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JuliaRiccarda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2025

Schade, dass es schon vorbei ist!

Der Nachtschattenmann: Thriller
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Eine junge Frau wird als Tänzerin drapiert auf den Treppen einer Tanzschule tot aufgefunden. Während die Gerichtsmedizinerin Julia Schwarz und der Kriminalkommissar Florian Kessler nach dem Täter suchen, ...

Eine junge Frau wird als Tänzerin drapiert auf den Treppen einer Tanzschule tot aufgefunden. Während die Gerichtsmedizinerin Julia Schwarz und der Kriminalkommissar Florian Kessler nach dem Täter suchen, erwacht eine weitere junge Frau aus einer Narkose und erkennt sich beim Blick in den Spiegel nicht wieder. Was ist mit ihrem Gesicht passiert? Warum ist sie eine andere? Und sie soll nicht die letzte bleiben, der es so ergeht.

Der Thriller ist der neunte Band in der Reihe um Julia und Florian, mit dem sie auch privat in einer Beziehung ist. Wenn man die vorherigen Bücher nicht kennt, kann man den „Nachtschattenmann“ problemlos lesen – und wird die anderen Bücher auch bald bestellen. Denn die Reihe bzw. die Autorin macht einfach süchtig.

Was ich besonders gerne an Shepherds Büchern mag, ist dass es immer ein spezielles Thema, eben etwas besonderes, gibt. Hier ist das jetzt das fremde Gesicht, das die Opfer tragen. Dies hat mich schon im Klappentext unheimlich neugierig gemacht. Und ich wurde absolut nicht enttäuscht.

Ich habe das Buch in nur zwei Tagen ausgelesen, was schon einiges über die Spannung aussagt! Bereits der Prolog beginnt sehr spannend. Und diese Spannung hält sich bis zum Schluss. Was den Täter angeht, hatte ich sehr lange keinen wirklichen Verdacht. Über das Motiv habe ich auch gerätselt und verschiedenste Vermutungen angestellt. Alles wird auch erst relativ spät aufgelöst.

Julia und ihre Kollegen sind für mich schon alte Bekannte, die ich alle sehr ins Herz geschlossen habe. Die privaten Nebenschauplätze um Julia und Florian und auch um Lenja, Julias Assistentin, und Martin, den Kollegen von Florian, gefallen mir sehr gut. Sie runden für mich einen guten Thriller noch zusätzlich ab, haben aber nicht zu viel Raum eingenommen.

Der Schreibstil ist wie bei der Autorin gewohnt flüssig und angenehm zu lesen.

Fazit: Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Über 500 Seiten in zwei Tagen ausgelesen- Das sagt alles!

Dunkles Wasser
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Als großer Kate Linville- und Caleb Hale-Fan habe ich mich riesig gefreut, dieses Buch geschenkt bekommen zu haben. Dementsprechend lag es auch keine zwei Wochen ungelesen zu Hause. Und was soll ich sagen? ...

Als großer Kate Linville- und Caleb Hale-Fan habe ich mich riesig gefreut, dieses Buch geschenkt bekommen zu haben. Dementsprechend lag es auch keine zwei Wochen ungelesen zu Hause. Und was soll ich sagen? Es hat mich NATÜRLICH nicht enttäuscht!

In einer stürmischen Nacht werden an der Küste Schottlands bei Kilbride zwei Familien, die in einer Bucht zelten, grausam abgeschlachtet. Die Täter werden nicht gefasst. Die einzige Überlebende ist Iris, die damals sechzehnjährige Tochter einer der Familien.

Fünfzehn Jahre später verschwindet Iris´ Freundin bei einem gemeinsamen Urlaub in Frankreich. Handelt es sich um ein Gewaltverbrechen? Die Tatsache, dass Iris seit einiger Zeit von einem Stalker verfolgt wird, wirft die Frage auf, ob sie das eigentliche Opfer hätte sein sollen und ob es einen Zusammenhang mit Damals gibt. Zufällig trifft Caleb Hale auf Iris und nimmt sich ihrer an. Und schon bald stecken er und Kate bis über beide Ohren in Ermittlungen.

Die Spannung besteht von der ersten Seite. Ich denke, dass ich ein Buch von über 500 Seiten in zwei Tagen ausgelesen habe, sagt alles. Man kann einfach nicht aufhören. Eine Frage jagt die nächste. Wie hängt alles zusammen? Was ist das Motiv? Und natürlich: Wer ist der Täter? Und viele weitere, deren Nennung hier allerdings zu viel verraten würde.

Die Autorin schafft es wie keine andere mehrere Erzählstränge nebeneinanderher zu führen, bei denen der Leser zunächst keine Ahnung hat, wie alles im Zusammenhang steht. So etwas liebe ich. Lange war mir zum Beispiel gar nicht klar, inwiefern die Geschichte, um die es im Prolog geht, mit der Story zusammenhängt. Mit der Zeit fügt sich alles logisch zusammen, allerdings nicht ohne überraschende Wendungen wie es sich für Charlotte Link ja irgendwie gehört.

Es werden einige Kapitel aus Calebs und viel natürlich aus Kates Perspektive erzählt. Ich mag die Ermittlerin sehr gern, aber speziell in diesem Buch hat sie mir ziemlich leid getan. Im Privaten hat sie einfach kein Glück, dabei würde ich es ihr so wünschen! Darüber hinaus gibt es immer wieder Einschübe, die aus Sicht des Täters von den Kilbride-Morden berichten. Diese Einschübe sind in kursiver Schrift, so dass man, wenn man noch einmal etwas nachlesen möchte, leicht den Überblick behalten kann.

Der Schreibstil war gewohnt angenehm zu lesen und fesselnd. Die Beschreibung von dem stürmischen Wetter hat mich absolut mitgerissen. Ich habe den sintflutartigen Regen und den eiskalten Wind regelrecht gespürt. Mir ist direkt etwas kalt geworden auf meinem Sofa. Nichtsdestotrotz wurde mein Interesse für Schottland und eine Reise dahin geweckt. Warum auch immer, nachdem ich da soviel von Mord gelesen habe?! 😊

Jetzt bin ich sehr gespannt, wie es mit der Reihe weitergeht und freue mich schon auf das nächste Buch, das hoffentlich bald erscheinen wird.

Eine klare Empfehlung für jeden, der spannende Bücher mag!

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Veröffentlicht am 04.02.2025

gesellschaftskritischer Thriller zu modernem Thema

Die Influencerin
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Die Karriere der Influencerin Sarah nimmt ein jähes Ende als sich eine ihrer Followerinnen umbringt und die Community Sarah dafür die Schuld gibt. Doch es bleibt nicht nur bei Hasskommentaren im Netz. ...

Die Karriere der Influencerin Sarah nimmt ein jähes Ende als sich eine ihrer Followerinnen umbringt und die Community Sarah dafür die Schuld gibt. Doch es bleibt nicht nur bei Hasskommentaren im Netz. Auch in ihrem realen Leben wird Sarah bald bedroht und verfolgt.
Das erste, was mir an dem Buch ins Auge gestochen ist, war sein wirklich schönes, besonderes Cover. Vom Thema her hat mich das Buch ja erst nicht so interessiert, weil Influencer und das „Leben“ im Internet nicht so meine Welt sind. Dann hat die Story mich aber schnell gefesselt. Eine Frage jagt die nächste. Man muss unbedingt weiterlesen, verdächtigt alle möglichen Personen und wird von einigen unerwarteten Wendungen überrascht. Genauso wie ich es liebe. Der angenehme Schreibstil sorgt zusätzlich dafür, dass man immer noch ein paar Seiten liest; und schwupps ist man am Ende angelangt. Schade!
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Sarah geschrieben. Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel aus der Sicht des Stalkers, die sich durch die kursive Schrift gut vom Rest der Geschichte abheben.
Sarah wird authentisch und menschlich geschildert mit Ecken, Kanten und Zweifeln, was sie mir sympathisch macht. Sie hat wie viele Influencer jahrelang an ihrem perfekten Image gearbeitet. Aber natürlich ist sie in Wirklichkeit alles andere als perfekt. Die Autorin schafft es super diese Diskrepanz zwischen Realität und Scheinwelt und die Probleme, die damit sowohl für den Influencer selbst als auch für die Fans einhergehen können, zu beschreiben.
Die Autorin fängt ein super aktuelles Thema ein und regt zum Nachdenken an: Sagt eine große Zahl an Internetfreunde etwas über die Anzahl der echten Freunde aus, die in der Not für einen da sind? Ist es wirklich so gut, sein ganzes Leben in den Sozialen Netzwerken zu teilen?

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Veröffentlicht am 15.03.2026

starke Geschichte mit Gesellschaftskritik und bewegenden Schicksalen

Giftiger Grund
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Cover und Titel:
Der Titel „Giftiger Grund“ passt einerseits gut zu dem Setting an der verlassenen Tankstelle, wo durch das im Laufe der Jahre versickerte Benzin der Boden verseucht ist, wie auch mal im ...

Cover und Titel:
Der Titel „Giftiger Grund“ passt einerseits gut zu dem Setting an der verlassenen Tankstelle, wo durch das im Laufe der Jahre versickerte Benzin der Boden verseucht ist, wie auch mal im Roman erwähnt wird. Andererseits passt er aber auch im übertragenen Sinne prima: Die Protagonisten haben alle einen quasi vergifteten Hintergrund, der es ihnen schwer macht. Das Cover in giftgrün passt wiederum perfekt zum Titel und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Inhalt:
Der frisch aus dem Gefängnis entlassenen Joran, die junge Instagram-Fotografin Charu und Edda, ein Mädchen in Schlafanzug und Gummistiefeln treffen mitten in der Nacht an einem sogenannten Lost Place, einer verlassenen Tankstelle, aufeinander. Und dann ist da noch eine Leiche.
Meine Meinung:
Die Story wird zunächst abwechselnd aus Jorans und Charus Perspektive und später auch aus der von Edda erzählt. Dabei wählt der Autor vor allem am Anfang für jeden Charakter eine eigene Sprache, so dass der Leser gleich weiß, wessen Perspektive jetzt an der Reihe ist. In Charus Teil wimmelt es nur so von „Reels“, „Contents“, „Frames“ etc. Ich habe mich teilweise echt uralt gefühlt, weil ich immer wieder dachte: Hilfe, wovon spricht sie? 😉 Joran dagegen bekommt die typische coole Jugendsprache. Gegen Mitte des Buches wird dieses super-tolle Stilmittel leider aufgeweicht. Ich musste dann ein paarmal nachsehen, wer jetzt eigentlich gerade erzählt.
Die Charaktere sind so richtig gut getroffen. Ich konnte mich vor allem in Joran gut hineinversetzen. Er hat mich echt leidgetan. Da kommt man aus dem Gefängnis frei, ist ganz auf sich allein gestellt und alles und jeder hat sich offenbar gegen einen verschworen. Der Autor schildert sehr anschaulich wie schwer es ist trotz wirklich guter Absichten und einem guten Charakter nicht in die typische Abwärtsspirale zu geraten und wieder rückfällig oder erneut verhaftet zu werden.
Auch Charu und Edda haben jeder ihre eigenen Geschichten, wobei es anfangs nicht klar ist, welche Edda mitbringt. Der Leser findet das quasi gemeinsam mit Joran und Charu raus. Die Schicksale aller drei sind auf jeden Fall hart und liegen leider vermutlich nicht so weit von der Realität entfernt.
Das besondere Setting am Lost Place ist echt gut getroffen und vermittelt vor allem am Anfang einen Touch von Schatzsucheratmosphäre.
Gegen Ende gibt es dann sehr viel Action, die Ereignisse überschlagen sich. Der Schluss hat mich wie ein Schlag in den Magen getroffen. Damit hätte ich nicht gerechnet und der Leser fragt sich, wie es denn nun weitergeht. Das enthält uns der Autor nämlich vor. Im Prinzip könnte er damit direkt seinen nächsten Krimi starten.
Mein Fazit: Kein typischer Krimi, aber ein absolut lesenswertes Buch mit viel Gesellschaftskritik, starken Charakteren und tiefen Schicksalen. Und jeder Menge Spannung!

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Veröffentlicht am 12.07.2026

nettes Wohlfühlbuch

Mistakes were Made
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Literaturagentin Zoey verliert ihr Apartment in der Stadt und braucht deshalb eine neue Bleibe. Gage, der Schwager ihrer besten Freundin, vermietet ihr eine Wohnung. Dass die beiden sich voneinander angezogen ...

Literaturagentin Zoey verliert ihr Apartment in der Stadt und braucht deshalb eine neue Bleibe. Gage, der Schwager ihrer besten Freundin, vermietet ihr eine Wohnung. Dass die beiden sich voneinander angezogen fühlen, ist kein Geheimnis. Aber während Gage die Frau fürs Leben sucht, denkt Zoey sie sei nicht beziehungsfähig und möchte nur einen One-Night-Stand. Kann das gut gehen?
Das Buch ist der zweite Band einer Reihe, allerdings kann man ihn problemlos ohne Kenntnis des Vorgängerbandes lesen. Die Geschichte spielt in der gemütlichen Kleinstadt Storylake. Hier kennt jeder jeden und bald hatte ich als Leser auch das Gefühl jeden Bewohner des Städtchens zu kennen. Es herrscht wunderbare Kleinstadtatmosphäre. Sehr schön ist der Übersichtsplan zu Anfang des Buches, in dem alle wichtigen Häuser, Bewohner und Institutionen von Storylake eingezeichnet sind.
Die beiden Protagonisten habe ich sofort ins Herz geschlossen. Zum einen ist da die chaotische, liebenswerte Zoey. Und zum anderen der äußerst sympathische Anwalt Gage. Auch Nebenfiguren wie Zoeys beste Freundin oder Gages Familie sind gut ausgearbeitete Charaktere, so dass man sie sich prima vorstellen kann. Ganz besonders mochte ich auch die vielen Tiere, die die Story durch kleine Episoden bereichern. Und hier sprechen wir nicht nur von gewöhnlichen Haustieren, sondern auch von Wildtieren wie dem Waschbär Bertha und dem wildlebenden, aber trotzdem warum auch immer irgendwie halbzahmen Adler.
Der Schreibstil ist extrem witzig. Ich musste manchmal richtiggehend Tränen lachen. Allerdings gab es für meinen Teil mitunter echte Länge, was daran liegen mag, dass mich nicht alle Episoden im Buch interessiert haben. Zwar mochte ich die Liebesgeschichte um Zoey und Gage sehr gern. Auch die Probleme, die jeder der beiden hat, empfand ich als spannend. Und natürlich die Szenen mit den Tieren. Der Kleinkrieg, den Storylake mit der Nachbargemeinde führt, das traditionelle Bingo und so weiter sind mir aber zu sehr aufgebauscht. Störend empfinde ich auch die häufigen Ausdrücke. Am Anfang ist das noch witzig. Aber wenn gefühlt auf jeder Seite das Wort „Kackwaffel“ vorkommt ist das doch etwas viel des Guten.
Der Kern des Buches, die eigentliche Liebesgeschichte ist wunderbar zu lesen, hätte für meinen Geschmack gern noch mehr Raum einnehmen können und etwas mehr Drama und Herzschmerz beinhalten dürfen.

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