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Veröffentlicht am 22.10.2020

Ein wichtiger Roman

Die Spur des Schweigens
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Ich empfehle allen, die die Me-Too Bewegung nicht ernst nehmen diesen Roman, der u.a. erklärt warum die Opfer solcher Taten sich erst Jahre später oder nie melden.
Auch die freie Journalistin Julia ist ...

Ich empfehle allen, die die Me-Too Bewegung nicht ernst nehmen diesen Roman, der u.a. erklärt warum die Opfer solcher Taten sich erst Jahre später oder nie melden.
Auch die freie Journalistin Julia ist eher skeptisch, als sie den Auftrag erhält, einen Artikel über die Belästigungen am Forschungsinstitut zu schreiben. Aber je mehr sie Fragen stellt, desto mehr wird an den Tag gelegt. Natürlich nicht sofort. Zunächst stößt sie noch auf taube Ohren, aber irgendwann bricht das Schweigen. Julia recherchiert auf beiden Seiten und fällt dabei zunächst auf den vermeintlichen Täter hinein. Eine dieser gemeinsamen Szenen kann ich bis jetzt leider nicht nachvollziehen, ich bin der Meinung, dass die Geschichte echt gefährlich für sie war und es nicht so ernst von ihr genommen worden ist. Vor allem weil Alkohol im Spiel war und ich vermute habe noch mehr als das...

Auch dramatisch ist die Story rund um Julias Familie, die sich mit den Ereignissen am Institut immer mehr miteinander verbinden.

Alle Seiten, seitens Täter und Opfer werden hier beleuchtet. Und leider in unserer heutigen Gesellschaft immer aktuell. Die Autorin hat jeden Aspekt sehr gut hinbekommen, sogar die Hater Kommentare auf den Social Media Kanälen werden durchleuchtet, die definitiv auch ein Problem für die Opfer sind, die mehr dadurch unter Druck, Angst und Hierarchischen Strukturen eingeengt werden.

Der Roman ist wichtig, und gehört nun zu den Büchern, die ich weiterempfehlen werde.

5☆

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Normale Menschen

Normale Menschen
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(TRIGGERWARNUNG: Gewalt in der Partnerschaft, Depressionen, Unterdrückung/Gewalt im der Familie)

Erst war ich begeistert - gerade von Marianne, doch als ich dann bei der Mitte angekommen war, gab es eine ...

(TRIGGERWARNUNG: Gewalt in der Partnerschaft, Depressionen, Unterdrückung/Gewalt im der Familie)

Erst war ich begeistert - gerade von Marianne, doch als ich dann bei der Mitte angekommen war, gab es eine Stagnation. Zwei junge Menschen, die sich von Anfang an lieben und es sich auf die Reihe kriegen endlich ein richtiges offizielles Paar zu sein? Stattdessen schlafen sie anfangs noch miteinander, wechseln über die Monate hinweg ihre Partner oder bleiben beim gewaltbereiten Freund oder haben plötzlich wieder jemand Neues. Die Trennungen bekommt man als Leser nicht mit.

Die Story der beiden wird abwechselnd in Etappen von wenigen Monaten erzählt. Das Besondere ist wohl der Schreibstil: es gibt keine wörtliche Rede. Daran gewöhnt man sich sehr schnell.

Doch wie gesagt, irgendwann wurde die Handlung quälend. Es passiert etwas, aber irgendwie auch wieder nichts. Es wurde zäh. Die Seiten zogen sich. Aber ich habe weitergelesen und dann habe ich wieder mitgefiebert. Das nennt man wohl eine gute Beschreibung vom Leben selbst. Man kann nie mit Sicherheit sagen, was als nächstes geschieht, aber wenn man den richtigen Partner gefunden hat, werden die Gefühle nicht verschwinden.

4☆.

Veröffentlicht am 06.09.2020

Wie ein Gedicht

Und jetzt bin ich hier
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Viel zum Inhalt brauche ich Dank des Klappentext nicht mehr zu schreiben. Es geht ums Erwachsenwerden in der englischen  Provinz, über all die Veränderungen und Träume.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich. ...

Viel zum Inhalt brauche ich Dank des Klappentext nicht mehr zu schreiben. Es geht ums Erwachsenwerden in der englischen  Provinz, über all die Veränderungen und Träume.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich. Sehr kurze Kapitel, lassen sich fast wie Gedichte lesen. Erzählen nicht nur von Lucy, sondern ihrer Familien.  Den Generationen vor ihr.

Ich kam nicht mit der ersten Seite in die Story rein, erst nach ein Paar Seiten. An den Schreibstil habe ich mich ziemlich schnell gewöhnt. Die Beschreibungen von Lucy sind detailreich, aber ganz und gar nicht unerträglich. Ehrlich. Ihre Geschihte wird bis zur Gegenwart erzählt, in der Lucy in Irland im Cottage ihres verstorbenen Großvaters lebt und nach und nach merkt, dass die Großstadt nichts mehr für sie ist, ihr eigentlich immer die Luft zum Atmen genommen hat. Ihre Geschichte ist wohl gemerkt nicht außergewöhnlich, aber lesenswert bis zum Schluss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2020

Lou's Welt in Zeiten der Pandemie

Auf diese Art zusammen
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Jojo Moses hat mir mit ihrer Kurzgeschichte den Tag versüßt. Sofort war ich wieder Feuer und Flamme, was Lou angeht.
Diesmal ist sie bei ihren Eltern zu Besuch und kann durch Corona nicht zurück in die ...

Jojo Moses hat mir mit ihrer Kurzgeschichte den Tag versüßt. Sofort war ich wieder Feuer und Flamme, was Lou angeht.
Diesmal ist sie bei ihren Eltern zu Besuch und kann durch Corona nicht zurück in die USA, zu ihrem Laden und zu Dem
Schon nach wenigen Seiten war ich wieder in Lou's kleine Welt und habe jede einzelne Seite geliebt. Wieder konnte ich lachen, schmunzeln und an das Schöne in Leben glauben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2020

Cover passt nicht, und eine Triggerwarnung fehlt auch!

Verity
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Kein New Adult Roman oder Jugendbuch!!!

Zunächst einmal finde ich es vom Verlag eine Schande, dem Roman dieses Cover zu verpassen. Das Cover ist schön, keine Frage.

Aber es passt definitiv kein bisschen ...

Kein New Adult Roman oder Jugendbuch!!!

Zunächst einmal finde ich es vom Verlag eine Schande, dem Roman dieses Cover zu verpassen. Das Cover ist schön, keine Frage.

Aber es passt definitiv kein bisschen zum Buchinhalt. Mit dem Cover werden junge, minderjährige Leser geködert, die von der Autorin emotionale Romane gewöhnt.

Emotional war auch dieser Roman, aber nicht auf eine Taschentuch-zücken-Weise, sondern auf eine triggernde Weise!

Hier geht es um Tod. Auf eine erschreckende und gruselige Basis, dass die Protagonistin Lowen eine Buchreihe der verunglückten Verity zu Ende schreiben soll.

Schon auf den ersten Seiten kommt es zu einer Stelle auf der Straße, die zeigt, in welche Richtung es geht. Hier werden Abgründe geöffnet, die war durch einen ausgezeichneten Schreibstil unglaublich spannend sind, aber nicht entschuldigen, dass es hier keine Triggerwarnung, wie in der Originalausgabe gibt. Vorallem, mit dem Klappentext, würde niemand zunächst auf so eine krasse Story vermuten. Der Ich-war-von-der-Story-gefesselt- Faktor war groß.

Der Roman ist Unterhaltung pur, ein Thriller.

Gut durchdacht, spürbarer Gruselfaktor bis zur letzten Seite, aber bitte weg mit diesem Cover!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere