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Veröffentlicht am 13.04.2020

Trefft die bewaffneten Detektive

Bungo Stray Dogs 01
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Inhalt:
Atsushi Nakajima, 18 Jahre alt, hat leider nicht viel Glück im Leben. Scheinbar ohne jeglichen Grund wird er eines Tages aus dem Waisenhaus rausgeschmissen, worauf hin er erst einmal eine Zeitlang ...

Inhalt:
Atsushi Nakajima, 18 Jahre alt, hat leider nicht viel Glück im Leben. Scheinbar ohne jeglichen Grund wird er eines Tages aus dem Waisenhaus rausgeschmissen, worauf hin er erst einmal eine Zeitlang ohne Essen oder Trinken in der Gegend herumirrt. Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, wird er auf einmal von einem Tiger verfolgt. Kurz vor dem Verhungern und am Ende seiner Kräfte trifft er auf Osamu Dazai, einen selbsternannten Selbstmordfanatiker (der natürlich auch erst einmal aus dem Hafenbecken gezogen werden muss), der zufälligerweise Mitglied einer Organisation ist, die sich selbst die "bewaffneten Detektive" nennt. Diese Detektei der besonderen Art übernimmt die Fälle, die jenseits der Kompetenz (oder auch der Vorstellungskraft) der örtlichen Polizei liegt. Wie der Zufall so will, ist auch diese derzeit mit der Suche nach einem Tiger beschäftigt...

Persönliche Meinung:
Bungou Stray Dogs ist eine außergewöhnlich Geschichte, die vor allem mit ihrer Einzigartigkeit punkten kann. Trotz der massiven Ladung an Informationen die man bekommt (es gibt beinahe keine Seite auf der nicht nicht irgendeine Anmerkung gemacht wird) und, dass man zumindest den Hauch einer Ahnung von Literatur haben sollte (das ist zwar nicht zwingend notwendig, man versteht die Geschichte auch ohne, aber das Wort "bungou" im Titel, weißt darauf hin, dass es hier Autoren eine Rolle spielen; es ist lustiger, wenn man sich ein wenig schlau macht), wird einem nicht langweilig.
Die Geschichte selbst mag zunächst einmal relativ verwirrend erscheinen und es ist auch zugebener Maßen nicht leicht (gerade als Anfänger), den Überblick zu behalten. Aber überwindet man diese Grenze, wird man in eine fabelhafte Welt eingeführt, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Geschichte lebt durch ihre Drehungen und Wendungen, durch die Personen, die in ihr agieren, durch ihr toll inszeniertes Setting und ihren genau darauf abgestimmten Zeichenstil. Würde auch nur eines dieser Elemente fehlen, würde dem Manga ein großer Teil verloren geben.
Besonders beeindruckend sind dabei die Charaktere. Jeder Charakter der in die Geschichte eingeführt wird kommt nicht nur mit einem eigenen ganz speziellen Design, sondern auch mit von Grund auf komplett verschiedenen, individuellen Persönlichkeiten, Hintergrundgeschichten, Motiven und Zielen. Zusätzlich trägt (beinahe) jede Figur den Namen eines berühmten (zumeist japanischen) Autors und verfügt zudem über einzigartige übernatürliche Kräfte, die genau auf die Autorennamen abgestimmt sind. Selten (ich würde beinahe sogar sagen, in dem Ausmaß habe ich das noch nie gesehen) wird Charakterpotenzial so sehr ausgeschöpft wie hier.
Das gleiche gilt für die Zeichnungen. Diese sind nicht nur ungewöhnlich detailliert, sondern strahlen auch durch ihren einzigartigen Stil einen gewissen Charme aus, der Lust auf mehr macht und der sowieso schon genialen Geschichte das gewisse Extra verleiht. Das Pacing der Seiten ist gut und sorgt für eine gute und leichte Lesbarkeit, trotz der übermäßigen Textmenge.

Fazit:
Im Endeffekt kann man jedem, der bereits ein oder zwei Manga-Serien in seinem Leben gelesen hat diesen hier nur ans Herz legen. Das Lesen erfordert zwar etwas Mühe, aber wird am Ende definitiv mit einer tollen Geschichte und einzigartigen Charakteren belohnt. Es ist für jede Gattung älterer Leser irgendetwas dabei, das zum weiterlesen anregt (Sei es Action, Crime, Comedy, besonderes Interesse an Hintergrundgeschichten oder was auch immer). Es ist nicht möglich hier vom Inhalt auf die Geschichte zu schließen (warum das so ist weiß man leider nur, wenn man's gelesen hat). Trotzdem gibt es bestimmt wenig, das so gut ist, wie das hier.

Gesamtbewertung:
4 1/2 von 5 Sternen (wegen des erhöhten Leseaufwands)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2019

Erfrischender Sommerroman

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Inhalt:
Nele Wilkens hat ein Problem mit Männern. Wie ihre Mutter scherzhaft sagt, "laufen sie ihr davon". Deshalb ist es nicht weiter überraschend, dass sie nach ihrer jüngsten Trennung endgültig einen ...

Inhalt:
Nele Wilkens hat ein Problem mit Männern. Wie ihre Mutter scherzhaft sagt, "laufen sie ihr davon". Deshalb ist es nicht weiter überraschend, dass sie nach ihrer jüngsten Trennung endgültig einen Schlussstrich unter das Thema ziehen will. Passenderweise bekommt sie in dieser turbulenten Zeit endlich einen Job in der PR-Agentur ihrer Träume, auf den sie so lange hingearbeitet hat. So weit, so gut. Aber natürlich läuft nicht alles so glatt, wie man immer denkt oder gerade WENN man denkt. Es kommt wie es kommen muss: Nele verliebt sich Hals über Kopf in ihren neuen Chef Claas Mauriens, ihr an Trisomie 21 erkrankter Bruder Lenny will auf einmal auf eigenen Füßen stehen und ihre Eltern wollen nach 30 Jahren Ehe heiraten. Außerdem steht eine große Kampagne für einen unbekannten Politiker an, der Bürgermeister werden will. Und das alles auf einmal. Ob Nele das durchsteht?

Meine Meinung:
"Meistens kommt es anders, wenn man denkt" ist auf vielen Ebenen der perfekte Sommerroman für zwischendurch.
Das Buch steht und fällt meiner Ansicht nach mit dem Schreibstil. Locker, flockig und mit Humor entführt Petra Hülsmann uns mit ihrer entspannten Art ins wunderschöne Hamburg an der Elbe. Dort erleben die Charaktere viele schöne, aber auch dramatische Stunden miteinander. Aber selbst wenn die Szenen einmal ernster werden, wird das ganze immer durch die umfassenden Landschaftsbeschreibungen und den subtilen Humor etwas aufgelockert, was die Geschichte sehr lesenswert macht.
Was allerdings wirklich erstaunlich ist, ist die Menge an Themen, die in diesem einen Roman untergebracht wird, ohne diesen zu überladen. Klar, wie man an dem Klappentext ziemlich gut erkennen kann, erzählt die Autorin in erster Linie eine Liebesgeschichte (die mal nebenbei bemerkt zu den besseren ihres Genres gehört). Dennoch ist das nicht das einzige Thema, das angesprochen wird. Ein weiterer großer Themenpunkt ist das Down-Syndrom, an dem Neles Bruder Lenny erkrankt ist. Man lernt nicht nur, wie Lenny selbst, sondern auch wie Nele und ihre Familie mit dem Thema umgehen und wie man vielleicht auch selbst damit umgehen sollte. Allein dadurch bekommt der Roman eine gewisse Tiefe und Vielschichtigkeit. Aber auch andere Nebenthemen wie Freundschaft und Familie oder Politik auf regionaler Ebene kommen nicht zu kurz.
Weiterhin fasziniert mich die Natürlichkeit des Romanes. Nichts davon (nicht einmal die Liebesgeschichte mit Claas) wirkt zu aufgesetzt. Es gibt (beinahe) keinen Charakter im Buch, den man nicht gerne kennenlernen würde (ich würde gerne mal was mit Knut auf dem Kiez trinken gehen XD) und jeder kommt auf seine Kosten. Außerdem bemerkenswert ist die Tatsache, dass zwar jeder mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat, aber alle immer zueinander halten und sich nach Kräften unterstützen.

Fazit:
Das Buch spiegelt im Endeffekt das wieder, was es so oft predigt: Wir sollten alle nicht immer "den einfachsten, sondern den landschaftlich schöneren Weg" wählen. Klar, das Buch hat Stellen, die sich etwas in die Länge ziehen, aber das gehört eben auch zum Erlebnis dazu.

Bewertung:
4 1/2 von 5 möglichen Sternen.

Danke für die schöne Geschichte :)

Veröffentlicht am 25.07.2019

Der Beginn einer Legende

Yona - Prinzessin der Morgendämmerung 01
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Der erste Band um die Geschichte der rothaarigen Prinzessin Yona ist der Beginn einer Legende, die hier ihren ihren Anfang nimmt. Wie bei beinahe allen großen Erzählungen ist auch hier die Ausgangshandlung ...

Der erste Band um die Geschichte der rothaarigen Prinzessin Yona ist der Beginn einer Legende, die hier ihren ihren Anfang nimmt. Wie bei beinahe allen großen Erzählungen ist auch hier die Ausgangshandlung dramatisch.

Prinzessin Yona, 15, ist die verwöhnte Tochter des friedliebenden Königs Il und soll einmal die Herrschaft über das Königreich Kouka übernehmen. Aber wie so oft hat das Schicksal andere Pläne. Hier in Form von Yonas Cousin Su-Won, in den sie heimlich verliebt ist. Su-Won hat jedoch ganz andere Pläne, Er plant einen Putsch, um Yonas Vater Il zu stürzen, weil er mit dessen friedlicher, aber ignoranter Politik nicht einverstanden ist. So kommt es dann, dass er König Il in der Nacht zu Yonas 16. Geburtstag blutrünstig ermordet. Nur mit einer Sache hat er nicht gerechnet: Yona sieht das schreckliche Verbrechen mit an. Um ihrem eigenen Tod zu entgehen ergreift sie kurze Hand die Flucht. Dabei steht ihr General Hak, einer ihrer Kindheitsfreunde, treu zur Seite. Mehr schlecht als Recht schaffen sie es tatsächlich aus dem Palast, aber was nun?

Akatsuki no Yona (jap. Originaltitel) ist klassischer Shojo-Manga mit shonenhaften Elementen, der vor allem durch seine Bildgewalt überzeugen kann. Die Story liest sich flüssig, auch wenn sie gerade zu Beginn noch nicht besonders außergewöhnlich zu sein scheint (aber hey, was nicht ist kann ja noch werden). Ich bin sehr gespannt, ob die Geschichte auch in Zukunft halten kann, was sie verspricht. Mein Augenmerk liegt dabei auf der Charakterentwicklung Yonas, aber auch auf dem Fortgang der Story an sich. Beides ist in meinen Augen sehr vielversprechend.

4 von 5 Sternen gibt's von mir und ich werde weiterlesen :)

Veröffentlicht am 18.04.2019

Wie Gold und Schatten

Gold und Schatten
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Um es vorab zu sagen: Eigentlich meide ich Fantasy-Bücher mit vorprogrammierter Liebesgeschichte grundsätzlich. Der Grund, warum ich dieses Werk trotzdem in die Hand genommen habe, ist, dass mir die Leseprobe ...

Um es vorab zu sagen: Eigentlich meide ich Fantasy-Bücher mit vorprogrammierter Liebesgeschichte grundsätzlich. Der Grund, warum ich dieses Werk trotzdem in die Hand genommen habe, ist, dass mir die Leseprobe gut gefallen hat und die Renzensionen auf allen Portalen grundsätzlich in Ordnung waren.

Nun ein bisschen etwas über das Buch. Zunächst einmal ist es wesentlich dicker, als es aussieht. Das liegt an dem dünnen Papier, auf dem es gedruckt ist (Vorsicht! Kann leicht reißen!) Es umfasst insgesamt ganze 541 Seiten, gedruckt in großer Schrift und hat immerhin einen ganzen Tag zum Durchlesen gebraucht.

Kurz zum Inhalt: Eigentlich relativ klassisch. Diplomatentochter Livia Estelle McKenzie, frisch 16 Jahre alt geworden, zieht mit ihrer Familie nach Paris. Auf einer Tour durch die Katakomben lernt sie den attraktiven, charmanten Maél Anjou kennen. Es kommt wie es kommen muss. Livia verliebt sich Hals über Kopf, was ihr sowieso im Moment schon unübersichtliches Leben komplett durcheinander wirft. Und es wird nicht besser. Neben ihrer neuerdings vorhandenen Kraft, mit Pflanzen reden zu können, verhält Maél sich zunehmend seltsamer, je näher Livia ihm kommt. fühlt er nicht dasselbe wie sie? Normalerweise kann das (gerade in Fantasy Büchern) nur zwei Dinge bedeuten: Erstens, Maél hat Ärger am Hals oder zweitens, er bedeutet welchen. Was von beiden denn der Fall ist, wird sich noch zeigen. Wie immer spielen auch Geheimnisse eine große Rolle.

So einfach, so gut. Der doch relativ nichtssagende Name des Buches ergibt auf allen Ebenen Sinn. Es geht tatsächlich um nicht anderes als Gold und Schatten. Der Leser wird hier in die Welt der Götter entführt. Wer einmal Percy Jackson gelesen hat, wird hier deutlich überrascht werden. Denn es hat rein gar nichts davon. In dieser Hinsicht hat mir das Buch sehr gut gefallen. Diese "Neuinterpretation" des Übernatürlichen ist sehr gut gelungen. Außerdem hat die Darstellung der Orte, vor allem der Katakomben, viel zu der Stimmung des Buches beigetragen.

Nun zu den Charakteren. Unsere Hauptperson Livia ist mal abgesehen von ihren Pflanzenfähigkeiten ein ziemlich durchschnittliches Mädchen. Obwohl sie tatsächlich etwas oberflächlich ist und gerade zu Beginn wenig vielschichtig, kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen. Ja, sie ist sehr naiv, ja, sie hat eine ausgeprägte Schwäche das Wesentliche zu erkennen, obwohl es direkt vor ihren Augen stattfindet. Aber all das ist vollkommen in Ordnung, denn: Sie ist verliebt. Jedes Mädchen, das schon einmal bis über beide Ohren verschossen war, kennt dieses "Dämliche Grinsen" von dem immer gesprochen wird und tendiert dazu, Dinge zu vernachlässigen. Schön ist aber trotzdem Livias Charakterentwicklung. Den Göttern sei Dank wird sie zumindest etwas ernsthafter und verliert ein kleinwenig von dieser Naivität. Sie denkt etwas tiefer und wird etwas vorsichtiger. Dennoch kann gerade hier noch viel vorhandenes Potenzial ausgeschöpft werden.
Maél, was soll man sagen. Er ist der typische Bad Boy, wie er im Buche steht, auch wenn das bei ihm nicht gekünstelt wirkt. Mein großes Problem ist einfach, dass der Leser ihn nur aus Livias verliebten Augen wahrnimmt, die dazu tendieren, alles doch etwas zu beschönigen. So traurig es ist: Um mehr über Maél sagen zu können, muss die Fortsetzung her.

Zusammenfassung: Der Leser bekommt hier die volle Dröhnung an Liebesromanze ab. Das umschließt verliebte Blicke, anzügliche Gedanken und zugegebenermaßen auch ein paar gekünstelte Romantikszenen. Daneben steckt eine Geschichte, die zwar nicht sehr tief gehend und ausgefuchst ist, aber dafür sehr unterhaltsam ist und Lust auf mehr macht. So gesehen hat das Buch seine Aufgabe in meinen Augen sehr gut erfüllt.

Dafür gibt es von mir mit beiden Augen zugedrückt vier Sterne.
Danke an die Autorin dafür, dass sie diese Geschichte erzählt.

Veröffentlicht am 21.03.2019

Tiger und Drache

Toradora! 01
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Gut, fangen wir einmal von vorne an. Toradora! ist die Geschichte von Ryuji und Taiga, die sich vom ersten Augenblick an überhaupt nicht ausstehen können. Dennoch haben beide mit demselben Problem zu kämpfen: ...

Gut, fangen wir einmal von vorne an. Toradora! ist die Geschichte von Ryuji und Taiga, die sich vom ersten Augenblick an überhaupt nicht ausstehen können. Dennoch haben beide mit demselben Problem zu kämpfen: Beide sind in den besten Freund des jeweils anderen verliebt!
Während die vorlaute Taiga, die vor allem mit ihrer Größe zu kämpfen hat und von allen scherzhaft als "Minitiger" bezeichnet wird, versucht bei Ryujis bestem Freund zu landen, passiert ihr ein Missgeschick nach dem anderen. Irgendwann entschließt sich Ryuji dazu ihr zu helfen. Aber nicht etwa aus Mitleid (doch, vielleicht ein ganz klein wenig), sondern, weil ihm Taiga andernfalls keinerlei Gelegenheit gibt, mit ihrer besten Freundin zu flirten.
Somit entsteht eine gezwungene Zwangsgemeinschaft, die nicht nur daraus besteht, erfolgreiche Dating-Strategien zu entwickeln. Vielmehr müssen beide erst einmal lernen zugunsten aller, miteinander auszukommen.

Toradora! ist eine durchaus niedliche Geschichte. Der klassische Shojo-Manga kann in meinen Augen vor allem mit seinen Charakteren punkten. Auffällig ist, dass die klassische Rollenverteilung hier einmal komplett verdreht wurde. Der männliche Hauptcharakter Ryuji ist ein fürsorglicher Charakter. Er lebt mehr oder weniger in einer Baracke und organisiert sein Leben größtenteils selbst, da seine Mutter aufgrund ihres Jobs dazu nicht in der Lage ist. Bereits vom Anfang der Geschichte an beweist er großes Mitgefühl für seine Mitmenschen und sorgt sich aufrichtig um alle.
Trotz seines freundlichen Wesens ist sein einziger und damit auch bester Freund der Klassensprecher. Der Grund dafür ist einfach: Ryuji wurde mit einem Handicap geboren. Egal wie er drauf ist, er hat den Blick eines Gangsters (seines Vaters übrigens). Deshalb wird er von seinen Klassenkameraden (vor allem von den Mädchen!) kategorisch gemieden.

Dennoch ist Ryuji bei weitem nicht die gefürchtetste Person der elften Klasse. Diesen Posten beansprucht die kleine ganze 1,45m große Taiga für sich. Im Grunde ist sie das komplette Gegenteil von Ryuji. Sie ist ungezogen, laut, unordentlich und tendiert dazu ihre Probleme mit Gewalt zu lösen. Hinter ihrer kecken Fassade lauert aber weitaus mehr.

Die Zeichnungen von Toradora! unterstützen den Inhalt perfekt. Sie haben exakt die richtige Mischung aus Witz, Charme und zeitlosem, modernen Stil. Was allerdings stört ist die zugegebenermaßen extreme Textmenge, die einen großen Teil der Zeichnungen verdeckt. Auf den ersten Blick wirkt der Manga gerade dadurch sehr chaotisch und unübersichtlich. Nach kurzer Eingewöhnungszeit relativiert sich dieses Problem aber. Trotzdem ist der Manga wenig anfängergeeignet. Fans vom Genre kommen dafür umso mehr auf ihre Kosten. Toradora besitzt viel Witz und Charme.

Von mir gibt es dafür großartige 4 von 5 Sternen.

Viel Spaß beim Lesen <3