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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2020

Wundervoller Reihenauftakt!

The Brooklyn Years - Was von uns bleibt
5

Meine Meinung:

Die Erzählperspektive war komplett neu für mich. Früher habe ich immer einen großen Bogen um den Er-Sie Erzähler gemacht da ich dachte, dass es mir zu unpersönlich ist. Die Inhaltsangabe ...

Meine Meinung:

Die Erzählperspektive war komplett neu für mich. Früher habe ich immer einen großen Bogen um den Er-Sie Erzähler gemacht da ich dachte, dass es mir zu unpersönlich ist. Die Inhaltsangabe hat mich allerdings so überzeugt, dass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben musste und was soll ich sagen… Das Buch konnte mich absolut überzeugen!
Anfangs hatte ich ein paar Probleme mit der Perspektive. Das liegt allerdings zu 100% an mir. Der Schreibstil ist super flüssig und einfach zu lesen. Ich war die Perspektive einfach nicht gewohnt. Dieses „Problem“ hat sich allerdings nach ein paar Seiten gelegt, sodass sie nur so an mir vorbeigeflogen sind!
Die Figuren und der Handlungsverlauf haben mir sehr gut gefallen. Schon ab den ersten Seiten wurden die Eishockeymannschaft und andere Personen aus dem Umfeld nach und nach eingeführt. Wir haben genügend Informationen über die einzelnen Charaktere erhalten und ich konnte mir ein gutes Bild über sie machen.
Gerade Becca, Silas und O‘Doul haben es mir sehr angetan. Sie alle sind auf eine andere Art und Weise interessant und einzigartig.

Georgia ist eine starke und selbstbewusste Frau. Sie liebt ihren Job als PR-Managerin des Teams und versucht ihre Aufgaben perfekt abzuschließen. Außerdem ist sie dabei immer professionell. So spricht sie beispielsweise ihren Vater auf der Arbeit mit Coach und nicht mit Dad an.
Ich liebe es, dass Georgia das, was sie liebt immer mit voller Hingabe macht. Sie plant Wohltätigkeitsveranstaltungen für wichtige Zwecke und spielt Tennis mit voller Leidenschaft.

Leo ist mir während des Lesens unglaublich ans Herz gewachsen. Er kämpft für das, was er will und gibt nicht auf. Er verfolgt seinen Traum ein Profispieler in der NHL zu werden und ist kurz davor ihn wahr werden zu lassen. Auch die anfänglichen Startschwierigkeiten im neuen Team und seine Tollpatschigkeit vor der Öffentlichkeit halten ihn nicht auf seine Ziele zu verfolgen.
Leo ist für seine Liebsten da und versucht immer das Beste aus der Situation zu machen. Außerdem hat er auch einen wundervollen Humor! Er ist wirklich ein Traum und hat meiner Meinung nach nichts Negatives an sich.
Es gab viele verschiedene Zusammentreffen von Leo und Gigi. Einmal haben sie sich nur unterhalten. Einmal versuchen sie sich im Tennis gegenseitig zu besiegen und ein anderes Mal fallen sie übereinander her. Die Beziehung der Beiden ist einfach nur harmonisch und wundervoll.
Die Handlung konnte mich ebenfalls vollkommen von sich überzeugen. Es war so amüsant, wenn Georgia versucht hat Leo zu ignorieren und es nicht wirklich geschafft hat. Aber naja, Gigi versucht eben immer taff und ungerührt zu wirken, was wirklich putzig ist.
Leo dagegen versucht eher ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, da er unbedingt mit ihr reden möchte. Er kann noch nicht ganz nachvollziehen, warum Georgia sich damals getrennt hat und ehrlich gesagt konnte ich das bis zur Auflösung auch nicht.
Eine gute Kommunikation hätte da so einiges Regeln können. Dennoch hat mich das nicht gestört, da ich durch die Ereignisse aus Gigis der Vergangenheit und die Beschreibung der Zeit kurz danach ihre Reaktion auch nachvollziehen kann.
Trotzdem hätte ich gerne mehr Informationen über den Vorfall erhalten. Was genau Passiert ist, wurde leider nur Randlos erwähnt und nicht weiter erläutert. Der Fokus liegt eher auf der Zeit danach und die damit verbundene Trennung von Leo und Gigi.
Coach Karl (Gigis Vater) konnte Leo seit Anfang des Buches gar nicht leiden und hat ihm das Leben sehr erschwert. Das konnte ich erst nicht wirklich nachvollziehen, da die Beiden sich früher super verstanden haben und Leo weder früher noch heute etwas Verwerfliches getan hat.
Doch als die Auflösung kam, haben sich alle Puzzleteile zusammengesetzt und ich konnte Gigis Vater komplett nachvollziehen.
Im Laufe des Buches haben sich mir immer weitere Fragen gestellt (Besonders die oben genannten).
Warum hat sich Gigi von Leo getrennt und warum hasst Coach Karl Leo so sehr?
Ich liebe es, wenn die Geschichte einem zum Nachdenken anregt. Sarina Bowen hat es geschafft, dass ich unterbewusst versucht habe mir die Geschichte selbst zusammenzufügen bzw. zu überlegen, wie es hätte sein können.
All meine Fragen wurden am Ende auch geklärt, sodass ich nicht Rätselraten musste, ob meine Theorie nun stimmt oder nicht.

Besonders gut hat mir gefallen, wie viele Eindrücke wir aus der Eishockeybranche erhalten haben. Ich habe bis jetzt noch kein Buch gelesen, welches so viele Informationen zum Sport liefert.
Ich habe erfahren, wie sich die Spieler auf ein Spiel vorbereiten und wie sich die Manager und PR-Leute auf die Aufgaben nach einem Spiel vorbereiten. Wer wird wann Interviewt? Wann sind wichtige Veranstaltungen auf die die Spieler gehen müssen und welche Informationen sollen überhaupt an die Öffentlichkeit?
Es ist wirklich bemerkenswert, wie viele Mitarbeiter ein Eishockeyteam braucht und was alles hinter den Kulissen abläuft.



Fazit:

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch richtig gut gefallen hat. Alle Aspekte, die mich am Anfang verwundert haben, konnten im Laufe der Geschichte geklärt werden. Dadurch hat die Geschichte mich immer wieder zum Nachdenken angeregt und ist interessant geblieben.
Die Handlungen der Figuren waren immer logisch und realistisch, sodass ich mich in die Charaktere hineinversetzen konnte.
Das Buch hat mich zum Denken und Lachen gebracht. Es gab aber auch ernste Situationen und Gespräche was mir sehr gut gefallen hat.
Ich empfehle The Brooklyn Years allen, die eine wundervolle Liebe wieder aufblühen lassen wollen und Interesse an der Sportbranche haben.
Wenn ihr Teigtaschen vergöttert, ist das die perfekte Ergänzung und ihr werdet das Buch lieben!
Warum? Das erfahrt ihr im Buch :).




  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 04.08.2020

Fantastisch!

Verity
1

Worum geht’s?

Lowen ist Autorin und soll die Bestseller-Reihe der angesehenen Autorin Verity Crawfort weiterschreiben, da diese durch einen Autounfall schwer verletzt ist. Doch dazu muss sie sich in Verity ...

Worum geht’s?

Lowen ist Autorin und soll die Bestseller-Reihe der angesehenen Autorin Verity Crawfort weiterschreiben, da diese durch einen Autounfall schwer verletzt ist. Doch dazu muss sie sich in Verity hineinversetzen und die schon gesammelten Materialien durchsuchen. Bei ihrer Recherche trifft sie auf ein mysteriöses Schreiben was die Zukunft aller anwesenden gewaltig aus den Fugen heben könnte. Das Lowen sich dabei auch noch in Veritys Ehemann verliebt macht die Sache noch komplizierter, als sie anfangs geglaubt hat.

Das hat mir gefallen:

Alle, alles, alles!
Diese Geschichte war von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich spannend und herzergreifend!
Lowen war unglaublich sympathisch und von Jeremy muss ich gar nicht erst anfangen. Auch wenn ich am Ende etwas verwirrt war, was seine Gutmütigkeit angeht. Aber dazu später mehr. Die Geschichte fängt gleich mit einem tragischen Ereignis an. Dadurch war ich sofort gefesselt und konnte nicht mehr aufhören.

Die Handlung war wie eine gigantische Welle voller Emotionen und Spannungsquellen. Jeremy hat einen Schicksalsschlag nach dem anderen erlebt und versucht für deine Familie stark zu sein. Er kümmert sich um sein einziges verbleibenden Kind und versorgt seine Frau, die nicht in der Lage ist sich zu bewegen oder sich auszudrücken. Es ist wundervoll, wie viel liebe noch in ihm steckt. Lowen wohnt vorübergehend bei den Crawforts und besichtig dort die Materialien zu den noch fehlenden Bändern der Buchreihe, die sie zuende schreiben soll. Doch dabei stößt die auf weitere Texte von Verity, welche die ganze Geschichte prägen. Lowen ist gefesselt von den vielen Worten und ich war es auch.
Das Buch ist unterteilt in das Geschehen aus dem Alltag der Protagonisten und dem Text den Lowen gefunden hat. Diese Einteilung macht das Buch aus. Die Spannung die Colleen Hoover dadurch aufbaut, ist so groß, dass man das Buch von Zeit zu Zeit ablegen muss, um durchzuatmen. Immer wieder habe ich mich gefragt wie es möglich ist, eine Geschichte zu schreiben, die so unglaublich vielseitig ist. Sie ist geprägt von Liebe, Trauer, Hass und Unglauben. Ich dachte, dass das Buch nicht noch besser werden kann. Aber auch da habe ich mich getäuscht.
Im vorletzten Kapitel wurden alle meine Gedanken auf den Kopf gestellt. Ich habe die ganze Geschichte, die ganzen Ereignisse und Vorstellungen überdacht und konnte mir keine klare Meinung bilden. Es gibt keine eindeutige Lösung. Dieses Buch regt zum weiterdenken an. Man muss sich fragen, wem man glaubt und was für einen die wahre Geschichte ist. Durch diese Wendung habe ich auch Jeremy hinterfragt und das ist absolut nichts schlechtes! Ich habe noch nie ein Buch gelesen, welches mich so überrumpelt und nachdenken lassen hat. Auch ist mir erst im Nachhinein aufgefallen, dass die Nebenfiguren in der ganzen Geschichte untergehen. Sie werden nur am Rande erwähnt und das nicht gerade oft. Doch genau das macht die Story noch intensiver. Es ist schwer zu beschreiben und leider kann nicht viel zu der Geschichte sagen ohne zu Spoilern. Doch eins kann ich sagen: Es ist jeden Cent wert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Ich bin verliebt!

The Deal – Reine Verhandlungssache
1

>Hier ist Garretts Nachhilfelehrerin. Du gehst mir auf die Nerven. Wir sind in dreißig Minuten fertig. Ich bin mir sicher, dass du bis dahin dein Höschen anbehalten kannst. <
~Hannah in The Deal- reine ...

>Hier ist Garretts Nachhilfelehrerin. Du gehst mir auf die Nerven. Wir sind in dreißig Minuten fertig. Ich bin mir sicher, dass du bis dahin dein Höschen anbehalten kannst. <
~Hannah in The Deal- reine Verhandlungssache

INHALT
In The Deal geht es um Hannah und Garrett. Hannah hat schon länger ein Auge auf Justin, einen Footballspieler des Colleges geworfen. Nur leider schenkt er ihr keine Beachtung. Um ihre Popularität zu steigern und damit Justin auf sie aufmerksam zu machen, lässt sie sich auf einen Deal mit dem Eishockeyspieler Garrett Graham ein.

The Deal von Elle Kennedy ist der erste Band der Off-Campus-Reihe. Es folgen noch drei weitere Bände, in welchen es um andere Protagonisten aus der gleichen Welt, wie in The Deal, geht.

GESTALTUNG/SCHREIBSTIL
Das Cover und die Farbgestaltung des Buches gefallen mir sehr gut. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Personen auf dem Cover. Hier sind allerdings die Gesichter nicht zu sehen und im Hintergrund ist ein wunderschöner Sonnenuntergang, was die Sache wieder wettmacht.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich flüssig lesen und die Seiten flogen nur so an einem vorbei.
Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben. Abwechselnd aus der Sicht von Garrett und der Sicht von Hannah. Dadurch haben wir einen Einblick in die Gedanken von beiden Protagonisten bekommen. Das gefällt mir persönlich immer sehr gut. Die Handlung wird in chronologischer Reihenfolge erzählt. Es wird weder in die Zukunft noch in die Vergangenheit gesprungen.

MEINE MEINUNG
Ich muss sagen, ich liebe dieses Buch. Es ist definitiv eines meiner Jahreshighlights und einfach nur ein Traum. Deswegen habe ich es auch innerhalb eines Tages beendet.
Meine Meinungsschilderung wird hier sehr kurz ausfallen, da ich einfach nichts zu bemängeln habe. :)
Die Protagonisten waren mir unheimlich sympathisch. Hannah mochte Garrett am Anfang überhaupt nicht. Er ist Sportler und sie denkt, er bekommt alle guten Noten hinterhergeworfen und wäre eingebildet.
Ihre Meinung über ihn und auch ihre Umgehensweise ihm gegenüber war sehr realistisch. Sie fand Garrett nicht schrecklich und gleichzeitig unheimlich sexy. Sie wollte anfangs wirklich nichts von Ihm, was ich als sehr ansprechend empfunden habe.
Beide nehmen kein Blatt vor den Mund. Sie sagen meist, was sie denken. Bei Unterhaltungen reden sie nicht erst um den heißen Brei herum, wenn ihnen etwas nicht passt, sondern sagen es direkt (Weiter Pluspunkt, da es niemand lange aushält,, wenn die Protagonisten einfach nicht mit der Sprache rausrücken.)
Kommen wir zu den Hintergrundgeschichten der Figuren. Garrett und Hannah hatten eine schwere Kindheit. Beide kommen mittlerweile ganz gut damit klar, trotzdem reichen die Folgen der Geschehnisse bis in die Gegenwart. Es war interessant und spannend die Erlebnisse der beiden zu erfahren und wie auch tragische Ereignisse die Zukunft beeinflussen können, obwohl der vermeidlich schwierigste Teil bereits überwunden ist.
Gerade die Nebenfiguren Logan, Tucker, Dean und Allie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Jeder hat eine andere Persönlichkeit. Sie sind alle verschieden und sind auf andere Weisen interessant. Umso mehr freue ich mich auf die nächsten Teile, die wohl alle in einem rutsch gelesen werden. :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2019

ENTTÄUSCHENDE FORTSETZUNG

Flying High
1

Erst einmal muss ich leider sagen, dass ich mich durch das Buch etwas durchquälen musste. Den ersten Band habe ich sofort nach der Erscheinung gelesen, sodass ich auf Flying High lange warten musste, bis ...

Erst einmal muss ich leider sagen, dass ich mich durch das Buch etwas durchquälen musste. Den ersten Band habe ich sofort nach der Erscheinung gelesen, sodass ich auf Flying High lange warten musste, bis ich endlich weiterlesen konnte. Auch diesen Teil habe ich mir direkt am Erscheinungstermin zugelegt. Ich war gespannt, wie es weitergeht und hatte große Erwartungen, die aber leider nicht befriedigt werden konnten.

Die ersten 40 Seiten sind noch Spannend, doch dann plätschert die Handlung nur noch so dahin. Es passiert fast nichts, wodurch sich auch keine Spannung aufgebaut hat.
Die Gedanken der Protagonisten sind auf Dauerschleife gestellt. „Ich weiß nicht, wie ich ohne Katie leben soll.“ oder „Ich wollte damit doch niemanden verletzten, ich wollte nur wieder bei Katie sein.“ sind Hailees Lieblingssätze.

Immer wieder musste ich mich zwingen weiterzulesen. Um ehrlich zu sein, habe ich auch mit dem Gedanken gespielt, dass Buch ganz abzubrechen.
Ich muss zugeben, dass die Thematik sehr kompliziert umzusetzen ist. Ein Selbstmordversuch und der Verlust von gleich zwei Personen, die man liebt, ist ein sensibles Thema. Um danach mit seinen Leben in Einklang zu kommen, braucht man viel Kraft und Zeit. Dieser Aspekt ist in dem Buch sehr gut herübergekommen und allgemein ist die Handlung sehr realistisch dargestellt.
Ich kann mir vorstellen, dass sich die Gedanken dann immer um das eine drehen, wie es in dem Buch dargestellt wurde. Nur leider ist das nicht Fesselnd und die Spannungskurve ist nicht wirklich vorhanden.

Ab Kapitel 20 ging es wieder aufwärts, jedoch war es nie so toll, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.


Fazit:

Für mich war Flying High einfach zu langweilig. Es kam nicht viel Spannung auf, da die Handlung sehr realistisch dargestellt wurde. Der Prozess sich selbst zu lieben, mutig und nach dem Tod einer geliebten Person wieder glücklich zu sein, ist eben ein langwieriger und nicht so ereignisreicher Vorgang. Für mich, jemanden, der viele unerwartete und herzzerreißende Aktionen braucht, ist es einfach nicht so überzeugend. Für jemanden, den es reizt zu erfahre, wie die Selbstfindung nach einem so tragischen Ereignis verlaufen kann, ist es vielleicht genau das richtige.

Veröffentlicht am 08.11.2020

Zu viele Klischees! Zu unrealistisch!

An Ocean Between Us
0

MEINE MEINUNG:

Leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht von sich überzeugen.
Dieses Buch ist mit Klischees überladen! Ich habe nichts gegen Klischees. Wirklich. Ich lese die ein oder anderen ...

MEINE MEINUNG:

Leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht von sich überzeugen.
Dieses Buch ist mit Klischees überladen! Ich habe nichts gegen Klischees. Wirklich. Ich lese die ein oder anderen wirklich gerne, allerdings wurde in diesem Roman damit meiner Meinung nach komplett übertrieben. Es ist nicht mehr realistisch und ergibt für mich leider wenig Sinn. Immer wieder dachte ich beim Lesen: Ernsthaft, muss das jetzt sein?!

Das typische Szenario wurde im Buch konsequent durchgezogen. Mädchen mag Jungen nicht, Junge fühlt sich herausgefordert und will sie für sich gewinnen. Beide verlieben sich, doch dann erfährt er etwas über sie was ihn in die Vergangenheit zurückwirft. Außerdem leidet der gute Boy natürlich an Albträumen.
Ich habe nichts gegen Romane mit diesem Aufbau und lese sie gelegentlich auch gerne, jedoch ist die Umsetzung in diesem Buch für mich leider überhaupt nicht gelungen.

Ich konnte mit den Protagonisten nicht warm werden. Ich hätte lieber etwas zu den Nebencharakteren gelesen als über Theo und Avery.
Wie die Beiden sich ineinander verliebt habe, ist für mich ehrlich ein Rätsel. Wie kam es zu dieser Liebe? Nur weil Avery Theo die Stirn geboten hat und er sie deswegen als Herausforderung sieht und er sonst jede beliebige Frau vom Campus bekommen könnte?
Leider ist das wirklich ein doofer Grund, aber ein anderer fällt mir nicht ein. Die Beiden wissen fast nichts übereinander und auch ich kann nur spärliche Angaben zu den Figuren machen.
Ein wirklich langes und tiefgründiges Gespräch gab es nie und Liebe auf den ersten Blick war es auch nicht, da sie sich am Anfang nicht mochten.
Wenn ich die Bindung der Protagonisten nicht nachvollziehen kann, dann ist für mich eine gute Grundlage und Verständlichkeit der Handlung nicht gegeben.

Theo gibt sich zudem die Schuld für eine Situation wo er nun wirklich nicht dafür kann. Er hatte auf das Geschehen keinen Einfluss. Er war lediglich dabei. Auch dachte er, dass niemanden etwas passiert ist, also warum machte er sich vorwürfe und hat so panische Träume davon?
Gefühlt hat die Autorin einfach einen Grund gesucht, damit der Typ Albträume haben kann. Ein Klischee, welches ich eigentlich nicht schlimm finde. Eigentlich, weil ich es in diesem Buch doch als unverständlich und schrecklich empfinde.

Leider besteht die Geschichte zum Großteil aus Wiederholungen. Die Handlung geht nicht wirklich voran und die Charaktere entwickeln sich nicht weiter.
Wir erfahren zum Beispiel etwas über Averys Exfreund. Einmal erzählt sie es in Gedanken, damit es der Leser weiß. Dann erzählt sie es einer neuen Freundin, damit sie es weiß. Und dann erzählt sie es nochmal Theo, damit auch er davon weiß. Somit habe ich die Story dreimal in fast den gleichen Worten gelesen. Neue Informationen zum Fall Exfreund gab es in keiner Erzählung. Immer die gleiche Geschichte.
Auch wie es zu Averys Ballettunfall kam, erfährt man Mindestens dreimal in ausführlicher Weise.
So geht das leider auch mit kleineren Fakten weiter. Immer das Gleiche. Fast nichts Neues.

Nun noch etwas Positives zum Schluss, weil ich mich sonst wirklich schlecht fühle.
Der Schreibstil der Autorin ist federleicht und flüssig zu lesen.
Dass ich durch die Geschichte nicht durchkomme, liegt keineswegs an der Art, wie die Autorin schreibt, sondern viel mehr am Inhalt des Buches.


FAZIT:

Insgesamt kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen. Zu viele Wiederholungen bei einem Vergleichsweise dünnen Buch (344 Seiten). Auch die unrealistische Umsetzung und Einbringung von dutzenden Klischees haben mich durchgängig genervt.
Auch wenn der Schreibstil an sich gut war, werde ich wohl kein weiteres Buch der Autorin lesen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass sie sich in anderen Büchern realistischer ausdrückt und keine unnötigen Wiederholungen mit einbringt. Dafür hatte dieses Buch einfach zu Viele.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere