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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2021

Gelungener Abschlussband

Mitra
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Da "Mitra - Magische Völker der Abschluss einer Trilogie ist, gebe ich hier sicherheitshalber eine Spoilerwarnung raus.

Hamburg ist in großer Gefahr, denn die Abtrünnigen sind gemeinsam mit dem ursprünglichen ...

Da "Mitra - Magische Völker der Abschluss einer Trilogie ist, gebe ich hier sicherheitshalber eine Spoilerwarnung raus.

Hamburg ist in großer Gefahr, denn die Abtrünnigen sind gemeinsam mit dem ursprünglichen Feuerfolk im Begriff Hamburg und die magischen Völker zu zerstören. Mitra und ihre Mitstreiter müssen gemeinsam auf die andere Seite der Barriere, um die Vernichtung zu verhindern. Dies scheint eine überweltliche Aufgabe, denn ein Gelingen ist nur möglich, wenn unter den zerstrittenen Parteien eine Einigung erlangt werden kann. Mitras Welt gleicht nicht nur deswegen einem Trümmerhaufen, sondern auch ihr Herz scheint zerstört wegen ihrer scheinbar verlorenen Liebe zu Anton.

Einerseits war es ein vertrautes Wiedersehen mit alten Bekannten, andererseits haben sich die Charaktere wegen der dramatischen Geschehnisse gewandelt. Mitra und ihre Freunde sind an ihren Aufgaben gewachsen und die neue Kraft war ab den ersten Seiten zu spüren. Der Finale Band hat durchweg den Charakter eines Kampfes um Leben und Tod. Ereignisse überschlagen sich förmlich und manchmal hatte ich etwas Schwierigkeiten dem Ganzen noch zu folgen. Doch je weiter die Geschichte fortschritt umso klarer fädelte sich alles zusammen.
Bei all diesen Geschehnissen machte es mich fast wahnsinnig, dass Mitra und Anton einen riesigen Keil in ihrer Beziehung hatten und ich wünschte ihnen so sehr, dass diese Barriere beiseite geschafft werden könnte. Doch diese Aufgabe schien mindestens so schwer, wie Hamburg und die magischen Völker zu retten und zu einen.
Der Abschluss war spektakulär und so, wie ich mir ein Finale wünsche.

Gerne empfehle ich allen Liebhabern von Magie und Fantasy, Mitras Abenteuer.
Begebt euch in ein Hamburg, dass ihr so sicherlich noch nicht kennt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2020

Ein Thriller, der einen eiskalt erwischt

Der Mädchenwald
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Der Mädchenwald ...und auch so bitterkalt.
Ja, das ist wohl das Gefühl, was einen in diesem ganz besonderen Thriller verfolgt...Eiseskälte.

Es ist ein ganz besonderer Tag für die 13-jährige Elissa und ...

Der Mädchenwald ...und auch so bitterkalt.
Ja, das ist wohl das Gefühl, was einen in diesem ganz besonderen Thriller verfolgt...Eiseskälte.

Es ist ein ganz besonderer Tag für die 13-jährige Elissa und ihre Mutter. So lange hat sich das Mädchen auf dieses Jugendschachtournier gefreut und vorbereitet. Die Aufregung ist dementsprechend groß und die zwei brechen extra früh auf. Doch wie aufregend dieser Tag wirklich wird, wird Elissa erst bewusst, als sie in einem eiskalten feuchten Keller, angekettet wie ein Tier, ihr Bewusstsein wiedererlangt.
Nach ihrer brutalen Entführung ist ihr einziger Hoffnungsschimmer ein Junge Namens Elija. Er besucht sie heimlich in ihrem Verlies und nur er könnte sie vielleicht befreien oder Hilfe holen. Doch Elijah lebt ziemlich einsam im Mädchenwald und es ist unklar, ob er ihr wirklich helfen will.

"Der Mädchenwald" ist alles andere als ein gewöhnlicher Thriller. Er lässt einen im Dunklen tappen und wirft Fragen auf, vor deren Antworten man Angst hat.
Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven von Elissa, Elijah und der leitenden Polizistin Mairéad. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, dafür inhaltlich aber so explosiv, das der Spannungsaufbau ständig steigt. Dann nach gut 300 Seiten erhält die Geschichte einen Cut und der zweite Teil des Buches startet.
In diesem abschließenden Teil wurde ich beinahe vom Geschehen überrollt und das gesamte Ausmaß des Grauens bekam Farbe.
Der Autor "Sam Lloyd " hat eine Gabe Gefühle zu vermitteln, die ganz besonder spürbar ist. Auch der Ort des Geschehens wurde mir praktisch als Bilder in den Kopf projiziert. Lediglich die Ausfülichkeit zu den Personen hätte mir noch wesentlich umfangreicher sein dürfen, doch dann wäre das Buch bestimmt doppelt so dick geworden.

Ich kann nur jedem der mutig genug ist, einen Ausflug in den Mädchenwald empfehlen. Doch ich rate euch, zieht euch warm an!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2020

Feelgood Food

Super fresh
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Natürliche Schönheit, Ausgewogenheit und Frische ist mein erster Einduck zum Cover von "Super Fresh" gewesen. Und das spiegelt auch den Inhalt dieses modernen und zeitgemäßen Kochbuchs wieder. Denn die ...

Natürliche Schönheit, Ausgewogenheit und Frische ist mein erster Einduck zum Cover von "Super Fresh" gewesen. Und das spiegelt auch den Inhalt dieses modernen und zeitgemäßen Kochbuchs wieder. Denn die Botschaft ist ganz klar, die moderne Küche muss gesund, kreativ und frisch sein, ohne dabei im normalen Alltag zu stressen.

Die Autorin Donna Hay ist schon ein internationaler Star unter den Kochbuchautoren. In ihrem neuen Werk "Super Fresh - Schnelle und frische Gerichte für jeden Tag" merkt man sofort, dass sie die richtige Balance aus Zeit und frischen Zutaten für ihre Alltagsküche gefunden hat.
Das Kochbuch ist voller Rezepte, die auf den Alltag zugeschnitten sind und sehr viel Raum für Abwandlungen und Zutatenexperimente lassen.

Ob Gerichte aus Pfanne und Ofen, Ruck-Zuck-Dinner, Bowls oder Rezepte auf Vorrat für den Tiefkühler,... die Möglichkeiten sind riesengroß.

Auf einer Doppelseite ist jeweils ein Foto und das passende Rezept zu finden. Die Anleitung zur Zubereitung ist eher schlicht und einfach gehalten, so dass man einen guten Überblick erhält.
Allerdings hätte ich mir an dieser Stelle eine grobe Zeitangabe und auch den ein oder anderen Kniff für die Zubereitung gewünscht.
Da das Kochbuch viele Zutaten enthält, die nicht unbedingt in jedem Vorrat vorhanden sind, hätte ich mir auch hier Vorschläge für Alternativen gewünscht.
Zu vielen Gerichten erhält man am Ende der Seite ein paar persönliche Worte der Autorin. Dies macht das Kochbuch beim Stöbern nach Neuem noch abwechslungsreicher.

Bei so viel toller Auswahl habe ich mich natürlich direkt an's Ausprobieren begeben und das geschmackliche Ergebnis war schon sehr überzeugend.
Die Kürbis-Bowl konnte mich rundum begeistern. Sie hat genau das wiedergegeben, was das Buch verspricht. Die Bowl war ohne großen Aufwand zubereitet und dabei ein ganz besonderes tolles Geschmackserlebnis.
Eine etwas andere Herausforderung waren hingegen die Zucchini-Ravioli. Die Ofen-Tomatensoße war überraschend schnell vorbereitet, doch dann kamen die Ravioli.
Hier hätte ich mir ein paar Tipps und Tricks gewünscht, denn bei dieser Fertigung bin ich an meine könnerischen Grenzen gestoßen, um nicht zu sagen, ich habe formtechnich total versagt.
Zeitlich hat dieses Gericht sicherlich auch den Alltagsrahmen gesprengt, allerdings muss ich sagen, es war ein absolutes geschmackliches Highligt.

Mich konnte "Super Fresh" geschmacklich überraschen und überzeugen. Ich freue mich schon durch diese kulinarischen Anregungen meine Alltagsküche weiter zu bereichern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2020

Actionreiche und spannende Dystopi

The Loop. Das Ende der Menschlichkeit (The Loop 1)
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Kühl, modern und dytopisch scheinen einem die Buchstaben von "The Loop" vom Cover entgegen. Das Genre ist damit schnell erahnt und der farbige Buchschnitt lässt jedes Buchliebhaber-Herz höher schlagen.

Seit ...

Kühl, modern und dytopisch scheinen einem die Buchstaben von "The Loop" vom Cover entgegen. Das Genre ist damit schnell erahnt und der farbige Buchschnitt lässt jedes Buchliebhaber-Herz höher schlagen.

Seit zwei Jahren erfährt dem 17-jährigen Luke der immer gleiche, trostlose Alltag im modernen Jugendgefängnis Loop. Für alle Insassen dort ist es ein Albtraum in streng überwachter Isolation täglich auf ihre Energieernte zu warten, die dem Körper unmenschliche Qualen zufügt.
Ein Ausbruch scheint unmöglich, bis zu dem Tag, als sich auf einmal in der Routine etwas ändert.
Doch ist es draußen in der wirklichen Welt noch sicher? Gerüchten zufolge hat sich die Menschheit durch einen Virus verändert.

Ben Oliver hat mit "The Loop-Das Ende der Menschlichkeit" ein grausames Zukunftsszenario erschaffen, welches einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Die Überwachung, Grausamkeiten und Monotonie im Loop ist so schrecklich, dass man schier den Verstand verlieren muss.
Luka als Protagonist ist sehr sympathisch und man kann sich kaum vorstellen, dass dieser Jugendliche etwas getan haben soll, was dieses Wegsperren und quälen auch nur annähernd rechtfertigt.
Man erfährt sehr viel über seine Gedanken und Gefühle, dass es mich erstaunte, wie stark er sein kann, wenn es darauf ankommt.
Die Nebencharaktere waren auch teilweise fesselnd, allerdings wurde dort nicht so weit in die Tiefe gegangen, was ich mir bei einigen sehr gewünscht hätte.
Der Spannungsbogen der Geschichte war durchweg hoch, was sicherlich durch actiongeladene und auch sehr brutale Szenen zustande gekommen ist. Daher halte ich auch die Altersempfehlung von 16 Jahren sehr angemessen.
Sehr fesselnd war auch eine Zukunftsvorstellung, die Menschen als Modifizierte und Reguläre bezeichnet. Sicherlich nichts Neues, was die Sortierung von erster und zweiter Klassengesellschaft betrifft, aber in den Ausführungen kann mich so etwas jedesmal auf schaurige Art mitreißen.
In der Geschichte gab ein paar Dinge, die mir etwas unklar waren und über die ich gestolpert bin, aber wer weiß, vielleicht gibt es im nächsten Band mehr dazu .

Es wurde viel Aufgeklärt, aber es blieb auch noch einiges an Raum, für den kommenden zweiten Teil, auf den ich mich nach diesem spektakulären Ende schon sehr freue.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2020

Schaurige Vorstellung

The Passengers
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Wäre es nicht praktisch, wenn man durch simple Spracheingabe sein Reiseziel einem selbstfahrenden Auto nennen könnte und sich dann ganz gemütlich zurück lehnt und sich um nichts mehr kümmern müsste?
Staus ...

Wäre es nicht praktisch, wenn man durch simple Spracheingabe sein Reiseziel einem selbstfahrenden Auto nennen könnte und sich dann ganz gemütlich zurück lehnt und sich um nichts mehr kümmern müsste?
Staus könnte es durch Berechnungen kaum noch geben und die Unfallzahlen würden drastisch sinken. Hört sich ja erst einmal gut an...oder?

In "The Passengers", einer Geschichte, die in der nahen Zukunft spielt, sind selbstfahrenden Fahrzeuge Alltag. Jedoch wird dieser Komfort der Albtraum für acht Menschen, deren Autos zum Ziel eines Häckerangriffs werden. Dieser bringt die Fahrzeuge unter seine Kontrolle und schickt sie auf Kollisionskurs. Dazu macht er seine grausame Tat im Internet zum Spiel für die Öffentlichkeit, die darüber abstimmen soll, wer das Recht hat zu überleben.

Schon "The one" war für mich ein absolutes Highlight und "The Passengers" steht dem in nichts nach. Ich bin durch den Perspektivwechsel der einzelnen Charaktere nur so durch die Seiten geflogen, dass ich kaum aufhören konnte in Erfahrung zu bringen, wer und was genau hinter allem steckt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere