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Veröffentlicht am 19.01.2021

Ein Fluch, oder doch eine Gabe?

Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit
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In "Cursed - Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit" geht es um die 17-jährige Ember McWilliams. Nach einem tragischen Verkehrsunfall stirbt nicht nur ihr Vater, sondern auch sie selbst. Ihre kleine ...

In "Cursed - Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit" geht es um die 17-jährige Ember McWilliams. Nach einem tragischen Verkehrsunfall stirbt nicht nur ihr Vater, sondern auch sie selbst. Ihre kleine Schwester holt sie jedoch mit ihrer Gabe von den Toten zurück. Seither stirbt jedoch alles was Ember berührt. Als Hayden Cromwell in ihr Leben tritt verändert sich alles schlagartig. Ihr gesamtes Leben und ihre Gefühlswelt werden auf den Kopf gestellt.

Nichts erinnert mehr an das lebenslustige, junge Mädchen. Ember hat seit jenem Tag Angst andere Menschen und Tiere durch ihre Gabe zu gefährden.
Sie fühlt sich einsam und verlassen, und übernimmt dennoch die Verantwortung für ihre kleine Schwester. Auch wenn Olivia es ihr nicht immer leicht macht, versorgt sie ihre kleine Schwester trotz ihres jungen Alters.

Hayden ist einfühlsam, und will nur das Beste für Ember. Gleichzeitig ist er der Einzige den Ember berühren kann, ohne in sofort zu töten. Die Gefühle und das Knistern zwischen den Beiden wird schön beschrieben. Hayden bleibt für mich jedoch bis zum Schluss sehr undurchsichtig.

Die andern Charaktere sind in diesem Buch leider eher in den Hintergrund gerückt. Der Schreibstil ist verständlich und flüssig und die Stimmung im Buch passt zu Embers Gefühlen. In vielen Punkten fehlt mir Haydens Sicht der Dinge, dennoch ist das Buch mit Spannung gespickt und man kann gut mit Ember mitraten.

Ich liebe die Autorin und die Idee des Buches hat mir sehr gefallen. Leider wurde aber meines Erachtens der Handlungsstrang am Ende zu schnell behandelt. Die gesamte Handlung liegt sehr im Young Adult Bereich, es gibt viele interessante Ansätze, welche jedoch eher oberflächlich behandelt werden. Alles in allem ein schönes Jugendbuch, dem trotz allem das Gewisse etwas fehlt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Potential nicht ausgeschöpft

The Second Princess. Vulkanherz
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Saphina ist die jüngste und dritte Prinzessin von der Vulkaninsel St. Lucien. Saphinas Mutter regiert das Land mit eiserner Hand, immer darauf bedacht respektiert zu werden. Doch nach der bevorstehenden ...

Saphina ist die jüngste und dritte Prinzessin von der Vulkaninsel St. Lucien. Saphinas Mutter regiert das Land mit eiserner Hand, immer darauf bedacht respektiert zu werden. Doch nach der bevorstehenden Heirat ihrer Schwester Livia, soll diese den Platz ihrer Mutter einnehmen und St. Lucien regieren.

Saphina, das schwarze Schaf, oder auch der Wildfang der Familie ist eigentlich die dritte Prinzessin. Sie hat wie auch ihr verstorbener Vater ein gutmütiges Herz, eine engere Bindung zum Volk und sieht die Bediensteten eher als Familie. Im Gegensatz zu ihrer selbstgefälligen und arroganten ältesten Schwester Livia sollte sie aufgrund der Thronfolge aus dem Scheider sein. Doch nach einem unerwarteten Ereignis rückt sie in der Thronfolge auf. Saphina muss nun den Platz der zweiten Prinzessin einnehmen, und wird in die Geheimnisse eingeweiht, von denen sie bis dahin noch nie etwas gehört hat. Zur Seite steht ihr dabei Dante, ein undurchschaubarer Adelssohn.

Das Cover war für mich sehr vielversprechend, ebenso wie die Leseprobe dazu. Der Schreibstil war auf jeden Fall locker und vor allem bildlich. Trotz einiger spannender Stellen, bleiben die Charaktere oberflächlich. Dante ist vor allem zu Beginn sehr launisch, auch wenn diese Launen in manchen Momenten verständlich sind, da Saphina des Öfteren ihre doch etwas kindische Seite zeigt. Dennoch ist er ein loyaler, netter Kerl. Saphina sollte eigentlich die starke unabhängige Prinzessin sein, doch besonders im späteren Verlauf der Geschichte handelt sie vor allem unüberlegt und egoistisch. Die Einsicht dieser unüberlegten Taten kommt dann etwas spät, und macht Saphina nicht wirklich sympathisch. Der sympathischste Charakter war tatsächlich der bösartige und doch gutherzige Nebencharakter Cael. Nach einem spannenden Auftakt ist die Luft raus, und erst in den letzten Kapiteln jagt ein Ereignis das andere. Auch die Emotionen der Protagonisten und das Karibikfeeling der Insel ist leider nicht wirklich rübergekommen.

Alles in allem eine nette Lektüre, die mich, nach einem guten Start, nicht wirklich abholen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2021

Nicht greiffbar

365 Tage
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Ein Mafioso und eine polnische Hotelmanagerin. Laura fährt mit ihren Freunden nach Sizilien um einen entspannten Urlaub zu genießen. Doch eines führt zum Anderen und Laura landet in den Fängen von Massimo. ...

Ein Mafioso und eine polnische Hotelmanagerin. Laura fährt mit ihren Freunden nach Sizilien um einen entspannten Urlaub zu genießen. Doch eines führt zum Anderen und Laura landet in den Fängen von Massimo. Das Oberhaupt der Mafia-Familie Siziliens ist gewohnt alles zu bekommen was er will. Er entführt Laura und gibt ihr 365 Tage um sich ihn in zu verlieben.

Das Buch zum Film enthält zumindest zum Schluss des Buches teilweise zusätzliche Szenen. Doch meistens sind die Szenen exakt wie im Film geschrieben. Tiefe und Leidenschaft sucht man jedoch vergeblich. Bei Lauras Charakter setzte das Stockholmsyndrom auch gefühlt bereits am ersten Tag ein. Ich hatte ehrlich gesagt im Buch nach dem Klappentext etwas erwartet, wurde jedoch sehr enttäuscht. Lauras Handlungen sind über die meiste Zeit nicht verständlich oder nachvollziehbar. Auch der "böse" Mafiaboss kam eher wie ein nachgiebiger Macho rüber. Vielleicht hätte hier auch geholfen, wenn das ein oder andere Kapitel aus Massimos Sichtweise geschildert worden wäre. Dennoch gibt es Momente in denen beide Charaktere sympathisch rüberkommen.

Das Buch ist eher eine leichte Lektüre für zwischendurch. Die Handlung ist daher meines Erachtens zu Oberflächlich, ebenso wie die Dialoge. Der Cliffhanger im Buch ist tatsächlich ein anderer als im Film, trotz allem möchte man also wissen wie es weitergeht. Alles in allem ein polnischer Fifty Shades of Grey, nur mit Stockholmsyndrom und nicht greifbaren Charakteren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere