Platzhalter für Profilbild

Jenoh_DieBuchfluesterin

Lesejury Profi
offline

Jenoh_DieBuchfluesterin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jenoh_DieBuchfluesterin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2021

Hatte mir mehr davon versprochen ...

Die Toten vom Jakobsweg
0

Die Toten vom Jakobsweg von Vlastimil Vondruska

Erhältlich als
Taschenbuch für 9,99 €
eBook für 8,99 €
384 Seiten

Herausgeber: Bastei Lübbe

Genre: Historischer Kriminalroman

Klappentext:
Eine gefahrvolle ...

Die Toten vom Jakobsweg von Vlastimil Vondruska

Erhältlich als
Taschenbuch für 9,99 €
eBook für 8,99 €
384 Seiten

Herausgeber: Bastei Lübbe

Genre: Historischer Kriminalroman

Klappentext:
Eine gefahrvolle Reise, ein Mörder unter Pilgern und ein Dokument, das die Existenz des Christentums bedroht

Prag im 13. Jahrhundert: Ulrich von Kulm, königlicher Prokurator, hat wahrlich Wichtigeres zu tun, als nach Santiago de Compostela zu pilgern. Doch der König besteht darauf, dass er die ehrwürdige Äbtissin Agnes von Böhmen dorthin begleitet. Ursprünglich hätten drei Ritter die Pilgergruppe anführen sollen, aber diese wurden einer nach dem anderen ermordet. Auch unterwegs reißt die rätselhafte Mordserie nicht ab. Die vermeintliche Wallfahrt scheint alles andere als religiöse Motive zu verfolgen. Doch was hofft die Äbtissin in Santiago zu finden? Und warum geht einer der Pilger über Leichen, um zu verhindern, dass sie ihr Ziel erreicht?

Der erste Fall für Ritter Ulrich von Kulm, der sich immer und überall für Gerechtigkeit einsetzt, und seinen lebenslustigen Knappen Otto, der Informationen am liebsten von hübschen Mädchen beschafft

Meinung:
Bei diesem Buch, muss ich gestehen, hat mich das Cover doch sehr angesprochen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich gedacht: Ja, warum eigentlich nicht?
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir hier sehr leicht, da der Protagonist Ulrich von Kuhn und sein Knappe Otto recht sympathische Gesellen sind und sie auch gleich mitten in das Geschehen um die ehemalige Äbtissin Agnes von Böhmen geraten.
Mir kam zwischenzeitlich der Verdacht auf, dass es sich hier nicht um den 1. Fall der beiden Hauptcharaktere handelte. Tatsächlich hat der Verlag wohl den 12. Teil der tschechischen historischen Kriminal- Reihe als Band 1 veröffentlicht. Warum? Das werden wir wohl nie erfahren. Es gibt zahlreiche Hinweise auf andere Fälle bzw. Personen, die im Buch aber gar nicht vorkommen und man deshalb auch nicht den Bezug zu gewissen Anmerkungen oder Kommentare herstellen kann.
Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und ein eingespieltes Team ( Kein Wunder, ist ja auch Band 12. Wollte es nur noch mal erwähnt haben!). Die Nebencharaktere kommen sehr viel blasser daher und ich muss sagen, das die weiblichen Charaktere mehr als nervtötend waren. Nicht eine empfand ich auch nur annähernd sympathisch. Ganz im Gegenteil: Eine war dümmlicher als die andere. Während des Lesens wünschte ich mir, sie würden endlich ermordet werden.
Der Erzählstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, denn der Autor neigt dazu seine Charaktere sehr langatmige Gespräche führen zu lassen, die zu nichts führen, nur um das gleiche Gespräch 150 Seiten weiter, nochmal zu führen, welches dann auch im Nichts zu verläuft. Die vielen Personen dieser Pilgerreise und die Figuren, denen sie unterwegs begegnen, machte es mir schwer in der Geschichte zu bleiben und dem eigentlichen Handlungsstrang zu folgen.
Der Schreibstil ist teilweise etwas holprig, was eventuell auch an der Übersetzung liegen könnte. Ich musste ab und an ganze Absätze zweimal lesen, um die nötigen Informationen herausfiltern zu können.
Die Handlung für sich gesehen, hat mir allerdings sehr gut gefallen und die Auflösung war auch ein richtiger Knaller ( finde ich ).

Fazit:
Selten habe ich an einem Buch, welches nur 384 Seiten hat und das aus einem meiner Lieblingsgenres ist, so lange gelesen. Eigentlich bin ich nur dran geblieben, weil ich natürlich wissen wollte, wer der Mörder ist und was war seine Motivation? Die Auflösung hat mich dann doch sehr zufrieden gestellt und das Buch damit zum Ende hin doch wieder etwas aufgewertet.

Leseempfehlung:
Kann man lesen, muss man aber nicht. Es ist keins von diesen Büchern, wo ich sagen würde: "Das musste gelesen haben." Da ich den 2. Teil auch schon habe, werde ich ihn dann auch lesen. Vielleicht ist er ein wenig spannender.

Von mir gibt’s:
Leider nur 3,5 von 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2020

Kann man lesen

Red Bird - Ava Canary
0

Red Bird - Ava Canary
von
Roland Hebesberger

Erhältlich als
Taschenbuch für 14,99 €
eBook für 2,99 €
322 Seiten

Vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar!
Inhalt:

„Flieg, kleiner Vogel! Der Adler ...

Red Bird - Ava Canary
von
Roland Hebesberger

Erhältlich als
Taschenbuch für 14,99 €
eBook für 2,99 €
322 Seiten

Vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar!
Inhalt:

„Flieg, kleiner Vogel! Der Adler wird über dich wachen.“
Ava Canary will in die Fußstapfen ihres verstorbenen Onkels treten und eine erfolgreiche CIA-Agentin werden.
Bei ihrer ersten Außenmission kommt es jedoch zu unerwarteten Schwierigkeiten.
Ehe sie es sich versieht, gerät sie zwischen die Fronten und findet sich in einer Welt aus bedrohlichen Technologien, Lügen und Doppelagenten wieder.
Wem kann sie vertrauen? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter der Arbeit ihres Onkels? Und was hat es mit Lockdown auf sich? Ava muss alles riskieren, denn es steht nicht nur ihr Leben auf dem Spiel, sondern das Schicksal der gesamten Menschheit.
Meinung:
Dieses Buch zu rezensieren, fällt mir tatsächlich nicht leicht.
Einerseits ist es spannend geschrieben und lässt sich wirklich hervorragend durchlesen. Es gibt jede Menge Action und Spionage und auch häufig brenzlige Situationen, die mich an das Buch fesselten.
Andererseits wurde ich mit der Protagonistin Ava überhaupt nicht warm. Das sie als Anfängerin eher naiv und völlig übermotiviert an viele Dinge herangeht und mit vielen Situationen völlig überfordert ist, hätte ich ja noch verstanden und einfach so hingenommen,
Die Arroganz und Überheblichkeit, die sie an den Tag legt, indem sie glaubt, sie sei die Einzige , die das große Ganze überblickt und glaubt, das niemand ihre Ermittlungen bemerkt, brachten mich immer dazu meine Augen so derart zu verdrehen, bis sie quietschten.👀

Ich habe es als sehr schade empfunden, dass Ava mir so unsympathisch war, denn es beeinträchtigte doch den Spaß an der spannenden Geschichte.
Die Nebencharaktere blieben auch eher flach und eindimensional. Ihr Handeln war für mich stellenweise nicht nachvollziehbar.

Fazit:
Eine Ge
schichte mit vielen Pro und Contras, welche es mir nicht einfach machten sie zu bewerten.
Pro: Action, Verrat, Spionage und viele Geheimnisse
Contra: nervige Prota, blasse Nebencharaktere und teilweise nicht nachvollziehbare Reaktionen und Handlungen.

Von mir gibt´s:

3,5 von 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2018

Nette Geschichte für zwischendurch ...

Ein ängstlicher Blick zurück - Gib niemals auf
0

Ein ängstlicher Blick zurück - Gib niemals auf

von

Horst Rasch



Klappentext:


Erik, ein gut aussehender, lebensfroher und beliebter junger Lehrer, gerät schuldlos in die Krallen des Unrechts, ...

