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Veröffentlicht am 15.10.2020

🍰✎ Anna McPartlin - Rabbit Hayes 1 Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Die letzten Tage von Rabbit Hayes
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Endlich! Endlich! Endlich!
Ich war nun so lange auf der Suche nach einem richtigen Herzensbuch - und ich habe mal wieder eins gefunden.

Nachdem man den Klappentext gelesen hat, könnte man meinen, man ...

Endlich! Endlich! Endlich!
Ich war nun so lange auf der Suche nach einem richtigen Herzensbuch - und ich habe mal wieder eins gefunden.

Nachdem man den Klappentext gelesen hat, könnte man meinen, man weiß, auf was man sich da einlässt. Was ich jedoch geboten bekam, schlug bei mir einfach nur ein. Wie eine Bombe.

Erst vor Kurzem hatte ich von einer Mama erfahren, die den Kampf gegen den Krebs mit nicht mal 30 Jahren verloren hat. Sie hatte einen Sohn (4). Beim Hören hatte ich ständig sie vor Augen, obwohl ich auch sie nicht persönlich kannte. Mir tut es einfach so dermaßen im Herzen weh, dass man sein nicht mal erwachsenes Kind zurücklassen muss.

Obwohl nur wenig über die Gefühle von Rabbit gesprochen wird, war ich dennoch ganz nah bei ihr. Ich habe selbst eine kleine Tochter und nur beim Gedanken daran zerbricht mein Herz.

Anna McPartlin hat toll aufgezeigt, wie verschiedene Familienmitglieder mit dieser Situation umgehen. Wenn Eltern ihre Kinder zu Grabe tragen. Wenn Geschwister jemanden verlieren. Wenn Freunde gehen müssen.

Es gab eine ganze Bandbreite an Emotionen, die hier verarbeitet wurden: Trauer, Wut, Hilflosigkeit, Liebe, Würde. Jede einzelne habe auch ich gespürt. Ich war so gefangen. Am Schluss hatte ich sogar einen Kloß im Hals und Tränen bannten sich einen Weg meine Wangen hinab.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven gesehen, sodass man sich auch wirklich in all die Personen hineinversetzen konnte. Sogar in die Vergangenheit reist man. Und auch die hält einen harten Brocken parat.

Wer aber nun meint, bei diesem Werk würde man durchweg heulen, dem sei gesagt, dass auch sehr amüsante Passagen vorhanden sind. Ich habe mehr als einmal laut auflachen müssen.

Von mir bekommt "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" eine absolute Hörempfehlung und den Sonderstatus »Sahnestückchen«.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 13.10.2020

✎ Brigitte Blobel - Rote Linien

Rote Linien
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Mich hat "Rote Linien" total enttäuscht.

Die Autorin bleibt das ganze Werk über an der Oberfläche, Gefühle werden lediglich angeritzt und das Ende ist dann einfach nur schlecht.

Wenn ich bedenke, dass ...

Mich hat "Rote Linien" total enttäuscht.

Die Autorin bleibt das ganze Werk über an der Oberfläche, Gefühle werden lediglich angeritzt und das Ende ist dann einfach nur schlecht.

Wenn ich bedenke, dass meine Tochter dies lesen könnte, dann würde ich mir ernsthafte Sorgen machen. Hier wird so wenig auf die Protagonistin eingegangen, dass ich mich manches Mal gefragt habe, warum dieses Buch überhaupt geschrieben wurde, also welchen Zweck es erfüllen soll.

Das Mädchen blieb mir bis zum Schluss fremd. Brigitte Blobel schaffte es nicht, sie mir nahe zu bringen. Aber genau das hatte ich erwartet.

Was mich jedoch richtig unzufrieden zurück lässt, ist der Abschluss. Die Geschichte hört einfach auf. Mittendrin. Das kann man nicht machen. Damit stößt man junge Mädchen, die die Publikation privat in die Hand nehmen und nicht in der Schule darüber diskutieren, vor den Kopf. Sie werden mit all ihren Fragen allein gelassen. Nicht jede hat Eltern zu Hause, mit denen sie darüber reden kann.

Ich finde, so ein starkes Thema kann man nicht auf so wenigen Seiten abhandeln. Und schon gar nicht, wenn es für Jugendliche geschrieben wurde. Von mir bekommt "Rote Linien" daher keine Leseempfehlung.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 12.10.2020

✎ Michael Zöllner - Der Brief des Grenzers

Der Brief des Grenzers
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Zuerst einmal muss ich sagen, dass der Klappentext viel zu lang ist. Und dadurch natürlich auch einiges verrät. Ich denke, eine Straffung dessen täte der Spannung ganz gut.

Leider kam ich anfangs überhaupt ...

Zuerst einmal muss ich sagen, dass der Klappentext viel zu lang ist. Und dadurch natürlich auch einiges verrät. Ich denke, eine Straffung dessen täte der Spannung ganz gut.

Leider kam ich anfangs überhaupt nicht ins Geschehen rein. Obwohl der Autor eine angenehme Sprache verwendet, habe ich das Buch mehrmals zur Seite gelegt und war sogar geneigt, es abzubrechen.

Irgendwann jedoch kam der Punkt, an dem die Seiten nur so dahinflogen. Ich war erstaunt, wie auf einmal mein Kopfkino ansprang. Als ob ich wahrhaftig an Tilos Seite wäre.

Schade ist, dass sich der Großteil der Geschichte in der Römischen Legion abspielt. Meine Erwartungen waren andere, aber bereits nach dem Vorwort wurden diese zerstreut. Wahrscheinlich fiel es mir auch deshalb so schwer, mich auf den Inhalt einzulassen.

Eine Leseempfehlung bekommt "Der Brief des Grenzers" von mir also nur bedingt. Die Worte des Autors in der Einleitung können eventuell helfen, zu entscheiden, ob man das Werk zur Hand nehmen mag oder nicht:

"[...] denn es erwartet sie [sic!] keine friedliche Liebesgeschichte, [...] Eine Geschichte, die von einem tragischen Schicksal in einer tragischen Zeit erzählt." (S. 4)

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 09.10.2020

✎ Clare Empson - Zweimal im Leben

Zweimal im Leben
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Als erstes möchte ich sagen, dass ich die Sprecher wirklich toll fand. Beide. Sie haben super zu den Protagonisten gepasst.

Das war es dann auch schon fast, was positiv an "Zweimal im Leben" war. Die ...

Als erstes möchte ich sagen, dass ich die Sprecher wirklich toll fand. Beide. Sie haben super zu den Protagonisten gepasst.

Das war es dann auch schon fast, was positiv an "Zweimal im Leben" war. Die Story konnte mich überhaupt nicht abholen.

Ich hatte mich auf eine emotionsgeladene, zu Tränen rührende, herzzerreißende Geschichte gefreut. Immerhin hatte ich gelesen: "Eine große dramatische Liebesgeschichte und gleichzeitig ein bewegender Pageturner - das emotionalste Buch seit langem!" Meine Taschentücher lagen also bereit. Ich war gewappnet.

Und dann kam die Ernüchterung.

Bereits von Anfang an hatte ich trotz der genialen Sprecher nie das Gefühl, eine Herzschmerz-Geschichte zu lesen. Es plätscherte alles so vor sich hin. Da brachten auch die Zeiten- und Perspektivwechsel nichts. Obwohl ich diese wirklich gelungen fand.

Aber es kamen einfach keine Emotionen bei mir an. Ja, Lucian tat mir leid, dass Catherine ihm das angetan hat. (und es wird im Laufe des Erzähltem noch heftiger) Jedoch gab es nichts von deren Seite, was mich im Herzen berührte. Etwas, worauf ich hier gehofft hatte.

Es tut mir leid, aber ich kann keine Hörempfehlung aussprechen, da ich es einfach nur langweilig fand.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 08.10.2020

✎ Jeannine Mik & Sandra Teml-Jetter - Mama, nicht schreien!

Mama, nicht schreien!
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Eigentlich hatte ich angefangen, das Buch zu lesen. Ich war stets der Meinung, mir so direkt ein paar Stichpunkte machen zu können. Leider legte ich "Mama, nicht schreien!" tatsächlich irgendwann zur Seite, ...

Eigentlich hatte ich angefangen, das Buch zu lesen. Ich war stets der Meinung, mir so direkt ein paar Stichpunkte machen zu können. Leider legte ich "Mama, nicht schreien!" tatsächlich irgendwann zur Seite, weil es mir zwar inhaltlich zusagte, dennoch irgendwie zu trocken war.
Also besorgte ich mir das Hörbuch - und es war ok.

Meine Erwartungen an solche Literatur ist ganz einfach: Impulse, Anregungen und Tipps. Im vorliegenden Buch gab es ein paar Impulse und Anregungen. Und vielleicht auch den ein oder anderen Tipp. Dennoch ist irgendwie kaum etwas bei mir hängen geblieben. Es gab einfach zu wenig Konkretes, was ich für mich mitnehmen konnte. Auch fand ich manche Vorschläge nicht wirklich umsetzbar.

Als ergänzendes Werk zu anderen kann ich es empfehlen. Den wirklichen Aha-Moment hatte ich bedauerlicherweise nicht. Aber so kleine Stupser in die richtige Richtung wird man dennoch spüren.

©2020 Mademoiselle Cake