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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2020

Magisches Abenteuer

Immernacht
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Durch ein wunderschön strahlendes Cover fällt dieses Buch wohl in jedem Bücherregal auf. Der anmutige Uhrwerksvogel zeigt einem sofort, auf welches Genre man yich einlässt. Ein Tor zu magischer Spannung ...

Durch ein wunderschön strahlendes Cover fällt dieses Buch wohl in jedem Bücherregal auf. Der anmutige Uhrwerksvogel zeigt einem sofort, auf welches Genre man yich einlässt. Ein Tor zu magischer Spannung und gefährlichen Welten.

Larabelle Fox ist ein 13-jähriges Waisenmädchen, welches sich ihr Leben lang in den Armenvierteln von King's Haven über Wasser halten muss. Als Tosherin, in der dunklen Kanalisation der Stadt, sucht sie nach allem was sie zu Geld und damit zu Essbarem machen kann, um zu überleben. Doch als sie eines Tages ein hölzernes Kästchen mit einem Uhrweksvogel findet, ist ihr Leben noch gefährdeter als vorher, denn dieser Vogel ist unglaublich wertvoll.
Zur gleichen Zeit ist ein grausames Wesen, genannt Schattenjack, im Auftrag von Mrs Hesters, der persönlichen Magierin des Königs, auf der Suche nach genau diesem Kästchen. Denn dieser Schatzt besitzt eine unglaubliche Macht. Die Macht über die zerstörerische Immernacht, die das Königreich mit ewiger Dunkelheit bedroht.

Ross McKenzi hat mich in eine Welt entführt, die mit ihrem mittelalterlichen Flair und vielen magischen Elementen absolut meine Ding waren. Larabelle ist eine bezaubernde Protagonistin, die mit ihrem Mut und dem Herz am rechten Fleck mein Leserherz im Sturm erobert hat.
Es berührte mich, wie sie gemeinsam mit ihren Freunden den Kampf gegen die Giganten auf sich genommen hat, obwohl sie eigentlich ganz unwissend in dieses Abenteuer verwickelt wurde. An diesem Punkt hätte ich gerne noch viel mehr über die Geschichte der einzelnen Freunde erfahren, die sicherlich ein eigenes Buch Wert wären.

Die relativ kurzen Kapitel ließen sich schnell und einfach weglesen, wie es sich für ein Jugendbuch gehört. Allerdings sind einige Szenen sehr Grausam , was sicherlich nicht für jeden Leser der Altersgruppe gut zu verarbeiten ist.
Der Spannungsbogen wurde durchweg gehalten und einige Wendungen konnten mich positiv überraschen.

Ich habe gerne Seite an Seite mit der mutigen Lara gegen die Gefahren der "Immernacht" gekämpft. Ein wirklich spannendes, aber auch zeitweise sehr düsteres Jugendbuch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

Lustig geht es weiter

Das Kind in mir will achtsam morden
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"Achtung, kann Spuren von Spoiler zu Teil 1 enthalten"

Eigentlich war Björn nach seinem Achtsamkeitsseminar mit sich und der Welt, bis auf ein paar nebensächliche Keller-Probleme, im reinen. Sein Privatleben ...

"Achtung, kann Spuren von Spoiler zu Teil 1 enthalten"

Eigentlich war Björn nach seinem Achtsamkeitsseminar mit sich und der Welt, bis auf ein paar nebensächliche Keller-Probleme, im reinen. Sein Privatleben hat sich merklich entspannt, nachdem er im Job als Anwalt ein paar Änderungen vorgenommen hat. Nun gut, jetzt leitet er eben aus gegeben Umständen zwei Mafia-Clans und ist aktiver Kindergartenvater.
Doch irgendetwas stört die Idylle noch.
Um seine Stimmungsschwankungen in den Griff zu bekommen sucht er erneut Hilfe bei seinem Therapeuten.

Band zwei war wie Nachhause kommen. Björn als Protagonist, aber auch Nebencharaktere wie Sascha, Boris und Katharina waren mir sofort wieder vertraut. Auch der mit Achtsamkeit zugelegte schwarze Humor war rundum vertreten. Herrlich real und erfrischend wirkte auch das neu hinzugekommene "Innere Kind". Lockerleichte Lösungen lagen auch diesmal wieder klar und achtsam auf der Hand, auch wenn diese keinenfalls zum Nachahmen geeignet sind.
Trotz vieler Ähnlicher Ansätze hat mich die Geschichte wieder total begeistert.

Jeder, der sich für "Achtsam Morden" begeistern konnte, sollte sich auch das dunkle Vergnügen von "Das Kind in mir will achtsam Morden" nicht entgehen lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2020

Klimathriller

42 Grad
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Der Sommer ist heiß und die Menschen in Deutschland genießen die Hitze. Als jedoch auch nach langen Wochen keine Abkühlung in Sicht ist, klingen die ersten Alarmglocken. Die IT-Spezialistin Elsa Forsberg ...

Der Sommer ist heiß und die Menschen in Deutschland genießen die Hitze. Als jedoch auch nach langen Wochen keine Abkühlung in Sicht ist, klingen die ersten Alarmglocken. Die IT-Spezialistin Elsa Forsberg und der Hydrologe Julius Denner sind mit die ersten, die die Katastrophe kommen sehen. Sie versuchen alles, um auf die kommende Szenarien aufmerksam zu machen. Doch ihre Stimmen werden erst einmal nicht ernst genommen. Die Stimmung kippt deutlich, als das Wasser so knapp wird, dass Waldbrände nicht mehr gelöscht werden können, Ernten vertrocknen und sich Menschen in ganz Europa als Wasserflüchtlinge auf den Weg machen, um nicht zu verdursten.
Die Lage eskaliert und die Zivilisation steht vor dem Zusammenbruch.
Elsa und Julius versuchen nun nicht nur Gehör zu finden, sondern bekommen es noch mit einem ganz anderen Gegner zu tun.

Wolf Harlander hat mit seinem Klimathriller ein ganz aktuelles Thema in den Fokus gestellt. Er zeigt auf, wie erschreckend nah das Thema Klimawandel und die damit drohenden Folgen, an der Wirklichkeit sind. In seinen ganz genauen Ausarbeitungen und Recherchen merkt man, dass er es als studierter Journalist gewohnt ist Fakten aufzulisten und sachlich darzustellen. Dies geschieht auch insbesondere im Bezug zur Politik.
Damit kommen wir zur Schreibweise der Geschichte. Neben der eigentlichen Geschichte werden immer wieder Zeitungsausschnitte und Berichte als sachliche Meldungen zur aktuellen Situation eingebaut. Das muss man mögen, denn dadurch ist die Geschichte nicht einfach so wegzulesen. Für mich war das etwas zu vordergründig. Die eigentliche Geschichte der Protagonisten Elsa und Julius oder aber auch die von so manchen Nebencharakteren, wurde dadurch sehr oberflächlich. Daraus folgte, dass ich zu den Personen keine Bindung herstellen konnte und manche Handlungen und Abläufe mir schlichtweg unglaubwürdig erschienen.
Sehr schade, denn gerade das Zwischenmenschliche macht für mich eine gute Geschichte aus.

42 Grad ist kein herkömmlicher Thriller, sondern eine Warnung, die auf die erschreckend aktuellen Probleme des Klimawandels aufmerksam macht.





  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2020

Gnadenloses Gnadenjahr

The Grace Year
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Eigentlich ist "The Grace Year" so ein klassisches Buch für einen Coverkauf. Doch spätestens nach dem Lesen des Klappentextes war mir klar, das Buch muss ich haben.

Zum Inhalt:
Junge Mädchen werden im ...

Eigentlich ist "The Grace Year" so ein klassisches Buch für einen Coverkauf. Doch spätestens nach dem Lesen des Klappentextes war mir klar, das Buch muss ich haben.

Zum Inhalt:
Junge Mädchen werden im Alter von ca. 16 Jahren in die Wildnis geschickt, um dort, im sogenannten Gnadenjahr, ihre Magie loszuwerden. Diese sei ansonsten so gefährlich für die Männer im Ort, dass sie sie in den Wahnsinn treiben würde. Doch dieses Verdammnis hat mit Gnade nichts zu tun. Es bedeutet einen Kampf um Leben und Tod, bei dem ihr größter Feind sie selbst sind.
Wer es schafft, dieses Jahr zu überleben, den erwartet Zuhause im günstigsten Fall eine Ehe, die einseitig vom Mann gewählt wurde oder ein Leben im Arbeitslager.
Tirney James ist anders als alle Mädchen im Ort. Sie hat Träume und glaubt fest daran, sie auch verwirklichen zu können. Sie ist im Herzen eine Rebellin und will sich nicht allem bedingungslos unterordnen.

Junge Frauen die um Gerechtigkeit kämpfen, mit allen Mitteln gegen die Unterdrückung angehen, ja das ist es was ich erwartet habe. Doch dieses Buch war irgendwie ganz anders.

Die Geschichte an sich war unheimlich fesselnd und ich konnte das Buch auch kaum aus den Händen legen. Allerdings hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der Atmosphäre und den Charakteren.
Die Stimmung war durchweg düster, beklemmend und auch recht brutal. Als besonders bedrückend empfand ich, dass der Kampfgeist der Frauen fehlte und auch deren Zusammenhalt. Oft habe ich das Verhalten von ihnen einfach nur als dumm empfunden.
Was Tirney als Protagonistin angeht, war sie mir durchaus sympathisch, allerdings gab es auch bei ihr den ein oder anderen Punkt, an dem ich aneckte.

Für mich war "The Grace Year" durchaus lesenswert, auch wenn es nicht in allem meinen Vorstellungen entsprach.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Rasant wie eine Verfolgungsjagd

Der Fahrer
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Schnallt euch an! Dies ist ist nicht nur ein einfacher Thriller, dieses Buch ist eine bitterböse Verfolgungsjagd und du steckst mittendrin.

Seinen 54. Geburtstag wird Jens Kerner vom 33. Kommissariat ...

Schnallt euch an! Dies ist ist nicht nur ein einfacher Thriller, dieses Buch ist eine bitterböse Verfolgungsjagd und du steckst mittendrin.

Seinen 54. Geburtstag wird Jens Kerner vom 33. Kommissariat in Hamburg wohl nie vergessen. Eigentlich sollte es eine grandiose Überraschungsparty werden, doch leider wurde genau diese Nacht zum Startpunkt, an dem ein grausamer Serienmorder sein Unwesen beginnt.
Eine junge Frau wird im Stadtpark tot aufgefunden. Ihr Körper wurde wie auf einem Präsentierteller positioniert und ihr Gesicht mit Leuchtfarbe angemalt.Doch bevor sie gefunden wurde, hat der Täter das Polizei-Team auf markante Art herausgefordert. In den Sozialen Medien existieren Fotos, mit dem Hashtag #findemich, welches auf ein Auto mit Leuchtfarbe geschrieben wurde. Dann gibt es in der Stadt noch den neuen Fahrdienst "MyDriver", der in den Ermittlungen immer wieder auftaucht. Jens muss sich an einer Fahrt beteiligen, in der niemand wirklich einsteigen möchte.

Mit diesem Thriller hat mich Andreas Winkelmann dann wohl zum ewigen Fan eingefangen. Schon direkt anfangs wird voll auf's Gaspedal gedrückt und eine rasante Thrillerfahrt, die durchweg ihre Geschwindigkeit hält, nimmt ihren Lauf.
Mit geschickten Ermittlungssträngen und den dadurch entstehenden Tatverdächtigen tappte ich bis zum Schluss im Dunkeln. Die Charaktere wurden so gut und authentisch dargestellt, dass ich mich ihnen eng verbunden fühlte. Ganz besonder gilt dies für die private Ebene von Jens und Rebecca, die in dieser Geschichte besonders hervortreten. Aber auch die Ermittlungen im Team, die mit diesem Fall über ihre Belatbarkeit hinausgeführt wurden, sind derart greifbar und haben sich auf mich als Leser absolut übertragen.

"DER FAHRER" ist gelungen bis zum Schluss und lässt mich nach einer rasanten Fahrt mit leichtem Schweiss auf der Stirn zurück.
Dieser Thriller ist ein absolutes "Must Read"

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere