich das Kinder- und Jugendbuch Lektorat von Bastei Lübbe bei diesem Titel hat einfallen lassen. Denn die Geschichte stammt aus der Feder der Lektoratsmitarbeiter.

Empfohlen wird die Geschichte für Kinder ab 9 Jahren. Ich für meinen Teil fand es richtig toll, dass mal ein Junge die Hauptrolle in diesem Buch übernimmt. Allerdings möchte ich festhalten, dass aufgrund der Thematik die Geschichte sowohl für Mädchen als auch für Jungs lesenswert ist.

Henry kommt mit fünf weiteren Kindern an die geheime Drachenschule und alle Kinder scheinen ab dem ersten Tag eine besondere Bindung zu ihrem Drachen aufzubauen. Nur leider Henry nicht. Zwar ist er ein richtiges Fliegerass, sein Drache spricht jedoch kein Wort mit ihm. Warum möchte der Drache keine Bindung mit ihm aufnehmen? Henry will vermeiden, dass irgendjemand von dieser „Schwäche“ erfährt und so spitzt sich die Lage an der ein oder anderen Stelle für Henry gehörig zu.

Die Geschichte als solches ist sehr unterhaltsam und dem Lesealter angepasst. So erfährt der Zuhörer gemeinsam mit Henry mehr über das Leben der Drachen und das Leben auf Sieben Feuer. Gerade der Twist am Ende des Buches konnte mich sehr gut unterhalten und sogar überraschen.

Auch Freundschaften werden in diesem Band geschlossen. So findet Henry in Arthur und Lucy gleich zwei Kinder, mit denen er sich auf Anhieb gut versteht. Wohingegen er mit Timothy riesige Probleme hat.

Hörbuchsprecher Philipp Schepmann ist mir bereits bekannt und ich mag seine Stimme wirklich gerne. In diesem Hörbuch verkörpert er vor allen Dingen Henrys mürrischen Drachen einfach toll. Ich musste mehrmals schmunzeln, wenn der Drache anfängt zu „denken“. Dies wurde herrlich vertont und die inneren Monologe des Drachen sind sehr unterhaltsam.

Fazit:
Ich durfte einen lustigen und schönen Einstieg in die geheime Drachenschule erleben, der definitiv meine Lust auf den zweiten Band geweckt hat. Ein ungewöhnliches Jungen-Drachen-Gespann sorgt für tollen Hörspaß und ein kleiner Twist für die nötige Überraschung. Bitte gerne mehr davon liebes Bastei Lübbe Lektorenteam.
5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Schwacher Start - geniales Ende

Fjelle und Emil – Monstermäßig beste Freunde
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Inhalt:
Emil und Fjelle leben im Örtchen Flusenbek, gehen zusammen zur Grundschule, und nach dem Unterricht spielen sie gerne Fangen. Alles ganz normal, bis auf einen klitzekleinen Unterschied: Fjelle ...

Inhalt:
Emil und Fjelle leben im Örtchen Flusenbek, gehen zusammen zur Grundschule, und nach dem Unterricht spielen sie gerne Fangen. Alles ganz normal, bis auf einen klitzekleinen Unterschied: Fjelle ist ein riesiges, bärenstarkes Monster mit moosgrünem Fell und Zähnen wie Knethaken. Das spielt aber gar keine Rolle, denn Fjelle ist auch Rechtschreibprofi, liebt Petersilie und Butter, und nach der Schule sortiert er die Schulranzen der gesamten Klasse auf dem Schulhof, so dass die Schüler sie auf dem Heimweg nur noch einsammeln müssen. Ganz schön praktisch also, so ein Monster als Freund zu haben. Als jedoch ein neuer Direktor an die Schule kommt, droht dieser die Idylle zu zerstören, denn er mag keine Monster und möchte Fjelle schleunigst loswerden …

Meinung:
Emil hat einen besten Freund namens Fjelle. Fjelle ist jedoch kein Kind, sondern ein waschechtes Monster. Er ist groß und grün und hat eine Vorliebe für Petersilie. Zudem spiegelt Fjelle die Gefühle der Menschen in seiner Nähe wider. Das heißt, ist Emil fröhlich, dann ist Fjelle superfröhlich, ist Emil einmal traurig, ist Fjelle supertraurig. Dies ist für Emils Mitschüler und die Bewohner des kleinen Städtchens Flusenbek das normalste der Welt. Eines Tages kommt jedoch ein neuer Direktor an die Grundschule in Flusenbek. Dieser hasst Monster und setzt alles daran Fjelle schlecht zu machen.

Von Anne Scheller habe ich bereits das ein oder andere Buch gelesen. Da mir alle gut gefallen haben, wollte ich natürlich auch ihr Werk über Emil und seinen Monsterfreund Fjelle lesen. Schließlich klang das Buch nach einer wunderbaren Freundschaft zwischen zwei ungleichen Wesen.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir dann allerdings nicht so gut geglückt. Mich konnte die Handlung rund um Emil und Fjelle nicht wirklich packen. Ja, es war alles sehr schön beschrieben und es gab liebenswerte Charaktere, aber irgendwie wollte der Funke nicht überspringen. Zum Glück tat er dies noch, und zwar in dem Moment, in dem der fiese neue Direktor Herr Unterberg die Bühne betritt.

Herr Unterberg ist zu allen nett, bis auf Monster Fjelle. Ab der ersten Sekunde an provoziert Herr Unterberg Fjelle wo es nur geht. So ist es nicht verwunderlich, dass Fjelle eines Tages superwütend wird. Doch plötzlich haben die Kinder aus Emils Klasse Angst vor Fjelle und auch die Eltern schüren eine echte Massenpanik.
Nun möchte man meinen, dass Fjelle wenigstens auf die Unterstützung seines besten Freundes Emil zählen kann. Doch auch Emil fängt plötzlich an zu zweifeln, ob Fjelle ihm wirklich niemals wehtun würde.
Genau dieser Punkt hat mich sehr begeistert. Denn ist es nicht verständlich, dass man irgendwann an Dingen zweifelt, die einem immer als selbstverständlich vorkamen? Ich konnte Emils Reaktion gut nachvollziehen.

Anne Scheller hat daher eine Geschichte aufs Papier gezaubert, die viele wichtige Dinge des Alltags anspricht. So geht es um Mobbing und Vorurteile und wie wichtig Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt sind.

Ein Highlight war für mich dann tatsächlich der Besuch der Monsterwelt und ich hoffe sehr, dass wir auch im nächsten Band noch weitere Dinge über die Monster, ihre Eigenschaften und Lebensgewohnheiten erfahren werden.
Auch das Ende bietet einen Twist, den nicht jeder kleine Leser kommen sieht. Mir selbst hat diese Entwicklung gut gefallen.

Gesprochen wird die Geschichte von Philipp Schepmann, der besonders durch seine Vertonung von Fjelle bei mir punkten konnte. Er verleiht dem großen Monster eine herrlich brummige aber liebenswerte Stimme.

Fazit:
Nach einem schweren Einstieg in die Geschichte wurde ich mit einer tollen Handlung über Mobbing und Vorurteile belohnt. Es ist spannend mitzuverfolgen, wie die Bewohner Flusenbeks plötzlich anfangen an der Gutmütigkeit des Monsters Fjelle zu zweifeln.
Aufgrund des nicht so geglückten Starts kann ich leider nicht die volle Punktzahl vergeben, verteile aber sehr gerne 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Eine junge Buchheldin, die man einfach lieben muss!

Katie Wildheart – Mit dem Zauberspiegel durch die Wand
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Inhalt:
Katie ist die jüngste, aber auch die einzige von drei Schwestern, die es wagt, sich gegen ihre strenge Stiefmutter aufzulehnen. Als ihre älteste Schwester Elissa mit dem finsteren, aber wohlhabenden ...

Inhalt:
Katie ist die jüngste, aber auch die einzige von drei Schwestern, die es wagt, sich gegen ihre strenge Stiefmutter aufzulehnen. Als ihre älteste Schwester Elissa mit dem finsteren, aber wohlhabenden Sir Neville verheiratet werden soll, will Katie das um jeden Preis verhindern. Zum Glück fällt Katie ein magischer Spiegel ihrer verstorbenen Mutter in die Hände. Sie kann es kaum glauben: Offensichtlich hat sie die magischen Kräfte ihrer Mutter geerbt! Mit dem Zauberspiegel kann sie sich in andere Personen verwandeln und sogar durch Wände gehen! Aber auch der unheimliche Sir Neville ist hinter dem Zauberspiegel her. Katie gibt alles, um sich und ihre Schwestern zu retten.

Meinung:
Die 12-jährige Katie hat es als jüngste von drei Schwestern nicht immer leicht. Dennoch ist Katie extrem taff für ihr Alter und lässt sich ihre Neugierde und ihren eigenen Kopf auch nicht von ihrer Stiefmutter verbieten. Als Katie erfährt, dass ihre älteste Schwester Elissa den reichen und steinalten Sir Neville heiraten soll, ist Katies Kämpferherz geweckt. Sie setzt alles daran, um ihre Schwester vor diesem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Als Katie plötzlich der magische Spiegel ihrer verstorbenen Mutter in die Hände fällt, erfährt sie, dass sie anscheinend die magischen Fähigkeiten ihrer Mutter geerbt hat. Mit Magie lässt sich daher sicherlich doch auch die Heirat verhindern.

Katie Wildheart ist mir bereits in der Verlagsvorschau des Fischerverlages ins Auge gesprungen. Leider hat sich nie die Zeit dazu ergeben zu dieser Geschichte zu greifen. Als sich dann kurz vor Weihnachten endlich eine Möglichkeit bot diese Geschichte zu lesen, habe ich sofort zu dem Buch gegriffen.

Ich mag Geschichten aus längst vergangener Zeit wahnsinnig gerne und so freute ich mich auf dieses Buch. Denn die Handlung spielt um das Jahr 1803. Zu dieser Zeit heirateten die Mädchen noch aufgrund des Geldes und des Standes. Ein älterer Ehemann war daher eher die Regel als die Ausnahme. Die junge Katie möchte jedoch genau dieses Schicksal ihrer Schwester ersparen.
Die Atmosphäre und die Gepflogenheiten, die damals gang und gäbe waren, hat Autorin Stephanie Burgis perfekt eingefangen und in ihrem Roman verarbeitet.

Katie ist ein kleiner Wildfang und für ihre 12 Jahre alles andere als auf den Kopf gefallen. Ab der ersten Seite sorgt sie mit ihrem Temperament und ihrer Willensstärke dafür, dass ihre älteren Schwestern, aber auch ihre Stiefmutter, es nicht immer einfach mit ihr haben. Katie ist eine ziemlich coole Socke und ich verlor mein Herz sofort an dieses junge Mädchen.
Katies älteste Schwester Eilssa ist eher der ruhige und vernünftige Typ und ist bereit ihrem Schicksal entgegenzutreten. Zudem ist sie oftmals der Puffer zwischen Katie und ihrer anderen Schwester Angeline. Denn auch Angeline hat ein kleines Kämpferherz und gerät daher oftmals mit Katie aneinander. Genauso oft spürt man jedoch auch die besondere Verbindung zwischen den Schwestern.
Auch die Stiefmutter ist ein interessanter Charakter. Sie ist keine böse Stiefmutter ala Cinderella. Sondern viel mehr ein Mensch der eigentlich das beste für die Familie wünscht und dafür bereit ist Opfer zu bringen. Dennoch hat sie strenge Regeln, die es zu befolgen gilt. Jedoch kommt sie mit dem großen Schatten den ihre Vorgängerin (Katies Mutter) wirft, nicht ganz so gut klar. Daher hat die Stiefmutter auch alle Besitztümer von Katies Mutter weggeschlossen.

Wie bereits erwähnt, gibt es auch magische Elemente, die die Geschichte untermalen. Dabei entdeckt nicht nur Katie eine magische Seite und eine geheime Gemeinschaft, auch ihre Schwester Angeline wird Teil der magischen Welt. Mir hat der Mix aus viktorianischem Setting und magischen Elementen unglaublich gut gefallen.
Ab einem gewissen Punkt tritt sogar ein kleiner Kriminalfall in die Geschichte ein und sorgte für die nötige Portion Spannung.

Fazit:
Eine junge Buchheldin, wie man sie einfach lieben muss: schlagfertig, wild, frech und nicht auf den Mund gefallen. Eine zauberhafte Geschichte mitten im viktorianischen England mit einem Hauch Magie und kriminalistischen Einschüben. Ein sehr lesenswertes Buch, welches man perfekt durchschmökern kann.
Für Katie und ihre liebenswerte Familie gibt es daher sehr, sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere