Platzhalter für Profilbild

Kantipper

Lesejury Profi
offline

Kantipper ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kantipper über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2023

Holly setzt sich durch

Crosston Creek - Was dein Blick mir sagt
0

Das Buch "Crosston Creek - Was dein Blick mir sagt" von Cara Lay (Autor) hat mir sehr gut gefallen. Es geht um Holly, die eine schwere Kindheit hatte, aus Angst vor dem Stiefvater aus New York flieht und ...

Das Buch "Crosston Creek - Was dein Blick mir sagt" von Cara Lay (Autor) hat mir sehr gut gefallen. Es geht um Holly, die eine schwere Kindheit hatte, aus Angst vor dem Stiefvater aus New York flieht und auf der Ranch Crosston Creek ein neues Zuhause und Anerkennung, neue Freunde findet.Die Arbeit mit den Pferden macht ihr Spaß und lässt den Kummer vergessen. Doch dann muss Brian, der wie ein väterlicher Freund zu ihr ist, die Ranch verkaufen. Dies belastet Holly sehr und sie setzt alles dran, den Verkauf zu verhindern. Sie nimmt Kontakt mit Brians Sohn Callen auf, der als Rechtsanwalt in New York lebt. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist zerrüttet und Holly versucht verzweifelt die Versöhnung der Beiden, springt sogar über ihren Schatten und fliegt nach New York.
Callen und Holly kommen sich näher, müssen sich ihren Kindheitstraumas und Ängsten aus der Vergangenheit und den Zweifeln für die Zukunft stellen.
Die Charaktere, Handlungsstränge und Handlungsorte sind sehr bildhaft und einfühlsam beschrieben. Man kann sich sehr gut in alles hineinversetzen und fiebert mit Holly mit, ob ein Happyend zu erwarten ist.
Das Buch ist der 1. Band zu einer romantischen Reihe, die in Crosston Creek, einem malerischen Ort am Fuße der Rocky Mountains spielt. Ich kann es kaum erwarten mit Band 2 weiterzulesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 06.10.2023

Luises Neuanfang in Amerika

Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit
2

Anna Claire (Autor) schrieb den Roman "Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit".Es ist der 1. Band einer Trilogie und ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Drei Freundinnen, die ...

Anna Claire (Autor) schrieb den Roman "Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit".Es ist der 1. Band einer Trilogie und ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können. werden mit den Vorkriegszeiten stark konfrontiert. Da ist Luise, die sich stark macht und dem beginnenden Naziregime mit dem Druck und verteilen von Flugblättern Paroli bietet, Maria ist verheiratet mit einem Mann der Gestapo und die dritte im Bund ist als Jüdin mit ihrer Familie besonders gefährdet. Doch die drei Frauen sind beste Freundinnen und haben einen Traum: gemeinsam ein Restaurant eröffnen und führen.
Luise wandert nach Amerika aus, mit dem Auftrag und Geld ihrer Freundinnen dort sich schon um die Eröffnung zu kümmern.

Das Leben im Nazi-Deutschland wird immer gefährlicher und schon bald bricht der Kontakt zwischen den Freundinnen ab. Ein unverzeihlicher Fehler habe ihre Freundschaft zerstört. Doch was es für ein Fehler war, erfährt man sich erst im 2. Band.
June, die Enkelin von Luise erbt nach deren Tod das Restaurant in Manhatten und wird beauftragt nach den Freundinnen zu suchen und ihnen oder den Nachkommen ihren Erbanteil zu überbringen.
Kein leichtes Unterfangen.
Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen und sind gut miteinander verknüpft. Durch Junes Nachforschungen erfährt man viel aus der Vergangenheit ihre Großmutter Luise. Aber auch das Leben von Luise in Amerika, mit seinen ganzen Schwierigkeiten sich einzuleben und etwas aufzubauen, wird sehr gut geschildert und beschrieben. Man merkt, dass se für die imigrierten Frauen nicht einfach war und kann sie nur bewundern, wie sie alles geschafft und sich gegenseitig unterstütz haben. Auch Liebesbeziehungen kommen nicht zu kurz und es finden sich viele Parallelen im Leben von Luise und June.
Durch den tollen Schreibstil, Ausdruck und die treffenden Worte der Autorin spürt man die Lebendigkeit der Handlungen, erfährt einiges über die Zeit und ist neugierig wie es weitergeht.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und am Ende erfährt man, dass im 2, Band die Suche nach Brasilien gehen wird, wo Maria untergetaucht ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 15.09.2023

Die Erfindung des Meißner Porzellans

Der Porzellaner
0

Im historischen Roman "Der Porzellaner" beschreibt die Annick Klug die Entstehungsgeschichte um die Erfindung des MeißnerPorzellans und dem Aufbau der Porzellan-Manufaktur..
Eine große Rolle spielt ...

Im historischen Roman "Der Porzellaner" beschreibt die Annick Klug die Entstehungsgeschichte um die Erfindung des MeißnerPorzellans und dem Aufbau der Porzellan-Manufaktur..
Eine große Rolle spielt dabei der Alchimist Böttger, der im Dienst von König August des Starken steht und sich mit der Herstellung von Gold beschäftigt. Dafür benötigt er Gehilfen, die ihn unterstützen.
So gelangt auch der Bergmannssohn Samuel, der bei einem Bergmann im Dienst steht und sein Leben einen besseren Sinn geben möchte, in den Dienst von Böttger. Sehr schnell wird er zu einem engeren Mitarbeiter und zeitweise Freund von dem Alchimisten. Böttger weiht ihn in viele Geheimnisse ein. Doch das Goldmachen will nicht gelingen. Stattdessen versuchen sie sich in der herstellung von Porzellan, wie es dieses bereits in China gibt.
König August ist ein leidenschaftlicher Sammler des chinesischen Porzellans und erteilt Böttger den Auftrag feinstes Porzellan herzustellen.
Samuel erhofft sich dadurch hohe Gewinne, um seine Versprechen Sophie, die er beim Bergmann als ehemalige Zofe kennenlernte, einzulösen und mit ihr später eine Familie gründen zu können.

Doch politische Hintergründe, Intrigen, Machtspiele und vieles mehr bestimmen das Leben der Protagonisten.
Vor diesen sind auch die Beziehungen von König August und seiner Mätresse Gräfin Gosel, die sich intensiv in die politischen Belange einmischt, nicht gefeit.

Es gelang der Autorin vortrefflich die historischen Hintergründe mit fiktiven Dingen sehr gut in Szene zu setzen und die Geschichte sehr interessant zu schreiben. Der Schreibstil lässt ein flottes Lesen zu, führt zu einem Kopfkino. Da aus verschiedenen Sichten der Protagonisten erzählt wird, erfährt man immer wieder Neues und Interessantes, wobei das Buch bis zum Ende spannend bleibt.
Der Schluss der Geschichte wird mehr aus der Sicht der Autorin beschrieben und lässt sehr viel Spielraum für eigene Interpretationen offen.

Ein sehr lesenswertes und interessantes Buch über die Erfindung dees Meißner Porzellans.
Gerne hätte ich aber gewusst, welche Personen im Buch fiktiv und welche historisch gesehen real sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 28.05.2023

Sophie- eine mutige Frau

Spuren einer fernen Zeit
0

Birgit Bochert ist mit dem Roman „Spuren einer fernen Zeit“ ein großartiger historischer Roman gelungen, der den teilweise beschwerlichen Weg einer aufgeschlossenen und geschichtlich interessierten jungen ...

Birgit Bochert ist mit dem Roman „Spuren einer fernen Zeit“ ein großartiger historischer Roman gelungen, der den teilweise beschwerlichen Weg einer aufgeschlossenen und geschichtlich interessierten jungen Frau, zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufzeigt.Im Mittelpunkt des Romans steht die Familie von Mayden mit ihren drei Töchtern. Sophie, die mittlere Tochter hat ihr Interesse für Archäologie entdeckt. Frühzeitig wurde es durch die geologische Arbeit ihres Vaters und die damit verbundenen Besuche in das Senckenberg-Museum geweckt. Der Wunsch Dinosaurierknochen auszugraben und daran zu Forschen wurde bei einem Schulausflug betreffs der Ausstellung eines Dinosauriers geweckt. Hier entstand ihr Wunsch Paläontologie zu studieren, zu den Ausgrabungsstätten zu reisen und diesen Zweig zu erforschen. Das war das Ziel ihrer Träume. Der Vater und einige Mitarbeiter des Museums unterstützten sie später dabei. Doch bs dahin war es ein harter und beschwerlicher Kampf, zumal die Mutter andere Pläne für ihre Töchter hatte. in der gehobenen Gesellschaft gehörte es für die Töchter sich gut zu verheiraten, Kinder großzuziehen und ihrem Mann zu "gehorchen". Dies alles widerstrebte Sophie und sie setzte alles daran, nach ihrem Abschluss der höheren Mädchenschule studieren zu dürfen. Doch dies war zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Frauen nicht erlaubt.Sophie durfte mit der Erlaubnis der Eltern endlich eine Stelle im Senckenberg-Museum annehmen. Da wurde ise mit sehr einfachen Aufgaben betraut, bis sie endlich Gehör und Unterstützer fand.
Birgit Borchert beschreibt sehr lebendig den Werdegang von Sophie, ihre Träume, ihre Verzweiflung und ihre Wünsche. Auch die Entdeckung der Gefühle und Liebe für Paul Klüver wird sehr gut beschrieben, wobei man hier auch viel über den Standesdünkel und die historischen Gegebenheiten der Klassenschichten erfährt. Aber auch sehr viele historische Hintergünde , die allesamt von der Autorin sehr gut recherchiert wurden, finden ihren Platz in der Geschichte. Ebenso das engagierte Einsetzen der jüngeren Schwester in derFrauenbewegung.

Alle Personen, ihre unverwechselbaren Charaktere und die geschichtlichen Ereignisse, Tatsachen und .Hintergründe sind gekonnt mit fiktiven Gedanken verwoben. Der Schreibstil lässt ein flüssiges lesen zu, die Wortwahl und der Ausdruck wecken das Kopfkino, so dass man sich die beschriebenen Szenen bildlich sehr gut vorstellen kann. Man fühlt mit Sophie, bangt und hofft, dass sie ihren Weg geht und ihre Wünsche sich erfüllen.
Dass sie es schafft studieren zu dürfen hat sie vielen Befürwordern zu verdanken und ihrem unermüdlichen Bestreben es endlich zu schaffen.

Der Roman spiegelt eine historische Zeit wider, in denen es Frauen nicht gestattet war zu studieren, sondern ihrer Bestimmung zu folgen hatten. Viele mutige Frauen kämpften für ihre Rechte, setzen sich dafür ein.
Danke an Birgit Borchert für diesen wundervollen Roman über eine mutige und kämpferische Frau.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 13.03.2023

Salz ist Gold wert

Das Gold der Küste
0

Isabel Voss ist mit dem historischen Roman "Das Gold der Küste" eine bewegende Geschichte gelungen, die in der Zeit um 1361 spielt und an der schleswig holsteinschen Küste in Rungholt angesiedelt ist.
Es ...

Isabel Voss ist mit dem historischen Roman "Das Gold der Küste" eine bewegende Geschichte gelungen, die in der Zeit um 1361 spielt und an der schleswig holsteinschen Küste in Rungholt angesiedelt ist.
Es wird vom Salzabbau, der Macht des Götterglaubens und der Rolle von Fenna erzählt. Dabei tritt die Rolle von Fenna in den Vordergrund als führende Frauen-Persönlichkeit. Sie übernimmt nach dem Tod ihres Vateres dessen Stellung als Redjeve und ist damit vielen Intrigen ausgesetzt. Auch ihre Liebe zu Jorik Barstegen wird auf die Probe gestellt. Das Schicksal von Rungholt liegt in ihren Händen und sie tut alles dafür den Ort vor dem Untergang zu bewahren. Zwischendurch ist sie sehr verzweifelt, aber gibt nicht auf und am Ende ist man echt überrascht vom Ausgang der historischen Geschichte.
Durch den sehr guten Schreibstil, die Wortwahl und den gekonnten Ausdruck wird die Spannung in der Geschichte bildhaft und teils dramatisch fortgeführt und gekonnt die Fixion und Historie gemischt. Man gangt mit den Figuren mit, entwickelt Sympathien und ist erstaunt, wie fortschrittlich Fenna in ihren Denken und Handeln war.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte der damaligen Zeit, insbesondere über Rungholt und die Bedeutung des Salzabbaus, die Macht und den Götterglauben sowie die bedeutende Rolle von Fenna, ein Stück näher gebracht.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre