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JennyY93

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2019

Leichte Sommerlektüre

Das Glück hat viele Seiten
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Ich fallen einfach mal mit der Tür ins Haus- es hat mir sooooososo gut gefallen, dass ich es schon etlichen Leuten empfohlen habe ;D

Aber eins nach dem anderen. :D

Ich würde das Buch als leichte Sommerlektüre ...

Ich fallen einfach mal mit der Tür ins Haus- es hat mir sooooososo gut gefallen, dass ich es schon etlichen Leuten empfohlen habe ;D

Aber eins nach dem anderen. :D

Ich würde das Buch als leichte Sommerlektüre bezeichnen, die auf vielen Seiten ein Schmunzeln hervorruft. Es lässt sie schnell und flüssig lesen, man merkt gar nicht, wie die Seiten dahin fliegen. :)

Es dreht sich hauptsächlich um Hannah und Ben. Hannah ist eine furchtbar naive Frau, die irgendwie oftmals nur von der Wand bis zur Tapete denkt ... Sie verschließt sich auch sehr schnell aufgrund ihrer Vergangenheit.
Und Ben war mir vom ersten Wort an irgendwie unsympathisch :| Aber mit den Seiten merkt man, das mehr bei ihm dahintersteckt. Er macht eine gewisse Entwicklung durch und mein Herz konnte sich für ihn erwärmen ;) Hannah ist mir trotz ihrer Art sympathisch gewesen und sie zeigt sehr viel Biss und Kampfgeist, was mir sehr gefiel.

Es ist alles (leider) sehr vorhersehbar für mich gewesen, was dem Leseerlebnis aber dennoch kein Abbruch getan hat :D Und schließlich geht es um eine kleine süße Buchhandlung - ich musste das Buch einfach lieben ;D Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt und kann das Buch nur empfehlen - perfekt für den Liegestuhl am Pool oder auf dem Balkon

Von mir gibt es 5 von 5 ☆

Veröffentlicht am 13.07.2019

Idee gut, Umsetzung... Naja...

Die Magdalena-Verschwörung
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Wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich kein Thriller-Leser bin. Aber mich haben das Cover und die Leseprobe sehr angesprochen.

Vor ein paar Jahren habe ich allerdings den ein oder anderen Thriller ...

Wer mich kennt weiß, dass ich eigentlich kein Thriller-Leser bin. Aber mich haben das Cover und die Leseprobe sehr angesprochen.

Vor ein paar Jahren habe ich allerdings den ein oder anderen Thriller gelesen. Ich weiß also, wie es in diesem Genre "aussehen" kann. Wer hier mit hohen Thriller-Erwartungen rangeht, der wird leider enttäuscht. Die Geschichte ist spannend, das steht außer Frage, allerdings fehlt mir noch ein kleines bisschen Knistereffekt darin.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen - einmal in der Gegenwart, wo Maureen die Hauptfigur ist und dann einmal im 16. Jahrhundert, wo auf Anne Boleyn das Hauptaugenmerk liegt. Der Auftakt zum Buch ist ein Mord, der beide Frauen "verbindet" und es werden weitere Morde aufgedeckt.

Eine ganze Weile sind beide Zeitebenen "gleichberechtigt", doch dann gibt es einen Knick und es dreht sich fast alles nur noch um Anne Boleyn. Aber auch da werden die Fakten rund um sich hingeworfen und schnell weitererzählt. Maureen und die Gegenwart geraten in den Hintergrund.

Das Ende fand ich sehr enttäuschend. Es gab einen "Knall", der Mörder der Gegenwart war bekannt, ebenso sein Plan und auf der nächsten Seite wurde er "geschnappt".

Es wirkte, als müsse man schnell zum Ende kommen und habe keine Zeit oder Platz zum ausschmücken des Endes.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Es lässt sich flüssig und schnell lesen. Der Spannungsbogen zu Beginn ist enorm, jedoch kommt er abrupt zum Ende. Der Stoff kann viel hergeben, es scheitert eher etwas an der Umsetzung.

Von mir gibt es daher leider nur 3,5 von 5 Sternen, jedoch mit leichter Tendenz zur 4.
(Die anderen Teile der Reihe möchte ich trotzdem noch lesen.)

Veröffentlicht am 17.03.2019

Potential ist da

Café Engel
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Das Café Engel, betrieben von der Familie Koch übersteht unbeschadet den zweiten Weltkrieg.
Während Mutter und Tochter Hilde daheim in Wiesbaden bleiben und den Krieg in der Heimat miterleben, muss das ...

Das Café Engel, betrieben von der Familie Koch übersteht unbeschadet den zweiten Weltkrieg.
Während Mutter und Tochter Hilde daheim in Wiesbaden bleiben und den Krieg in der Heimat miterleben, muss das Familienoberhaupt in den Krieg. Dort wird er auch noch stark verwundet und verliert schließlich ein Bein. Von der Unwissenheit geplagt, ob es Frau, Tochter und dem geliebten Café noch gut geht, geht er sofort nach Hause, als er wieder in Wiesbaden nach Ende des Krieges ankommt und nicht in die Klinik, um sein amputiertes Bein weiter zu versorgen. Erleichtert findet die Familie wieder zueinander.
Doch durch den Krieg und die Besatzung durch die Amerikaner hat sich sehr viel für das Café geändert damit hat Heinz Koch ordentlich zu tun und kämpft stark dagegen an.

Was Heinz Koch nicht weiß als er wieder kommt, ist, dass seine geliebte Tochter Hilde eine Liaison mit dem französischen Fremdarbeiter Jean-Jaques hatte. Diese blieb nicht ohne Folgen, doch Hilde verliert das Kind, bevor der Vater wiederkommt.

Julia Wemhöhner - Schneiderin und Jüdin - wurde auf dem Dachboden des Cafés versteckt und überlebt ebenfalls den Krieg.

Und dann gibt es da noch Luisa - die Nichte von Heinz Koch. Mit ihrer Mutter (Schwester von Heinz) flieht sie aus der Heimat, als ihr Vater nach langem Herzleiden verstirbt. Bei einem Fliegerangriff verstirbt Luisas Mutter und sie muss sich alleine durchschlagen. Doch sie trifft auf Fritz Bogner, der sie unterstützt, bis auch er wieder geht und als Kriegsverletzter in die Heimat zurück darf.
Und Fritz Bogner war ein häufiger Gast im Café Engel. Als Luisa dann fast schon durch Zufall in Wiesbaden ankommt, scheint sich für sie alles zu fügen und sie geht zum Café Engel, um ihren Onkel kennen zu lernen und Unterschlupf zu finden.
Hilde ist ihr sehr abweisend gegenüber und hält sie für eine Hochstaplerin und Betrügerin.

Und so schließt sich der Kreis.

Das charakteristischste des Romanes sind die Perspektivenwechsel, die mit jedem neuen Kapitel auftreten. Auf Dauer kann dies etwas anstrengend und bei der Anzahl der Personen verwirrend sein.

Die Geschichte ist gut geschrieben, sie liest sich (innerhalb des Kapitels) einfach so dahin. Jedoch hat mir die Entwicklung von Hilde persönlich nicht gefallen. Ebenso, dass es an manchen Stellen doch etwas hätte tiefer gehen können.

Alles in allem, war es ein gutes Buch und ich werde auch den zweiten Teil lesen, dafür bin ich zu neugierig und will wissen, wie es sich noch weiterentwickelt. Aber erstmal leider nur 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 04.02.2019

Eine Geschichte, wie das Leben sie schreibt

Vom Glück und den Tagen dazwischen
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Emmi ist Lehrerin & geht straff auf die 40 zu - & st single. Sie hat die Nase nun gestrichen voll! Sie ist es leid von den Männern ständig enttäuscht zu werden. Aus diesem Grund beschließt sie, Managerin ...

Emmi ist Lehrerin & geht straff auf die 40 zu - & st single. Sie hat die Nase nun gestrichen voll! Sie ist es leid von den Männern ständig enttäuscht zu werden. Aus diesem Grund beschließt sie, Managerin ihres eigenen glücklichen Singlelebens zu werden. Passend dazu fangen auch soeben die Sommerferien an.

Doch wie das Leben so spielt - egal was man plant, es kommt ja sowieso alles anders.
Denn nachdem Emmi endlich ihre Balkon spinnenfrei bekommen hat, muss sie sich auch schon um ihre Vermieterin Lore Meurer kümmern. Diese hat nämlich soeben ihren Mann verloren.

Aber Emmi wird dabei tatkräftig von Lores alten Freundinnen Jutta und Marlies unterstützt. Scheint zumindest so - Jutta scheint es wirklich gut zu meinen, während Marlies einem ständig ihre Meinung "aufdrängen" will. Als dann auch noch ans Licht kommt, dass Herbert (Lores Mann) ein Haus in Frankreich und offenbar Kinder mit einer anderen Frau hat, bricht für Lore endgültig eine Welt zusammen.

Marlies, Lore und Emmi beschließen einen Trip nach Frankreich, um der Sache auf den Grund gehen zu können. Doch dann taucht plötzlich Jutta auf, die auch mit will und Emmi holt Paula mit an Bord, da diese offensichtlich von ihrem Freund misshandelt wird und Abstand gewinnen soll. •
Die Reise beginnt schon Holterdipolter und so geht sie auch weiter. Plötzlich spielt wieder Dr. Fritz Bender eine Rolle für Emmi, Paula wird verfolgt usw. Doch wie die Reise ausgeht, liest ihr selbst ?

Ich fand das Buch sehr amüsant, hab an vielen Stellen geschmunzelt & kann es nur empfehlen! Die Seiten lesen sich nur so dahin & es ist geschrieben, als würde man daneben stehen. Absolut toll! An vereinzelten Stellen ein klein wenig "anstrengend" - halt wie im echten Leben auch ?

Veröffentlicht am 29.11.2018

Die Familie Reichenbach - in Zeiten des Umbruchs

Das Palais Reichenbach
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Der Krieg ist vorbei, die Monarchie abgeschafft und die Republik wurde ausgerufen. Familien wie die Reichenbachs stehen nun vor dem Nichts.

Fürst Paul Reichenbach lebt zusammen mit seiner Frau Fürstin ...

Der Krieg ist vorbei, die Monarchie abgeschafft und die Republik wurde ausgerufen. Familien wie die Reichenbachs stehen nun vor dem Nichts.

Fürst Paul Reichenbach lebt zusammen mit seiner Frau Fürstin Juliane und den Kindern Prinz Fridolin, Prinz Georg und Prinzessin Ina in Berlin. Ebenso leben in dem Haus ein paar Angestellte.

Doch als wäre die Ausrufung der Republik noch nicht (schlimm) genug, steht zu allem Übel noch ein Volksentscheid an, welcher den Adel enteignen soll und kann. Nun heißt es clever handeln und Bündnisse schließen - doch das ist leichter gesagt als getan.

Prinz Fridolin organisiert sich in der DNVP und will gemeinsam mit ihnen die Monarchie wieder aufleben lassen. Doch was ist mit dem Juden? Wie steht die Partei dazu? Schließlich ist der beste Freund von Prinz Fridolin der Jude Levi Zucker. Um vollständiges Mitglied der Partei zu sein und von den anderen aufgenommen zu werden soll Fridolin einen Juden zusammenschlagen. Und ausgerechnet Levi Zucker ist in dieser Nacht zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber das Glück steht auf Prinz Fridolins Seite, denn keiner erkennt ihn.

Prinzessin Ina und der mittellose Autor Theodor Barbach treffen sich im Romanischen Café - und sie wird die größte Inspirationsquelle für ihn und seinen neuen Roman, der schließlich auch als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift 'Die Dame' veröffentlicht wird. Prinzessin Ina erkennt sich sofort in der Protagonisten wieder und sucht Theodor auf. So beginnt eine Liebesgeschichte, die unter keinem guten Stern steht, dern schließlich ist sie aus gutem Haus und er nach wie vor nicht von Stand. Und aus diesem Grund muss sie auch geheim bleiben - doch das rüttelt zusehends an der Beziehung der beiden.

Und auch Prinz Georg trägt ein Geheimnis mit sich herum, was niemals ans Licht kommen darf.

Während die Kinder alle ihre Geheimnisse mit sich tragen und vor allen anderen zu verbergen versuchen, versucht Fürstin Juliane nach außen das Bild zu wahren und niemandem zu zeigen, wie schlecht es um die Familie Reichenbach wirklich bestellt ist. Als die Familie dann trotz positivem Volksentscheid ihr Anwesen in Görlitz verlieren wird dies zur Lebensaufgabe der Fürstin und es wird sogar ein Sommerball ausgerichtet. Dieser ist nur durch die finanzielle Unterstützung des Bruders der Fürstin möglich - doch zu welchem Preis?

Ein plötzlicher und tragischer Todesfall überschattet den Sommerball. Was heißt das für die Familie und was hat dich Köchin Anita damit zu tun?

Josephine Winter hat einen wunderschönen Roman kreiert. Vom ersten Wort an ist man in einer längst vergangene Zeit "gefangen" und die Seiten fliegen nur so dahin. Sie hat eine sehr angenehme Schreibweise. Sie hat es geschafft einige Überraschungen einzubauen, die man vorher nicht erwartet hat und die man auch erst mal eine kurze Zeit lang verdauen muss.