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Janine2610

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2018

Als Enthüllungsjournalist lebt es sich nicht ganz ungefährlich.

Der verbotene Liebesbrief
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Was für ein hinreißender Roman! - Ich bin immer noch völlig hin und weg davon. Lucinda Riley hat hier mal wieder hervorragend bewiesen, dass sie es einfach kann: Schreiben!! Ich habe bisher alle ihre Bücher ...

Was für ein hinreißender Roman! - Ich bin immer noch völlig hin und weg davon. Lucinda Riley hat hier mal wieder hervorragend bewiesen, dass sie es einfach kann: Schreiben!! Ich habe bisher alle ihre Bücher gelesen, aber an keinem habe ich so sehr gehangen, keines fand ich bis jetzt spannender. Die Geschichte um ein Komplott rund um das englische Königshaus hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Genau genommen hänge ich immer noch ein bisschen drin, weil ich die Geschehnisse weiterhin "verarbeiten" muss.

~ Das Problem mit uns Menschen ist, dass wir Angst vor jeder Veränderung haben und sie deswegen scheuen wie die Pest. ~
(S. 34)

Wer annimmt, dass man als Enthüllungsjournalist ein aufregendes und spannendes (Berufs)leben führt, hat Recht. Allerdings ist es in Joannas Fall zusätzlich gefährlich. Was sie auf diesen 649 Seiten alles mit- und durchmachen muss, ist alles andere als leicht. Hätte sie sich doch nur nie in diese Sache mit dem ominösen Brief und der geheimnisvollen alten Dame verstricken lassen. Aber wer konnte denn auch ahnen, dass ein paar so harmlos wirkende Dinge und Tatsachen einen solchen Rattenschwanz an Problemen und Schwierigkeiten nach sich ziehen würde? Niemand. Und Joanna hätte viel früher mit ihren Recherchen aufhören sollen. Dass das noch richtig gefährlich werden würde, hat niemand erwartet, auch ich bin nicht von solch einer Gefahr ausgegangen ...

Man merkt schon: hierin ist reichlich Stoff vorhanden, der es zu fesseln schafft! Außerdem gelingt es Riley wunderbar zu überraschen und zu schockieren. Nicht nur das Geheimnis, das der Geheimdienst um jeden Preis vertuschen möchte, hat mich am Ende umgehauen ... auch der eine oder andere Todesfall ließ mich nicht mehr los. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben. Nicht nur einmal habe ich mir gedacht: "Nein, das kann Riley doch jetzt nicht wirklich bringen!?".

~ »Aber ... sie ist sehr still. So habe ich sie noch nie erlebt. Die ganze Sache mit diesem jungen Mann hat ihr wirklich den Boden unter den Füßen weggerissen.« ~
(S. 507)

Anders als in Rileys bisher in Deutsch erschienen Romanen wirkt "Der verbotene Liebesbrief" also wie ein Krimi. Jedoch sind Krimi-Elemente nicht das einzige, das hierin zu finden ist, nein, selbstredend hat die Autorin die Liebe nicht zu kurz kommen lassen: Die Protagonistin Joanna erfährt in dieser Hinsicht nämlich so einiges an scheinbaren Ungerechtigkeiten und weil ich sie gleich zu Beginn so liebgewonnen habe und außerordentlich sympathisch fand, litt ich im Laufe der Geschichte mit ihr. Eine zweite Liebesgeschichte, in der ein Charakter des Königshauses involviert ist, und die ebenfalls durch und durch verfolgenswert ist, rundet das Ganze perfekt ab und sorgt für zusätzlichen Lesegenuss.

~ Die Liebe lässt uns die tollkühnsten - und oft auch törichtsten - Entscheidungen treffen. ~
(S. 595)

Das Ende der Geschichte ist überaus überzeugend, für mich aber leider nicht gänzlich zufriedenstellend, denn irgendwie schreit es geradezu nach einer Fortsetzung ... ;)

Veröffentlicht am 12.03.2018

Wie ein Missverständnis alles zerstören kann ...

Die Sommer mit Lulu
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»Die Sommer mit Lulu« war eines der Bücher, auf die ich mich schon sehr gefreut habe, denn die Buchrückseite, auf der geschrieben steht, dass es sich um eine tragische, doppelte Liebesgeschichte handelt ...

»Die Sommer mit Lulu« war eines der Bücher, auf die ich mich schon sehr gefreut habe, denn die Buchrückseite, auf der geschrieben steht, dass es sich um eine tragische, doppelte Liebesgeschichte handelt (die rückwärts erzählt wird), hat mich ziemlich neugierig werden lassen. Hinzu kommt der Faktor, dass die Kulisse das "betörend schöne, unentdeckte Mallorca" sein soll - dies hat mir natürlich zusätzlich große Lust auf den Roman gemacht.

Der Beginn ist dann auch noch recht spannend, denn es passiert ein Unglück, das die Neugier beim Leser entfacht: Die beiden (scheinbaren) Protagonisten Lulu und Gerald, die vor fast 60 Jahren kurz miteinander verheiratet waren und sich in all der Zeit auf der kleinen Insel Mallorca ziemlich erfolgreich aus dem Weg gehen konnten, treffen 2005 auf den Klippen, auf denen Lulu ein kleines Strandhotel führt, wieder aufeinander und dort passiert es: sie beginnen zu streiten, rutschen ab und stürzen in die Tiefe. Auf diese tragische Weise kommen die beiden ums Leben.

Dieser Unfall ist gleichzeitig der Startschuss für den rückwärts erzählten Bericht aus den vielen Jahren, bevor es zu diesem Unglück kam. Als Leser stellt man sich selbstverständlich die Frage, was zwischen Gerald und Lulu 1948 vorgefallen ist, warum sie nur so kurz verheiratet waren und wodurch sich all der Hass und die Ablehnung entwickelt haben. Das, was damals geschehen ist, muss ungeheuerlich gewesen sein, ansonsten kann ich mir diese jahrzehntelange Distanz und das Schweigen nicht erklären ... An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die Auflösung am Ende, von der ich mir wirklich viel erwartet habe, nicht gut fand. Es schien alles irgendwie auf ein Missverständnis hinauszulaufen, aber eines, das ich als äußerst unglaubwürdig empfunden habe. Da hätte man (der Autor) sich wirklich etwas Besseres einfallen lassen können. Sehr schade.

~ »Ich werde dich glücklich machen, Gerald. Ich werde dich so glücklich machen, wie ich mich jetzt fühle.« ~
(S. 462)

Der weitere Rückwärtsverlauf der Geschichte hat mich dann fast nicht mehr packen können. Von Lulu und Gerald hat man in weiterer Folge auch nicht mehr allzu viel gelesen. Viel mehr hat man dann Aegina (Tochter von Gerald) und Luc (Sohn von Lulu) und deren Geschichten kennengelernt. Und nicht zu vergessen: das absolut uninteressante Getue von irgendwelchen Nebencharakteren. Zwischendurch hat sich der Autor teilweise sehr ausführlich über das Seefahren und Segeln ausgelassen (Peter Nichols ist selbst ein leidenschaftlicher Seefahrer.) und das ist leider absolut nichts, was mich brennend interessiert. Mag schon sein, dass es den einen oder anderen Hobbysegler unter den Lesern von Peter Nichols Buch gibt, aber ich wage zu behaupten, dass dies doch eine recht seltene Leidenschaft ist und somit wahrscheinlich bei kaum einem Leser Anklang findet.

Außerdem fand ich die Protagonistin Lulu und ihren Sohn Luc absolut unsympathisch. Lulu wird als eine dominante, gefühlskalte und unglaublich nachtragende Frau skizziert, die dennoch (unverständlicherweise) der Traum vieler Männer gewesen sein dürfte. Mit ihrem grazilen Äußeren und ihrer jugendlich wirkenden Art verdreht sie als 70-Jährige sogar noch jungen Burschen den Kopf. Ihr Sohn Luc ist da auch nicht viel besser als seine Mutter. Als triebgesteuerter Mann vertut er sich in seinem Leben das, was er sich immer am meisten gewünscht hat: Aegina.

Veröffentlicht am 26.02.2018

Das etwas andere Café

Das Café am Rande der Welt
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Dass sich John auf dem Weg in seinen wohlverdienten Urlaub eines Tages verfahren und irgendwo im Nirgendwo in einem Café wie diesem landen würde, hätte er ganz bestimmt nicht erwartet. Das Café am Rande ...

Dass sich John auf dem Weg in seinen wohlverdienten Urlaub eines Tages verfahren und irgendwo im Nirgendwo in einem Café wie diesem landen würde, hätte er ganz bestimmt nicht erwartet. Das Café am Rande der Welt, oder auch: Das Café der Fragen, ist nämlich alles andere als ein normales 08/15-Café, in dem man zur Stärkung einfach nur ein bisschen was isst und trinkt und dann wieder abdüst. Nein, in Johns Fall stellte dieses Café, bzw. eigentlich die Menschen und die Fragen, mit denen er sich darin beschäftigt hat, einen Wendepunkt in seinem Leben dar.

Dieses Büchlein hat nur 127 Seiten und ich finde, dass jede einzelne davon optimal ausgenutzt wurde. Kein überflüssiges Blabla oder dergleichen. Ziemlich schnell wird man als Leser, sobald John im Café ist, mit den drei Fragen »Warum bin ich hier?«, »Hast du Angst vor dem Tod?« und »Führst du ein erfülltes Leben?« konfrontiert und ab dem Moment merkt man schon, dass diese Fragen das zentrale Thema in diesem Buch sein werden.

~ Wenn ich mir selbst gegenüber ganz ehrlich sein wollte, musste ich zugeben, dass ich mich schon jahrelang fragte, ob es im Leben nicht noch etwas anderes gab als das, was ich kannte. ~
(S. 36)

Was genau bedeutet die Frage »Warum bin ich hier?« und stellt es eine Herausforderung dar, sie sich zu beantworten und in weiterer Folge mit der Antwort etwas anzufangen? Kann man sie überhaupt wieder ignorieren, wenn man sich mit ihr auf einer gewissen Ebene schon auseinandergesetzt hat?
Im Buch steht geschrieben: »Die Menschen begegnen der Frage zu den unterschiedlichsten Zeiten in ihrem Leben. Manche klären sie schon in ihrer Kindheit, einige tun es, wenn sie älter sind, und andere machen es nie.« John macht es JETZT. Und ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich mich selbst durch diese Lektüre auch zum ersten Mal so intensiv mit dem wirklichen Zweck meiner Existenz beschäftigt habe ... Also ja, man kann sagen, dass »Das Café am Rande der Welt« einige wichtige Denkanstöße bietet und den Leser dazu bringt, sich mit sich selbst und seinem eigenen Tun zu befassen.
Den Sinn seines Daseins herauszufinden und das zu tun, was einem Freude bereitet, ist das, was wir alle eigentlich verwirklichen sollten, um erfüllt zu sein. Dass dem aber gar nicht immer so einfach ist, zeigt diese Geschichte und ebenso das Nachdenken darüber.

~ »Warum verbringen wir so viel Zeit damit, uns auf den Zeitpunkt vorzubereiten, zu dem wir tun können, was wir möchten, anstatt es einfach sofort zu tun?« ~
(S. 68)

Für mich persönlich war das Buch sehr wertvoll, um auch mal ein wenig in diese Denkrichtung gestoßen zu werden. Aber ich vermute ganz stark, dass jeder Mensch tief in sich drin den Wunsch hegt, eine Arbeit zu haben, die ihn auch ausfüllt und das nicht ausschließlich geldmäßig ... Alles in allem deswegen ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.
Es dürfte auch autobiografisch sein, denn wie ich gelesen habe, gibt es erhebliche Parallelen zwischen Protagonist und Autor. ;) Das einzige, das ich etwas unheimlich, ja fast schon verstörend fand, war die Tatsache, dass die Kellner/Angestellten des Cafés oft irgendwie Gedanken lesen konnten. (Aber das nur am Rande bemerkt.)

Veröffentlicht am 18.02.2018

Trifft nicht ganz meinen Humor

Kein Y ohne Idylle
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Ich, die bald Krankenschwester wird, habe dieses kleine 69-Seiten-Büchlein von meiner Stiefmutter, die bereits Krankenschwester ist, geschenkt bekommen. Sie wiederum hat es ebenfalls von einer Krankenschwester ...

Ich, die bald Krankenschwester wird, habe dieses kleine 69-Seiten-Büchlein von meiner Stiefmutter, die bereits Krankenschwester ist, geschenkt bekommen. Sie wiederum hat es ebenfalls von einer Krankenschwester erhalten. Dass es sich hierin vorrangig um (witzige?) Anekdoten über die verschiedensten Situationen/Gespräche im pflegerischen Bereich handelt, dürfte eben vor allem für Mitglieder dieses Berufszweigs interessant sein. Manche Anekdoten fand ich sehr fachspezifisch und würde deswegen durchaus sagen, dass es nur Krankenschwestern amüsant finden, es sei denn, jemand anderer kennt sich mit den pflegerischen und medizinischen Fachausdrücken und "Insidern" auch sehr gut aus. Die meisten Anekdoten jedoch fand ich aber auch für Laien in diesem Bereich recht verständlich, weswegen ich die Lektüre nicht ausschließlich Krankenschwestern empfehlen würde.

Dennoch bekommt das Buch von mir keine wirkliche Empfehlung, nicht weil ich den "Wiener Schmäh", der darin zuhauf vorkommt, nicht mag, sondern weil ich in etwa die Hälfte der Anekdoten gar nicht mal so witzig fand.
Vielleicht ist das einfach nicht mein Humor? - Aber ich kann halt nichts Witziges daran finden, wenn der Hintern eines Klassenkollegen, dessen Hose etwas zu tief sitzt, weil er beleibter ist, im Unterricht fotografiert wird, um darüber untereinander zu lachen. Sorry, das ist Mobbing und für mich absolut nicht zu befürworten, niemals. Für mich ist das Zitat von Richard Brinsley Sheridan am Anfang des Buches (Es ist unmöglich, witzig zu sein ohne ein bisschen Bosheit. Die Bosheit eines guten Witzes ist der Widerhaken, der ihn haften lässt.) also völlig unmöglich!

Andere Anekdoten, wie zum Beispiel die über den Kreuzstich von zwei Patientinnen, fand ich noch ganz annehmbar:

~ »Herr Oberarzt? Und wie machen Sie das zur Weihnachtszeit? Wenn Sie Bereitschaft haben und vorher am Christkindlmarkt auf einen Punsch waren?« »Mein lieber junger Kollege! Ich habe in meinem Leben schon so viele Kaiserschnitte durchgeführt, dass ich das mit drei Promille locker auch noch kann!« »Wie beruhigend für die Patientin, Herr Oberarzt. Die Frau hatte übrigens einen Kreuzstich!«, war von der Instrumentaria zu vernehmen. ~
Oder: ~ »Oh mein Gott, is des Kind schiach! So a schiaches Kind hab ich ja no nie g'sehn! Des schaut ja aus wia a Aff.« Die Schülerin traute sich zu sagen: »Ähm, Herr Doktor, die Frau hatte einen Kreuzstich!« Daraufhin der Oberarzt wie aus der Pistole geschossen: »Ma is des liab, des Kind!« ~

Veröffentlicht am 17.02.2018

Die wundersame Heilung des Hardin Scott

After forever
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Wie nicht anders zu erwarten war, geht es auch in Band 4 der After-Reihe heiß her, was das Beziehungs-Chaos von Tessa und Hardin betrifft. Es wird wieder gestritten, sich versöhnt und einander geliebt, ...

Wie nicht anders zu erwarten war, geht es auch in Band 4 der After-Reihe heiß her, was das Beziehungs-Chaos von Tessa und Hardin betrifft. Es wird wieder gestritten, sich versöhnt und einander geliebt, aber auch auf einen großen Cut kann man sich als Leser einstellen - und zwar auf einen wirklich langen, bisher noch nie dagewesenen. Und das will bei Hardin und Tessa was heißen!
Dieser Cut ist allerdings wichtig für beide Protagonisten, besonders aber für Hardin, denn dadurch versteht er endlich, dass dies seine allerletzte Chance ist, sich zu verändern und für Tessa zu einem besseren Menschen zu werden.

~ Es ist unmöglich, Leute zu ändern, die ein festes Bild von sich haben. Man kann sie noch so sehr unterstützen, sie werden ihre niedrigen Erwartungen nicht aufgeben, man kann ihnen noch so viel Liebe geben, aber sie werden ihren Selbsthass nicht vergessen. ~
(S. 112)

Hardins Entwicklung ist in diesem Buch wahrlich die gewaltigste. Er verändert sich so sehr, dass ich es gar ein wenig unglaubwürdig fand. Er begründet seine Veränderung natürlich mit dem Einwirken von Tessa: »Du hast mich zu mir selbst gemacht.«.
Ja sogar als Autor versucht er sich und macht sich doch tatsächlich einen Namen damit. - Wer hätte das gedacht? Im Grunde schreibt er über seine und Tessas Reise nach ihrem ersten Aufeinandertreffen. Und wie heißt sein erstes Buch? - Selbstverständlich »After«. ;)

~ Wir gehören zusammen, das ist eine unbestreitbare Tatsache. ~
(S. 543)

Und was Hardin über seine Bücher sagt, kann man eigentlich generell auf die gesamte After-Reihe anwenden, und weil mir das so gut gefallen hat und ich es einfach als sehr dazupassend empfinde, habe ich es hier zitiert:
»Das ist die Art von Liebesgeschichte, die sich mit echten Problemen herumschlägt. Eine Geschichte, über Vergebung und bedingungslose Liebe, und sie zeigt, wie sehr sich ein Mensch verändern kann, wirklich verändern kann, wenn er sich nur genug bemüht. Diese Geschichte beweist, dass alles heilen kann. Sie zeigt, dass man wenn man jemanden hat, auf den man sich stützen kann, jemanden, der einen liebt und der einen nicht aufgibt, den Weg aus der Dunkelheit finden kann. Sie zeigt, dass man, egal, was für Eltern man hatte und mit welcher Sucht man sich herumschlagen muss, alles überwinden kann, was einem im Weg steht. Und dass man ein besserer Mensch werden kann.«

~ »Wir sind so ein Fiasko«, flüstert sie und hebt den Kopf, sodass wir uns in die Augen sehen können.
»Ein unbestreitbares, wundervoll chaotisches Fiasko.« ~

(S. 544)

Damit hat Hardin meiner Meinung nach vollkommen recht und deswegen hat mich seine starke Veränderung zum Ende hin mit der Geschichte noch vollständig versöhnen können. Ich bin ja so ein kleiner Happy-End-Junkie und all jenen, denen es ebenso geht wie mir, denen kann ich an dieser Stelle verraten, dass man sich auf ein wundervolles, aber vor allem zufriedenstellendes, Ende dieses Bandes freuen kann. Ich bin ja gespannt, was mich dann noch in »Before us« erwartet.