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Veröffentlicht am 14.06.2020

Peter Pan ist böse

Nimmerlands Fluch
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Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gelesen hast, eine einzige Lüge ist?

Peter Pan ist eigentlich böse.
Salome Fuchs‘ Buch Nimmerlands Fluch befasst sich mit der düsteren Version ...

Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gelesen hast, eine einzige Lüge ist?

Peter Pan ist eigentlich böse.
Salome Fuchs‘ Buch Nimmerlands Fluch befasst sich mit der düsteren Version eines Nimmerlands, in der der Dämon Pan sein Unwesen treibt, wo das Grün aus den Pflanzen verschwindet und nichts mehr gedeihen will. Pan schnappt sich ahnungslose Kinder aus der Menschenwelt und ernährt sich von ihren Seelen. Bis die Auserwählte, die junge Fay, nach Nimmerland kommt und sich dazu entschließt, ihm das Handwerk zu legen. Doch dies ist gar nicht so einfach, gerät sie doch an jeder Ecke in Gefahren, die sie ans Ende ihre Kräfte bringen. Jetzt heißt es Mut zu beweisen und an sich zu glauben...

„Niemand ist von Beginn an böse. Nicht einmal das böse selbst.„

Ich LIEBE Geschichten über einen bösen Peter Pan. Ich verschlinge alle Bücher, die sich damit befassen und so war es für mich glasklar, dass ich Nimmerlands Fluch lesen werde.
Ich habe das Buch in nicht mal 48 Stunden eingeatmet, so gefesselt war ich von dieser Geschichte. Sie ist düster - das muss man wissen und auch an manchen Stellen blutrünstig, aber genau das mochte ich sehr. Die Story plätschert nicht so dahin, sondern ein Abenteuer jagt das nächste, und so wird es für den Leser/ die Leserin auch nie langweilig.
Fay ist ein junges Mädchen, das im Laufe der Geschichte ihre innere Kraft entdeckt und so stellt sie sich am Ende ihrem schwersten Kampf.
Ich hätte mir tatsächlich an mancher Stelle ein paar Worte mehr gewünscht, einfach um tiefer in die Welt eintauchen zu können, und so hätte das Buch für mich gerne 50-100 Seiten mehr haben können.
Alles in allem habe ich die Geschichte geliebt und ich vergebe 4/5 🌟🌟🌟🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2020

Eine wahre Leidensgeschichte

Ich will doch bloß sterben, Papa
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Jani ist erst 4 Jahre alt, da vermuten ihre Eltern bei ihr eine schwere Krankheit: Schizophrenie. Viele Ärzte und Kliniken werden konsultiert, bis sich bei der inzwischen 6-jährigen die Befürchtung bestätigt. ...

Jani ist erst 4 Jahre alt, da vermuten ihre Eltern bei ihr eine schwere Krankheit: Schizophrenie. Viele Ärzte und Kliniken werden konsultiert, bis sich bei der inzwischen 6-jährigen die Befürchtung bestätigt. Doch mit der Diagnose ist die Odyssee für die Eltern und ihre Tochter noch längst nicht beendet...

Wie soll man eine Rezension über ein Buch, das eine wahre Leidensgeschichte erzählt, schreiben? Wie kann man die Darstellung des Familienlebens und den Umgang mit der Schizophrenie der Tochter bewerten?
Die Wahrheit ist, ich weiß es nicht.
Ich habe das Buch in etwas mehr als 26 Stunden durchgelesen und das macht deutlich, wie fasziniert und gefesselt ich davon war.
Michael Schofield ist ein liebender Vater, der in seinen Augen bestimmt alles getan hat um seine Familie, und ganz besonders seine Tochter Jani, zu beschützen.
Natürlich steht die schizophrene Jani im Mittelpunkt der Geschichte, obgleich ich das starke Gefühl hatte, die Eltern benötigen ihre „eigene Bühne“. Der Vater glaubt, nur er könne Jani richtig verstehen und beschützen, jedoch wird an vielen Stellen deutlich, dass auch er machtlos gegen die Krankheit seiner Tochter ist.
Sympathisch waren für mich lediglich Jani und ihr kleiner Bruder Bohdi. Die Eltern waren für mich Selbstdarsteller und gerade der Vater Michael, der oft sauer auf seine Frau war und das auch teilweise nicht gerade zimperlich ausdrückte, machte mich manchmal richtig wütend. Ich erlebte die ganze Bandbreite an Emotionen während ich dieses Buch las, und wie schon eingangs erwähnt, konnte ich es kaum aus der Hand legen und hatte es deshalb in etwas mehr als einen Tag durchgesuchtet.
Dafür kann es von mir nur 4,5/ 5 🌟🌟🌟🌟🌟Sterne geben!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2020

Das Haus der Verlassenen

Das Haus der Verlassenen
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Die junge Journalistin Sam findet im alten Schreibtisch ihrer Großmutter verstörende Briefe, die eine hochschwangere Ivy im Jahr 1956 aus dem Heim für ledige Mütter St. Margaret‘s an den Vater ihres ungeborenen ...

Die junge Journalistin Sam findet im alten Schreibtisch ihrer Großmutter verstörende Briefe, die eine hochschwangere Ivy im Jahr 1956 aus dem Heim für ledige Mütter St. Margaret‘s an den Vater ihres ungeborenen Kindes schreibt.
Sam recherchiert und findet bald heraus, dass das Heim und ihre Nonnen für schreckliches Leid verantwortlich sind. Dabei wird ihr außerdem bewusst, dass ihre eigene Familiengeschichte mit dem grausigen Ort in Sussex verwoben ist.

Emily Gunnis’ Geschichte beginnt mit einem Brief der verzweifelten Ivy und dieser schafft es sofort den Leser/ die Leserin in das Jahr 1959 zurückzukatapultieren, in dem einem das düstere St. Margaret‘s Heim und ihre Bewohnerinnen vor‘s geistige Auge geführt werden. Die vielen verschiedenen ProtagonistenInnen haben es mir zunächst etwas schwer gemacht das Erzählte nicht durcheinander zu bringen, aber nach einer gewissen „Eingewöhnungsphase“ konnte ich dem Fortgang der Handlung gut folgen. Erzählt wird aus zwei Zeitebenen, meistens von Ivy aus der Vergangenheit und Sam aus der Gegenwart. Diesen Aspekt fand ich überaus spannend.
Besonders Sam war mir sehr sympathisch und ihre Beziehung zur Großmutter wurde als ganz besonders dargestellt - was ich sehr mochte.

Dieser Roman hat mich gut unterhalten und auch wenn ich die Auflösung schon vorher erahnen konnte, hat mich seine düstere Grundstimmung bis zum Schluss in ihren Bann gezogen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2020

Spannender Jugendkrimi

A Good Girl’s Guide to Murder
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Worum geht es?

Die 16jährige Pippa hat es sich für ein wichtiges Schulprojekt zur Aufgabe gemacht, den Mordfall an Andie Bell, die vor 5 Jahre auch auf Pippas Schule ging, neu aufzurollen, denn sie ist ...

Worum geht es?

Die 16jährige Pippa hat es sich für ein wichtiges Schulprojekt zur Aufgabe gemacht, den Mordfall an Andie Bell, die vor 5 Jahre auch auf Pippas Schule ging, neu aufzurollen, denn sie ist sich ziemlich sicher, dass Andies damaliger und außerdem sehr netter Freund Sal nichts mit dem Verbrechen zu tun haben kann. Gemeinsam mit Sals Bruder geht sie auf Spurensuche und erweist dabei ihr Geschick als Detektivin. Und was sie Unglaubliches aufdeckt, verändert alles...

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch konnte halten, was der Klappentext bereits versprach.
Ich habe mich von Anfang an völlig in Pippas Geschichte verloren und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Ganz toll fand ich beim Lesen den ungewöhnlichen Schreibstil - die Protokolle und Interviews... eine super Idee!
Die Handlung verläuft zu jeder Zeit spannend und hierbei fand ich besonders interessant wie anders als erwartet sich viele der Protagonisten herausstellen.
Gerne würde ich Pippa raten, später zur Polizei zu gehen, denn sie ist für mich eine echte Meisterdetektivin!

Fazit:

‚A good girl‘s guide to murder‘ ist ein sehr spannender Jugendkrimi mit einem starken weiblichen Hauptcharakter. Wenn man auf einen Spannungsbogen bis zur letzten Sekunde und einem unglaublichen Ende steht, ist man hier genau richtig!
5 von 5 Sterne

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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2020

Denn Geister vergessen nie

Denn Geister vergessen nie
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Die in sich zurückgezogene Amy lernt eines Tages Mian kennen, der von der Welt schon viel gesehen hat und dessen Blick sie irgendwie fasziniert. Es scheint als könne er in ihre Seele blicken und den Schmerz ...

Die in sich zurückgezogene Amy lernt eines Tages Mian kennen, der von der Welt schon viel gesehen hat und dessen Blick sie irgendwie fasziniert. Es scheint als könne er in ihre Seele blicken und den Schmerz spüren, den sie seit 2 Jahren empfindet und der sie einfach nicht loslässt.
Gemeinsam brechen sie mit Freunden zu einer Bootstour auf und Amy bemerkt schnell, dass auch Mian ein Geheimnis hat, das ihm so einiges abverlangt und das sein alltägliches Leben bestimmt.
Und als sie sich während des Trips langsam näher kommen, geschieht auf dem Meer, fernab von jeglicher Zivilisation, ein Unglück...
Auch bei diesem Buch fasziniert mich wieder Jessica Kochs unkomplizierter und lockerer Schreibstil, der dennoch unglaublich gefühlvoll ist, ohne dabei ins Kitschige abzudriften. Ich finde niemandem gelingt das so gut wie ihr.
Sie trifft genau den richtigen Ton in dieser Liebes- und Lebensgeschichte und dadurch fliegt man als Leser nur so durch die Seiten, wobei man die Zeit gänzlich vergisst.
Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Protagonisten, wie zum Beispiel Mian, erzählt. Dadurch erfährt man ihre Gedanken und Gefühle und bekommt einen guten Einblick in die Geschehnisse. Weiterhin thematisieren einige Kapitel auch die Kindheit von Mian und seinem Bruder Jano. So erfährt man nach und nach was es mit ihrer Gabe auf sich hat und woher ihre tiefe Verbundenheit herrührt.
Dem Leser sei gesagt, dass dieses Buch viel Spiritualität beinhaltet und wer über dieses Thema nichts lesen will, der sollte sich zweimal überlegen, ob er dazu greift. Wer sich daran jedoch nicht stört, der wird ein großes Lesevergnügen erleben, bei dem kein Auge trocken bleibt.

  • Cover
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