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Jenoh_DieBuchfluesterin

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2018

Leichte Unterhaltung für zwischendurch

Cherringham - Mord an der Themse
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Cherringham - Landluft kann tödlich sein

Mord an der Themse

von

Matthew Costello & Neil Richards


Cover:

Fängt sehr gut die Atmosphäre der Geschichte ein.



Inhalt:

Cherringham - eine ...

Cherringham - Landluft kann tödlich sein

Mord an der Themse

von

Matthew Costello & Neil Richards


Cover:

Fängt sehr gut die Atmosphäre der Geschichte ein.



Inhalt:

Cherringham - eine beschauliche Kleinstadt in den englischen Cotswolds.
Ein Ort, an dem das Verbrechen unbekannt ist.
Bis eines Tages die Leiche einer jungen Frau in der Themse gefunden wird. Ein schrecklicher Unfall - zumindest laut der Polizei. Sarah glaubt jedoch nicht daran.
Zusammen mit Jack, einem ehemaligen Detective der New Yorker Mordkommission, beginnt sie zu ermitteln.
Dabei müssen sie feststellen, dass die Dinge nicht so klar sind, wie die Polizei das gerne hätte ...



Meinung:

Von dieser Cosy-Crime-Reihe hatte ich schon viel gelesen und gehört.
Da ich kein Fan von eBooks bin, war ich echt begeistert, als ich beim Zeitschriftenhändler meines Vetrauens sah, dass der Bastei Verlag die Reihe in Romanheft-Form verlegt.

Sarah (Ende 30, frisch geschieden, berufstätig, Mutter ) und Jack ( Anfang 50, Ex-Cop aus New York, Witwer, der nach seiner Pension in England auf einem Hausboot lebt, nebst Hund), lernen sich im 1. Teil dieser Reihe kennen, nachdem Sarahs ehemalige Jugendfreundin tot im hiesigen Wehr aufgefunden wird.
Keine angenehme Situation um jemand Neues kennenzulernen.
Die beiden sind sich anfangs auch nicht wirklich sympathisch.
Da Sarah nicht glauben kann, dass ihre ehemalige Freundin sich selbst getötet haben soll, beginnt sie auf eigene Faust die Leute in der Gegend zu befragen und so begegnet sie dem Amerikaner Jack.
Er ist eher wortkarg, will mit dem Polizeikram nichts zu tun haben und reagiert auf Sarahs Fragen eher abweisend. Doch dann kommt ihm etwas seltsam vor und die beiden beginnen zum Mißfallen der Polizei zu ermitteln.

Dieser 1. Teil beginnt schon recht vielversprechend.
Noch sind Sarah und Jack nicht aufeinander abgestimmt, aber da sie sich ja gerade erst kennengelernt haben, ist das nur natürlich.
Beide sind auf ihre Art sympathisch und man erhält auch schon erste Einblicke in ihr Privatleben.
Der Fall ist für Sarah sehr persönlich, allerdings ist er nicht besonders aufregend oder überraschend.

Wie alle Cosy-Reihen sind die Geschichten kurzweilige Unterhaltungen für zwischendurch und keine gewieften Kriminalfälle.
Diese Reihen leben von ihren sympathischen Protagonisten, den skurrilen Nebencharakteren, einer schön geschaffenen Atmosphäre und von ihrem Witz und haben einen gewissen Charme.

Ich lese solche Reihen sehr gern nachdem ich einen dicken Wälzer beendet habe.
Nur zur Entspannung und zum Abschalten, ohne dabei viel denken zu müssen.



Fazit:

Ich werde auf jeden Fall noch ein paar von diesen Heftchen lesen und schauen, wie sich das leben für Sarah und Jack weiterentwickelt.
Wie gesagt:
Diese Heftchen sind was Feines für zwischendurch und müssen eigentlich mit einem Augenzwinkern gesehen werden.




Empfehlung:

Für GB-Fans ein Muss, aber auch für alle die Cosy-Reihen mögen.



Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 30.04.2018

Ein schönes Schmankerl für zwischendurch...

Der Fluch des Rhododendrons
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Der Fluch des Rhododendron - Paula und der Pakt

von

Barbara A. Ropertz


Cover:

Auf den 1. Blick erschien mir das Cover recht kitschig.
Auf den 2. Blick ... eigentlich ... auch.
Aber wenn man ...

Der Fluch des Rhododendron - Paula und der Pakt

von

Barbara A. Ropertz


Cover:

Auf den 1. Blick erschien mir das Cover recht kitschig.
Auf den 2. Blick ... eigentlich ... auch.
Aber wenn man die Story nachher kennt, ist es doch sehr passend und daher gut gewählt.



Inhalt:

Seit Jahrhunderten wissen Eingeweihte, dass die Sagen und Gerüchte über ein Grundstück, auf dem noch immer uralte Flüche herrschen, der Wahrheit entsprechen.
Die junge Paula G. erbt überraschend dieses Grundstück.
Sie muss sich den Flüchen aus alter zeit und dem, was sie bis heute bewirken, stellen.
Ihre Lehrzeit auf dem sogenannten "Hexentobel" beginnt an ihrem 25. Geburtstag. Schon bald wird sie beweisen müssen, ob sie dieses schwere Erbe tragen und eine gute Hüterin für den Tobel und seine Flüche werden kann.
Sie wird selbst eine Aufgabe bekommen, die sie an ihre Grenzen führt. Sie muss einen Fluch schreiben und damit einen Schuldigen grausam strafen.
Nämlich mit dem Tod. Wird sie dieser Aufgabe gewachsen sein?



Achtung!!!
Diese Rezension könnte Spoiler enthalten!

Meinung:

Der Einstieg in die Story gestaltete sich für mich anfangs als ein wenig schwierig.
Ich empfand ihn als holprig, da ich ein wenig mit dem Ausdruck haderte.
Wenn es um die Protagonistin Paula ging, die in der Gegenwart lebt, empfand ich ihn als zu altmodisch und irgendwie unpassend.

Wenn allerdings rückblickend die Geschichten der vorherigen Hüterinnen des Tobels erzählt wurde, passte diese Art die Geschichten zu erzählen hervorragend.
Diese Passagen haben mir übrigens am Besten gefallen.

Es war wirklich eine hervorragende Idee, die Geschichte des Tobels in dieser Form zu erzählen und gleichzeitig Paula ihre Aufgaben als Hüterin des Tobels zu erklären und die Geheimnisse des Grundstücks näher zu bringen.

Besonders liebevoll wurden die Flüche kreiert. Daran hatte ich jedes Mal wieder meinen Spaß.

Paulas Geschichte hingegen fand ich hingegen sehr vorhersehbar. Auch der Cliffhanger war jetzt keine Überraschung. Während Paulas Vorgängerinnen Flüche entwickelten um sich vor ihren eigenen Peinigern zu schützen, wird hier eine Geschichte präsentiert, die mir ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen war.
Paulas Geschichte und das ganze Drumherum waren für mich die uninteressantesten Stellen. Mit der Protagonistin, die mir ein wenig zu farblos war mit zu wenig Tiefe, wurde ich einfach nicht so recht warm.

Die Story allerdings ist sehr unterhaltsam, sehr mystisch und voller magischer Geheimnisse. Die Autorin hat hier sehr viel Fantasie bewiesen.

Der Lesefluss wurde durch die ständigen Wiederholungen oft ausgebremst.
Der lebende Fluch und die graue Wächterin und deren Entstehung wurden mir ein wenig zu oft erklärt und das in ziemlich kurzen Abständen.




Fazit:

Dieses Buch war sehr unterhaltsam und hat eine richtig gute mystische Atmosphäre vermittelt.
Trotz einiger Schwächen fühlte ich mich gut unterhalten und habe es relativ zügig durchgelesen.



Empfehlung:

Für alle Fans von Hexengeschichten, Flüchen und alten Geheimnissen geeignet.
Ein schönes Schmankerl für zwischendurch.



Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 28.04.2018

Mal etwas ganz anderes

Jenseits von Bochum
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Jenseits von Bochum

von

Frank Röhr



Cover:

Joah...ich würd sagen: Alles Wesentliche ist darauf zu sehen, oder???



Inhalt:

Jenseits von Bochum liegt eine eigene Welt, in der die wieselartigen ...

Jenseits von Bochum

von

Frank Röhr



Cover:

Joah...ich würd sagen: Alles Wesentliche ist darauf zu sehen, oder???



Inhalt:

Jenseits von Bochum liegt eine eigene Welt, in der die wieselartigen Rashan und die wolfsähnlichen Wrughoor leben, aber auch andere mächtige mythische Wesen, wie Wasserdrachen oder die körperlosen Shaziim. Paddy, ein arbeitsloser Historiker, und Linda, seine Sachbearbeiterin im Jobcenter, geraten in diese Anderswelt und haben Mühe, sich zurechtzufinden.
Der Rashan Rodiar, in unserer Welt auf der Suche nach seiner Ex-Freundin, scheint dabei zunächst auch keine große Hilfe zu sein.
Auf der Suche nach einem Ausweg gelangen die drei auf die Spur einer existenzbedrohenden Gefahr für beide Welten …



Meinung:

Auf dieses Werk war ich sehr gespannt.
Da ich selbst auch im Ruhrgebiet lebe, fand ich die Idee...naja...sagen wie mal mehr als skurril.
Ruhrgebiet und Fantasy... das passt in etwa so zusammen wie Bratwurst mit Nutella.
Dachte ich jedenfalls zuerst und wurde eines Besseren belehrt.

Der Einstieg in das Buch gelang mir ohne Probleme.
Man lernt in kurzen Kapiteln die drei wichtigsten Charaktere und ihr tägliches Leben kennen, bevor für Paddy und seine Sachbearbeiterin Linda das Leben mehr als merkwürdig wird.
Die Darstellung der Anderswelt und der Übergang in solche fand ich wirklich eine recht witzige Idee. Ich werde wohl bei meinem nächsten Besuch im Duisburger Rathaus auf jeden Fall mit dem Paternoster-Aufzug fahren. Wollen wir doch mal sehen, ob ich da nicht auch einen Brunnen finde.... ( nicht im Aufzug, sondern...ach egal!)

Der Erzählstil ist locker-flockig und sehr humorvoll gehalten, die Kapitel sind wie gesagt kurz und aus der jeweiligen Perspektive von Paddy, Linda und Rodiar erzählt, was mir wirklich richtig gut gefallen hat, weil man alle drei auf diese Weise doch sehr viel besser kennenlernt.

Die Bewohner der Anderswelt und ihre Art zu leben sind fantasievoll und sehr bildhaft dargestellt. Ich hatte keine Probleme in diese Welt abzutauchen.
Auch die Idee das die Nebenwelten durch Brunnen miteinander verbunden sind, gefiel mir hier sehr gut.

Die Dialoge kamen sie flapsig-frech daher, eben so wie man hier im Pott spricht.
Laut und frech und nicht sonderlich nett


Dann hätte ich mir doch mehr Infos über Paddys Familie und ihre Verbindung zur Nebenwelt gewünscht. Wenn der Autor da noch ein wenig mehr drauf eingegangen wäre, hätte es mir noch besser gefallen.



Fazit:


Die Story ist sehr skurril, in der man das Gefühl bekommt, dass sich Frank Röhr richtig ausgetobt hat, aber sie ist in sich stimmig, immer mit einem kleinen Augenzwinkern und fernab von jeglichem Mainstream.
Das bringt mal ein wenig frischen Wind in die urbane deutsche Fantasie, die ja meist nur ein Deckmantel für die eklig-klebrige Romantasy ist.



Empfehlung:

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Urban-Fantasy mag und mal etwas anderes lesen möchte.



Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 15.04.2018

War nichts für mich...

London Stalker
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London Stalker

von

Oliver Harris


Inhalt:

Detective Nick Belsey ist vom Dienst suspendiert, hat eine Anklage am Hals und haust im verlassenen Polizeirevier von Hampstead.
Amber Knight ist Londons ...

London Stalker

von

Oliver Harris


Inhalt:

Detective Nick Belsey ist vom Dienst suspendiert, hat eine Anklage am Hals und haust im verlassenen Polizeirevier von Hampstead.
Amber Knight ist Londons größtes It-Girl und lebt das glamouröse Leben eines Pop- und Filmstars.
Als eines Tages eine ältere Frau bei Belsey anklopft und ihn bittet, ihren Sohn aufzuspüren, der seit Tagen verschwunden ist, findet Belsey Hinweise darauf, dass er Amber Knight gestalkt hat.
Belsey schmuggelt sich als Security-Mann in Amber Knights Leben ein und gerät, als eine Bekannte von Amber tot aufgefunden wird, selbst unter Mordverdacht. Während er versucht, seinen eigenen Hals zu retten sowie den wahren Täter und den Vermissten zu finden, stößt Belsey hinter Reichtum, Glanz und Glamour auf Verzweiflung, Obsession und eine mysteriöse Organisation, die davon zu profitieren scheint.


Cover:

Ich muss gestehen, dass mich das Cover sogleich angezogen hatte.
Daraufhin habe ich mich gleich für ein Exemplar beworben.
Alles richtig gemacht , würde ich sagen.



Meinung:

Der Einstieg in dieses Buch war gar nicht so uninteressant und ich dachte noch:
Hey! Gut gewählt! Leider verliess mich diese Gefühl alsbald.
Denn ich hatte nicht gewusst, dass dies der dritte Teil einer Reihe ist.
Das spielt zwar für den Fall keine Rolle, aber leider nehmen Nick Belseys berufliche Probleme einen ziemlich großen Platz ein.
Hätte ich die beiden vorherigen Teile gelesen, wäre mir vielleicht einiges klarer gewesen, was genau mit ihm und seiner Karriere eigentlich passiert und warum er reagiert, wie er reagiert.
Das wird zwar mehrfach angeschnitten, aber so ganz habe ich die Situation, in der er jetzt steckt, immer noch nicht ganz nachvollziehen können.
Auch gefiel mir der Protagonist Nick Belsey und die Art, wie er die Dinge angeht, nicht. Sein permanentes Lügen, weil er auf eigene Faust ermittelt muss, weil gerade ein Haftbefehl auf ihn ausgestellt wurde ,störte mich arg.
Durch seine dämlichen Handlungen, ist er immer da zugegen, wo gerade jemand ermordet wurde und zieht damit das Misstrauen seiner Kollegen noch mehr auf sich.
Während des ganzen Buches über, wurde ich durch dieser Art und Weise der Ermittlungsarbeit überhaupt nicht warm mit ihm.
Auch alle anderen Charaktere bleiben blass und uninteressant.
Niemand von ihnen besaß irgend etwas prägnantes.
Teilweise musste ich bei den Mordopfern zurückblättern und nachlesen, wer denn da wer noch gleich war.
Während der Fall anfangs ein wenig uninteressant dahinplätschert, Belsey diesen und jenen Hinweisen nachgeht, begann sich in mir schon erste Enttäuschung aufzubauen.
Plötzlich gewinnt die Story an Fahrt und ich konnte bestimmt über 100 Seiten lang das Buch nicht mehr beiseite legen.
Die Auflösung des Falls war tatsächlich an Einfallsreichtum kaum noch zu überbieten und hinterlässt einen faden Nachgeschmack.
Das offene Ende lässt mich genauso ratlos zurück.
Was soll das jetzt?
Was will der Autor mir damit sagen ???
( Ja, ich weiß...es gibt wahrscheinlich einen vierten Fall. Aber hätte es den nicht sowieso gegeben ?)



Fazit:

Anfangs dachte ich, dass ich die Story nicht besonders mag, weil ich ich die vorherigen Teile nicht gelesen hatte.
Aber ich glaube, daran lag es nicht.
Es lag an dem Protagonisten Nick Belsey.
Ich mag ihn einfach nicht und ich verstehe ihn nicht.
Und der Fall ist ...sagen wir mal bestenfalls....hanebüchen.
Kurz und bündig:
Ich mag dieses einfach Buch nicht.
Den Protagonisten nicht.
Die anderen Charaktere nicht.
Den Fall nicht.
Das Buch hat überhaupt keine Atmosphäre.
Hab ich nochetwas positives zu sagen?
Durchaus.
Den Schreibstil, den viele moniert hatten, fand ich völlig in Ordnung und fast zum Ende hin , hatte der Autor es geschafft, sowas wie Spannung aufzubauen, mit der schlußendlichen Auflösung hat er es dann doch wieder versaut.
Okay, das war jetzt doch nicht so richtig positiv.



Empfehlung:

Nö!
Nicht von mir.



Von mir gibt's:

2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.04.2018

Spannend!

Herzschlag der Gewalt
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Herzschlag der Gewalt

von

Matthias Soeder


Inhalt:

Alexander Hartmann führt ein gefährliches Doppelleben: Vordergründig ein harmloser Frachtpilot, übernimmt er immer wieder riskante Aufträge ...

Herzschlag der Gewalt

von

Matthias Soeder


Inhalt:

Alexander Hartmann führt ein gefährliches Doppelleben: Vordergründig ein harmloser Frachtpilot, übernimmt er immer wieder riskante Aufträge für den deutschen Geheimdienst.
Dann verliebt sich der Agent in die ahnungslose Valentina. Um sie nicht zu gefährden, will er aussteigen.
Doch der Chef des Bundesnachrichtendienstes weiß von seiner kriminellen Vergangenheit und erpresst ihn: Knast oder Kooperation für einen letzten Fall.Hartmann hat keine Wahl.
Er muss den hochbrisanten Auftrag annehmen, um nicht für Jahre hinter Gittern zu verschwinden, und noch wichtiger, um nicht die Liebe der gesetztestreuen und pazifistischen Valentina zu verlieren.
In Nairobi planen somalische Terroristen einen perfekt inszenierten Massenmord auf eine deutsche Einrichtung. Hartmann soll den Anschlag verhindern und die Drahtzieher überführen. Doch zu spät erkennt er die wirklichen Hintergründe des Anschlags.
Die unglaubliche Wahrheit bringt auch Valentina in Gefahr. Es entbrennt ein Kampf gegen menschliche Gier und Machtgelüste. Ein Kampf ums nackte Überleben und um Gerechtigkeit.


Cover:

Sehr gut gewählt.
Alle Elemente des Buches sind auf dem Cover vereinigt.


Achtung Spoiler!


Meinung:

Selten bekomme ich einen Thriller eines deutschen Autors zugesendet.
Umso gespannter war ich als "Herzschlag der Gewalt " in den Händen hielt.

Der Einstieg in die Story gelingt einem recht schnell.
Man lernt Alexander Hartmann kennen und unter welchen Umständen er aufwuchs, man erfährt seinen bisherigen Werdegang bis er zum Agenten des BND ausgebildet wurde.
Eine weitere persönliche Tragödie, wirft ihn für einige Zeit aus der Bahn.

Eine weitere wichtige Person in dieser Geschichte ist der Somalier Chibala.
Auch ihn lernt man von klein auf kennen und bekommt aufgezeigt, wie aus dem kleinen Waisenjungen, das Monster wurde, welches man schließlich hier präsentiert bekommt.

Die Story ist locker und sehr actionreich geschrieben und daher recht flüssig zu lesen. An Brutalität und Grausamkeit mangelt es hier auch nicht, aber es steckt auch eine sehr intelligente, gut durchdachte und komplexe Story dahinter.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich ein wenig Probleme mit dem Protagonisten Alexander Hartmann, der ja der Held in dieser Geschichte ist, hatte.
Er blieb mir lange, lange Zeit zu distanziert, zu kühl , in einigen seiner Handlungen nicht wirklich nachvollziehbar.
Ein für mich nicht greifbarer Super-Agent, der vor nichts und niemanden Angst hat und allen überlegen ist.
Ganz ehrlich?
Chibala hatte mehr Tiefe als er, weshalb mir die Passagen mit ihm auch besser gefallen haben.
Erst ca. 100 Seiten vor dem Ende bekommt man auch mal einen anderen Alexander mit einer menschlichen Seite präsentiert.
Da gefiel er mir deutlich besser.

Ein anderer Punkt, bei dem ich immer grinsen musste, waren die Szenen, speziell die Liebesszenen ,mit Bianca oder Valentina und die Dialoge währenddessen oder danach.
Man merkt deutlich, dass dem Autor solche Szenen nicht wirklich liegen, denn die Dialoge sind derart gestelzt, wirken sehr unecht, klischeehaft und sehr abgenutzt. Es herrschte überhaupt keine wirkliche Verbundenheit zwischen den Paaren, kein echtes Gefühl, sondern nur Sex und ständige Vorwürfe, Zickigkeiten und Heulerei.
Ich hatte irgendwie den Eindruck, dass es dem Autor unangenehm war, diese Szenen zu schreiben.
Das ist für die eigentliche Story nicht wirklich wichtig, aber ich glaube, das ist einer der Gründe, warum mir Alexander Hartmann so seltsam fremd blieb.

Was die Action, speziell die Kämpfe, Folterungen und Grausamkeiten angeht, bringt der Autor das derart glaubhaft rüber, das man es vor seinem inneren Auge sehen, fühlen und schmecken kann.
Hier hat er überhaupt keine Probleme Authentizität rüber zu bringen.




Fazit:

Ein durchaus gelungenes Debüt mit reichlich Action, Spannung, viel Blut und einer tollen Story.
Ein paar kleine Holprigkeiten gab es, aber das tat der actionreichen Geschichte keinen Abbruch.



Empfehlung:

Für alle Action-/ Agenten- Thriller- Fans, die nicht zu zart besaitet sind.



Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen