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JuliaRiccarda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2025

konnte ihn nicht mehr aus der Hand legen

SPURLOS
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Wenn jemand ein neues Leben beginnen und nicht gefunden werden möchte, aus welchen Gründen auch immer, kommt er zu Robin. Ihr Job ist diese Menschen spurlos verschwinden zu lassen. Doch dann werden zwei ...

Wenn jemand ein neues Leben beginnen und nicht gefunden werden möchte, aus welchen Gründen auch immer, kommt er zu Robin. Ihr Job ist diese Menschen spurlos verschwinden zu lassen. Doch dann werden zwei ihrer ehemaligen Klienten, zwei untergetauchte Kronzeugen, quasi zeitgleich ermordet. Wie konnte das passieren? Und das war nur der Anfang. Bald schon muss Robin sich die Frage stellen, wem sie überhaupt noch trauen kann.
Da Thriller über Zeugenschutz eigentlich nicht so mein Ding sind, hätte ich mir dieses Buch nach dem Klappentext wahrscheinlich nicht selbst gekauft. Da ich es aber geschenkt bekommen habe und es ja wirklich viele gute Bewertungen hat, habe ich mit gedacht, dass es mich vielleicht doch begeistern kann. Und dies war absolut der Fall.
Während der Leser auf den ersten hundert Seiten die verschiedenen Figuren kennenlernt und in Robins Job hinein schnuppern darf, was echt interessant ist, geht es danach richtig ab. Ich konnte das Buch zeitweise nicht mehr aus den Händen legen, so spannend war es. Es gibt unvorhergesehene Wendungen, actionreiche Szenen und über allem steht die düstere Frage: Wem kann Robin vertrauen und wem nicht? Und genau diese Frage treibt den Leser immer weiter an zu lesen.
Die toughe Robin mochte ich wirklich gern. Bei aller Spannung kommen aber auch ihre Gedanken, Gefühle und inneren Konflikte nicht zu kurz, was sie sehr authentisch wirken lässt. Viele der anderen Figuren sind zwar im Prinzip auch sympathisch. Aber schafft es der Autor ganz wunderbar, dass der Leser jedem misstraut und deshalb niemanden von den anderen so wirklich mag, denn da ist immer der Gedanke: Vielleicht spielt derjenige ja ein ganz falsches Spiel? Zumindest war es bei mir so. mit der Auflösung hätte ich dann aber doch nicht gerechnet, obwohl sie sie logisch ist. Beides ist mir bei Thrillern immer sehr wichtig.
Das Thema Zeugenschutz und neue Identitäten ist wie gesagt eigentlich nicht so meins, wird hier aber echt toll umgesetzt.
Ein weiteres Plus sind die ausführlich beschrieben realen Schauplätze. Leider war ich bisher weder in Frankfurt am Main, wo Robin ihre Agentur betreibt, noch in einer der anderen Städte, in denen der Thriller handelt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Podcast mit Todesfolge

Todesstimme
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Kriminalhauptkommissarin Tara Kronberg wird mit einer rätselhaften Serie von Selbstmorden konfrontiert. Ein Unbekannter, der sich „Kadaver“ nennt, interviewt selbstmordgefährdete Personen für seinen Podcast. ...

Kriminalhauptkommissarin Tara Kronberg wird mit einer rätselhaften Serie von Selbstmorden konfrontiert. Ein Unbekannter, der sich „Kadaver“ nennt, interviewt selbstmordgefährdete Personen für seinen Podcast. Kurz nach der Ausstrahlung sind die Interviewten tot. Fieberhaft versuchen Tara und ihre Kollegen „Kadaver“ zu finden und seinen Podcast zu stoppen. Aber das stellt sich als nicht so einfach heraus.
Der Thriller ist der zweite in der Tara-Kronberg-Reihe. Zwar kann man ihn auch gut lesen ohne den Vorgängerband „Signalrot“ zu kennen. Trotzdem würde ich empfehlen, zuerst Band eins zu lesen, da einige offene Fragen aus dem ersten Band nun beantwortet werden.
Das Thema rund um Suizid und Depressionen ist sicher sehr sensibel und könnte vielleicht manche Leser triggern. Ich hatte aber keine Probleme damit.
Der Schreibstil ist gut zu lesen, kommt mir jedoch manchmal zu beschreibend, zu unemotional vor. Die Gefühle der Personen werden zwar genannt, aber ich konnte sie oft nicht zwischen den Zeilen lesen.
Sowohl Tara als auch ihren Kollegen Gabriel mochte ich sehr. Es handelt sich um interessante, facettenreiche Figuren. Vor allem Gabriel und der Hausmeister des Dezernats bringen ihre Geheimnisse mit. Auf die Enthüllung dieser war ich fast genauso gespannt, wie auf die Antwort, wer denn nun der Täter ist. Die Kollegen der Leipziger Kripo, mit denen Tara unter anderem auch zusammen arbeitet, sind zwar alles andere als kompetent und auch nicht sonderlich sympathisch, wie ich finde, aber durchaus unterhaltsam.
Die Story ist auf jeden Fall spannend. Gut gefallen haben mir wie auch schon im Vorgängerband die Tagebucheinträge, von denen der Leser sich fragt, wer sie denn verfasst hat. Es wird aus einigen verschiedenen Perspektiven berichtet. In erster Linie aus Taras, aber auch aus Gabriels Perspektive sowie der anderer Kollegen oder Opfer. So lernt der Leser die Sichtweise verschiedener Personen kennen, was ich interessant finde. Allerdings schafft es der Autor, dass die Personen trotzdem ihre Geheimnisse wahren können.
Mit dem Mörder habe ich dann nicht gerechnet, insofern war die Überraschung da, wie ich mir das von einem guten Thriller wünsche. Allerdings hat mir zu wenig, im Prinzip gar nichts, auf den Täter hingedeutet. Deshalb und weil Schluss und Motiv meines Erachtens nach ebenfalls nicht hundert Prozent schlüssig sind, ziehe ich einen Stern ab.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Gelungener Auftaktband einer neuen Reihe

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
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Kommissarin Hannah Bülow kehrt an die schöne Ostsee, in das Dorf ihrer Kindheit zurück, um sich um ihren Vater zu kümmern und auf der Polizeiwache die stellvertretende Leitung ihrer Jugendfreundin Constanze ...

Kommissarin Hannah Bülow kehrt an die schöne Ostsee, in das Dorf ihrer Kindheit zurück, um sich um ihren Vater zu kümmern und auf der Polizeiwache die stellvertretende Leitung ihrer Jugendfreundin Constanze anzutreten. Bald schon kommt es zu mehreren Todesfällen, die Hannah mit ihrer Vergangenheit konfrontieren. Denn vor 32 Jahren waren sie und Constanze an einem Bootsunglück beteiligt. Und es scheint so, als würden die jüngsten Ereignisse damit in einem Zusammenhang stehen.
Bei dem Thriller handelt es sich um den ersten Band einer neuen Reihe nach einer Idee der 2020 verstorbenen Nina Ohlandt, geschrieben von Jan F. Wielpütz. Und ich muss sagen, ich freue mich sehr auf weitere Bände.
Schon der Prolog fängt super spannend an und lässt den Leser mit jede Menge Fragezeichen zurück: Wer ist die Frau, die sich hier entscheidet sich umzubringen? Wie passt sie zu dem Rest der Geschichte? Und dann jagt eine Frage die nächste, allen voran immer die, was im Sommer 93 genau geschah und inwiefern es eine Rolle für die jüngsten Ereignisse spielt. Da ich Thriller liebe, bei denen ich miträtseln kann, bin ich hier voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Die Spannung hält sich absolut bis zum Schluss und die Auflösung ist dann ebenfalls schlüssig, was mir auch immer wichtig ist.
Wie sich das für einen Auftaktband gehört, werden die wichtigen Figuren sehr gut und ausführlich eingeführt. Alle haben irgendwie eine bestimmte Eigenart, einen ganz eigenen Charakter, was das Ganze authentisch wirken lässt und keinesfalls langweilig. Wenn ich es mir recht überlege, gibt es eigentlich keine Figur, die ich wirklich unsympathisch finde. Vor allem Hannah als auch ihren eigenwilligen, manchmal etwas grantigen Vater, dessen Verhalten mich mitunter ganz schön schmunzeln ließ, und ganz besonders Tobby, Hannahs Hund, habe ich schnell ins Herz geschlossen. Man merkt schon, wer in den weiteren Büchern eine Rolle spielen wird und deshalb besonders charakterisiert wird. Zumindest hoffe ich auf ein Wiedersehen mit zum Beispiel den beiden Kripokollegen, die Hannah bei ihrer Arbeit unterstützt, und wirklich interessant angelegt sind.
Gut gefallen hat mir auch, dass neben dem Fall private Befindlichkeiten eine Rolle spielen, jedoch ohne zu viel Raum einzunehmen. So macht sich Hannah etwa Gedanken um ihren Vater und ihr Kollege versucht Job und kranke Kinder unter einen Hut zu kriegen.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, ab und an mit etwas Humor gewürzt.
Das Setting in dem kleinen Dorf an der Ostsee finde ich sehr gelungen. Der Leser bekommt nebenbei etwas von der schönen Landschaft mit und kriegt direkt Lust, sich das vor Ort einmal anzusehen, zumindest war es bei mir so.
Alles in allem hat mir der Thriller sehr gut gefallen und ich werde Hannah auf jeden Fall bei ihrem nächsten Fall wieder unterstützen!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 02.10.2025

Wer hat die Gastgeberin ermordet?

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Inhalt:
Die 77jährige Mimi wird von ihrer Nachbarin Jane zu einer Zwaniziger-Jahre-Party eingeladen. Allerdings hat sie weder auf die Nachbarin noch auf die Party Lust. Doch absagen ist keine Option. Denn ...

Inhalt:
Die 77jährige Mimi wird von ihrer Nachbarin Jane zu einer Zwaniziger-Jahre-Party eingeladen. Allerdings hat sie weder auf die Nachbarin noch auf die Party Lust. Doch absagen ist keine Option. Denn sollte sie das tun, droht Jane Mimis Geheimnis auffliegen zu lassen. Da sie das unter allen Umständen verhindern will, geht Mimi mit ihrer Enkelin Addie zu der Party. Bald schon ist die Gastgeberin tot, ermordet. Zu allem Überfluss schneidet ein Schneesturm die Partygesellschaft vom Rest der Welt ab.
Cover:
Zunächst einmal überzeugt das Buch absolut mit seinem Cover. Hier stimmt einfach alles: Das hell erleuchtete Herrenhaus inmitten der Schneelandschaft auf schwarzem Hintergrund wirkt zauberhaft und einladend, was ja gut zum Titel passt. Die Goldschrift verleiht dem Ganzen noch zusätzlich eine vornehme Note, was zum einen schlichtweg toll aussieht und zum anderen auch gut zu der vornehmen Jane und ihrem Herrenhaus passt. Besonders hilfreich sind zudem die Kurzportraits der Gäste auf den Innenseiten des Umschlags. So kann der Leser sich vor allem am Anfang der Lektüre, wenn er die Personen noch nicht so gut kennt, immer wieder kurz orientieren, wenn er nicht mehr genau weiß, wer nochmal wer war.
Meine Meinung:
Das Buch konnte mich leider nicht so sehr überzeugen wie das Cover und die Aufmachung.
Die Idee, dass jede Figur ein Geheimnis hat, das natürlich nach und nach aufgedeckt wird, finde ich gut. An sich besteht die Partygesellschaft ja auch aus illustren, interessanten Personen. Die Charaktere zeigen aber insgesamt zu wenig Gefühle, was sie oberflächlich wirken lässt. Zwar ist die etwas sauertöpfische, sarkastische Mimi mit ihren schrägen Sprüchen echt gut angelegt, aber das war es dann auch schon. Ich hätte mir gewünscht, dass der Leser sie wie auch die anderen im Laufe des Buches besser kennen lernt und mehr in die Tiefe gegangen wird. So bin ich auch mit Mimi und Addie als Hauptpersonen leider nicht wirklich warm geworden.
Den mit witzigen Kommentaren gespickten Schreibstil mochte ich sehr gern.
Spannung kam bei mir zwischen durch immer mal wieder auf. Allerdings hat sie sich nicht konsequent gehalten. Zwar mag ich es sehr gern, wenn man als Leser miträtseln kann, was hier auf jeden Fall gegeben ist. Es stellt sich neben der Frage nach dem Mörder auch die Frage nach den zahlreichen Geheimnissen der Gäste. Allerdings werden viele Nebensächlichkeiten immer und immer wieder ausführlich beschrieben, was der Spannung abträglich ist.
Sehr gut gefallen hat mir auch das Setting. Ich mag gerne Krimis, bei denen eine Gruppe vom Rest der Welt abgeschnitten ist und es somit eine feste Anzahl von Verdächtigen gibt. Das alte Haus an sich und vor allem die Geheimgänge fand ich richtig super. Und auch die Atmosphäre durch den Schneesturm wird prima vermittel wie ich finde.
Für meinen Geschmack wurden die vielen tollen Ideen mit Setting, schrägen Charakteren und Geheimnissen leider nicht ganz überzeugend umgesetzt.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Reise nach Mallorca mit dem liebenswerten Stinkstiefel Sneijder

Todesspur
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Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez versuchen bei einem nächtlichen Großeinsatz Dr. Paul Conrad festzunehmen, da er eine Verbindung zur vierten RAF Generation zu haben scheint. Doch Conrad gelingt die ...

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez versuchen bei einem nächtlichen Großeinsatz Dr. Paul Conrad festzunehmen, da er eine Verbindung zur vierten RAF Generation zu haben scheint. Doch Conrad gelingt die Flucht und eine spannende Jagd beginnt, die das BKA-Team bis in ein Luxusresort nach Mallorca führt.
Als großer Sneijder-Fan habe ich mich schon lange auf den Thriller gefreut und wurde auch dieses Mal natürlich nicht enttäuscht. Den schrullige, Vanille-Teetrinkende, kiffenden Stinkstiefel muss man einfach kennen und lieben. Zumindest als Romanfigur. Im echten Leben könnte ich auf Sneijders Bekanntschaft gut verzichten. Denn er sagt seinen Mitmenschen sehr deutlich, was er über sie denkt, und das ist selten etwas Gutes. Mit zum illustren Team gehören außerdem Sabine Nemez, die einzige gewöhnliche im Team, der Computer-Nerd Marc und dieses Mal auch die unter dem Asperger Syndrom leidende Miyu, die eine absolute Bereicherung darstellt. Was habe ich über Miyus unbeabsichtigte Komik gelacht. Ich hoffe sehr, dass sie auch weiterhin mit Sneijder und Co ermitteln wird.
Immer wieder gibt es eingeschobene Kapitel, die aus der Sicht einer gewissen Lea erzählt werden. Auch wenn die Dame ein äußerst zweifelhaftes, um nicht zu sagen kriminelles Verhalten an den Tag legt, ist sie mir absolut sympathisch und ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert und gehofft, dass sie mit dem, was sie tut, durchkommt.
Cliffhanger und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass der Thriller wie eigentlich alle aus der Reihe super-spannend ist, und zwar vom Anfang bis zum fulminanten Finale. Dank einiger aufregender Verfolgungsjagden kommen auch Action-Fans voll auf ihre Kosten. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen und bringt den Leser Dank Sneijder und Miyu immer wieder zum Schmunzeln.
Das politische Thema rund um Terror und RAF ist zwar eigentlich gar nicht meines und wäre das Buch von einem anderen Autor gewesen, hätte ich es mir ziemlich sicher nicht gekauft. Dafür dass das Buch auch Leser, die sich eher nicht für politische Themen interessieren, fesseln kann, bin ich dann wohl der beste Beweis. Denn ich bin restlos begeistert von der Lektüre.
Dieses Mal gibt es ein besonderes Setting, das mir sehr gut gefallen hat. So reist der Leser zusammen mit den Ermittlern nach Mallorca in ein Luxusresort. Man bekommt einen Eindruck von dem wunderschönen Hotel, aber auch von der Insel. Da ich das Buch im Urlaub gelesen habe, hat das perfekt gepasst.
Leider soll dieser Band wohl der vorletzte in der Reihe sein. Allerdings habe ich ja immer noch die Hoffnung, dass der Autor es sich noch einmal anders überlegt.

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