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Veröffentlicht am 21.10.2020

Wild like a River

Wild like a River
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Mit “Wild like a River“ hat Kira Mohn eine neue Buch-Reihe begonnen. Die Geschichte spielt in Kanada und hat mich allein deswegen schon in seinen Bann gezogen, denn das Setting fand ich wirklich traumhaft. ...

Mit “Wild like a River“ hat Kira Mohn eine neue Buch-Reihe begonnen. Die Geschichte spielt in Kanada und hat mich allein deswegen schon in seinen Bann gezogen, denn das Setting fand ich wirklich traumhaft.
Kira hat einen komplett mit auf diese Reise genommen, durch die Beschreibungen, Tiere und vieles mehr, taucht man völlig in die Geschichte ein, als wenn man selbst dabei wäre. Mich hat dies sehr begeistert, denn wenn einem die Landschaft so nah gebracht wird, kann man sich alles bildlich vorstellen.

Worum geht es in der Geschichte genau?
Es geht um Haven die als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks lebt. Sie selbst fühlt sich mit der wilden Natur verbunden. Andere Menschen hingegen verunsichern sie, denn dann weiß sie nie, was sie sagen soll oder wie sie sich verhalten soll. Viele finden sie seltsam. Als sie Jackson begegnet, ist da plötzlich jemand, der all das, was sie bisher erlebt hat, mit ihr teilt. Doch Jackson muss bald zurück in sein eigenes Leben, seine eigene Welt, die für Haven fremd ist.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Haven ist einem sehr sympathisch, auch wenn man schnell merkt, dass sie anders ist. Haven legt nicht viel wert auf teure Dinge und bevorzugt eher das praktische. Jackson hab ich ebenfalls sofort ins Herz geschlossen. Seine Art war so angenehm und das mochte ich einfach. Sein Freund Cayden war zu Beginn ein wenig nervig, während die beiden im Nationalpark unterwegs waren, doch mir hat er später immer besser gefallen, weil man seine andere Seite kennengelernt hat.

Man kam wirklich schnell in die Geschichte rein und die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es kam ohne großes Drama aus und dennoch gab es Höhen und Tiefen. Der Autorin ist es hier sehr gut gelungen, eine schöne, harmonische, romantische Geschichte zu Papier zu bringen. Man ist einfach so durch die Seiten geflogen und es war interessant, zugleich aufregend Haven auf ihre Reise in die Stadt zu begleiten.

Ich muss allerdings auch ein Kritikpunkt loswerden. Havens Reaktionen waren an manchen Stellen sehr unrealistisch. Sie kennt zwar nur das Leben im Nationalpark, aber beim Shoppen gehen in Edmonton weiß sie nicht, dass man eine Jeanshose aus dem Regal nehmen kann, um sie anzuprobieren. Modische Sachen sind für sie komplett fremd, aber selbst im Nationalpark begegnet sie ja Menschen, die sicher anders gekleidet sind als sie selbst, also war es für mich unverständlich. Sicher hatte schickere und modische Kleidung bisher keinen Wert für sie, aber da hätte ich mir eine andere Erklärung gewünscht.

Kira Mohn besticht auch bei diesem Buch wieder mit einem sehr lockeren, leichten und flüssigen Schreibstil. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Durch die liebevoll eingebrachten Details kann man noch besser in die Geschichte eintauchen und erlebt die Reise wirklich mit. Das Cover gefällt mir super gut und ist ein schöner Hingucker.

FAZIT
“Wild like a River“ ist ein sanfter Liebesroman, der einen als Leser mit auf eine wundervolle Reise ins ferne Kanada nimmt. Mit tollen Landschaftsbeschreibungen und authentischen Charakteren hat Kira Mohn wieder ein Wohlfühlbuch geschrieben. Von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2020

The Secret Book Club

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Mit "The Secret Book Club" hat Lyssa Kay Adams eine Geschichte geschrieben, die ich so noch nicht gelesen habe. Es ist eine etwas andere Liebesgeschichte, denn hier geht es um eine Gruppe von Männern, ...

Mit "The Secret Book Club" hat Lyssa Kay Adams eine Geschichte geschrieben, die ich so noch nicht gelesen habe. Es ist eine etwas andere Liebesgeschichte, denn hier geht es um eine Gruppe von Männern, die heimlich Liebesromane lesen.

In dieser Geschichte geht es hauptsächlich um Gavin Scott. Die Ehe des Profisportlers ist dolle am krieseln, genau genommen vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea gehen würde. Thea ist jedoch die Liebe seines Lebens, aber Gavin ist völlig ratlos und verzweifelt, bis zu dem Tag als einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Clubs. Dort lesen und diskutieren sie heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Doch wie soll so eine Liebesschnulze Gavin helfen seine Ehe zu retten?

Mir persönlich haben die Protagonisten sehr gut gefallen. Gavin hab ich mit seiner Art sofort ins Herz geschlossen, er tat mir sogar ziemlich leid. Die Verzweiflung und die Liebe zu seiner Frau kamen wundervoll rüber, sowie all die Gefühle die in ihm vorgingen: Man konnte es direkt nachempfinden. Seine Freunde haben mir auch sehr gut gefallen, so manches mal musste man herzlich lachen bei den Kommentaren und Gesprächen zwischen der Gruppe.
Bei Thea bin ich hin und her gerissen. Ich empfand sie als recht nervig, aber in manchen Situationen tat sie mir auch leid, bei dem was sie so über sich ergehen lassen muss. Als Frau eines Profisportlers hat sie es zwischen den Spielerfrauen nicht leicht. Ihre Schwester Liv mochte ich überhaupt nicht mit ihrer voreingenommen Art und wie sie versucht Thea zu beeinflussen. Mit ihr konnte und wollte ich nicht warm werden, denn ich hätte sie gern genommen und geschüttelt.

Die Idee der Geschichte finde ich toll, es ist wirklich mal etwas anderes und interessant zu erleben wie Männer hier über Liebesromane sprechen und diskutieren, was so fast undenkbar scheint. Mit viel Witz, ein bisschen Dramatik und Gefühl ist es wirklich eine fast perfekte Liebesgeschichte. Die Szenen des Buchclubs fand ich erfrischend. Die Kapitel mit den Buchausschnitten fand ich allerdings überflüssig, auch wenn sie eine Rolle spielen bei den Versuchen die Gavin unternimmt um seine Frau für sich zurück zu gewinnen. Jedoch war diese Gräfin Sache überhaupt nicht meine Welt, das liegt aber auch daran, dass ich mit historischen Romanen nichts anfangen kann. Alles ergibt dennoch ein rundes Bild, man kann die Dinge nachvollziehen, es wirkt realistisch und authentisch auf mich. Das Ende fand ich sehr gut gelöst, wo eben auch jeder erkennt was er falsch gemacht hat und inwiefern er dem Anderen etwas vorgespielt hatte. Beide haben die Jahre über nie richtig miteinander gesprochen, was aber das A und O in einer Beziehung und Ehe sein sollte.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, manche Beschreibungen kamen etwas blass rüber, aber man konnte sich dennoch alles gut vorstellen. Man lernt die unterschiedlichen Sichtweisen von Gavin und Thea kennen, was für das Verständnis sehr wichtig ist. Im Großen und Ganzen ist der Schreibstil flüssig und lässt sich leicht lesen.

FAZIT
Eine tolle lockere und humorvolle Liebesgeschichte, die einen sehr gut unterhält. Der Reihenauftakt hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt wie es weitergehen wird. Von mir gibt es dafür natürlich eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Diese Geschichte konnte mich leider nicht abholen...

Sister of the Stars
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„Sister of the Stars“ war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin Marah Woolf gelesen habe. Ich hab mich sehr auf das Buch gefreut, doch wurden meine Erwartungen an die Geschichte leider nicht ...

„Sister of the Stars“ war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin Marah Woolf gelesen habe. Ich hab mich sehr auf das Buch gefreut, doch wurden meine Erwartungen an die Geschichte leider nicht erfüllt. Mich konnte die Geschichte einfach nicht abholen.

Es fing schon alles damit an, dass ich mir keine richtige Vorstellung von der Zeit machen konnte. Nirgends wird ein Wort darüber verloren in welcher Zeit es spielt und demnach konnte ich mir von vielen Sachen gar keine Vorstellung machen, weil mich viele unterschiedliche Faktoren verwirrt haben. Es fehlten Erklärungen zu Begriffen mit denen man am Ende auch leider noch nichts anfangen konnte. Ein Glossar wäre hier sehr hilfreich gewesen.

Ich konnte leider auch keine große Sympathie für die Charaktere entwickeln. Viele blieben da sehr blass in ihrer Art und Beschreibung. Vianne, war zwar ein liebes gutherziges Mädchen, jedoch viel zu naiv und ständig verrannte sie sich in ihren Gefühlen für Ezra. Ash mochte ich zu Beginn sehr, aber auch das hat sich im Verlauf geändert. Die Konstellation von Vianne und ihren Schwestern fand ich allerdings schön gemacht, der Zusammenhalt wurde hier sehr deutlich. Am Ende mochte ich Caleb irgendwie am meisten, weil er durch seine Art einfach erfrischend war und etwas Humor mitbrachte.

Der Handlungsverlauf war für mich überwiegend langatmig. Es passierte nicht groß was, immer wieder gab es irgendwelche Treffen, die letztendlich auch keinen Schwung brachten. Meiner Meinung nach hätte dieser Band deutlich mehr Potenzial gehabt. Leider kam erst weit am Ende etwas Schwung in die Geschichte und es wurde spannend, doch war ich da schon so frustriert, dass dies an meiner Meinung nicht mehr viel reißen konnte. Es fiel mir wirklich schwer, das Buch nicht abzubrechen.

Der Schreibstil der Autorin war ansonsten recht flüssig und die Covergestaltung ein echter Hingucker, was mir auch sehr gut gefallen hat. Auch wenn ich froh war das Buch am Ende zuklappen zu können, werde ich mich an den kommenden zweiten Band wagen, in der Hoffnung, dass dieser mich mehr überzeugen kann.

Ob ich hier eine Leseempfehlung geben kann, kann ich nicht sagen. Jeder sollte wirklich selbst entscheiden, jeder empfindet anders und hat einen anderen Geschmack, aber für mich persönlich war diese Geschichte enttäuschend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Our Past

Our Past
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„Our Past“ stammt aus der Feder von Emely Delphy und Cristina Evans, beide haben hier eine tolle Geschichte zu Papier gebracht, die mir richtig gut gefallen hat. Schon von den ersten Seiten an wurde ich ...

„Our Past“ stammt aus der Feder von Emely Delphy und Cristina Evans, beide haben hier eine tolle Geschichte zu Papier gebracht, die mir richtig gut gefallen hat. Schon von den ersten Seiten an wurde ich in den Bann gezogen und hatte große Mühe das Buch zur Seite zu legen.

Die Protagonisten Maximilian und Leona fügen sich hervorragend in die Geschichte ein und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Maximilian war mit seiner Art sofort zu meinem Liebling auserkoren. Zudem fand ich ihn und seine Vergangenheit sehr interessant. Auch wie sich sein Leben gewandelt hat.
Auch Leonas Entwicklung gefiel mit sehr und dadurch wurde sie mir immer sympathischer.

Während der Anfang der Geschichte recht ruhig verläuft und sich aufbaut, was mir im übrigen sehr gefallen hat, geht es dann richtig los und die Story nimmt an Fahrt auf. Genial fand ich natürlich auch das Wiedersehen mit Frederick J. Fonds, den man schon aus Emely Delphys Büchern kennt.

Es gibt hier und da wirklich Gänsehaut Momente und man fiebert ohne Ende mit. Es ist spannend und man hat absolut keine Ahnung was alles passieren wird, wie es ausgeht und zum Teil hatte ich wirklich Herzklopfen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Flüssig, locker und Detailreich. So fiel einem die bildliche Vorstellung nicht schwer. Auch die Gefühle und Emotionen, ebenso die heißen Szenen, wurden perfekt umgesetzt.

Die Bildgestaltung des Printcovers ist ein absoluter Hingucker, es passt hervorragend zum Buch und ich persönlich liebe es.

Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen und hatte wundervolle Lesestunden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Celaenas Geschichten

Throne of Glass – Celaenas Geschichte, Novella 1-5
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In diesem Geschichtenband erfährt man einiges über Celaenas Vorgeschichte. Wer die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge liest, kennt die ersten Bände der Reihe schon und bekommt hier viele Antworten ...

In diesem Geschichtenband erfährt man einiges über Celaenas Vorgeschichte. Wer die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge liest, kennt die ersten Bände der Reihe schon und bekommt hier viele Antworten auf die Fragen die vielleicht offen gelassen wurden.
Die ein oder andere Geschichte war interessant, spannend und aufregend, aber so manche hat mich jetzt nicht in den Bann ziehen können. Dafür waren mir manche Geschichten einfach zu langatmig, da nicht viel passiert ist oder man sich mehr davon erhofft hätte.
Ich fand es sehr interessant die Geschichte von Celaena und Sam zu erfahren, aber auch traurig. Die beiden waren ein schönes Paar, doch blieb ihnen viel zu wenig Zeit.
Der Schreibstil von Sarah J. Maas ist auch in diesem Band sehr angenehm, es lässt sich super herunterlesen und ist leicht verständlich. Die Covergestaltung finde ich ebenfalls wieder fantastisch. Mich hat das Buch nicht umgehauen, dennoch ist es eine Empfehlung wert, da man es lesen muss, wenn man alles erfahren möchte was man über Celaena noch nicht weiß.