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Veröffentlicht am 15.01.2018

Ein Schuss, eine Leiche, ein Mord und ein Haus voller Verdächtiger...

Geheimnis in Rot
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Weihnachten im London der 1930iger Jahre, das Fest der Nächstenliebe wird auch in der englischen Villa Flaxmere gefeiert. Leider halten sich Mörder nicht an solche Feiertage, denn das Familienoberhaupt ...

Weihnachten im London der 1930iger Jahre, das Fest der Nächstenliebe wird auch in der englischen Villa Flaxmere gefeiert. Leider halten sich Mörder nicht an solche Feiertage, denn das Familienoberhaupt überlebt genau diese Festivitäten nicht. Geheimnis in Rot ist ein neu aufgelegter Klassiker von Mavis Doriel Hay, der erstmalig 1936 erschien. Neue Auflage, neues Cover, neuer Einband aber der Inhalt ist dem ursprünglichen Stil treu geblieben und versprüht jede Menge alten englischen Kriminalroman Charme. Typisch für diese Zeit, spielt die Familiengeschichte eine große Rolle und wie das in allen guten Familien so ist strozt auch diese nur so vor Intriegen, Mutmaßungen und Geheimnissen, die selbst vor dem Personal keinen Halt machen. Die Aufregung ist schon groß genug, weil sich an den Festtagen die gesamte Familie an einem Tisch versammelt als der geliebt und gefürchtete Patriarch tot aufgefunden wird. Ab hier beginnt die Suche nach dem Täter in kriminalistischer Reinform. Geheimnis in Rot kommt gänzlich ohne große "special Effects" aus, hier wird noch befragt, kombiniert und nachgedacht. Selbiges gilt auch für den Leser, mag nicht jedes Familiendetail auf den ersten Blick wichtig für das Geschehen sein, sind es doch die einzelnen Puzzelstücke die den Leser zusammen mit Komissar Colonel Halstock zur Spur des Mörders führen. Das Buch ist wirklich ein Krimiklassiker und passt perfekt in die Winter-/ Weihnachtszeit. Es lässt sich flüssig lesen, wen man sich erst einmal an den damalige Schreibstil gewöhnt hat. Ich finde sogar das ganau dieser Schreib-/ Sprachstil den Sprung in der Zeit zurück, für den Leser ohne großes Mühen erschafft, man sich die Szenen ohne große Beschreibung wunderbar vorstellen kann. Mir hat das lesen großen Freude bereitet, da dieser Klassiker etwas Abwechslung und gute alte Ermittlungsarbeit in meinen sonst so Mainstream überlassteten Thrillerbuch Alltag gebracht hat. Wer also alte Kriminalromane liebt und mal knapp 300 Seiten auf Knarrenaction, Blutbad, großenwahnsinnige Psychos und DNA Analyse verzichten kann und sich einfach mit den Komissaren durch die Irrungen und Wirrungen der Familie begeben und den Mörder entlarven möchte ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 30.12.2017

Baxters großer Auftritt!

Hangman. Das Spiel des Mörders
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Die Brooklyn Bridge, eines der Wahrzeichen von New York wird zum spektakulären Schauplatz eines Mordes. Mitten auf der Brust der Leiche prangt das blutige Wort "Köder". Kopiert der Killer den berühmten ...

Die Brooklyn Bridge, eines der Wahrzeichen von New York wird zum spektakulären Schauplatz eines Mordes. Mitten auf der Brust der Leiche prangt das blutige Wort "Köder". Kopiert der Killer den berühmten Ragdoll Fall? Chief Inspector Emily Baxter wird zu den Ermittlungen von FBI und CIA hinzugezogen und gerät mitten in die Pläne des Mörders. Lange bleiben sowohl Täter als auch sein Motiv im dunkeln verborgen. So bleibt Baxter nur der Spur aus Leichen zu folgen um die Hintergründe zu entschlüsseln.
Daniel Cole hat mit Hangman den zweiten Thriller seiner Kariere geschaffen. Sein Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, er verliert sich nicht in ewigen Beschreibungen. Kurz und sehr bildhaft sind seine Vergleiche, die Sprache ist durchaus abwechslungsreich. Die zumeist kurzen Kapitel (ca. 10-15 Seiten) lassen sich sehr flüssig lesen. Cole greift in Hangman ein doch sehr aktuelles Thema auf und verpackt es in einen actionreichen Thriller. Die Ermittelnden Beamten tappen zwar lange im dunkeln trotzdem langweilt er nicht mit stupider Ermittlungsarbeit. Sobald die Story Fahrt aufgenommen hat gibt es im Gegenteil, kaum Ruhephasen. Während der Leser versucht zu realisieren was gerade geschehen ist, steht schon die nächste schreckliche Überraschung bereit. Der Autor schafft es in dieser düsteren, unheilvollen Atmosphäre trotzdem immer wieder einzelne "Schmunzel" Momente einzubauen, mir persönlich hat das sehr gut gefallen. Er scheint neben Sarkasmus auch eine Vorliebe für unsympathische Charaktere zu besitzen. Die Protagonistin nett zu finden fällt durchaus schwer. Baxter ist doch ein recht eigenwilliger Charakter. Mit Ecken und Kanten spart er an keinem seiner handelnden Personen, was sie für mich aber sehr reell und gut vorstellbar gemacht hat. Alles in allem hat Daniel Cole es geschafft an seinen Debüt Thriller gut an zuknüpfen. Hangman lässt sich aber auch separat lesen, ohne jegliche Vorkenntnisse. Das Buch war für mich spannend zu lesen und trotz der ein oder anderen überspitzten Darstellung eine Weiterentwicklung zu Ragdoll.
Wer einen blutigen, actionreichen Thriller sucht ist mit Hangman gut beraten. Denn mit Sprengstoff und Leichen wird hier keinesfalls gespart.

Veröffentlicht am 10.12.2017

Achtung dieses Buch ist kein Ratgeber...

No Mommy's Perfect
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und das ist auch gut so! Heutzutage weiß es jeder besser wenn es um das Thema Kind geht und die Hälfte davon schreibt einen Ratgeber darüber, dabei brauchen wir in den seltensten Fällen ein Buch das uns ...

und das ist auch gut so! Heutzutage weiß es jeder besser wenn es um das Thema Kind geht und die Hälfte davon schreibt einen Ratgeber darüber, dabei brauchen wir in den seltensten Fällen ein Buch das uns sagt wie wir es doch angeblich besser machen könnten, leise, saubere, durchschlafende, alles essende, nie emotional geladene, selbständige, selbstbewusste aber auch 100% emphatische Kinder zu schaffen. No Mommy´s Perfect ist eine Rückenstärkung im Alltag mit Baby/ Kleinkind/ KInd. Denn die Hauptaussage ist: was du tust ist vollkommen okay. Es klappt nie immer alles und das wird auf sehr witzige weise dargestellt. Perfekt für die 20 min. Entspannung in der Wanne, denn das eh schon geschundene Gehirn wird nicht noch mit irgendwelchen Erziehungsmethoden überflutet, sondern einfach nett unterhalten und bestärkt darin, das man nicht perfekt sein muss. Ich fand es sehr angenehm in der heutigen "du solltest aber..." oder "das darfst du auf keinen fall..." Elterngesellschaft. Und alle die es nervt das es bei anderen ja so reibungslos zu laufen scheint, sind genau richtig bei diesem Anne Nina Simoens Lektüre über das Fabelwesen Supermam. Wenn wir alle etwas ehrlicher mit unserer Fehlbarkeit wären, wäre es um einiges leichter.