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Veröffentlicht am 15.09.2016

Konnte leider nicht so überzeugen wie erhofft

Verbotene Frucht
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Die Protagonisten um die es geht sind Evangeline (Eve) Hollis, Alec Cain und Reed Abel. Eve, die Aufgrund eines atemberaubenden Moments, nun gezwungen ist als Dämonenjägerin zu arbeiten, versteht die Welt ...

Die Protagonisten um die es geht sind Evangeline (Eve) Hollis, Alec Cain und Reed Abel. Eve, die Aufgrund eines atemberaubenden Moments, nun gezwungen ist als Dämonenjägerin zu arbeiten, versteht die Welt nicht mehr. Als wäre das nicht schon genug, taucht Cain und mit ihm Abel auf. Cain, der sie nach ihrem ersten Mal vor genau 10 Jahren, hat sitzen lassen und Abel der sie nun in ihre, scheinbar ausweglose Situation gebracht hat. Denn Abel ist Eves neuer Chef und ein Engel. Er erteilt Eve ihre Aufgaben und muss im Gegenzug dafür sorgen, dass ihr nichts zustößt. Doch auch Cain hat ein Wörtchen mitzureden, da er Eves Mentor ist. So bleibt den dreien nichts anderes übrig, als zusammen zu arbeiten, auch wenn die beiden legendären Brüder aus der Bibel, nicht gut aufeinander zu sprechen sind.

Ich liebe es Paranormal Romance zu lesen und habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Bisher kannte ich Sylvia Day nur durch ihre "Crossfire" Reihe, die ich selbst jedoch noch nicht gelesen habe und rechnete daher auch hier mit sehr viel Erotik und Spannung.
Beides blieb jedoch aus.

Die Charaktere sind mir persönlich zu Oberflächlich gezeichnet und nehmen einen nicht mit auf ihre Reise. Man bekommt einen Einblick in Eves Persönlichkeit und das war es dann auch schon. Das was vor 10 Jahren mit Alec passiert ist, nimmt sie heute gar nicht mehr mit und man fragt sich, ob sie nur so hart tut oder ob es ihr wirklich nicht so zu Herzen geht. Denn als er plötzlich, kurz vor ihrer Verwandlung bei ihr auftaucht, scheint alles vergessen zu sein und sie fangen da an, wo sie damals aufgehört haben.
Eve macht einen toughen, Selbstbewussten Eindruck und weiß was sie will. Gefühle scheinen ihr in erster Linie weniger wichtig zu sein, auch wenn oft betont wird, dass sie sich einen stinknormalen Job wünscht, eine Familie und genau 2 1/2 Kinder. Alec dagegen tut es leid, dass er sie in ihre missliche Lage gebracht hat und versucht ihr dabei zu helfen, ihr Kainsmal, das sie als Dämonenjägerin auszeichnet, loszuwerden. Seine Gefühle ihr gegenüber sind da deutlicher zu spüren und dennoch bleibt ein Funkenregen aus.

Das Buch beginnt wirklich spannend und auch der Schreibstil lässt einen sofort ins Buch eintauchen, doch dann macht die Geschichte einen gewaltigen Sprung in die Vergangenheit und ab da baut auch die Spannung ab. Die Grundstory bezieht sich auf die biblische Geschichte von Kain und Abel und auch weitere Vergleiche und Bezüge zur Bibel sind vorhanden, was ich zwar sehr gelungen, aber manchmal auch verwirrend fand. Es wird Seitenlang erklärt wie und warum Eve verwandelt wurde, was das alles mit Cain und Abel zu tun hat und was nun Eves Job sein wird. Es war einfach zu viel von allem und es gab eine regelrechte Informationsflut, bei der ich selbst nicht immer so ganz durchblicken konnte. Erst zum Ende des Buches hin, kam wieder ein wenig Spannung auf, war jedoch auch genauso schnell wieder verflogen. Bis auf die ersten drei Kapitel und zwischendurch ein zwei Zeilen, blieb auch die Erotik gänzlich auf der Strecke, was für mich sehr unüblich bei dieser Art von Büchern ist. Auf mich wirkte das Buch wie eine Art Vorgeschichte zur eigentlichen Reihe und daher werde ich dem zweiten Buch " Geliebte Sünde" noch eine Chance geben und hoffe dort auf mehr Spannung, Erotik und Nervenkitzel.

Das Cover passt perfekt zum Inhalt des Buches. Denn das darauf abgebildete Triquetra Symbol steht hier für die Dreifaltigkeit, als auch für die Ewigkeit und stellt das Kainsmal dar, mit dem Eve gezeichnet wurde. Auch der Titel "Verbotene Frucht" bezieht sich auf Eve, da sie die Versuchung in Form eines Apfels (wieder ein Bezug zur Bibel) darstellt, von dem Cain gekostet hat und somit Eve verdammt hat, den Abschaum der Welt zu jagen.

Fazit:
Man sollte von diesem Buch, das der Auftakt zu Sylvia Days neuer Trilogie ist, nicht zuviel erwarten. Die Grundstory und der Schreibstil sind gelungen, können jedoch nicht mit der versprochenen Spannung und Erotik aufwarten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Zwischen Liebe und Vernunft

The Wild Ones
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Cami liebt ihre Familie über alles und freut sich darauf, ihre Semesterferien zuhause auf der Ranch, zu verbringen. Gleich am ersten Abend lässt sie es mit ihrer besten Freundin Jenna und ihrem Freund ...

Cami liebt ihre Familie über alles und freut sich darauf, ihre Semesterferien zuhause auf der Ranch, zu verbringen. Gleich am ersten Abend lässt sie es mit ihrer besten Freundin Jenna und ihrem Freund Brent in ihrem Stammlokal krachen und entdeckt zwei wundervolle blaue Augen, die es sich nicht nehmen lassen, sie sofort in ihren Bann zu ziehen. Doch das ist so gar nicht das was Cami im Moment gebrauchen kann. Schließlich ist sie doch glücklich mit Brent und hat sich fest vorgenommen in den Ferien mehr über das Familienunternehmen zu lernen. Aber wer ist der Fremde der Cami nicht mehr aus dem Kopf geht und sie selbst ihren Freund vergessen lässt?

M. Leighton hat hier eine wirklich knisternde und vor allem spannende Lovestory geschrieben, die den gewissen Nervenkitzel versprüht. Dennoch konnte sie mich nicht ganz so fesseln, wie ich es erwartet hatte. Schon im ersten Kapitel war ich in der Geschichte und auch das Prickeln zwischen den Protagonisten war von Beginn an, zu spüren. Ich wusste bis dato nichts über die Cami oder Trick, außer das Trick auch mich, nach so einem Aufeinandertreffen, verwirrt zurück gelassen hätte.
Nachdem ich Camis Freund Brent kennen lernen durfte, stand für mich schnell fest, er ist nicht nur Trick, sondern auch mir ein Dorn im Auge und muss weg. Denn die Geschichte um Trick und Cami ist wirklich sehr vielversprechend und hat Potential für eine romantische Liebesgeschichte, in der Brent wie ein Störfaktor wirkt.
Cami ist, obwohl sie in gutem Hause aufgewachsen ist und es ihr wirklich an nichts fehlte, zu einer wirklich bezaubernden und bodenständigen jungen Frau herangewachsen, die sogar ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrem Vater teilt und bereit ist, am Familienunternehmen teilzuhaben. Trick jedoch ist nicht so gut behütet aufgewachsen und schon gar nicht in Wohlstand und hatte es daher alles andere als leicht. Das ist unter anderem auch ein Grund dafür, dass er sein Studium unterbricht und zurück nach Hause kommt, um für seine Mutter und seine kleine Schwester zu sorgen. Und wie es der Zufall so will, ist seine neue Arbeitsstelle ausgerechnet auf der Ranch, die Camis Vater gehört.
Das Aufeinandertreffen der beiden war schon toll, aber noch begeisterter war ich von ihren weiteren Treffen. Die Geschichte hatte ein wundervolles Tempo und Cami und Trick näherten sich nur langsam an, was das ganze sehr realistisch und normal wirken ließ. Auch die Beziehung zu Brent hat die Autorin gut dargestellt und ich konnte mich super in Cami hineinversetzen. Wer möchte schon eine Beziehung die auf Gewohnheiten basiert und dem eigenen Vater perfekt erscheint, obwohl man nicht mehr glücklich ist?
Auch wenn Camis Mutter zwischendurch nur kurz erwähnt wird, spielt ihr Vater eine tragende und mir anfangs etwas unsympathische Rolle in der Geschichte. Er scheint zwei Gesichter zu haben. Zum einen ist er der harte Geschäftsmann, zum anderen aber auch der verständnisvolle Vater, der jedoch nicht ganz aus seiner Haut kann und nur seine Tochter beschützen will.
Man merkt schnell das M. Leighton in diesem New Adult Roman das Augenmerk nicht auf erotische Szenen gelegt hat, sondern viel stärker auf Gefühle und Charaktere eingeht und es ihr mehr um die persönliche Entwicklung der Protagonisten geht.
Die mir übrigens sehr gut gefallen hat, wenn ich mir auch ein etwas anderes Ende gewünscht hätte. Denn es war, wenn auch nicht ganz das Happy End auf das ich gehofft habe, ein für die Story sehr passendes Ende.
Lediglich mit dem Schreibstil konnte ich nicht sofort warm werden und musste mich erst einmal einlesen.

Fazit:
Für mich ist es daher leider nur ein solider New Adult Roman, der mich jedoch nicht so fesseln konnte, wie es andere Bücher dieses Genres getan haben. Mich konnten die Protagonisten emotional nicht so packen und mitreißen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Veröffentlicht am 19.07.2017

Konnte mich leider nicht überzeugen..

The Club – Flirt
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Was tun, wenn man etwas völlig unverbindliches für eine Nacht sucht? Genau man meldet sich bei einer sündhaft teuren Dating Agentur an. Das denkt sich auch der überaus attraktive Jonas. Ihm ist eine Frau ...

Was tun, wenn man etwas völlig unverbindliches für eine Nacht sucht? Genau man meldet sich bei einer sündhaft teuren Dating Agentur an. Das denkt sich auch der überaus attraktive Jonas. Ihm ist eine Frau nicht genug, doch dann trifft er auf Sarah und plötzlich steht seine Welt Kopf. Die hübsche Latina entspricht doch eigentlich gar nicht seinem Beuteschema oder etwa doch?

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht und das auf mehr als eine Weise. Ich hatte nämlich mit einem einfachen New Adult Roman gerechnet. Heißer Firmenchef trifft auf junge, eher unscheinbare Studentin und gemeinsam erleben sie "das" erotische Abenteuer. Soweit so gut, doch Lauren Rowe hat um diese nicht ganz so überraschende Handlung, einen vielversprechenden Spannungsbogen gezogen, den ich wirklich gut fand.
Obwohl die Beziehung zwischen den Protagonisten im Mittelpunkt steht, kommt auch "The Club" nicht zu kurz. Und diese Geschichte fand ich wirklich interessant, da sich doch mehr hinter Sarahs Arbeitgeber verbirgt, als ich vermutet habe.
Leider blieb dabei die Tiefe der Protagonisten ein wenig auf der Strecke. Klar, jeder hat sein Päckchen im Leben zu tragen und auch wenn Jonas Päckchen ein wenig schwerer ist, fehlte mir das gewisse Etwas. Sarahs Charakter war ebenfalls nicht wie erwartet. Sie weiß, dass sie mit den Klienten des Clubs keinen Kontakt aufnehmen darf und dennoch antwortet sie Jonas prompt und das sehr explizit. Auch wenn die Geschichte gut geschrieben war, konnten mich die Protagonisten leider nicht wirklich auf ihre Reise mitnehmen und das fand ich wirklich schade, da ich es mir erhofft hatte.
Zudem waren wirklich sehr viele erotische Szenen vorhanden, die mich aber nicht völlig überzeugen konnten. Ich mag keine Bettgeschichte lesen in der es zur Sache geht und sie ihm dann plötzlich das komplette Gesicht abschlabbert. Das musste wirklich nicht sein.
Dennoch bin ich gespannt auf die weiteren Bücher der Reihe, da mich der Plot um The Club wirklich neugierig gemacht hat und ich nun wissen möchte, was es damit noch auf sich hat. Auch wenn ich nicht glaube, dass die Liebesbeziehung zwischen Jonas und Sarah nichts Besonderes mehr mit sich bringen wird, werde ich der Geschichte noch eine Chance geben.

Wenn man über einige kleine Dinge hinweg sieht und einiges unrealistisch dargestellt wird, bekommt man einen Spannenden Krimi-Anteil geboten, der mich unerwartet packen konnte.