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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2021

Schöne Collegeromanze

The Dream Of Us
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Jules hat ihr Ziel ganz klar vor Augen: ein Platz in einem Cheerleading-Team in der NFL. Von nichts und niemanden lässt sie sich davon abbringen und arbeitet hart für ihren Traum.
Da passt es gerade gar ...

Jules hat ihr Ziel ganz klar vor Augen: ein Platz in einem Cheerleading-Team in der NFL. Von nichts und niemanden lässt sie sich davon abbringen und arbeitet hart für ihren Traum.
Da passt es gerade gar nicht, dass Drew, der neue Quaterback mit NFL-Ambition, ihr womöglich den Kopf verdreht.
Denn Beziehungen zwischen Cheerleadern und Football-Spielern sind im Profisport strengstens untersagt.
Aber während Jules sich mit allen Mitteln ihre Gefühle verwehrt und Drew versucht ihr Herz zu erobern, kommt irgendwie das Leben in aller Unberechenbarkeit dazwischen.

Yvy Kazi hat in ihrem Roman eine bunte, lebendige College-Welt erschaffen, in der mich nicht nur Jules und Drew gefesselt haben.
Die vielen Nebenfiguren und -schauplätze lassen keine Langeweile aufkommen, haben mich auf der anderen Seite aber auch nicht überfordert. Es ist mir bei all dem Trubel nie zu viel geworden.

Aber natürlich stehen die beiden Protagonisten als Cheerleader und Quarterback definitiv im Mittelpunkt des Geschehens, scheinen aber beide nicht ganz in dieses Umfeld zu passen. Weder Drew noch Jules bedienen das typische Klischee und das ist wirklich spannend umgesetzt.

Die Geschichte wird aus Sicht von Jules erzählt und die Autorin nimmt sich Zeit Jules Gedanken, Gefühle und das ganze Chaos dazwischen zu beschreiben. Das kommt vor allem dem letzten Abschnitt sehr zugute, denn hier wird es dann doch etwas viel auf einmal.

Das Buch ist durchzogen von unterschwellige Konflinten die bei mir einige Fragen aufgeworfen haben- nicht alle wurden beantwortet. Aber der Spannungsbogen hat mir sehr gefallen.

Drew ist mir leider etwas zu perfekt. Er hat für meinen Geschmack keine Ecken und Kanten. Ich hatte auch das Gefühl ihn hier nicht richtig kennengelernt zu haben.

Wirklich gefesselt hat mich dagegen, dass es neben der eigentlichen Handlung auch noch eine zweite gibt, die neugierig macht und (leider) mit dem Ende des Buches noch nicht abgeschlossen ist. Fast drängt diese das Hauptgeschehen ins Abseits. Es gab Abschnitte, da hätte ich lieber gewusst, wie es mit dieser Nevenhandlung weitergeht.

Fazit:
Mir haben vor allem die vielfältigen Charaktere sehr gefallen.
The dream of us hat mir mit vielen Konflikten und Gefühlschaos schöne Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Wenn sich Gegensätze anziehen

The Memories We Make
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Persephone, die von ihren - leider nicht vorhandenen - Freunden Seph genannt wird und Reece könnten unterschiedlicher nicht sein. Er, der extrovertierte College-Football Star, ist es gewohnt im Mittelpunkt ...

Persephone, die von ihren - leider nicht vorhandenen - Freunden Seph genannt wird und Reece könnten unterschiedlicher nicht sein. Er, der extrovertierte College-Football Star, ist es gewohnt im Mittelpunkt zu stehen und das Bild des selbstbewussten Sportlers zu repräsentieren. Sie hingegen kämpft als nerdiges Mauerblümchen gegen ihr vom Vater aufgezwungenes und fremdgesteuertes Leben um endlich eigene Erfahrungen machen zu können.

Beide Protagonisten haben so ihre Ecken und Kanten, einige springen mich als Leser direkt an, andere sind etwas versteckter. Dennoch prallen mit Reece und Seph Gegensätze aufeinander, die etwas in Gang setzen, womit beide wohl eher nicht gerechnet hätten und was sie jeder für sich dazu zwingt Einstellungen zu überdenken und Entscheidungen zu treffen, die sie so für ihre Zukunft nicht geplant hatten.
Seph entscheidet sich ganz bewusst dazu ihre fremd auferlegte Komfortzone zu verlassen und sich der Herausforderung dem für sie unbekannten aber für alle anderen ganz normalen College-Leben zu stellen. Dabei reißt sie Reece mit, der mit seinem Beschützerinstinkt gar nicht anders kann, als ein Auge auf Seph zu haben und sie nicht alleine in ihre Abenteuer segeln zu lassen. Dabei ändert sich auch seine Sicht auf die Dinge- ganz ohne sich bewußt dafür zu entscheiden, und durch Sephs Art die Welt zu erleben wird auch er gezwungen die ein oder andere Einstellung zum Leben zu überdenken.

Maya Hughs erzählt die Geschichte von Seph und Reece mit Leichtigkeit und viel Humor. Gerade in der ersten Hälfte schafft sie es durch die vielen skurrilen Situationen in die Seph so selbstbewusst und mutig steuert und in denen Reece versucht ihr zur Seite zu stehen, mich immer wieder zum lachen zu bringen. Einige Situationen sind echt zum schießen und zeigen auf eine sehr unterhaltsame Art, vor welche Herausforderungen Seph gestellt wird nur weil sie am normalen Leben teilhaben möchte. Doch was ist schon normal?
Trotzdem verliert die Autorin nie die Ernsthaftigkeit aus den Augen, die Sephs Situation in sich birgt und für mich rutscht der Humor nie ins lächerliche ab oder wirkt überzogen. Es gab auch so viele Momente in denen ich tief mit Seph mitgefühlt habe, sie angefeuert habe den nächsten Schritt zu tun, in denen ich Reece so gut verstehen konnte und in denen ich ihm gerne einen Schubs gegeben hätte. Für mich also eine wirklich gute Balance durch die ich das Buch von Anfang bis Ende genießen konnte.

Ein bisschen schade fand ich dann aber doch, dass mit Ausnahme von Reece Freunden die Nebencharaktere etwas zu kurz gekommen sind. Ich hätte gerne nicht nur Reece Freunde, sondern auch seine Familie und vor allem auch Sephs Umfeld noch näher kennen gelernt.
Auch verlaufen sich manche Situationen ins Nichts bzw. werden nicht aufgelöst. Das wiederum war für mich aber o.k. Schließlich darf man sich als Leser da ja auch mal eigene Gedanken machen.

Reece Freunde, die ja in den folgenden Bänden der Reihe ihre eigene Geschichte bekommen, reihen sich sehr harmonisch in das Bild ein und es macht schon hier Spaß Einiges über sie zu erfahren, was bestimmt nicht ganz unbeabsichtigt passiert . Bei mir jedenfalls hat der Teaser funktioniert und ich freue mich schon auf ihre Geschichten. Zusammen sind die Jungs wirklich unschlagbar.

Alles in allem reiht sich "The memories we make" in die typischen College-Romanzen ein und ist ein empfehlenswertes Buch für alle, die dieses Genre mögen. Das Buch hat alles, was man für gemütliche Lesenachmittage braucht: symphatische Charaktere, Protagonisten, die einen ans Herz wachsen und tolle Einfälle. Dabei bleibt die  Handlung nachvollziehbar und rutscht trotz der teils ungwöhnlichen Situationen nicht ins Unglaubwürdige oder Überzogene ab.

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Veröffentlicht am 11.03.2021

Da steckt mehr drin als der Titel vermuten lässt

Only One Song
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In dem Buch geht es um Theo, die während ihrer Schicht in einem Londoner Club auf Winston trifft, den sie nicht nur für übertrieben schön -das absolute Cliché eines Instagramm Models- sondern auch für ...

In dem Buch geht es um Theo, die während ihrer Schicht in einem Londoner Club auf Winston trifft, den sie nicht nur für übertrieben schön -das absolute Cliché eines Instagramm Models- sondern auch für die Aushilfe hält und ihn auch direkt einspannt. Winston macht mit und gibt sich erst später als Drummer der abendlichen Band zu erkennen. Doch während Theo darüber nicht vor Scham im Boden versinkt entspinnt sich zwischen beiden ein Geplänkel, aus dem schnell mehr wird. Doch während Winston sich seiner Gefühle sicher ist, hadert Theo, die es nie soweit kommem lassen wollte - Bis der Abend des Tourauftaktes von Winstons Band keine Zweifel mehr übrig lassen.

Das Cover und den Titel finde ich nicht so passend. Dabei stellt man sich doch irgendwie eine 08/15 Geschichte vor, die das hier definitiv nicht ist. Vielleicht ist das aber auch gewollt?
Jedenfalls bin aufgrund dessen erst ein paar mal um das Buch herum getigert bis mich schließlich der Klappentext doch neugierig gemacht hat.

Letztendlich ist es ja auch ganz lange einfach nur eine Liebesgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen, Gewissheiten und Zweifeln. Und doch läuft alles unweigerlich auf diesen einen Abend zu der alles in ein gänzlich neues Licht rückt. Das machen auch schon die Kapitel deutlich die wie ein Countdown angelegt sind.

In der Zwischenzeit entwickelt sich da zwischen Theo und Winston etwas wonach wohl keiner von beiden wirklich gesucht hat. Besonders Theo hat da ihre Zweifel.
Schnell verwandelt sich die gegenseitige Zuneigung  in etwas tiefer Gehendes, was Theo auf gar keinen Fall zulassen möchte. Also ist Theo damit  beschäftigt Winston nicht zu nah an sich heranzulassen, wobei sie eigentlich schon längst weiß, dass es dafür schon zu spät ist. Trotzdem will sie ihren Schutz nicht fallen lassen bis sie endlich begreift, dass sich Winston schon längst in ihrem Herzen eingerichtet hat und sie ihn da auch gar nicht rausschmeißen möchte.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Da ist die selbstbewusste leicht zynische Theo, die noch dabei ist herauszufinden,  was sie mit ihrem Leben anstellen möchte und dabei definitiv nicht auf eine Beziehung setzt. Und dann ist da noch Winston-gut aussehend, ebenfalls selbstbewusst und absolut liebenswürdig und hilfsbereit.

Die Spitznamen sind köstlich-ich habe jedes mal geschmunzelt.

Die Idee den Kapiteln kurze Nachrichten voranzustellen ist genial:
Man weiß, man bewegt sich da auf etwas zu aber man weiß noch nicht worauf; zuerst hat man einen Verdacht, dann einen andern, eine leise Ahnung, dann eine lautere und schließlich die Gewissheit kurz bevor die Katastrophe auch schon eintritt. Und das alles geschieht fast unscheinbar nebenher, während die Geschichte von Winston und Theo erzählt wird.

Wie sich diese beiden Stränge aufeinander zu bewegen und die Nebensache schließlich zur Hauptsache wird, ist absolut spannend. Ich war wirklich versucht vorzublättern und alle vorangestellten Nachrichten zu lesen und bin im Nachhinein sehr froh, dass ich es nicht getan habe.

Ich finde es sehr gut, dass im Klappentext nicht zu viel verraten wird. Damit hat mich der Tag 0 wirklich getroffen, auch wenn man durch dir kurzen den Kapiteln vorangestellten Nachrichten allmählich ahnt worauf sich das ganze zubewegt.

Fazit
Only One Song beginnt als eine Liebesgeschichte und endet mit einem Knall. Die Charaktere sind sehr sympathisch und das Geplänkel zwischen Theo und Winston ist so locker und leicht, dass man sich als Leser richtig wohlfühlt. Das Buch hat mir mehr gegeben als ich nach dem Cover und dem Klappentext erwartet hätte.

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Veröffentlicht am 05.04.2022

Magisch und Märchenhaft

Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)
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Allein die Aufmachung ist schon wunderschön, angefangen beim Cover im asiatischen Stil, über den edlen Goldschnitt bis hin zur Landkarte im Einband. Dieses Buch in den Händen zu halten, macht schon direkt ...

Allein die Aufmachung ist schon wunderschön, angefangen beim Cover im asiatischen Stil, über den edlen Goldschnitt bis hin zur Landkarte im Einband. Dieses Buch in den Händen zu halten, macht schon direkt Lust sofort loszulesen.

Der Klappentext erinnert mich an ein Märchen und das asiatische Setting verspricht viel Mythisches und Mystisches, Traditionelles und Geheimnisvolles. Alles was mein Fantasy-Fan-Herz höher schlagen lässt. Denn ich liebe Märchen und ich lese es sehr gerne, wenn diese neu interpretiert werden oder Anleihen daraus in Fantasy-Büchern zu erkennen sind.

Hier ist es nun Shiori, die mit einem Fluch belegt, auf eine Reise geschickt wird, die einiges von ihr abverlangt und sie zu einer starken und mutigen jungen Frau werden lässt.
Um sich und ihre Brüder von dem Fluch zu befreien, muss sie Überzeugungen über Board werfen und Demut beweisen. Zum Glück bekommt sie Unterstützung von einer kleinen zauberhaften Freundin und von recht unerwarteter Seite.

Ein Fluch, eine Stiefmutter, magische Gegenstände, Drachen und Dämonen; natürlich darf ein Prinz hier nicht fehlen.

Man fühlt sich direkt reinversetzt in eine zauberhafte Märchenwelt mit asiatisch- mystischem Flair.
Und doch hält das Buch einige Überraschungen parat, die der Geschichte die ein oder andere unerwartete Wendung geben. Da bleibt es auch für diejenigen, die sich an ein bekanntes Märchen erinnert fühlen, spannend.
Elizabeth Lim hat hier eine sehr ideenreiche Geschichte erzählt, bei der ich immer das Gefühl hatte, hinter alldem steckt ein größeres Geheimnis und die Puzzelteile fügen sich langsam zusammen.

Dennoch war es ein kleines Wechselbad, denn während einige Szenen sehr ausführlich beschrieben sind und mich voll und ganz mitgenommen haben, überspringt die Autorin an anderer Stelle Gegebenheiten, die ich gerne genauer gewusst hätte.
Manche Enthüllung, die ich sehr bedeutsam fand, wird ziemlich flott abgehandelt, was mich ein bisschen enttäuscht hat.
Da hat mich dann kurzzeitig der Lesefluss und auch die Leselust verlassen.

So geht es mir auch mit den Charakteren. Während ich mir von vielen ein sehr gutes Bild machen konnte, kommen andere leider etwas fad und blass daher. Leider auch einer der Protagonisten, den ich irgendwie nicht zu fassen bekam.

Aber da hoffe ich auf Band 2 und dass er hier im ersten Band einfach noch nicht seine Qualitäten zeigen durfte um Band 2 zu rocken.

Denn trotz dieser Schwächen, ist die Story einfach wie gemacht für Märchenliebhaber und sie hat mich vor allem wegen der schönen Kulisse und des ganzen Settings verzaubert.
Durch spannende Wendungen macht Elisabeth Lim die Märchenvorlage zu ihrer eigenen Geschichte, denn nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Und das macht das Buch in jedem Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 13.04.2021

Wenn sich Brieffreunde wieder finden, müssen sie feststellen, dass sich viel verändert hat und viel geblieben ist.

The Story of a Love Song
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Durch das tolle Cover, den Titel und den Klappentext habe ich eine Liebesgeschichte zwischen Ängsten und Rockstaratmosphäre erwartet. Bekommen habe ich eine nette Liebesgeschichte, die hauptsächlich durch ...

Durch das tolle Cover, den Titel und den Klappentext habe ich eine Liebesgeschichte zwischen Ängsten und Rockstaratmosphäre erwartet. Bekommen habe ich eine nette Liebesgeschichte, die hauptsächlich durch die Ängste der Protagonistin bestimmt wird.

Luca und Griffin sind Brieffreunde seit Kindertagen. Doch nach einem traumatischen Erlebnis bricht Luca diese plötzlich und ohne Erklärung ab.
In den folgenden Jahren versucht Luca das Erlebte zu verarbeiten und ihre Angstzustände, die sie seither begleiten in den Griff zu bekommen.
Griffin konnte derweil seinen Traum verwirklichen und ist zum gefeierten Rockstar aufgestiegen.
Als Griffin nach Jahren in einem Brief an Luca seiner Enttäuschung nochmal Luft macht, beschließt Luca zu antworten und alles zu erklären.
Die beiden knüpfen wie selbstverständlich an ihrer alten Brieffreundschaft an und die Neugier aufeinander steigt. Doch auch wenn sich beide eindeutig zueinander hingezogen fühlen, stehen sie doch vor großen Hürden, denn wie können sie zusammensein, wenn die ganze Aufmerksamkeit, die Griffin als Rockstar zuteil wird in Luca die blanke Panik auslöst?

Die Idee um das Spannungsfeld zwischen den Lebenswelten von Luca und Griffin hat mich sehr gereizt.
Der Schreibstil ist flüssig, locker und leicht und genau richtig, damit ich mich auch bei den ernsteren Seiten wohlfühlen konnte.
Die Briefe sind ein Highlight und schaffen mit viel Gefühl eine entspannte Atmosphäre.

Die Story fand ich sehr strukturiert und erst zum Ende hin nimmt die Dramatik richtig Fahrt auf. Da kam alles geballt, worauf man evtl. schon vorher hätte eingehen können.
Trotzdem war es für mich schön mitzuerleben, wie sich die zarten Bande zwischen den Protagonisten entwickeln, wie sich beide der Möglichkeit einer gemeinsamen Beziehung öffnen und bereit sind das Risiko einzugehen.
Dabei stehen aber eindeutig Lucas Ängste im Vordergrund.
Griffins Rockstarleben ist da eher Nebensache. Ich für meinen Teil hätte mir da mehr Einblicke gewünscht-selbst Griffins Bandkollegen lernte ich nur am Rande kennen. Griffins Schwierigkeiten mit seinem Leben sind leider auch nur angedeutet und der von mir erwartete große Clash zwischen den gegensätzlichen Lebensentwürfen bleibt aus. Wahrscheinlich habe ich mir das dann doch zu dramatisch vorgestellt.

Dennoch ist die Geschichte von Lucas und Griffins Liebeslied sehr berührend. Die inneren und äußeren Kämpfe, die Luca auszufechten hat, konnte ich gut nachfühlen und wie sehr Griffin sich für eine Beziehung mit Luca einsetzt sowie die vielen tollen und sensiblen Ideen die er dabei hat, lassen einen schon dahin schmelzen.

Die Charaktere sind sympathisch. Von Luca konnte ich mir ein gutes Bild machen. Bei Griffin ist mir das nicht ganz so gut gelungen. Vermutlich weil es so wenige Situation abseits von Luca gab, an denen ich seinen Charakter festmachen könnte. So ganz kann ich mir ihn immer noch nicht als berühmten Rockstar vorstellen.
Der Doc trägt die Geschichte und sorgt für die nötige Balance zwischen Lockerheit und Ernst. Er ist definitiv ein toller und wichtiger Nebencharakter.

Richtig fesseln konnte mich das Buch dann aber doch nicht. Dafür war die Geschichte für meinen Geschmack zu geradlinig und vorhersehbar. Die großen  (oder auch kleinen) Überraschungen blieben aus.

Daher mein Fazit:
The story of a lovesong ist eine Liebesgeschichte zum Mitfühlen, von der ich mir aber mehr Konflikte bzw. mehr Sprengstoff aufgrund der gegensätzlichen Welten, in denen die Protagonisten leben, erwartet hätte.
So bleibt es aber immer noch eine nette Lektüre nach dem üblichen Muster aber leider ohne große Überraschungen.

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