Ein ängstlicher Blick zurück - Gib niemals auf

von

Horst Rasch



Klappentext:


Erik, ein gut aussehender, lebensfroher und beliebter junger Lehrer, gerät schuldlos in die Krallen des Unrechts, aus denen er sich nicht mehr mit eigener Kraft befreien kann.
Der Freitod scheint sein vermeintlich einziger Ausweg zu sein.
Sein Fall in ein unendlich tiefes Loch wird von vielen Schutzengeln aufgefangen. Erik gelingt nach der schweren Zeit ein wunderbarer Neuanfang.



Meinung:

Der Einstieg in das Buch gelang mir durch die unterhaltsame Erzählweise sehr leicht.
Der Schreibstil ist eher locker gehalten und daher auch flüssig und sehr schnell lesbar.
Man lernt Erik und sein Leben kennen und man wird dann Zeuge einer unglaublichen Beschuldigung, die sein bisheriges locker-leichtes Leben mit einem Knall beendet.

Während die erste Hälfte des Buches eher in Richtung Drama geht, wechselt die Geschichte dann unerwartet in eine Lovestory.
Die erste Hälfte des Buches gefiel mir daher sehr, weil man auch sehr mit Erik mitgelitten hatte. Die unglaublichen Anschuldigungen und die Reaktionen seiner Mitmenschen darauf, waren sehr herzergreifend.
Im mittleren Teil beginnt er sich ein neues Leben aufzubauen und neue Impulse und neue Freunde sind dabei richtungsweisend.

So weit, so gut.
Ich empfand, dass der letztere Teil des Buches von so viel Glück geprägt war, dass es schier ans Unglaubliche grenzte. Als dann die Lovestory im Flugzeug begann, war mir das dann doch als zuviel des Guten. Erst bemerkt er sie nie und dann weiß er binnen Sekunden, dass sie die große Liebe ist.
Andersherum: Sie beobachtet ihn schon seit Jahren, aber weil sie so schüchtern ist, spricht sie ihn nie an. Spricht aber mit seinen Freunden über ihn, weiß alles über ihn. ( ???? ) Nee, das sind mir zuviele schmalzige Unstimmigkeiten und daher recht unglaubwürdig.



Fazit:

Ich bin eigentlich ganz hin und hergerissen, da für mich das Buch zum einen recht unterhaltsam war, zum anderen aber dann doch zu sehr in die schmalzige Richtung abdriftete.
Das hatte ich nach der Hälfte des Buches nicht in dieser Art und Weise erwartet.
Ein Buch das locker-leicht geschrieben ist und vom Genre nicht ganz so leicht einzuordnen, aber ich habe mich trotzdem für das Genre "Drama" entschieden.



Empfehlung.

Eine schöne Urlaubslektüre. Etwas für zwischendurch.
Für Leser, die Geschichten mit überglücklichem Ausgang lieben.



Von mir gibt's:

3,5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 08.06.2021

Sehr trockene Lektüre

Ein schauderhafter Kameradenmord im 19. Jahrhundert -
0

Ein schauderhafter Kameradenmord im 19.Jahrhundert unter den Aspekten der Historischen Kriminologie
Von Manfred Teufel

Kurz-Meinung:
Das Thema war recht ansprechend. Diesen speziell ausgesuchten Fall ...

Ein schauderhafter Kameradenmord im 19.Jahrhundert unter den Aspekten der Historischen Kriminologie
Von Manfred Teufel

Kurz-Meinung:
Das Thema war recht ansprechend. Diesen speziell ausgesuchten Fall unter unterschiedlichen Aspekten zu betrachten und die daraus resultierenden Ergebnisse richtig zu deuten, gestaltete sich jedoch sich auch als sehr langwierig und teilweise auch etwas öde, da viele Erklärungen teilweise sehr ausufern und für den Fall auch nicht immer relevant sind. Die ständigen Quellenangaben und Querverweise im Text, störten zudem den Lesefluss enorm.
Der Fall ist gut recherchiert und auch sehr interessant, allerdings sind die Erläuterungen staubtrocken. Obwohl das Buch nur knapp 200 Seiten hat, habe ich sehr lange daran gelesen und die Texte, die sich wiederholten nur noch überflogen.

Fazit:
Ich fand es ein recht enttäuschend, da der Unterhaltungswert überhaupt nicht gegeben war.


Von mir gibt es:
3 von 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.01.2021

Leider nicht so gut, wie der Vorgänger.

Kolyma
0

Kolyma
von
Tom Rob Smith
Erhältlich als
TB für 9,95
Geb. Buch für 19,95 €
ebook für 8,99 €
472 Seiten
Herausgeber:
Goldmann Verlag
Genre:
Thriller
Klappentext:
Der zweite Band der Thrillerreihe um den ...

Kolyma
von
Tom Rob Smith
Erhältlich als
TB für 9,95
Geb. Buch für 19,95 €
ebook für 8,99 €
472 Seiten
Herausgeber:
Goldmann Verlag
Genre:
Thriller
Klappentext:
Der zweite Band der Thrillerreihe um den Geheimdienstoffizier Leo Demidow
Kolyma – das ist der Vorhof der Hölle. Am äußersten Rand von Sibirien gelegen, tausende Kilometer von Moskau entfernt, gibt es hier nur Steine, Schnee, Permafrost – und Lager. Die schlimmsten Gulags der Sowjetunion. In diese eisige Wüste lässt Leo Demidow sich einschmuggeln, denn seine Tochter wurde entführt, und ihr Leben steht auf dem Spiel. Doch als einer der Mithäftlinge ihn als ehemaligen KGB-Agenten enttarnt, sitzt Leo plötzlich in einer tödlichen Falle.
Meinung:
Nachdem ich von Kind 44 mehr als begeistert war, war es natürlich keine Frage, das ich auch den 2. Teil so schnell wie möglich lesen wollte.
Der Einstieg war auch hier wieder mehr als interessant und man erkennt, wie verblendet und Regimetreu Leo als junger Offizier war.
Da er wirklich der Überzeugung war, das Richtige zu tun.
Er wurde als "guter Bürger" und zur Gesetzestreue erzogen und glaubt ein guter Mensch zu sein.
Einige Jahre später werden die Ergebnisse seiner Taten ans Tageslicht gezerrt und er muss sich in eines der schlimmsten Gulags der damaligen Sowjetunion einschleusen lassen, um jemanden zu retten, der ihm damals vertraute und den er verraten hatte.
So weit, so gut.
Die Überfahrt ins Gefängnis und die paar Tage, die er darin verbrachte waren tatsächlich sehr aufregend und aufwühlend und in der üblichen Spannung geschrieben.
Doch spätestens bei dem Gefängnisaufstand wurde die Story doch sehr haarsträubend und arg unglaubwürdig.
Vor allem bei dem Charakter Frajera habe ich ständig mit den Augen gerollt.
Diese Figur war völlig überzogen, sehr unglaubwürdig und in keinster Weise in ihrem Handeln zu verstehen.
Auch Adoptivtochter Soja, die nicht nur jede Menge kriminelle Energie in sich trägt, sondern auch dringend einen Psychologen bräuchte, war ebenfalls ein sehr nervtötender Charakter und ich war mehr als einmal dafür, das Leo sie doch einfach da lassen sollte, wo sie sein wollte. Da sie ihn ja bis aufs Blut hasst und weil sie aus irgendeinem Grund glaubt, er habe ihre Eltern erschossen.
Da in dieser Familie aber nie ein Problem besprochen wird, sondern alle nur ihr eigenes Süppchen kochen, gehen die Schicksale der Familie einem nicht sonderlich nahe.
In diesem Teil bleiben sämtliche Charaktere, die man eigentlich schon aus dem vorherigen Teil kennen und liebengelernt hatte, eigenartig farblos.
Hier fehlt es an jeglicher Charaktertiefe, was ich unglaublich schade fand, da das Ehepaar im Laufe des vorherigen Teils so zusammengewachsen war und hier wieder die Probleme auftauchen, die sie schon am Anfang des 1. Teils hatten.
Leider gab es da keinerlei Entwicklung, nur Rückschritte und das langweilte mich.
Auch die Geschichte der Untergrund-Gruppierung, die von Frajera angeführt wird, ihre Anschläge und die Rolle die sie bei der Revolution in Ungarn einnehmen, empfand ich als "zu viel des Guten".
Der Schreibstil war wieder sehr flüssig und angenehm zu lesen.
Fazit:
"Kolyma" hat mich nicht annähernd so gepackt und so gut unterhalten wie "Kind 44".
Ich war von "Kolyma" recht enttäuscht und hoffe, auf einen besseren 3. Teil.
Leseempfehlung:
Kann man lesen, muss man aber nicht.
Von mir gibt es:
3 von 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere