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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2020

Märchen für jung und alt

Der große Märchenschatz: Andersens Märchen, Grimms Märchen, Hauffs Märchen
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Wir sind wohl alle mit Märchen aufgewachsen. Ich hoffe es zumindest sehr! Grimms Märchen sind auf jeden Fall jedem bekannt, und das auf der ganzen Welt.

Dieser schöne Schuber aus dem Anacoda Verlag hat ...

Wir sind wohl alle mit Märchen aufgewachsen. Ich hoffe es zumindest sehr! Grimms Märchen sind auf jeden Fall jedem bekannt, und das auf der ganzen Welt.

Dieser schöne Schuber aus dem Anacoda Verlag hat sämtliche bekannte und mir unbekannte Märchen der Brüder Grimm.

Auch Andersens Märchen kannte ich teilweise, aber auch nicht alle natürlich.

Umso gespannter war ich auf Hauffs Märchen, der Name hat zwar etwas bei mir klingeln lassen, aber mehr auch nicht.


Und dann sah ich es im Inhaltsverzeichnis: der kleine Muck. Den kenne ich doch!

Übrigens hat jedes der Bücher ein Inhaltsverzeichnis, wenn nicht vorne, dann hinten.

Was mir noch gut an den Büchern neben den Illustrationen in Grimms Märchen gefällt, ist die Schriftgröße.

Bei so einem gewaltigen Seitenumfang pro Buch, kann die schon mal leiden. Hier zum Glück nicht. So macht nicht nur das Lesen selbst Spaß, sondern auch das Vorlesen :)

Veröffentlicht am 22.10.2020

Schockierende Geschichte, die wahrer nicht sein könnte!

Rules For Being A Girl
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Der Klappentext verrät nicht annähernd, was für ein großartiger Inhalt im Buch steckt.

Der Vorfall - wie man wohl schon vermuten kann, kam für Marin ohne Vorahnung und war von ihr nicht gewollt. Das hat ...

Der Klappentext verrät nicht annähernd, was für ein großartiger Inhalt im Buch steckt.

Der Vorfall - wie man wohl schon vermuten kann, kam für Marin ohne Vorahnung und war von ihr nicht gewollt. Das hat sie ziemlich geschockt, und plötzlich sieht sie ihre Welt mit anderen Augen. Die Mädchen an ihrer Schule müssen sich mit mehr Regeln auseinander setzen, während die Jungs beim Regelbruch nicht mal angeschaut werden. Besonders eine Szene dazu hat mich zuerst sprachlos, und dann wütend gemacht. Denn anstatt das man der Mitschülerin zur Hilfe kommt, lacht man sie aus. Auch Marin war fassungslos und will etwas ändern. Sie nimmt ihren Mut zusammen und vertraut sich dem Direktor an, doch der nimmt sie im Laufe der Handlung immer weniger für voll.

Der Schreibstil ist klasse, die Kapitel kurz. Ich hatte den Roman innerhalb von 24 Stunden gelesen und war bis zum Schluss begeistert von der Story.

Das Marin nicht geglaubt wurde, dass sie es doch so gewollt hatte, waren nicht die einzigen Dinge, denen sich Marin zugesetzt sah. Dieser Roman ist leider pure Realität und nicht nur für junge Mädchen!

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

Schwierig

Nichts, was uns passiert
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Ein schwieriges Thema, dessen Umsetzung gut, aber nicht einfach zu lesen war, wegen dem Schreibstil.

Der Fall wurde von jeder Seite betrachtet, wobei ich die einzelnen Stellungnahmen entweder blöd oder ...

Ein schwieriges Thema, dessen Umsetzung gut, aber nicht einfach zu lesen war, wegen dem Schreibstil.

Der Fall wurde von jeder Seite betrachtet, wobei ich die einzelnen Stellungnahmen entweder blöd oder gleich "übertrieben" fand. Man weiß normalerweise nicht, wie man sich in so einem Fall verhalten soll, sowas kennt man nur aus den Abendnachrichten.

Noch schwieriger macht es die Tatsache, wenn man mit dem angeblichen Täter und dem "Opfer" befreundet ist, sich auf eine Seite stellen muss, nicht weiß, wie man sich verhalten, was man sagen soll. Was sind die richtigen Worte in solch einer Lage?

Die Gerüchte, die Lager, die sich nun bilden. Wer ist auf welcher Seite? Wem glaubt man, traut man es dem zu?

Der Schluss ist realistisch, Anna fand ich dennoch "komisch". Denn: Wer würde mit seinem vermeintlichen Vergewaltiger reden wollen? Auch wenn ich ihn kennen würde, mit ihm befreundet war, würde ich dieser Person doch wohl nie wieder in die Augen sehen wollen.

Aber jedes "Opfer" verhält sich wohl anders...

Veröffentlicht am 22.10.2020

Feministisch, gut@

Ein Zimmer für sich allein
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Virginia Woolf war ihrer Zeit weit voraus. Zu ihrer Zeit waren intellektuelle Frauen verpönt. Geradezu skandalös ist es, wenn eine Frau ohne Empfehlungsschreiben in die Bibliothek will.

Woolf spricht ...

Virginia Woolf war ihrer Zeit weit voraus. Zu ihrer Zeit waren intellektuelle Frauen verpönt. Geradezu skandalös ist es, wenn eine Frau ohne Empfehlungsschreiben in die Bibliothek will.

Woolf spricht vieles an: Themen, die auch heute noch brandaktuell sind.

In ihrem Essay schreibt sie ihre Gedanken eines Tages nieder, früh morgens angefangen auf dem Universitätscampus, bis hin zum Treffen ihrer Freundin und den Abend und nächsten Tag vor ihrem eigenen Bücherregal. Sie beschäftigt sich mit den männlichen und wenigen weiblichen Autoren, die sich in folgendes unterscheiden: ihrem Geschlecht und ihrer (Aus)Bildung.

Woolf schreibt, dass Frauen wohl kaum so gut schreiben können ohne die entsprechende Ausbildung, zu denen nur Männer zugelassen sind. Auch spricht sie von der Verteilung der Geschlechter im Leben. Wenn sich nur die Frauen um ihre Nachkommen kümmern müssen, nicht nur um ein Kind, sondern um 3-4, sogar 10 Kinder und jedes Kind ca. 6 Jahre im Anspruch nimmt, wo bleibt dann da noch die Zeit um in Ruhe als Frau schreiben zu können?

Jane Austen und Brönte. Die eine schrieb heimlich, die eine würde beim Schreiben unterbrochen. Laut Woolf erkennt man das auch an ihrem Schreibstil.

Und noch etwas spielt für Frauen eine erhebliche Rolle, um schreiben zu können: nicht nur einen Raum für sich, sondern Geld. Es gibt wenige Berufe, die Frauen zu Woolfs Zeiten ausüben können, und wo bleibt da die Zeit für sich? Finanzielle Absicherung ist wichtig.

Woolfs ist eine wahre Feministin, die kritisch gegenüber den Ansichten mancher Männer sind, die Bücher über Frauen schreiben, aber von absoluten Hass ist nichts zu spüren.

Mir hat der Essay sehr gut gefallen, anfangs dachte ich noch, der Schreibstil ist zu schwer für mich, aber meine Sorgen waren unbesorgt.

Ich freue mich schon darauf, mehr von Virginia Woolf zu lesen.

5☆

Veröffentlicht am 22.10.2020

Phänomenal

Friday Black
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"Friday Black" ist wieder ein Jahreshighlight von mir. Auf 230 Seiten erzählt Nana Kwame 12 Kurzgeschichten. Alle haben mich auf ihre Art begeistern können. Sie behandeln unterschiedliche Themen: Diskriminierung, ...

"Friday Black" ist wieder ein Jahreshighlight von mir. Auf 230 Seiten erzählt Nana Kwame 12 Kurzgeschichten. Alle haben mich auf ihre Art begeistern können. Sie behandeln unterschiedliche Themen: Diskriminierung, der Perfektionismus in der Gesellschaft, Konsumwahn, naturhafte und familiäre Katastrophen.
Am besten haben mir die erste Kurzgeschichte "Die Finkelstein Five", "Friday Black" (ziemlich im der Mitte), sowie "Lichtspukerin" und "Durch den Blitz" gefallen.

"Friday Black" erzählt vom Black Friday und das auf sehr brutale Weise, sehr realtisch, wenn man die Bilder aus dem Fernseher kennt, die jedes Jahr eine Tag nach Thanksgiving gezeigt werden, wenn Leute sich wegen einem Fernseher die Köpfe eischlagen. In "Friday Black" geht der Autor noch einige Schritte weiter. Nichts für schwache Nerven. Überhaupt schneidet Kwame mit seinen Geschichten vieles an, was man schon kennt, aber nicht in diesen noch düsteren Fassetten.

Die Stories sind "Black" Stories, heisst es handelt sich um die Protagonisten um ich vermute African-American People, was man aber nicht unbedingt merkt, es sei denn es wird explizit erwähnt.

Ich hoffe, es wird noch mehr vom Autor kommen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung