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Jule1979

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2020

Interessante idee

Deckname Offenes Ohr
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10 unterschiedliche junge Menschen schreiben über einen Tag in ihrem Leben. Was ist für sie Alltag? Sind sie Langschläfer oder Frühaufsteher? Was essen sie? Gehen sie arbeiten?

Ich gehöre nicht ganz ...

10 unterschiedliche junge Menschen schreiben über einen Tag in ihrem Leben. Was ist für sie Alltag? Sind sie Langschläfer oder Frühaufsteher? Was essen sie? Gehen sie arbeiten?

Ich gehöre nicht ganz zur Zielgruppe, es sind alles Personen unter 30 Jahren ohne Kinder, zum Teil Single, zum Teil im Studium. Und doch ist es interessant, was für sie Alltag ist.

Ein Aspekt des täglichen Lebens all dieser Autoren ist, dass ihr Handy, social Media, Netflix und Spotify sie begleiten, sie bloggen oder sind dort mit ihren Freunden vernetzt. Dieser Teil kam mir jedoch zu kurz, wurde manchmal nur am Morgen erwähnt, wo es nervig ist, dass das Handy schon voller Benachrichtigungen ist. Ich hätte mir gewünscht, darauf wäre differenzierter eingegangen.

Mir waren auch die Tagesabläufe im Großteil der Kurzgeschichten zu ähnlich, vieles wiederholte sich.

Trotz allem habe ich es gern gelesen, es war sehr kurzweilig!

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Veröffentlicht am 26.06.2020

Leichte Unterhaltung - aber mehr auch nicht

Unter den Linden 6
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Der historische Roman "Unter den Linden 6" spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und endet kurz nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges. Es ist aus Frauensicht eine schwierige Zeit, Frauen beginnen, mehr ...

Der historische Roman "Unter den Linden 6" spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und endet kurz nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges. Es ist aus Frauensicht eine schwierige Zeit, Frauen beginnen, mehr für sich und ihr Leben einzufordern als einen Mann, der ihnen ein Leben in Wohlstand sichert. Protagonistinnen sind Lise, Hedwig und Anni, die sich durch Zufall am Berliner Bahnhof begegnen und beste Freundinnen werden.

Die Geschichte lässt sich leicht lesen, ist spannend und man lernt auch noch etwas dabei. Die Figur der Lise Meitner ist, im Gegensatz zu den anderen Figuren, nicht fiktiv, es hat sie wirklich gegeben und ihre Biografie wurde in Teilen eingewoben.

Es ist ein netter "Frauenroman", doch leider aus meiner Sicht nicht mehr. Die Geschichte bleibt oberflächlich, man kommt kaum an die Wurzel der 3 Frauen ran. Alle 3 sind ganz unterschiedlich - zunächst. Denn wenn es um das starke Geschlecht geht sind es ständig errötende, erbleichende, zitternde, naive, pubertär wirkende Frauen, denen immerzu das Herz hüpft oder schmerzt oder stolpert, die Liste der Platten Floskeln ist endlos, und hat mir den Lesespaß mächtig verleidet. Es ist kein Wunder, dass man Frauen für unfähig der Wissenschaft hielt, wenn sie sich so benommen haben!

Im Klappentext heißt es: "Die 3 Frauen werden zu engen Verbündeten, die gemeinsam um ihr Glück und für die Liebe kämpfen". Davon konnte ich leider nichts herauslesen, glücklich waren sie zum Schluss, Naja, mit sich im Reinen würde ich sagen. Das Kämpfen dafür habe ich nicht sehen können, das meiste ist Zufall, den Rest besorgen die Herren, die alles für sie wieder in Ordnung bringen. Es war zum Teil haarsträubend, wie wenig diese 3 Frauen wissen, was sie wollen!

Schön zu lesen, aber inhaltlich und sprachlich eher mangelhaft.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Großer Lesegenuss

Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs
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Das Gesamtwerk des "Herr der Ringe" - Epos ist mit Worten kaum zu beschreiben. Die Sprache, die Wortwahl, es ist eine einzige Freude, diese 3 Bücher zu lesen.

Zum letzten Teil, der "Rückkehr des Königs" ...

Das Gesamtwerk des "Herr der Ringe" - Epos ist mit Worten kaum zu beschreiben. Die Sprache, die Wortwahl, es ist eine einzige Freude, diese 3 Bücher zu lesen.

Zum letzten Teil, der "Rückkehr des Königs" sei gesagt, es ist ein würdiger Abschluss, der keine Fragen offen lässt. Ich habe die Filme schon so oft gesehen und bin begeistert von ihnen. Nun, wo ich doch glücklicherweise die Bücher gelesen habe muss ich verblüffenderweise sagen, Tolkiens Variante ist nicht zu übertreffen. Zwar ist der Film nah am Buch, doch grade am Ende, als die Hobbits zurück in ihre Heimat kommen, geht es komplett auseinander, und sosehr ich Friedefreudeeierkuchenhaplyends liebe, das Ende, wie es Tolkien erdacht hat.. Schade, dass es geändert wurde. Es passt so viel besser, die letzten Kapitel waren mit das Beste an allen 3 Büchern.

Ein großartiger Abschluss einer tollen Geschichte, die nicht endet mit den Buchseiten, mit den Kapiteln, die nicht anfängt mit der ersten Seite und endet mit der letzten. Es ist ein kleiner Ausschnitt aus einer ganzen Welt, und es ist meisterhaft, diese Vorstellungskraft, diese Genauigkeit, diese Liebe zum Detail, zu den Charakteren.

Ein Geschenk für Leser jeden Alters.

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Veröffentlicht am 14.06.2020

Wunderbares Wunderland

Alice im Wunderland
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Alice glaubt, sie müsse vertauscht worden sein, sie fühlt sich garnicht mehr wie sie selbst! Im Wunderland ist eben nichts wie erwartet, doch das erwartet Alice irgendwann auch nicht anders. Mit viel Wortwitz ...

Alice glaubt, sie müsse vertauscht worden sein, sie fühlt sich garnicht mehr wie sie selbst! Im Wunderland ist eben nichts wie erwartet, doch das erwartet Alice irgendwann auch nicht anders. Mit viel Wortwitz und Auch Irrsinn wird die Geschichte eines 7-Jährigen Mädchens erzählt, in dessen Träumen kaum etwas logisch zu erklären ist. Einfach wunderbar bunt und lustig und konfus sind die Figuren, die Geschichte ist kindgerecht für Grundschulkinder.

Was das Besondere an dieser Schmuckausgaben ist, sind die vielen Illustrationen und Pop-ups und beweglichen Elemente, die so großen Spaß machen und ein richtiges Erlebnis daraus machen, was zu diesem Märchen einfach ganz besonders gut passt.

Das Buch enthält die Geschichten "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln", wobei zweitere noch konfuser ist und etwas schwerer von der Sprache. Aber meine Kleine Tochter will das Buch nun direkt wieder von vorne beginnen!

Lasst euch vom Preis nicht abschrecken, er ist es wert!

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Düster und spannend!

Die verlorene Frau
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Eine junge Frau verschwindet mit ihrem kranken Neugeborenen aus dem Krankenhaus. Die Familienverhältnisse sind mehr als schwierig, dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit müssen gelüftet werden, um die ...

Eine junge Frau verschwindet mit ihrem kranken Neugeborenen aus dem Krankenhaus. Die Familienverhältnisse sind mehr als schwierig, dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit müssen gelüftet werden, um die beiden noch rechtzeitig zu finden.

So spannend und fesselnd der Roman von Emily Gunnis auch war, ich konnte ihn nicht am Stück durchlesen. Es hat mich tatsächlich sehr mitgenommen, wenn Kapitel über "Harriet" kamen, da man von Beginn an bereits erfährt, welches Drama sich ereignen wird.

"Die verlorene Frau" ist ein Roman, der jenseits meiner "Komfortzone" liegt, es ist ein Buch, so düster und unheilvoll, dass es einem den Hals zuschnürt. Dabei allerdings so großartig konstruiert und spannend, dass ich es gern gelesen habe.

Ich ziehe einen Stern ab, weil die Zeitsprünge mir zu Beginn zu schaffen gemacht haben, hauptsächlich aber, weil ich es unnötig finde, dass der Originaltitel "The lost child" in "Die verlorene Frau" verändert wurde, was ich mehr als schade finde, und was den Blick auf die Geschichte verwischt!

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