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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2020

Toller Krimi

Wer auf dich wartet
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Ein Cover mit schaurig schöner Wirkung und absolutem Wiedererkennungswert zum ersten Band von Gytha Lodge, das jedem Krimiliebhaber sofort in's Auge sticht.

Im zweiten Fall bekommt Detective Chief Inspector ...

Ein Cover mit schaurig schöner Wirkung und absolutem Wiedererkennungswert zum ersten Band von Gytha Lodge, das jedem Krimiliebhaber sofort in's Auge sticht.

Im zweiten Fall bekommt Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team es mit einem ganz besonderen Fall zu tun. Über Skype beobachtet Aidan einen wahrscheinlichen Mord an seiner Freundin Zoe. Er kann sie nicht sehen, sonder hört lediglich die Kampfgeräusche im Hintergrund aus dem Badezimmer, bis es auf einmal ganz still ist. Als das Ermittlungsteam am Tatort eintrifft, bestätigt sich die Befürchtung. Doch warum hat Aidan so lange gewartet, bis er seine Beobachtungen gemeldet hat?

Wie auch im ersten Band sticht dieser Krimi durch hervorragende Ermittlungsarbeit hervor. Als Leser wird man auf zwei Zeitebenen mit dem Geschehen vertraut gemacht. Zum einen erfährt man in der Vergangenheit viele Besonderheiten des Opfers, aber auch die des sehr speziellen Freundeskreises. Dieser Freundeskreis ist in der Gegenwart der Haupt-Verdächtigenkreis. Gytha Lodge versteht es einem die Charaktere besonders nahe zu bringen und erreicht damit, dass eine große Neugierde geweckt wird den Fall zu lösen. Auch im Ermittlungsteam Jonah Sheens ist jeder sehr speziell, aber gerade das macht sie zu einer sehr sympathischen Einheit. Mir wurde bei der Aufklärung mal wieder bewusst, wie erschreckend durchsichtig unser Leben durch moderne Medien geworden ist. Ganz langsam lichtet sich ein düsteres Bild um die Personen mit ihren Geheimnissen und man fiebert mit, den letzten Hinweis zu entdecken. Der Abschluss war überraschend, aber absolut logisch und gut nachvollziehbar.

"Wer auf dich wartet" ist ein fesselnder Krimi mit einem tollen Team und hervorstechend guten Ermittlungsarbeiten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2020

Die Rache geht weiter

Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal
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Nachdem "Golden Cage" für mich ein absolutes Jahreshighlight war, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Das Cover von "Wings of Silver" finde ich absolut passend und sehr gelungen zur versnobten ...

Nachdem "Golden Cage" für mich ein absolutes Jahreshighlight war, habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Das Cover von "Wings of Silver" finde ich absolut passend und sehr gelungen zur versnobten Welt der Reichen und Schönen.

Nachdem Faye sich aus ihrem goldenen Käfig befreit hat und ihr Ex-Mann Jack im Gefängnis sitzt, kann sie ihr neues selbstbewusstes Leben endlich genießen.
"Revenge", ihr frisch aufgebautes Unternehmen, läuft gut und ist neben ihrem privaten Leben in Italien, zu ihrem Lebensinhalt geworden.
Doch als sie die Nachricht erhält, dass Jack die Flucht gelungen ist, droht ihre Welt zu zerbrechen.

Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen. Zum einen Fayes jetzige Situation, ihr Kampf um ihr Leben, die Firma und um die Menschen die sie liebt. Als zweite Ebene erfahren wir all ihre Geheimnisse aus der Vergangenheit, welche mich auf grausame Art sehr berührt haben.
Jedoch konnte mich Fayes jetzige Naivität nicht überzeugen. Ihr unvorsichtiges Handeln war für mich alles andere als schlau und professionell. Gerade die Erfahrungen aus der Vergangenheit hätten sie zur Vorsicht mahnen müssen, daher war sie für mich leider einfach nur unglaubwürdig. Angereichert wurde die Geschichte mit einigen ausgiebigen Sex-Szenen, die für mich einfach überflüssig waren.

Sicherlich ist jedes Buch eine ganz persönliche Empfindungssache.
Für mich war "Wings of Silver" nicht so überzeugend wie sein Vorgänger "Golden Cage".

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2020

Packend bis zum Schluss

Bluthölle
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Die junge Angela ist eine gewiefte und professionelle Taschendiebin in L.A. Sie gehört zu den besten in ihrem Bereich und lässt sich normalerweise nicht von Emotionen leiten. Als ihr jedoch nach einem ...

Die junge Angela ist eine gewiefte und professionelle Taschendiebin in L.A. Sie gehört zu den besten in ihrem Bereich und lässt sich normalerweise nicht von Emotionen leiten. Als ihr jedoch nach einem erfolgreichen Tag ein unglaublich unhöflicher Mann in einer Cocktailbar auffällt, beschließt sie eine Ausnahme zu machen.
Dem Mann kostet ihr Impuls seine Aktentasche mit samt Inhalt, doch Angela kostet dieser Entwendung viel mehr. Als diese später ihre Beute in Augenschein nimmt, gefriert ihr das Blut in den Adern. Die Tasche enthält ein Buch des Grauens. Ein Serienmörder hat in diesem Werk seine Taten auf's Genauste verewigt und beschreibt dies in 16 unglaublich grausamen Fällen.
Die Taschendiebin lässt das Buch schleunigst, auf anonymen Weg, der Forensik zukommen und diese schaltet sofort das Spezial-Team Robert Hunter und Carlos García ein.
Doch kaum halten diese das Buch in den Händen, meldet sich der Besitzer und verlangt es zurück. Die Zeit tickt nicht nur für Hunter, sondern auch für Angela, denn niemand sollte dieses Werk des Grauens jemals zu Gesicht bekommen.

Es ist bereits der 11. Fall für Hunter und García und dieser braucht sich in keinster Weise hinter den anderen zu verstecken. Chris Carter hat mal wieder gezeigt, dass er als Mann vom Fach, eine unglaubliche Gabe hat, den Leser in seine erschütternde Welt zu ziehen.
Durch kompakte Kapitel, die häufig mit Cliffhangern endeten, konnte man das Buch kaum aus den Händen legen. Während der Ermittlungen wächst einem Angela, die eine tolle Charaktere in der Geschichte ist, regelrecht an's Herz. Man spürt, dass García im Team fest verwurzelt ist, allerdings tritt er als Person diesmal etwas in den Hintergrund.
Also eine ziemlich persönliche Sache zwischen Hunter und Angela.
Was die Hintergründe zum Täter, so wie die Aufklärung des Falls betrifft, konnte mich das Buch absolut überraschen und zufriedenstellen.

Von mir gibt es eine riesengroße Leseempfehlung für "Bluthölle". Kein Thriller-Liebhaber sollte sich dieses großartig-grausame Kopfkino entgehen lassen. Das Buch lässt sich übrigens auch problemlos ohne Kenntnis der vorherigen Bände lesen. Also kein Problem für Carter-Neulinge, falls es die noch gibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2020

Entspannte Verbrecherjagd

Beanstock - Ein Whisky zu viel (5.Buch)
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Mit "Ein Whisky zu viel" begibt sich der überaus charmante und jeder Zeit korrekte Butler und Hobbydetekiv Arthur Reginald Beanstock bereits das fünfte mal auf Verbrecherjagd. Diesmal sucht ihn das Unheil ...

Mit "Ein Whisky zu viel" begibt sich der überaus charmante und jeder Zeit korrekte Butler und Hobbydetekiv Arthur Reginald Beanstock bereits das fünfte mal auf Verbrecherjagd. Diesmal sucht ihn das Unheil förmlich selber auf, denn merkwürdige Dinge geschehen in seiner Umgebung.

Der grandiose Parsley Field Blumencup steht vor der Tür und alle Bewohner von Parsley Manor sind voll fröhlichem Treiben. Ganz besonders betrifft dies natürlich William Harringbone, den Gärtner des Herrenhauses, welches bekannt ist, für Lady Fedoras zauberhaften Rosen. Doch den Gärtner bedrücken ausgerechnet jetzt Dinge aus seiner Vergangenheit, die er eigentlich für immer hinter sich lassen wollte.
Aber wo liegen die Zusammenhänge ?
Augenblicklich hat der gute Butler Beanstock seine Verbrecherantennen ausgefahren, als seltsame Dinge rund um den Pub Three Chattering Ducks geschehen. Und natürlich lässt der smarte Chauffeur Gonzales es nicht nehmen, Beanstock tatkräftig zu unterstützen.

Es war wie nach Hause kommen, als ich in die Geschichte eintauchte. Die Autorin A.W. Benedict hat mit Beanstock einen so liebenswerten Charakter geschaffen, den man einfach in sein Herz schließen muss. Dies gilt auch für sämtliche Bewohner von Parsley Manor. Jeder hat besondere Eigenarten, die so prägnant sind, dass man als Leser einfach dabei ist. Wie auch in den anderen Bänden ist die herrlich erfrischende Kriminalgeschichte immer wieder angereichert mit einer Prise Humor und gibt dem Geschehen eine tolle Leichtigkeit. "Ein Whisky zu viel" schafft vielen persönlichen Einblicken und überrascht mit dem ein oder anderen Eingestandnis, was einen die Charaktere noch mehr ins Herz schließen lässt.

Der Abschluss war nach guter Cosy-Manier absolut spektakulär und Beanstock Like.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen rundum gelungenen Cosy-Krimi. Ich freue mich schon sehr auf hoffentlich ganz viele weitere Geschichten mit dem weltbesten Butler Beanstock.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2020

Magisches Abenteuer

Immernacht
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Durch ein wunderschön strahlendes Cover fällt dieses Buch wohl in jedem Bücherregal auf. Der anmutige Uhrwerksvogel zeigt einem sofort, auf welches Genre man yich einlässt. Ein Tor zu magischer Spannung ...

Durch ein wunderschön strahlendes Cover fällt dieses Buch wohl in jedem Bücherregal auf. Der anmutige Uhrwerksvogel zeigt einem sofort, auf welches Genre man yich einlässt. Ein Tor zu magischer Spannung und gefährlichen Welten.

Larabelle Fox ist ein 13-jähriges Waisenmädchen, welches sich ihr Leben lang in den Armenvierteln von King's Haven über Wasser halten muss. Als Tosherin, in der dunklen Kanalisation der Stadt, sucht sie nach allem was sie zu Geld und damit zu Essbarem machen kann, um zu überleben. Doch als sie eines Tages ein hölzernes Kästchen mit einem Uhrweksvogel findet, ist ihr Leben noch gefährdeter als vorher, denn dieser Vogel ist unglaublich wertvoll.
Zur gleichen Zeit ist ein grausames Wesen, genannt Schattenjack, im Auftrag von Mrs Hesters, der persönlichen Magierin des Königs, auf der Suche nach genau diesem Kästchen. Denn dieser Schatzt besitzt eine unglaubliche Macht. Die Macht über die zerstörerische Immernacht, die das Königreich mit ewiger Dunkelheit bedroht.

Ross McKenzi hat mich in eine Welt entführt, die mit ihrem mittelalterlichen Flair und vielen magischen Elementen absolut meine Ding waren. Larabelle ist eine bezaubernde Protagonistin, die mit ihrem Mut und dem Herz am rechten Fleck mein Leserherz im Sturm erobert hat.
Es berührte mich, wie sie gemeinsam mit ihren Freunden den Kampf gegen die Giganten auf sich genommen hat, obwohl sie eigentlich ganz unwissend in dieses Abenteuer verwickelt wurde. An diesem Punkt hätte ich gerne noch viel mehr über die Geschichte der einzelnen Freunde erfahren, die sicherlich ein eigenes Buch Wert wären.

Die relativ kurzen Kapitel ließen sich schnell und einfach weglesen, wie es sich für ein Jugendbuch gehört. Allerdings sind einige Szenen sehr Grausam , was sicherlich nicht für jeden Leser der Altersgruppe gut zu verarbeiten ist.
Der Spannungsbogen wurde durchweg gehalten und einige Wendungen konnten mich positiv überraschen.

Ich habe gerne Seite an Seite mit der mutigen Lara gegen die Gefahren der "Immernacht" gekämpft. Ein wirklich spannendes, aber auch zeitweise sehr düsteres Jugendbuch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere