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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2021

Kommt nicht ganz an seinen Vorgänger heran, dennoch tolles Buch mit schönen Fantasyelementen

Strangeworlds - Die Reise ans Ende der Welt
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Inhalt:
Flick ist nun ganz offiziell ein Mitglied der Strangeworlds-Gesellschaft, die durch Koffer in andere Welten reist und diese beschützt. Als ein Hilferuf von Piratenkönigin Nyfe eingeht, machen sich ...

Inhalt:
Flick ist nun ganz offiziell ein Mitglied der Strangeworlds-Gesellschaft, die durch Koffer in andere Welten reist und diese beschützt. Als ein Hilferuf von Piratenkönigin Nyfe eingeht, machen sich Flick und Jonathan, der Hüter des Reisebüros, sofort auf den Weg. Denn in Nyfes magischer Piratenwelt verschwinden immer mehr Schiffe spurlos. Weder die Meermenschen noch Riesenkraken scheinen damit etwas zu tun zu haben … Flick und Jonathan sind einem Geheimnis auf der Spur, das nicht nur diese Welt, sondern alle Welten des Multiversums bedroht!

Meinung;
Flick kann es gar nicht fassen, so ist sie mittlerweile doch tatsächlich ein Mitglied der Strangeworlds-Gesellschaft geworden. Doch das nützt ihr im Endeffekt wenig, da sie von ihren Eltern dazu verdonnert wurde das Haus nicht zu verlassen. Dank einer glücklichen Fügung kann Jonathan Flicks Eltern dann jedoch davon überzeugen ihrer Tochter wieder mehr Freiheiten zu gewähren. Und Flicks Hilfe ist dringend gefordert, denn ein Hilferuf aus der Welt „Der Bruch“ lässt Jonathan und Flick in diese Welt reisen. Mit an Bord Jonathans Cousine Avery, die Flick vom ersten Moment an nicht wirklich leiden kann.

Nachdem mich der erste Band der Strangeworlds-Reihe vor einiger Zeit total überrascht und begeistert hat, war meine Vorfreude auf diesen zweiten Band wirklich sehr hoch.

Die Geschichte setzt kurze Zeit nach den Ereignissen des ersten Bandes an, weshalb Flick immer noch Hausarrest hat. Doch zum Glück kann Jonathan Flick von diesem befreien. Flick ist glücklich darüber endlich wieder im Reisebüro, mit seinen zigtausend Koffern, die in verschiedene Welten führen, zu sein. Gar nicht erfreut darüber ist sie, als das Mädchen Avery auftaucht und sich als die Cousine von Jonathan entpuppt. Warum ist dieses Mädchen nur so unausstehlich, diese Frage stellt sich Flick mehr als einmal. Und dennoch übt Avery auch eine gewisse Faszination auf Flick aus. Als Leser macht es daher furchtbar viel Spaß mitzuverfolgen wie Flicks Einstellung gegenüber Avery ins Wanken gerät.

Aber nicht nur Flick und Avery sind im Zusammenspiel wirklich großartig. Auch Jonathan ist ein grandioser Charakter, der in diesem Band einiges einstecken muss und des Öfteren an die Grenzen seiner Belastbarkeit gerät. Zusammen sind die drei ein tolles Team und es macht Spaß mit ihnen durch die Geschichte zu reisen.

Die Handlung spielt dieses Mal größtenteils in der Welt „Der Bruch“. Das karibisch angehauchte Setting strotzt nur so voller Piraten und ihren Ränkespielen. Mir hat die Welt an sich wirklich gut gefallen, jedoch konnten mich die Geschehnisse in dieser Welt nicht ganz an die Seiten fesseln. Für mich war die Handlung bei weitem nicht so dynamisch und ansprechend wie noch im ersten Band.

Als Leser erfährt man dieses Mal neue Dinge über Flick, ihre Fähigkeiten und ihre Vergangenheit. Für Vielleser mögen diese Enthüllungen nicht ganz überraschend kommen, sie verleihen der Geschichte jedoch eine tolle Würze. Gerade gegen Ende hin konnte mich die Handlung dann absolut überzeugen. Und nach den Geschehnissen der letzten Seiten bin ich gespannt darauf, wie Flicks und Jonathans Reise durch die vielen verschiedenen Welten weitergehen wird.

Fazit:
Der zweite Band der Strangeworld Reihe kam für mich leider nicht ganz an seinen Vorgänger heran. Dennoch ist auch dieses Buch stimmig erzählt und weiß wieder mit interessanten Charakteren zu überzeugen. Auch die Anderwelt „Der Bruch“ ist ein faszinierender Ort. Ich fand es jedoch schade, dass wir dieses Mal nur in dieser Welt verweilen und keine weiteren neuen Orte kennenlernen.
Ich vergebe daher 4 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2021

Eine sehr berührende und nachdenklich stimmende Geschichte

Das Monster in der Nacht
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Inhalt:
An Frank Steins neuntem Geburtstag geschieht etwas, das sein Leben für immer verändert: Der kleine Nachbarshund Uffe beißt ihm aus Versehen in den Finger. In den folgenden Nächten hat Frank merkwürdige ...

Inhalt:
An Frank Steins neuntem Geburtstag geschieht etwas, das sein Leben für immer verändert: Der kleine Nachbarshund Uffe beißt ihm aus Versehen in den Finger. In den folgenden Nächten hat Frank merkwürdige Träume. Er träumt, ein Hund zu sein, der sich nichts sehnlicher wünscht als von jemandem hinter den flauschigen Ohren gekrault zu werden. Doch anstatt ihn zu streicheln, laufen die Menschen schreiend vor ihm davon. Währenddessen geht in der Stadt das Gerücht, im Wald hause ein blutrünstiges Monster, das unschuldige Menschen angreift. Ist es möglich, dass Franks Träume gar keine Träume sind?

Meinung:
Frank Steins Leben verändert sich an seinem neunten Geburtstag schlagartig, als er von Uffe, dem Hund seiner Nachbarin, aus Versehen in den Finger gebissen wird. Nacht für Nacht plagen Frank nun Träume, in denen er als Hund durch seine Stadt rennt und sich danach sehnt gestreichelt und gekrault zu werden. Schließlich merkt Frank, dass die Träume nicht nur Träume sind, sondern er sich des Nachts tatsächlich in ein Tier verwandelt. Die Bewohner der Stadt erzählen bald darauf von einem gefährlichen Monster, dass in der Nacht sein Unwesen treibt und Menschen angreift. Frank ist verzweifelt, er will doch niemandem etwas zuleide tun!

Schon länger war ich neugierig auf diese Geschichte, in der es um den jungen Frank geht, der dank seiner Mitmenschen zum Monster tituliert wird.

Zu Beginn der Geschichte lernt der Hörer Frank kennen. Man stellt schnell fest, dass Frank ein Kind ist, dem es schwerfällt Freundschaften zu schließen. Die anderen Kinder in seiner Klasse hänseln und ärgern ihn und so ist es nicht verwunderlich, dass (trotzdem seine Eltern alle Klassenkameraden zu seinem Geburtstag einladen) niemand kommt.
Natürlich tat Frank mir furchtbar leid. Doch Frank ist ein Kind, welches sich nicht so schnell unterkriegen lässt und den es nicht so stark belastet, dass nur die alte Nachbarin eine echte Freundin für ihn ist.

Franks Leben wird aufgrund des Bisses von Hund Uffe dann jedoch komplett auf den Kopf gestellt. Er verwandelt sich in ein Wesen aus Fell, dass in der Nacht durchs Städtchen streift und auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Zuneigung ist.
Doch wie wir Menschen nun mal so sind, wird Frank schnell von den Bewohnern des Dorfes gejagt. Und so wird aus einer eigentlich ganz harmlosen Begegnung ein Horror-Szenario. Schnell wird Frank zum gefürchteten Monster und Jäger machen sich auf die Suche nach ihm.

Autor Mats Strandberg erzählt von den Ängsten der Menschen über Dinge, die sie nicht kennen. Schnell sind wir Menschen dabei andere Personen oder auch Dinge voreilig zu verurteilen, nur weil wir sie nicht kennen und ihnen keine Chance einräumen. Für mich beschreibt Mats Strandberg auf sehr authentische Weise das Verhalten der Bewohner der Stadt. Definitiv ein Szenario, das so überall auf der Welt hätte stattfinden können!

Doch zum Glück findet Frank heraus, dass es noch andere Wesen wie ihn gibt. Frank merkt, dass er sich bei ihnen zum ersten Mal geborgen und sicher fühlt. Hier kann Frank genauso sein wie er möchte, ohne sich verstellen zu müssen. Denn auch seine Familie darf von seiner Fähigkeit des Gestaltwandelns nichts erfahren.

Fazit:
„Das Monster in der Nacht“ ist eine sehr berührende und nachdenklich stimmende Geschichte über einen kleinen Jungen, der aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten schnell zum Außenseiter und Gejagten in seiner Stadt wird. Autor Mats Strandberg erzählt sehr einfühlsam die Geschichte vom neunjährigen Frank, der eines Tages zum „Monster“ wird. Auch wenn die Geschichte nur knapp über eine Stunde geht, haben mir die Thematik und die versteckten Botschaften wahnsinnig gut gefallen. Ich freue mich daher schon sehr auf den nächsten Band!
Von mir gibt es 5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2021

Außergewöhnliches Setting mit interessanten Ideen, wenn auch anders als erwartet

Catacombia. Abstieg in die Tiefe
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Inhalt:
Ein Sturz mitten in der Nacht durch einen Schacht - und plötzlich ist der 13-jährige Sam tief unter der Erdoberfläche! Dort eröffnet sich ihm eine uralte und doch moderne Stadt voller Wunder, Magie ...

Inhalt:
Ein Sturz mitten in der Nacht durch einen Schacht - und plötzlich ist der 13-jährige Sam tief unter der Erdoberfläche! Dort eröffnet sich ihm eine uralte und doch moderne Stadt voller Wunder, Magie und Rätsel: Catacombia. Doch je tiefer Sam in die Geheimnisse von Catacombia eintaucht, desto mehr Fragen tun sich auf. Warum wird der Name Grimorga nur heimlich geflüstert? Was plant der Rat, der die Geschicke der unterirdischen Stadt lenkt? Und kann Sam den Kult aufhalten, der alles zerstören will, wofür Catacombia steht?

Meinung:
Sam landet aufgrund eines Sturzes durch einen Schacht mitten in der unterirdischen Stadt Catacombia. Catacombia ist anders als alles, was er bisher gekannt hat. Moderne Hochhäuser wechseln sich mit altertümlichen Bauten ab. Auch jede Menge Magie und moderne Technik gibt es hier. Sam ist ganz begeistert von dieser faszinierenden Stadt, muss jedoch schnell feststellen, dass nicht alles so perfekt ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Was hat es mit Grimorga auf sich und was plant der undurchsichtige Rat?

Von Autor R.L. Ferguson habe ich bereits „Die Schule der Alyxa“ gehört. Zwar kann man die beiden Reihen aufgrund ihrer unterschiedlichen Thematik nicht unbedingt miteinander vergleichen, dennoch war ich neugierig auf das neueste Werk des Autors.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Gemeinsam mit Sam lernen wir die Stadt Catacombia kennen, die sich tief unter der Erde befindet. Ich fand Catacombia als Setting sofort sehr faszinierend. Hier leben das Altertümliche und die Moderne nebeneinander her. Es war interessant zu erfahren, dass es neben Hochhäusern auch Bauten aus den vorherigen Jahrhunderten gibt. Ich finde, das Cover zeigt schon einen guten Blick auf die Diversität dieser Stadt.

Sam hat zunächst ein paar Anlaufschwierigkeiten in Catacombia heimisch zu werden. Er eckt bei Mitschülern an und die Stadt mit ihren Einwohnern wirkt teilweise doch sehr fremd auf ihn. Dennoch ist es Sams größter Wunsch in Catacombia bleiben zu dürfen, da er in seinem alten Leben als Waisenkind in einem Waisenhaus gelebt hat. Hier in Catacombia wird er einer richtigen Familie zugeteilt und erfährt wie schön es ist, in einer Familie aufzuwachsen. Zu dieser Familie gehört auch das Mädchen Ella, mit der er sich gut versteht. Doch nach kurzer Zeit verändert sich Ellas Verhalten Sam gegenüber. Warum ist sie auf einmal so kalt und abweisend zu ihm?

Diese und noch viele weitere Fragen stellt sich der Hörer im Verlauf der Handlung. Denn auch der Rat scheint irgendetwas vor Sam zu verbergen und was hat es mit Grimorga auf sich?
Mir hat es wirklich gut gefallen, dass es einige Punkte gab bei denen man als Hörer miträtseln konnte. Dennoch musste ich mich an das Leben in Catacombia gewöhnen. Ich muss gestehen, dass ich ein wenig andere Erwartungen an die Geschichte bzw. das Geschehen in Catacombia hatte. Für mich war der Mittelteil daher nicht ganz so packend und interessant wie erhofft.
Das Ende jedoch ist super spannend und man hält gebannt den Atem an, während rund um Sam so einige Überraschungen geschehen.

Ein Grund warum ich zum Hörbuch gegriffen habe ist ganz klar Hörbuchsprecher Julian Greis. Es ist jedes Mal eine wahre Freude und ein totaler Genuss ihm zuhören zu dürfen. Denn er versteht es einfach den vielen Charakteren ihren persönlichen Stempel aufzudrücken. So variiert er gekonnt zwischen frechen Mitschülern, geheimnisvollen Ratsmitgliedern und besorgten Eltern.

Fazit:
Der Auftakt von R.L. Fergusons neuer Reihe „Catacombia“ hat sich für mich anders entfaltet als ich dies erwartet habe. Hieran musste ich mich erst gewöhnen. Als ich mich jedoch voll und ganz auf die Geschichte eingelassen habe, wurde ich mit einer interessanten Idee und einem spektakulären und außergewöhnlichen Setting belohnt. Das Ende ist ein wahrer Pageturner und sorgt dafür, dass ich mit Freude dem zweiten Band entgegenblicke.
Von mir gibt es 4 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2021

Vampir-Abenteuer verbindet Freundschaft und die Liebe zu Tieren auf wunderschöne Art

Mirella Manusch - Achtung, hier kommt Frau Eule!
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Inhalt:
Mein Name ist Mirella, Mirella Manusch. Ich bin fast zehn Jahre alt und habe gerade erst erfahren, dass ich ein echtes Vampirmädchen bin. Abgefahren, oder? Aber es kommt noch besser: Ich kann nämlich ...

Inhalt:
Mein Name ist Mirella, Mirella Manusch. Ich bin fast zehn Jahre alt und habe gerade erst erfahren, dass ich ein echtes Vampirmädchen bin. Abgefahren, oder? Aber es kommt noch besser: Ich kann nämlich mit Tieren sprechen. Nur blöd, dass mein Vater von dieser Gabe nichts erfahren darf. Als Tierarzt könnte er mir sonst super helfen, wenn wieder mal ein Tier in Not ist. Zum Glück habe ich meine beste Freundin Klara. Die ist keine Vampirin, dafür aber sofort zur Stelle, wenn ich sie brauche. Und das tue ich, denn Frau Eule kann kaum noch was sehen. Da muss man doch was tun, oder?

Meinung:
Mirella Manusch ist alles andere als ein normales Mädchen, denn Mirella ist ein echter Vampir. Nachts verwandelt sie sich sogar in eine Fledermaus und kann mit Tieren sprechen. Nur darf niemand von diesem Geheimnis etwas erfahren. Noch nicht einmal ihr Vater, der Tierarzt ist, und der vielen Tieren doch so viel besser helfen könnte, wenn er von Mirellas Gabe wüsste. Doch leider wünscht dies der Vampirrat nicht und so versucht Mirella auf eigene Faust Tieren in Not zu helfen. So auch Frau Eule, die eines Tages zu Mirella kommt, weil sie kaum noch etwas sehen kann. Als irgendjemand dann auch noch Tiere mit Farbe besprüht, möchte Mirella unbedingt herausfinden wer hinter diesem Blödsinn steckt.

Der erste Band der Mirella Manusch Reihe war mir noch sehr präsent und so bin ich ohne große Einführungsprobleme in das zweite Abenteuer von Mirella und ihrem Beschützer, dem Kater Lancelot, gestartet. In diesem zweiten Abenteuer lernt Mirella ihre Fähigkeiten besser unter Kontrolle zu halten. So erfährt sie beispielsweise einen Trick wie sie ihren spitzen Vampirzahn verstecken kann. Immer an ihrer Seite sind ihr Kater Lancelot und ihre beste Freundin Klara, die eigentlich nichts von Mirellas Vampirdasein wissen darf. Doch Mirella und Klara verbindet eine ganz besondere Freundschaft und so konnte und wollte Mirella bereits in Band 1 dieses Geheimnis nicht vor Klara verbergen, ein Aspekt den ich immer noch wundervoll finde.

Da Mirella mit Tieren sprechen kann, nehmen diese natürlich einen wichtigen Platz in der Geschichte ein. Ich finde es schön wie das Autoren-Gespann die Liebe zu Tieren in den Vordergrund stellt.
Ich mag all die Tiere in Mirellas Geschichte wirklich unglaublich gerne, aber auch in diesem Band ist Sir Lancelot, ihr Kater und Beschützer, wieder der ganz klare Star. Seine leicht selbstverliebte Art und sein selbstbewusstes Auftreten muss man einfach mögen. Er hat den ein oder anderen kessen Spruch auf den Lippen und sorgt damit mal wieder für beste Unterhaltung.

Gesprochen wird die Geschichte von Dina Kürten, die vielen als die Stimme von Elsa aus dem Film „Die Eiskönigin“ bekannt sein dürfte. Dina Kürten schafft es perfekt die verschiedenen Charaktere, egal ob Junge, Mädchen oder Tier zu vertonen. Man stellt sich nie die Frage, welcher Charakter denn nun gerade spricht, sondern weiß sofort wer nun gerade am Erzählen ist. Vor allen Dingen die Vertonung von Kater Lancelot ist ihr perfekt gelungen.

Fazit:
Mirellas zweites Vampir-Abenteuer verbindet Freundschaft und die Liebe zu Tieren auf wunderschöne Art und Weise. Mirellas Gabe mit Tieren sprechen zu können sorgt auch dieses Mal für humorvolle, anregende und mitreißende Szenen.
Mir persönlich hat dieser zweite Band besser gefallen als sein Vorgänger, weswegen ich dieses Mal die volle Punktzahl, nämlich 5 von 5 Hörnchen, vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2021

Das neue Dreamteam, wenn es um humorvolle Dialoge, altkluge Sprüche oder kriminalistische Arbeit geht

T wie Tessa. Plötzlich Geheimagentin!
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Inhalt:
Einsatz für die Chaosqueen! Viel zu schüchtern und echt verpeilt - kein Wunder, dass Tessa gern jemand anders wäre. Zum Beispiel Mitglied von Gimme Four, der megaberühmten Girl Group an ihrer Schule. ...

Inhalt:
Einsatz für die Chaosqueen! Viel zu schüchtern und echt verpeilt - kein Wunder, dass Tessa gern jemand anders wäre. Zum Beispiel Mitglied von Gimme Four, der megaberühmten Girl Group an ihrer Schule. Da geschieht das Unfassbare: Tessa schafft es in die Band! Allerdings hatte sie sich das ein wenig anders vorgestellt. Merkwürdige Besucher, Verfolgungsjagden und die Mafia höchstpersönlich sprengen die Proben vor dem ersten Auftritt. Und auch Tessas neue Kolleginnen scheinen neben der Musik noch ganz andere Hobbys zu haben. Oder wie sonst erklären sich die Waffen im Instrumentenkoffer?

Meinung:
Tessa ist unscheinbar, schüchtern und an ihrer Schule hat sie kaum Freunde. Doch das hält sie nicht davon ab beim Casting der berühmten Girl Group Gimme Four an ihrer Schule teilzunehmen. Tessa möchte mit ihrem Gitarrenspiel überzeugen und tatsächlich wird sie als neues Bandmitglied ausgewählt. Gleich die erste Reise führt Tessa und Gimme Four nach Berlin. Dort soll ein Videodreh für ihren neuen Song stattfinden. Tessa muss schnell feststellen, dass sie sich das Leben als Bandmitglied von Gimme Four ein wenig anders vorgestellt hat. Richtig kurios wird es dann jedoch als Tessa bei einer ihrer Bandkolleginnen eine Waffe im Instrumentenkoffer findet. Wer ist Gimme Four wirklich? Um diese Frage zu lüften, kann Tessa auf die freche und altkluge Maus Hector zählen, die ihr per Zufall über den Weg gelaufen ist.

Von Autorin Frauke Scheunemann habe ich bereits ein paar ihrer Winston-Bücher gelesen. Ich mag es wie die Autorin sich dabei in die Gedankengänge von Kater Winston hineinversetzt. Als ich gehört habe, dass in „T wie Tessa“ eine sprechende Maus mit von der Partie sein würde, musste ich unbedingt das neueste Werk der Autorin hören.

Zu Beginn lernt der Leser die schüchterne Tessa kennen. Deren Leben verändert sich als sie an einer U-Bahn-Station Bekanntschaft mit der altklugen Maus Hector macht. Tessa ist die einzige Person die Hector verstehen kann. Zwar findet Tessa Hector zunächst unausstehlich und wünscht ihn sich am liebsten nach Ulan Bator (Hectors eigentlichem Reiseziel), doch nach und nach freunden sich Tessa und Hector an.

Die Geschichte wird mit viel Witz und Charme erzählt. Heimlicher Held der Geschichte ist natürlich Maus Hector, der eine ziemlich kesse Lippe besitzt und dazu sehr clever ist. Oft ist er Tessa einen Schritt voraus. So ist er auch der Erste der findet, dass etwas mit der Girl Group Gimme Four nicht stimmt.

Neben Hector ist aber auch Protagonistin Tessa jemand den man einfach gernhaben muss. Sie ist absolut liebenswert, ein wenig verpeilt und schüchtern. Doch Tessa durchläuft in diesem Band eine tolle Entwicklung.
Interessant sind auch die restlichen Mitglieder der Band Gimme Four und deren Managerin. Was verbergen sie vor Tessa und warum sind sie teilweise so gemein zu ihr?

Frauke Scheunemann hat hier einen peppigen, witzigen und unterhaltsamen Roman geschrieben. Ich fand ihre Ideen einfach genial und es hat super viel Spaß gemacht gemeinsam mit Tessa hinter die Kulissen einer Girl Group zu blicken. Auch der Spannungsfaktor tritt im letzten Drittel der Geschichte zutage. Das Finale ist für die Altersgruppe ansprechend und fesselnd geschrieben. Ich persönlich könnte mir weitere Bände sehr gut vorstellen.

Gesprochen wird dieses Hörbuch von Leonie Landa. Sie war für mich eine gute Wahl, da ihre jung wirkende Stimme Protagonistin Tessa gut darstellt. Leonie Landa schafft es die Unsicherheit, die oft von Tessa ausgeht, mit ihrer Stimme zu transportieren. Mindestens genauso toll vertont sie die lebhafte und neunmalkluge Maus Hector. Tessa und Hector sind wirklich ein tolles Team!

Fazit:
Bühne frei für Tessa und Maus Hector, das neue Dreamteam, wenn es um humorvolle Dialoge, altkluge Sprüche oder kriminalistische Arbeit geht. Mir hat das Abenteuer der beiden ungleichen Freunde viel Freude bereitet und das obwohl ich eigentlich schon längst nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe von 11 Jahren gehöre.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
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