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Karenina1

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2022

Gesellschaftskonform trauern

Schlangen im Garten
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Johanne stirbt und hinterlässt ihren Mann und drei Kinder. Deren Trauer wird vom Umfeld genauestens beobachtet und schließlich beim Traueramt gemeldet, das nun dafür sorgen soll, dass auch alles seinen ...

Johanne stirbt und hinterlässt ihren Mann und drei Kinder. Deren Trauer wird vom Umfeld genauestens beobachtet und schließlich beim Traueramt gemeldet, das nun dafür sorgen soll, dass auch alles seinen gesellschaftskonformen Weg geht.

Ein absolutes Lesehighlight für mich. Tod und Trauer ist noch immer ein Tabu und die Autorin schafft es mit wunderbar poetischen, manchmal surrealen Situationen und märchenhaften Zügen dieser Trauer einen Raum zu geben.
Die Geschichte zeigt realitätsnah wie unterschiedlich Menschen trauern und welch unangebrachten Erwartungen, die Außenwelt an Trauernde oft hat.
An so vielen Stellen hat mich die Geschichte zu Tränen gerührt. Die Intensität von Trauer wird anschaulich und zum Nach- und Mitfühlen dargestellt. Die Einsamkeit, die mit Trauer einhergeht, aber auch die Gemeinschaft, die man zu Mitbetroffenen empfinden kann, werden außerordentlich eindrücklich geschildert.

Ich wünsche mir, dass die Gesellschaft hier noch viel dazu lernt und wir anders mit unserer eigenen Trauer und auch der anderer umgehen lernen.
Eine ganz große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.08.2022

Coming of age Story

Snowflake
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Debbie wird auf einer Farm in einem kleinen Ort in Irland groß und nimmt nun ihr Studium in Dublin auf. Dabei begleiten wir sie mit allen Herausforderungen, die ein neuer Leben

Auch wenn viel passiert ...

Debbie wird auf einer Farm in einem kleinen Ort in Irland groß und nimmt nun ihr Studium in Dublin auf. Dabei begleiten wir sie mit allen Herausforderungen, die ein neuer Leben

Auch wenn viel passiert und es um Emotionen geht, hat der Roman eine angenehme, unaufgeregte Erzählweise. In vielem habe ich mich an meine eigene Studienzeit erinnert gefühlt. Und auch wenn Debbie eine eher außergewöhnliche Hintergrundgeschichte hat, finde ich, dass man sich gut wiederfinden kann.

Dazugehören wollen, sich selber finden - damit haben wir doch alle zu tun!
Die Dorfgemeinschaft, die beste Freundin und der Familienzusammenhalt auf der einen Seite und auf der anderen Seite, die Einsamkeit, dass sich nicht wirklich öffnen und anvertrauen können. Ein Phänomen, dass sicher viele erleben. Und beim Lesen denke ich mir immer wieder: warum machen wir es uns selber unnötig schwer im Leben?

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Veröffentlicht am 05.08.2022

Leichte Kost

Fast bis zum Nordkap
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Bea arbeitet in einer angesagten Agentur, lebt in einer stylischen Penthousewohnung und datet einen coolen Typen. Und dann signalisiert ihr ihr Körper, dass sie eine Pause braucht - Burnout. Und so nimmt ...

Bea arbeitet in einer angesagten Agentur, lebt in einer stylischen Penthousewohnung und datet einen coolen Typen. Und dann signalisiert ihr ihr Körper, dass sie eine Pause braucht - Burnout. Und so nimmt sie sich eine 6 monatige Auszeit, um mit einem Bulli ans Nordkap zu fahren. Bleibt aber dank Motorschaden in einem kleinen schwedischen Ort hängen und verliebt sich dort in den alleinerziehenden Per.

Wie zu erwarten ein leichter Sommerroman, sehr vorhersehbar und oft kitschig. Dabei bleibt es schön oberflächlich und am Ende wird alles gut.
Die perfekte Lektüre für den Strand oder auch den Balkon. Es liest sich flüssig und man bekommt gerade bei der derzeitigen Hitze, Sehnsucht nach dem kühlen Norden und möchte am liebsten gleich selber in ein Tiny House einziehen und naturnah leben. Ein bißchen Entschleunigung würde den meisten von uns vermutlich gut tun.

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Veröffentlicht am 27.07.2022

Anders als erhofft

Die Ewigkeit ist ein guter Ort
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Elke ist eine junge Pastorin, die plötzlich eine Glaubenskrise durchmacht. Auf dem Weg aus der Krise macht sie so einige Erfahrungen und setzt sich auch mit ihrer Vergangenheit auseinander.

Titel sowie ...

Elke ist eine junge Pastorin, die plötzlich eine Glaubenskrise durchmacht. Auf dem Weg aus der Krise macht sie so einige Erfahrungen und setzt sich auch mit ihrer Vergangenheit auseinander.

Titel sowie Klappentext haben mich direkt angesprochen: Tod, Trauer, Sinnfrage alles Themen, über die wir offener sprechen sollten, meiner Meinung nach.
Die Umsetzung hat mir jedoch nicht so gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass zu viele Elemente und Nebengeschichten in den Mix geworfen wurden, die meiner Meinung nach nicht nötig gewesen wären und außerdem dazu geführt haben, dass alles nur sehr oberflächlich blieb. Einiges war sehr vorhersehbar. Den Titel fand ich zudem sehr unpassend. Am Ende
Der Schreibstil lässt sich jedoch gut lesen. Und vielleicht passt die Art der Geschichte auch zur Hauptperson, die keine Tiefe und wirkliche Nähe zulässt.

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Veröffentlicht am 27.07.2022

Tolles Kinder Sachbuch

Pipi, Popel, Pups und Kacka
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Wann genau geht die Pipi-Kacka-Phase vorbei? Kinder lieben es über diese Themen zu reden und stoßen dabei oft auf Abwehr der Erwachsenen. Wie toll also, dass es nun ein ganzes Buch zu diesen Themen gibt!
Wie ...

Wann genau geht die Pipi-Kacka-Phase vorbei? Kinder lieben es über diese Themen zu reden und stoßen dabei oft auf Abwehr der Erwachsenen. Wie toll also, dass es nun ein ganzes Buch zu diesen Themen gibt!
Wie erwartet kam das Buch bei meiner Nichte (5) sehr gut an! Bereits der Titel stieß auf große Begeisterung. In kindgerechter Sprache mit witzigen Illustrationen werden Körperfunktionen und Flüssigkeiten erklärt und auch was es mit dem Ekel davor auf sich hat. Immer wieder wird man zum Mitmachen angeregt und soll zB seinen eigenen Ekel auf einer Skala festmachen. Und zum Schluss wird das Wissen in einem kleinen Test abgefragt. Und meine Nichte war sehr stolz alle Fragen richtig beantwortet zu haben.
Und auch als Erwachsene habe ich noch einiges dazu gelernt.

Ein wirklich interessantes Thema, denn Ekel ist tatsächlich etwas über das man reden sollte!

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