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JuliaRiccarda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2026

tolles Setting

Home Story
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Cover:
Das Cover, welches den Hof, auf dem die Story handelt, im Sonnenunter- oder aufgang zeigt, finde ich wunderschön. Auch der gelbe Farbschnitt gefällt mir sehr gut.
Inhalt:
Die Anwältin Eva kehrt ...

Cover:
Das Cover, welches den Hof, auf dem die Story handelt, im Sonnenunter- oder aufgang zeigt, finde ich wunderschön. Auch der gelbe Farbschnitt gefällt mir sehr gut.
Inhalt:
Die Anwältin Eva kehrt zurück auf den Steingruberhof, der Kommune, in der sie aufgewachsen ist. Denn dort wurde eine Leiche gefunden und die Hofbewohner geraten unter Verdacht. Eva soll ihnen helfen. Was wird sie herausfinden?
Meine Meinung:
Auf Umschlagseite befindet sich ein Grundriss des Steingruberhofes. Zum einen dient es der Veranschaulichung beim Lesen und ist einfach schön, aber vor allem hilft es bei der Orientierung, wenn beschrieben wird, wer denn jetzt gerade wohin geht. Denn der Hof ist schon ganz schön verwinkelt. Auch die Auflistung der dort lebenden Personen zu Beginn ist eine echte Hilfe beim Lesen. Ohne die wäre es manchmal wohl etwas unübersichtlich geworden, denn es sind schon einige Menschen, die der Kommune angehören. So konnte ich immer wieder während des Lesens nachschlagen und hatte keine Schwierigkeiten beim Auseinanderhalten der Figuren.
Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir gut gefallen hat. Es gibt auch immer wieder kurze Kapitel in kursiver Schrift, bei denen zunächst nicht ganz klar ist, aus wessen Perspektive erzählt wird und wann genau die Kapitel handeln. Allerdings haben die auf mich etwas erzwungen gewirkt. So wirklich rätselhaft sind sie nicht und viel passiert darin auch nicht. Ich habe diese Kapitel am wenigsten gern gelesen.
Die zahlreichen Figuren sind interessant angelegt. Jede sticht durch ihren persönlichen Charakter hervor. Auch die Atmosphäre wird toll beschrieben. Zum einen wird der glühend heiße Sommer wunderbar vermittelt. Vielleicht fühle ich es auch deswegen so, weil es während ich das Buch gelesen habe, eine ähnliche unerträgliche Hitze geherrscht hat. Zum anderen wird die alternative Lebensform auf dem Hof und das Landleben allgemein sehr anschaulich geschildert. Die ausführlichen Beschreibungen von Atmosphäre und Charakteren gehen aber meiner Meinung nach leider etwas auf Kosten der Spannung. Manchmal sind mir einfach ein paar Längen zu viel drin und es passiert zu wenig. Zwar gint es unerwartete Wendungen, die für Spannung sorgen. Zudem rate ich beim Lesen immer gern mit und das konnte ich hier wunderbar, denn Verdächtige und Motive gibt es jede Menge.
Mein Fazit:
Ich habe das erste Buch der Autorin gelesen und bin dementsprechend mit sehr hohen Erwartungen an die Lektüre herangegangen. Diese wurden dann leider nicht vollständig erfüllt. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und ich empfehle es weiter.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2026

macht Lust auf Usedom

Die Mörderinsel
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Der Hotelbesitzer Holger Simonsmeyer wird des Mordes an der jungen Frau Susann angeklagt, jedoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Im Dorf startet ein Mobb gegen ihn. Dann wird erneut eine junge Frau ...

Der Hotelbesitzer Holger Simonsmeyer wird des Mordes an der jungen Frau Susann angeklagt, jedoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Im Dorf startet ein Mobb gegen ihn. Dann wird erneut eine junge Frau umgebracht. Und noch mehr Menschen müssen sterben. Die Journalistin Doro Kagel, die nach Holgers Inhaftierung einen großen Artikel über ihn schrieb, versucht Licht ins Dunkel zu bringen.
Die Geschichte wird in 3 Zeitebenen erzählt: Vor dem ersten Mord, vor dem zweiten Mord und nach beiden Morden. Außerdem wird sie aus der Sicht verschiedener Personen erzählt. Das war für mich ein wenig viel des Guten und wirkt eher verwirrend. Auch die Anzahl der involvierten Figuren ist sehr groß. Zum einen gibt es da die Familie um Holger, dann die Eltern und Schwester von Susann, die Familie der Schwester von Susanns Mutter, eine indische Familie und noch ein paar einzelne Personen. Beim Lesen hatte ich öfter Schwierigkeiten zu zuordnen wer denn jetzt wer ist.
Cliffhanger gibt es durch den Wechsel von Zeit und Sichtweisen reichlich. Die Story an sich ist auch spannend, auch wenn für meinen Geschmack manchmal etwas zu sehr ins Detail gegangen wird, was an einzelnen Stellen ein bisschen langatmig wirkt.
Was mir besonders gefallen hat, sind die kleinen Gedichte, die das Mordopfer geschrieben hat. Doro entschlüsselt die versteckten Botschaften darin nach und nach. Solche Rätsel liebe ich total. Leider sind sie aber so schwer und um die Ecke gedacht, dass der Leser keine Chance hat, darauf zu kommen. Zumindest mit ist es beim besten Willen nicht gelungen.
Die Geschichte spielt hauptsächlich auf Usedom. Die Beschreibung der schönen Landschaft und Erwähnungen für die Gegend typischer Tätigkeiten wie zum Beispiel Bernsteinsammeln machen direkt Lust auf einen Urlaub auf der schönen Insel.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

toller Plot, eher schwache Figuren

Bachelorette Party
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Vor zehn Jahren verbrachten vier junge Frauen ein Wochenende auf einer einsamen schwedischen Schäreninsel. Und kehrten nie zurück. Heute verbringt ebenfalls eine Gruppe junger Frauen an eben jenem Ort ...

Vor zehn Jahren verbrachten vier junge Frauen ein Wochenende auf einer einsamen schwedischen Schäreninsel. Und kehrten nie zurück. Heute verbringt ebenfalls eine Gruppe junger Frauen an eben jenem Ort ein Wochenende im Rahmen eines Junggesellinnenabschieds. Heute steht auf der Insel ein Luxusresort, das demnächst eröffnet werden soll. Die Gruppe darf exklusiv als erste Gäste dort logieren. Aber es wird kein entspanntes Wochenende, sondern die schrecklichen Ereignisse scheinen sich zu wiederholen.
Der Leser wird schon auf der ersten Seite in die Morde von Damals hinein katapultiert und gleich Anfang gefesselt. Im Anschluss geht es im Heute mit dem JGA weiter. Immer wieder werden Passagen aus der Zeit ein paar Tage vor den Morden von vor zehn Jahren eingefügt. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen hat mir sehr gut gefallen, wobei ich das „Damals“ etwas mehr mochte als das „Heute“. Nach und nach tauchen immer mehr Fragen und rätselhafte Details auf, immer überschattet von der Frage: Wem kann man eigentlich vertrauen? Manche Passagen sind so spannend, dass ich regelrecht durch das Buch geflogen bin und die Seiten nur überflogen habe. Andere Passagen jedoch sind ein klein wenig zäh. Da wird mir zu viel erzählt, wie welche Frau aussieht. Das konnte ich mir sowieso nicht merken.
Die heutige Geschichte wird aus den Perspektiven der ehemaligen Podcasterin Tessa erzählt, deren Leben gerade dabei ist den Bach runter zu gehen und die ein dunkles Geheimnis umgibt. Mit dabei sind außerdem ihre Schwester Lena, die zukünftige Braut Anneliese, die Trauzeugin Mikaela, Caroline und Natalie als einzige, die den sogenannten Freundeskreis nicht von früher kennt. Ebenfalls mit auf dem Resort sind Irene, Hotelchefin und Gastgeberin, sowie der undurchsichtige Koch Adam. Ich schreibe der „sogenannte“ Freundeskreis, weil die Atmosphäre zwischen den Frauen nicht wirklich freundschaftlich ist. Vielmehr wirkt die Stimmung unterschwellig aggressiv. Absolut unsympathisch war mir Mikaela mit ihrem hohen Geltungsdrang. Auch Tessa ist nicht gerade eine Protagonistin, die man ins Herz schließt. Die anderen wirken alle relativ ähnlich, stechen für mich aber nicht aus der Masse heraus, was es für mich etwas schwer gemacht hat immer im Kopf zu behalten, wer wer ist und welche Details zu welcher Frau gehören.
Und dann sind da ja auch noch die Frauen von „Damals“. Hier wird die Geschichte aus Matildas Sicht erzählt, die ich von allen am liebsten mochte. Sie ist sympathisch und da aus ihrer Perspektive erzählt wird, konnte ich mich ganz gut in sie hinein versetzen. Tiefgehende Charakterzüge konnte ich bei ihr allerdings auch nicht erkennen, ebenso wenig wie bei ihren drei Freundinnen.
Zunächst scheint es keine Verbindung zwischen den beiden Gruppen zu geben. Nach und nach wird jedoch klar, dass es bei mehr als einer der Frauen von heute einen Zusammenhang zu denen von damals gibt.
Das Setting einer einsamen Insel mit Luxusresort ist jetzt nichts Neues, funktioniert aber gut. Vom Luxus habe ich wenig mitgekriegt. Auch dass die Story auf einer schwedischen Schärensinsel spielt, kommt nicht deutlich zur Geltung. Es hätte jede x-beliebige einsame Insel sein können. Gestört hat mich dieser Umstand jedoch nicht.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

eine verfluchte Insel?

Das Retreat
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Cover: Das Cover ziert das titelgebende Retreat auf der einsam gelegenen Insel vor dunklem Himmel. Das sieht recht schön aus. Doch das wirklich unfassbar Schöne ist der besondere Farbschnitt.
Inhalt: ...

Cover: Das Cover ziert das titelgebende Retreat auf der einsam gelegenen Insel vor dunklem Himmel. Das sieht recht schön aus. Doch das wirklich unfassbar Schöne ist der besondere Farbschnitt.
Inhalt: Schon zweimal in ihrer Geschichte wurde die Insel von Verbrechen heimgesucht. Und es soll nicht das letzte Mal bleiben. Hana will mit ihrer Familie eine kleine Auszeit in dem Retreat verbringen. Doch dann gibt es eine Leiche. Und der Mörder ist mitten unter ihnen.
Meine Meinung: Das Buch ist das zweite aus der Reihe um die Kommissarin Elin Warner. Der erste Fall wird immer wieder mal erwähnt. Allerdings kann man „Das Retreat“ problemlos lesen ohne den Vorgängerband zu kennen. Vielmehr machen die Anspielungen Lust darauf den ersten Thriller auch zu lesen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Hana und Elin erzählt. Hierbei erfährt der Leser sowohl einiges über die Sorgen und Nöte, mit denen die Kommissarin zu kämpfen hat, als auch über Hanas Vergangenheit und der Beziehung zu ihrer Familie. Am Anfang wird für meinen Geschmack allerdings etwas viel über die Gedanken und Gefühle der beiden erzählt. Es passiert nicht wirklich viel. Bei Seite hundert gibt es dann die erste überraschende Wendung. Für meinen Geschmack hätte das gern etwas früher sein können. Ab da nimmt der Thriller an Fahrt auf und es folgen noch einige weitere Twists.
Ich liebe es immer an Stories, wenn sie eine Verbindung zur Vergangenheit haben. Und das ist hier gleich in zweifacher Form gegeben. Denn schon zweimal in der Vergangenheit fanden hier mysteriöse Ereignisse statt. Hängen diese zusammen? Wurde der wahre Mörder damals wirklich verhaftet? Oder er ist er nach wie vor auf freiem Fuß und mordet jetzt wieder? Wie Elin die damaligen Ereignisse nach und nach aufdeckt und die Verbindung zu den heutigen Taten herstellt hat mich gefesselt. Der Zusammenhang zwischen den damaligen und heutigen Taten ist von der Autorin einleuchtend gewählt. Allerdings konnte ich Elins zwar durchaus zielführende Gedankengänge nicht immer nachvollziehen. Mehr als einmal dachte ich „Was für ein Zufall, dass die Kommissarin so um die Ecke denkt und somit der Lösung näher kommt.“ Das wirkt mitunter schon arg konstruiert auf mich.
Das Setting auf der einsam gelegenen Insel ist zwar nicht Neues, aber immer wieder spannend. Die zum Teil ungewöhnlichen Ermittlungsorte sorgen für das richtige Maß an Abenteuer und Abwechslung.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Eine Frau sucht ihren Mörder

Noch fünf Tage
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Titel und Cover: Titel und Cover passen auf jeden Fall gut zu der Geschichte. Das Cover mit dem chicen Haus inmitten der Schweizer Berge liefert außerdem schon mal einen Vorgeschmack auf das Setting der ...

Titel und Cover: Titel und Cover passen auf jeden Fall gut zu der Geschichte. Das Cover mit dem chicen Haus inmitten der Schweizer Berge liefert außerdem schon mal einen Vorgeschmack auf das Setting der Schönen und Reichen.
Inhalt: Die Spitzenköchin Lis Castorp arbeitet für die superreiche Familie Harman. In der Silvesternacht stirbt die ganze Famile, vergiftet von dem Essen das Lis zubereitete. Auch Lis hat etwas von dem Gift in sich, allerdings weniger. So hat sie noch fünf Tage zu leben. Tage, die sie nutzt um herauszufinden, wer der Mörder ist und um für die Zukunft ihrer zwölfjährigen Tochter Cosima zu sorgen.
Meine Meinung: Der Thriller ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Er ist ein gutes Stück anders als die meisten anderen. Der Erzählstrang wechselt zwischen Lis´ jetziger Situation im Krankenhaus und Szenen aus der Vergangenheit. Die Krankenhausszenen sind zwar gut und emotional geschrieben, aber ich mochte sie nicht so sehr. Lis bleibt trotz ihres bevorstehenden Todes eine starke Persönlichkeit, die vor allem eines will: Ihre Tochter auch in Zukunft in Sicherheit zu wissen. Das ist absolut nachvollziehbar. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Alles in allem war mir das Thema Tod hier jedoch zu präsent. Natürlich ist das bei jedem Krimi so, aber für gewöhnlich identifiziert der Leser sich nicht mit dem zukünftigen Mordopfer. Die Kapitel aus der Vergangenheit haben mir viel besser gefallen. Hier geht die Autorin nach einem klaren Schema vor: Lis handelt ein Familienmitglied nach dem anderen ab und überlegt, wer der Harmans das eigentliche Ziel des Mords gewesen sein könnte. Tatsächlich liefert sie für jeden Harman einen möglichen Mörder nebst Motiv. Am Ende kommt es wie ich es gern mag zu einer überraschenden Wendung.
Das Setting in der Welt der Superreichen bringt sein ganz eigenens Flair mit. Es werden auch immer wieder köstliche Gerichte erwähnt, die die Spitzenköchin zubereitet. Dabei ist mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen.

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