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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2020

Politischer Roman, aber kein Thriller

American Spy
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Marie Mitchell, die Mutter zweier kleiner Söhne und Ex-Spionin, wird eines nachts von einem bewaffneten Einbrecher aus dem Schlaf gerissen. Sie entkommt ihm nur knapp, aber ihr wird sofort klar: dies war ...

Marie Mitchell, die Mutter zweier kleiner Söhne und Ex-Spionin, wird eines nachts von einem bewaffneten Einbrecher aus dem Schlaf gerissen. Sie entkommt ihm nur knapp, aber ihr wird sofort klar: dies war kein ‚normaler‘ Einbruch und dieser Mann kam um sie zu töten...

American spy von Lauren Wilkinson wird als Thriller bezeichnet, jedoch zu Unrecht wie ich finde. Die Thrill-Elemente sind sehr dürftig gesät. Lediglich der Anfang sowie die letzten 20 Seiten sind spannungsgeladen, sodass ich hier von einem Roman mit wenigen Spannungsmomenten sprechen würde.
Der Aufbau der Geschichte hat mir sehr zugesagt. Auf 3 Zeitebenen erzählt Marie in einem Brief an ihre Zwillingssöhne ihre Lebensgeschichte. Als Kind thematisiert sie die Beziehung zu ihrer großen Schwester, als Erwachsene spricht sie über ihre Arbeit für das FBI und wie sie von der CIA angeworben wird. Und die dritte Zeitebene stellt die Gegenwart dar, in der sie mit ihren Kindern zu ihrer Mutter nach Martinique flieht um sie und sich selbst zu schützen. Wovor, musst du natürlich selbst lesen
Der politische Aspekt dieses Buches hat mich absolut überzeugt. Marie, eine schwarze Frau in einer männerdominierten Welt, wird von der CIA als Spionin auf den Präsidenten von Burkina Faso angesetzt. Diese „Honigfallen“ waren als Instrument, nicht nur von Amerika im Kalten Krieg, üblich und führten oft zum gewünschten Erfolg. Für mich ist die Dreistigkeit, mit der sich die Vereinigten Staaten in die Politik aller Länder der Welt wie selbstverständlich einmischen, immer noch absolut erstaunlich und beispiellos.

Meine Erwartungen an einen Thriller konnte dieses Buch leider nicht erfüllen. Für die Message hat es sich aber dennoch gelohnt, diese Geschichte zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2020

That Night von Chevy Stevens

That Night - Schuldig für immer
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Ich habe gerade ’That Night’ von Chevy Stevens als Hörbuch angehört.
Da die Bücher der Autorin ja in den Himmel gelobt werden, wollte ich mich jetzt endlich auch von der elektrisierenden Spannung in ihren ...

Ich habe gerade ’That Night’ von Chevy Stevens als Hörbuch angehört.
Da die Bücher der Autorin ja in den Himmel gelobt werden, wollte ich mich jetzt endlich auch von der elektrisierenden Spannung in ihren Geschichten überzeugen.
⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Auf zwei Zeitebenen wird die Geschichte von Toni Murphy erzählt, die wegen Mordes an ihrer Schwester Nicole für viele Jahre ins Gefängnis kommt. Zu Beginn, im Jahr 2012, begleiten wir Toni am Tag ihrer Entlassung und erleben ihre Wiedereingliederung in ein normales Leben. Sie sucht einen Job, will den Kontakt zu ihren Eltern wieder aufbauen und ihr altes Leben hinter sich lassen.
Die zweite Zeitebene spielt 1996. Während sie sich gerade in Ryan verliebt hat und plant mit ihm eine gemeinsame Zukunft aufzubauen, gerät ihre Welt ganz schön durcheinander, als eine ehemalige Freundin beginnt ihr das Leben auf der Schule schwer zu machen und sie regelrecht mobbt. Auch in dem zuvor so guten Verhältnis mit ihrer Schwester fängt es an zu kriseln ... ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Ich mochte die Sichtweise der erwachsenen Toni sehr gerne. Ihre taffe Art hat mir sehr imponiert. Die jugendliche Toni war mir hingegen zu anstrengend und die Streitereien mit den Eltern viel zu klischeebehaftet. Auch der Vergleich der „guten Tochter“ Nicole mit der „bösen Tochter“ Toni nervte mich irgendwann einfach nur noch.
Das Ende habe ich zum Teil leider vorhergesehen. Das passiert mir hin und wieder, wahrscheinlich weil ich schon so viele Thriller gelesen habe.
Alles in allem war das Buch für mich ganz okay und ich vergebe 3/5 🌟🌟🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2020

Historischer Roman ohne viel Gefühl!

Die Geliebte des Kaisers
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Worum es geht:
Rom, 1001: Kaiser Otto stirbt und hinterlässt nicht nur seine Geliebte Mena, sondern auch das ungeborene gemeinsame Kind.
Mena soll nun das Herz Ottos nach Augsburg bringen um seine Vaterschaft ...

Worum es geht:
Rom, 1001: Kaiser Otto stirbt und hinterlässt nicht nur seine Geliebte Mena, sondern auch das ungeborene gemeinsame Kind.
Mena soll nun das Herz Ottos nach Augsburg bringen um seine Vaterschaft zu beweisen. Die beschwerliche Schlittenreise über die Alpen birgt so einige Gefahren und im tiefsten Winter muss Mena mehr als einmal um ihr eigenes und das Leben ihres Kindes bangen.
Meine Meinung:
Mena ist eine starke Frau, die gerade auch für die damaligen Verhältnisse unglaublich emanzipiert und aufgeklärt wirkt.
Der Autor hat es geschafft mich mit seinem wortgewandten Schreibstil bei der Stange zu halten, auch wenn mir der Spannungsbogen weitestgehend gefehlt hat. Die Geschichte plätschert so dahin und man fragt sich immer wieder, wann wohl der große Knall kommt…
Ein großer Daumen hoch für das geschichtliche Wissen, welches der Autor dem Leser nebenbei vermittelt!
Den Charakteren, selbst den Hauptprotagonisten, fehlt es an Emotionen und Gefühlen. Die Geschichte wird sehr sachlich erzählt und dadurch habe ich keine Verbindung zu Mena aufbauen können. Bis zum Ende war mir ihr Schicksal weitestgehend egal. Schade!
Fazit:
Wer gerne historische Romane liest, ohne dabei viel Wert auf Spannung oder große Emotionen zu legen, der wird hier gut unterhalten werden.

  • Authentizität
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 10.06.2018

Wer hat Angst vor den Hangmen?

Hades' Hangmen - Styx
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**Spoiler-freie Rezension**
Das Thema des Buches hat mich sehr interessiert und ich war sehr neugierig darauf. Es hat mich sehr an die Serie Sons of Anarchy erinnert, welche ich geradezu vergöttere!
Mich ...

**Spoiler-freie Rezension**
Das Thema des Buches hat mich sehr interessiert und ich war sehr neugierig darauf. Es hat mich sehr an die Serie Sons of Anarchy erinnert, welche ich geradezu vergöttere!
Mich hat das Buch von Beginn an gefesselt und ich habe es ungefähr bis zur Hälfte quasi „durchgesuchtet“. Ich musste mich bremsen das Buch nicht in einem Stück durchzulesen. Was die Spannung betrifft, zieht diese Geschichte den Leser wirklich in den Bann. Schon alleine durch das wirklich gut und außergewöhnlich gewählte Thema will man die Protagonisten näher kennenlernen und die tragische Geschichte aller Beteiligten erfahren. Leider finde ich die Umsetzung zu oberflächlich und ab der Mitte des Buches störte es mich einfach zu sehr, dass nichts und niemand tiefgründiger betrachtet wurde. Die fehlende Seele der Geschichte wurde meiner Meinung durch die erotischen Szenen versucht wettzumachen und der sonst so angenehm flüssige Schreibstil wirkte in diesen Szenen plump. Kurz und bündige Sätze können durchaus angenehm beim Lesen sein, jedoch hätte ich mir hier manchmal mehr Wortgewandtheit gewünscht.
Die Haupt- und Nebencharaktere glänzen allesamt durch ihr gutes Aussehen - welch Überraschung. Ein Lichtblick bilden die interessant und vielschichtig dargestellten Protagonisten wie es zum Beispiel ‚Flame‘ einer ist, der nur leider wenig Raum in der Geschichte erhalten hat. Es geht ja schließlich um Styx und Mae .
Die Geschichte von Mae und Styx beginnt schon weit in der Vergangenheit als sie sich als Kinder trafen. Er der Sohn des Anführers der Bikergang, sie gefangen im Orden. Als sie sich Jahre später wiedertreffen, rettet er ihr das Leben und ihre Geschichte darf weitergehen. Die Schicksalsbegegnung der beiden fand ich sehr süß und berührte mein Herz, vor allem wegen aller Umstände und Widrigkeiten. Der Verlauf der Geschichte war für mich nur leider sehr vorhersehbar. Einzig die Wendung um Rider kam für mich überraschend.
Meine Meinung über das Buch fällt durchwachsen aus, dennoch hätte ich Lust dazu die weitere Geschichte um Styx und Mae zu erfahren.

Danke für das Leseexemplar

  • Cover
  • Figuren
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Spannung
Veröffentlicht am 07.04.2021

Leider enttäuschend

Allein in den Wäldern
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Ich habe mir das Buch aufgrund des Titels gekauft. Auch der Klappentext suggerierte mir, dass dieses Buch, ähnlich wie zum Beispiel „In die Wildnis“ von Jon Krakauer, eine Hommage an das einsame Leben ...

Ich habe mir das Buch aufgrund des Titels gekauft. Auch der Klappentext suggerierte mir, dass dieses Buch, ähnlich wie zum Beispiel „In die Wildnis“ von Jon Krakauer, eine Hommage an das einsame Leben draußen in der freien Natur und die dortige Selbstfindung darstellen soll. Dem war leider bei weitem nicht so.
Der Autor Howard Axelrod schildert in 2/3 des Buches sein Leben nach einem tragischen Sportunfall, bei dem er die Sehkraft seines rechten Auges verlor.
Für meinen Geschmack viel zu wenig wird sein Aufenthalt in einer Hütte in Vermont beschrieben. Auch lebt er dort nicht mutterseelenallein, sondern ein Nachbar kommt immer wieder vorbei und dank seines Hondas ist Axelrod auch selbst in der Lage, sich im nahegelegenen Supermarkt mit Essbarem einzudecken.
Der Autor will mit diesem Buch auf den Zug der vielen Aussteigerbücher aufspringen, die ja tatsächlich großen Erfolg hatten.
Für mich hat die Geschichte leider nicht halten können, was der Titel versprach. Sehr schade!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere