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Veröffentlicht am 29.03.2017

Interessanter Grundgedanke

Voices of Freedom
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Inhalt:
Acht Jahre sind vergangen, seit Anthem, Haven und ihre Freunde den Kon besiegt haben. Nach der erfolgreichen Revolution hat seine kleine Schwester Alpha das Web verlassen und sich In Los Angeles ...

Inhalt:
Acht Jahre sind vergangen, seit Anthem, Haven und ihre Freunde den Kon besiegt haben. Nach der erfolgreichen Revolution hat seine kleine Schwester Alpha das Web verlassen und sich In Los Angeles dem Musikmachen verschrieben. Als sie erfährt, dass es Anthem schlecht geht, kehrt sie zurück. Überrascht stellt sie fest, dass viele Menschen kränklich und schwach wirken – genau wie vor der Revolution. Es scheint, dass jemand aus dem Hintergrund alles daran setzt, die Macht für sich zu gewinnen. Alpha muss erkennen, dass der Kampf ihres Bruders noch längst nicht zu Ende ist. Nun ist es ihre Aufgabe, sich für die Freiheit einzusetzen. Doch wem kann sie trauen?

Meinung:
Anthems kleine Schwester Alpha ist erwachsen geworden. Denn seit der Revolution von Anthem und seinen Freunden sind bereits über acht Jahre vergangen. Alpha lebt mittlerweile in Los Angeles. Eines Tages jedoch erhält sie die traurige Nachricht von Haven, dass ihr älterer Bruder im Sterben liegt. Sofort macht sie sich auf den Weg zurück nach Hause. Dort angekommen kämpft sie nicht nur um Anthems Leben, sondern auch gegen eine geheimnisvolle Macht, die die alten Zeiten wieder zum Leben erwecken will.

Nach dem abgeschlossenen ersten Band war ich neugierig darauf was nun noch in Band zwei passieren soll. Die Idee, die Geschichte gut acht Jahre nach dem ersten Teil spielen zu lassen, gefiel mir von Anfang an sehr gut. Wie oft habe ich mir schon bei anderen Büchern die Frage gestellt, was nach der eigentlichen Revolution passiert. Die Autorin greift dieses Thema wunderbar auf. Interessant fand ich es hierbei, dass wir nicht wieder in Anthems Gedankengänge schlüpfen, sondern in die seiner jüngeren Schwester Alpha, die wir bereits aus dem ersten Buch kennen.

War mir dieser Charakterwechsel zu Anfang noch sehr willkommen musste ich schnell feststellen, dass Alpha oftmals zickig und launisch ist. Sie stößt Freunde und Familie öfters vor den Kopf und ihr Verhalten sorgte bei mir für mehrmaliges Kopfschütteln.
Dafür trifft man wieder auf altbekannte Personen, die nichts von ihrem Charme eingebüßt haben. Sei es Anthem, Haven, Omega, Phönix, Mage und Isis. Aber auch die neuen Freunde von Alpha konnten größtenteils überzeugen. Einzig Jonas mochte ich nicht so wirklich, irgendwie war er mir ein wenig zu glatt.

In "Songs of Revolution" hatte ich noch bemängelt, dass der Leser zu wenig über den Hintergrund der Dystopie erfährt. In Band zwei wird nun stärker auf dieses Thema eingegangen. Auch offene Fragen aus Band 1 wurden hier beantwortet. Zudem steht die Musik nicht mehr ganz so stark im Vordergrund, was ich als sehr angenehm empfand.

Auch in "Voices of Freedom" müssen die Charaktere wieder einiges durchstehen. Es wird gelitten und getrauert, gekämpft und geliebt. Das Ende war mir dann jedoch etwas zu einfach gestrickt und wieder blieben ein paar Fragen offen. Da es sich bei dieser Reihe allerdings um eine Dilogie handelt, werde ich mir wohl die Antworten selbst geben müssen.

Fazit:
"Voices of Freedom" behandelt das Thema "was danach geschah" auf spannende Weise. Oft habe ich mir bei anderen Reihen so ein (Zusatz-)Buch gewünscht. Eine interessante und unterhaltsame Dystopie findet hier ihren Abschluss. Mir hat dieser zweite Band ein klein wenig besser gefallen als der Erste.
Daher bekommt das Buch von mir 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 29.03.2017

Besser als Band 1

WARP (Band 2) - Der Klunkerfischer
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Inhalt:
Chevie Savano ist ins 21. Jahrhundert zurückgekehrt. Aber durch ihre Reise in die Vergangenheit hat sich der Zeitenlauf verändert. Die halbe Welt befindet sich nun im Krieg und Chevie soll zur ...

Inhalt:
Chevie Savano ist ins 21. Jahrhundert zurückgekehrt. Aber durch ihre Reise in die Vergangenheit hat sich der Zeitenlauf verändert. Die halbe Welt befindet sich nun im Krieg und Chevie soll zur Soldatin ausgebildet werden. Doch glücklicherweise gibt es auch in dieser Gegenwart eine WARP-Kapsel, mit der sie ins 19. Jahrhundert zurückkehren kann, um den Zeitstrahl wieder geradezubiegen. Im Jahr 1899 hat sich Riley unterdessen mit dem ehemaligen Gangsterboss und Klunkerfischer Otto Malarkey verbündet. Denn es gibt einen neuen Gegner: FBI Agent Colonel Box, der sich seit dreißig Jahren in den Katakomben von London versteckt, plant einen Aufstand, der den Lauf der Geschichte verändern wird.

Meine Meinung:
Chevie ist zurück in der Zukunft. Allerdings nicht in der Zukunft die sie bisher kannte, sondern in einer von Colonel Box übernommenen Version. Durch Chevies Reise in die Vergangenheit hat sich der Verlauf der Zeit stark verändert. Zudem kann die „neue“ Chevie sich nicht an ihr altes Leben sowie ihre Reise in die Vergangenheit erinnern. Im London des Jahres 1899 steht Riley dem König der Rammböcke Otto Malarkey gegenüber, der Geld von ihm eintreiben möchte. Schnell wird jedoch klar, dass der eigentliche Gegner Colonel Box heißt.

Gleich zu Beginn des Buches wird der Leser in einer kurzen Zusammenfassung zu Band 1 wieder mit ins Boot geholt. Die Geschichte wird danach abwechselnd aus der Sicht von Chevie und Riley erzählt. Die Zeitreiseströme werden durch unsere Helden wieder gehörig durcheinander gewirbelt, dennoch waren die Ideen und Erzählungen für mich zu jeder Zeit logisch und nachvollziehbar.
Eoin Colfer hat einen sehr humorvollen Schreibstil, der einen wunderbar zu unterhalten weiß. Zudem wird eine Liebesgeschichte eingebaut, die ich bei diesen beiden Personen nicht erwartet hätte und die mich herrlich amüsieren konnte. Dennoch wird in diesem zweiten Band sehr viel Wert auf Action und Spannung gelegt.

In diesem Buch sind es vor allen Dingen die Charaktere, die das Buch zu etwas ganz besonderem machen. Chevie hat mit einer gespaltenen Persönlichkeit zu kämpfen, währenddessen Riley schlauer und mutiger wirkt als noch in „Der Quantenzauberer“. Er versteckt sich nun nicht mehr so schnell hinter Chevie, sondern versucht der Gefahr selbst ins Auge zu sehen. Jedoch ist es Otto Malarkey, der König der Rammböcke, der für mich die interessanteste Entwicklung durchlaufen hat. Sein Charakter ist sehr vielschichtig und zieht den Leser in seinen Bann.
Aber auch die neu eingeführten Charaktere können auf ganzer Linie überzeugen. Vor allen Dingen die beiden Thundercats Witmeyer und Vallicose sind ein sehr unterhaltsames Duo und sorgten bei mir für einige Lacher. Auch die Entwicklung der beiden könnte nicht unterschiedlicher verlaufen. Zudem sorgt Malarkeys Butler Figary für frischen Wind auf der Seite der Guten.
Interessant fand ich es, den Bösewicht Colonel Box näher kennenzulernen.

Fazit:
Für mich war dieser zweite Band eine kleine Leseüberraschung. Vor allen Dingen die Charaktere sind es, die das Buch zu etwas besonderem machen. Eoin Colfer baut gekonnt neue Personen ein, vernachlässigt jedoch nicht die bereits Bekannten und sorgt nebenbei für eine packende und actionreiche Story. Der zweite Teil der WARP-Reihe ist für mich kein typischer Zwischenband. Er gefiel mir im Endeffekt sogar besser als der erste Band. Ich vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 29.03.2017

Ende ist leider gar nicht gelungen

Wie ich in High Heels durch die Zeit stolperte
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Inhalt:
So hatte sich Callie die Klassenfahrt nach London nicht vorgestellt: Nach zwei Schritten in ihren nagelneuen High Heels fällt sie hin - und wacht im Jahr 1815 wieder auf. Zum Glück nehmen sie die ...

Inhalt:
So hatte sich Callie die Klassenfahrt nach London nicht vorgestellt: Nach zwei Schritten in ihren nagelneuen High Heels fällt sie hin - und wacht im Jahr 1815 wieder auf. Zum Glück nehmen sie die Bewohner eines nahe gelegenen Landsitzes bei sich auf. Trotzdem will Callie unbedingt wieder zurück in ihre Zeit, denn die strengen gesellschaftlichen Regeln sind einfach unerträglich. Genau wie der unglaublich arrogante - aber leider auch unglaublich gut aussehende - Lord Alex ...

Meinung:
Callie möchte die Klassenfahrt nach London nutzen, um bei den beliebtesten Mädchen des Jahrgangs zu punkten und aufzufallen. Bisher sehen sie in ihr nur die graue Maus mit der man nichts zu tun haben will. Als sie erfährt, dass die Mädchenclique am Abend in eine Disko gehen will, beschließt sie ihnen unauffällig zu folgen. Um jedoch so richtig bei den Mädchen Eindruck zu schinden, kauft Callie sich noch super teure High Heels. Callie schafft es jedoch gar nicht mehr zurück ins Hotel, denn plötzlich knickt sie auf den High Heels um und landet im Jahr 1815. Wie ist sie hierhergekommen? Wie kommt sie so schnell wie möglich wieder zurück? Und warum klopft ihr Herz so verräterisch schnell, wenn sie in die Nähe des gutaussehenden Lord Alex ist?

Der Klappentext machte mich neugierig auf dieses Buch. Schließlich bin ich ein großer Fan von Zeitreisen in das frühere England. Das Cover passt wunderbar zum Inhalt des Buches und auch die Geschichte entwickelte sich sehr interessant. Zudem war der rote Faden immer klar für mich zu sehen. Das Buch kann vor allen Dingen durch seinen herzerfrischenden Humor punkten. Die Autorin hat es geschafft mich des Öfteren zum Lachen zu bringen. Zudem hat es mir ausgesprochen gut gefallen, dass die Liebesgeschichte sehr langsam in Schwung kommt. Da ich kein großer Fan von „Ruckzuck-Liebesgeschichten“ bin, fand ich dies sehr angenehm und zu jeder Zeit überzeugend.

Während des Lesens störte es mich ein wenig, dass Callie sich immer wieder mit dem Lord in unnötige Diskussionen einlässt. Bezeichnend ist z.B. die Stelle an der Callie sich beschwert, warum jemand anders als Lady bezeichnet wird und sie nicht. Für mich legte sie oftmals ein viel zu kindliches Verhalten an den Tag und brachte mich mehr als nur einmal damit zur Weißglut. Dennoch entwickelt sich Callie im Buch weiter. Ist sie zu Beginn des Buches furchtbar schüchtern und unsicher, hat sie am Ende der Geschichte ein gesundes Selbstbewusstsein.

Kommen wir nun zu meinem allergrößten Kritikpunkt. Das Buch war bis zum fürchterlichen Ende auf einem guten Weg ein 5-Sterne-Buch zu werden. Je näher jedoch das Ende rückte, fragte ich mich, wie alle Handlungsstränge zu einem vernünftigen Ende kommen sollen. Als ich das Buch schließlich zugeklappt habe, hätte ich es am liebsten an die Wand geworfen. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, dennoch ist das Ende total offen. Außerdem wird nicht erklärt, was eigentlich der Sinn und Zweck der Zeitreise war und warum es überhaupt zu dieser gekommen ist. In meinen Augen hat es sich die Autorin hier wirklich viel zu einfach gemacht.

Fazit:
Wäre dieses wirklich verkorkste Ende nicht, dann würde ich dieses Buch lieben, denn die Geschichte trifft genau meinen Nerv. Das Leben im Jahr 1815 wird interessant dargestellt und das Buch hat eine ordentliche Portion Humor. Auch die Charaktere sind liebenswert und unterhaltsam. Leider hat es sich die Autorin mit diesem absolut offenen Ende viel zu einfach gemacht und einen Folgeband wird es nicht geben. Von mir bekommt das Buch daher knappe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 29.03.2017

Actionreich mit guter Dystopiegeschichte

Young World - Die Clans von New York
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Inhalt:
Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer ...

Inhalt:
Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.

Meinung:
Aufgrund einer Seuche wurde die Menschheit fast komplett ausgelöscht. Die einzigen Überlebenden sind die Jugendlichen. In einer Welt ohne Elektrizität oder ähnliches haben sich viele Jugendliche zu Gruppen, genannt Clans, zusammengeschlossen. Die Gewalt zwischen den unterschiedlichen Clans nimmt immer mehr zu und Jefferson, der neue Anführer des Washington-Square-Clans, hat Sorge um die Zukunft seines Clans. Als das Genie des Clans, ein Junge namens Brainbox, ihn darauf hinweist, eine mögliche Heilung für die Clans entdeckt zu haben, machen sich die beiden, gemeinsam mit ein paar anderen Jugendlichen, auf den Weg um die Menschheit zu retten. Ein gefährliches Abenteuer beginnt.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Jefferson und Donna erzählt. Beide berichten aus der ich-Perspektive und leider hatte ich so manches Mal meine Probleme damit, wer denn nun gerade die Geschichte erzählt. Dies lag vielleicht unter anderem daran, dass die beiden fast die ganze Zeit des Buches zusammen unterwegs sind und nur sehr selten einer der beiden auf eigene Faust loszieht. Die Gruppe der Jugendlichen wächst einem sehr schnell ans Herz. Dadurch das sie so viel schreckliches erleben konnte ich sehr gut mit ihnen mitfühlen. Aber auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren der Gruppe wurden sehr gut dargestellt.

Die Story ist sehr actionreich. Man stürzt sich gemeinsam mit den Charakteren von einem Abenteuer ins Nächste. Selten haben Jefferson und seine Gruppe Zeit sich zu erholen. Man merkt dem Autor deutlich an, dass sein eigentlicher Beruf Regisseur ist. Und nicht nur hier auch in den Dialogen, die für mich sehr gewöhnungsbedürftig waren, und oftmals in Drehbuchform aufgeschrieben sind.
Es fällt zudem auf, dass sehr viele Vergleiche zu anderen Filmen, Musik usw. aus dem früheren Leben von Jefferson und Donna aufgestellt werden. Mir gefällt so etwas immer sehr gut, hier fand ich jedoch, dass es ab einem gewissen Punkt zu sehr überhandgenommen hat.
Was mich zudem sehr gestört hat ist, dass zu viele Gedanken der Charaktere sich um die Vergangenheit drehen. Ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr im Hier und Jetzt Leben und nicht ihrer Vergangenheit nachtrauern.

Der Ablauf des Endes kam für mich dann sehr überraschend. Er wirkte für mich ein wenig erzwungen. Nichtsdestotrotz endet es ziemlich offen und ich bin sehr neugierig darauf wie sich alles im zweiten Band weiterentwickeln wird.

Fazit:
Trotz kleinerer Kritikpunkte konnte mich „Young World – Die Clans von New York“ überzeugen. Da ich ein großer Fan von actionreichen Geschichten bin, kam ich hier voll und ganz auf meine Kosten. Auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren haben mich überzeugt. Manche Leser könnte die jugendliche Sprache oder das gewisse Maß an Brutalität abschrecken, mir hat es gefallen. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 29.03.2017

Zuckersüßer Mittelband

Zimt und zurück
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Inhalt:
Stell dir vor, dein Leben gibt es doppelt …
Seit Vicky in Parallelwelten springen kann, ist ihr Leben ganz schön kompliziert geworden. Trotzdem schwebt Vicky auf Wolke Sieben, denn sie ist seit ...

Inhalt:
Stell dir vor, dein Leben gibt es doppelt …
Seit Vicky in Parallelwelten springen kann, ist ihr Leben ganz schön kompliziert geworden. Trotzdem schwebt Vicky auf Wolke Sieben, denn sie ist seit kurzem mit Konstantin zusammen, dem coolsten Jungen der ganzen Schule. Aber wie verhält man sich eigentlich, wenn man einen Freund hat? Vielleicht ist so eine Parallel-Ich sogar ganz praktisch – damit kann sie nämlich in der Parallelwelt »üben«, ein bisschen weniger schüchtern zu sein! Aber Vicky hat die Rechnung ohne das Schicksal gemacht. Denn das hält für sie eine ganz schön große Überraschung bereit, als sie aus ihrer ganz persönlichen »Test-Umgebung« zurückkehrt ...

Meinung:
Vickys Leben könnte schöner nicht sein. Sie ist seit ein paar Tagen mit dem tollsten und hübschesten Jungen der Schule zusammen - Konstantin. Ihr gemeinsames Glück können sie aber bei einer so durchgedrehten Familie wie Vickys nur schwer genießen. Und ungestörte Momente gibt es so gut wie nie. Dann gibt es auch immer noch Vickys Problem mit den Zeitsprüngen. In den ungünstigsten Momenten springt sie in Parallelwelten. Damit nicht genug, zieht auch noch das "Röschen" ins Bed & Breakfast von Vickys Mutter ein. Diese terrorisiert die komplette Familie. Und dann ist da noch der Bürgermeister, der ein Auge auf Vickys Mutter geworfen hat, womit Vicky und ihre Tante Polly so gar nicht einverstanden sind.

Ich muss gestehen, dass ich vom Anfang der Geschichte alles andere als angetan war. Die Story dümpelt so ein wenig vor sich hin und ich dachte mir "typischer Mittelband". Zum Glück bekommt die Geschichte dann doch noch die gehörige Prise an guter Unterhaltung und leichter Spannung.
Wie ich schon in meiner Rezension zu Band 1 erwähnt habe, ist die Zimt-Reihe eine Reihe, die ich jedem Mädchen im Teenageralter nur wärmstens empfehlen kann. Gerade in diesem Teil der Reihe wird viel Wert auf die erste große Liebe gelegt. Vicky hat mit all den Ängsten, Sorgen und Hoffnungen zu kämpfen, die mit der ersten Liebe einhergehen. Ich muss gestehen, dass ich mich lebhaft in meine Teenagerzeit zurückversetzt gefühlt habe. Das ist der Autorin wirklich wunderbar gelungen.
Auch der Humor ist in diesem Buch wieder gut ausbalanciert. Es wird nicht alles ins Lächerliche gezogen oder versucht auf Teufel komm raus einen Witz zu schreiben. Dennoch gibt es einige sehr lustige Stellen. Gerade die Szene im Fitnessstudio hat bei mir wirklich für Tränen gesorgt, so sehr musste ich lachen.

In "Zimt & zurück" lernen wir Vicky, ihre Familie und Freunde auf eine ganz neue Weise kennen. Gerade Vicky wird in diesem Buch reifer. Sie lernt aus ihren Fehlern und sieht ein, dass man nicht immer nur an sich selbst denken sollte. Vor allen Dingen ihre Gedanken gegen Ende des Buches konnten mich absolut überzeugen.
Auch Konstantin, Vickys Freund, muss einsehen, dass es immer wichtig ist die Wahrheit zu sagen. Er nimmt in diesem Buch eine größere Rolle ein. Dies fand ich sehr schön und noch viel schöner fand ich, dass die Liebesbeziehung mit Vicky zu keiner Zeit kitschig oder affektiert wirkte.
Von den restlichen Charakteren kann ich eigentlich gar niemanden mehr besonders herauspicken, denn ich liebe sie alle.
Vickys gesamte Familie ist einfach nur grandios, verrückt und absolut liebenswert.
Und auch Vickys beste Freundin Pauline und Konstantins bester Freund Nikolas und ihr ewiges Gezanke ist einfach erfrischend.
Super finde ich, dass auch die Geschichten von Vickys Mutter oder ihrer Tante Polly weiter vorangetrieben werden.

Was die Vorhersehbarkeit in diesem Buch angeht muss ich leider sagen, dass ich alle Überraschungen (bis auf eine) schon lange Zeit vorausgeahnt habe. Mittlerweile weiß ich auch schon, warum Vicky in Parallelwelten springen kann. Ich bin mir aber sicher, dass gerade die jüngeren Leser dies noch nicht so leicht durchschauen können wie ich.

Gut gefallen hat mir, dass wir in diesem zweiten Band ein neues Parallel-Ich von Vicky kennenlernen. Ich fand es ausgesprochen gut, eine total andere Parallel-Vicky kennenzulernen als noch in Band 1. Von daher freue ich mich schon auf Vicky Nummer 3 im nächsten Buch.

Fazit:
Ein zuckersüßer Mittelband, der mich trotz kleinerer Anfangsschwierigkeiten überzeugen konnte. Mädchen im Teenageralter werden mit diesem Buch ihre wahre Freude haben und auch ich fühlte mich in meine Teenezeit zurückversetzt. Ulkige Charaktere, lustige Dialoge und die erste Liebe mit all ihren Ängsten und Sorgen machen dieses Buch lesenswert.
Daher gibt es von mir 4 von 5 Hörnchen.