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Keksgeschichten

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2020

Wichtiges Thema wunderbar umgesetzt

Der magische Blumenladen, Band 11: Hilfe per Eulenpost
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Der magische Blumenladen – Hilfe per Eulenpost

Inhalt
Violet freut sich schon riesig auf ihre Ferien bei Oma und Opa am Meer. Das Beste ist, dass ihre Freunde, die Zwillinge, Zack und Jack, mitkommen ...

Der magische Blumenladen – Hilfe per Eulenpost

Inhalt
Violet freut sich schon riesig auf ihre Ferien bei Oma und Opa am Meer. Das Beste ist, dass ihre Freunde, die Zwillinge, Zack und Jack, mitkommen dürfen und auch der sprechende Wellensittich Lady Madonna, ist mit von der Partie. Alle sind gespannt auf ein paar schöne Tage mit viel Sonnenschein, Strand und Erholung. Doch ihre Vorfreude wird schnell getrübt, als sie feststellen, dass ihre Badebucht immer wieder von Müll überflutet wird. Klar, dass die Kinder der Sache auf den Grund gehen müssen. Zusammen mit der Hilfe ihrer tierischen Freunde und nicht zu Letzt mit ein bisschen Blumenmagie, schaffen sie es, den Umweltverschmutzer zu enttarnen. So werden es doch noch wunderbare Ferien.

Mayer, Gina: Der magische Blumenladen – Hilfe per Eulenpost.
Illustrationen von Joelle Tourlonias.
Ravensburger Buchverlag, 05.05.2020.
144 Seiten, 9,990 €.
ISBN 978-3-473-40421-6.
Empfohlen ab 8 Jahren.

Kritik
Der magische Blumenladen – Hilfe per Eulenpost ist bereits der elfte Band der beliebten Reihe, rund um Violet und den Blumen Laden ihrer Tante. Dabei lassen sich die einzelnen Bände unabhängig von einander lesen. Die Autorin Gina Mayer ermöglicht durch, geschickt in die Handlung miteingeflochtene Erklärungen, jederzeit einen Einstieg in die Geschichten, ohne das Vorkenntnisse benötigt werden. Der Schreibstiel ist durch kurze Sätze und einfache Wortwahl ideal für die junge Zielgruppe. Von der ersten Seite ist man schon mitten in der Geschichte und da die Handlung schnell an Fahrt aufnimmt, entsteht ein schöner Lesefluss. Es ergeben sich immer wieder neue Wendungen, ohne dass sich die Handlungen dabei überschlagen. Dadurch wird es den Kindern leicht gemacht der Geschichte zu folgen und die Seiten fliegen nur so dahin. Zuträglich dabei ist auch der spannende Inhalt. Violet und ihre Freunde vermuten, dass der ganze Müll in ihrer Bucht von der kleinen Urlaubsinsel gegenüber kommt. Nach einigen verdeckten Nachforschungen verdächtigen sie die verantwortlichen Müllmänner, ihre Arbeit nicht ordentlich zu erledigen. Bei diesen Szenen gibt es einen leichten Spannungsbogen, der neugierig macht auf das weitere Geschehen. Zudem ist hierbei positiv hervorzuheben, dass die Autorin den Umweltschutz zu dem Hauptthema ihres Buches gemacht hat. Den kleinen Lesern und Leserinnen werden durch die Beschreibungen bewusst gemacht, welche unschönen Auswirkungen nachlässiger Umgang mit der Natur hat. Sie werden indirekt dazu angehalten, ihren Müll nicht einfach irgendwohin zu schmeißen, sondern fachgerecht zu entsorgen. Ein schönes Beispiel hierbei ist die Sezen, in der eine kleine Robbe droht an einem der Abfälle zu ersticken. Doch zum Glück kann Violets Opa sie retten. Solche Inhalte regen die Kinder zum Nachdenken an und schaffen schon in frühen Jahren einen reflektierten Umgang mit der Natur. Auch das Thema Freundschaft spielt indirekt eine große Rolle in dem Buch. Nur Zusammen schaffen Violet und die Zwillinge es, den tatsächlichen Umweltverschmutzer zu entlarven. Dabei erleben die kleinen Leser und Leserinnen am Ende eine überraschende Wendung. Denn es sind doch nicht die Müllmänner, die sich etwas zu Schulden kommen haben lassen.
Da Violet die Gabe hat, mit Hilfe der richtigen Blumen ein wenig zu zaubern, findet sich auch in diesem Band die gewisse Prise Magie wieder. Durch das Zittergras entfaltet sich ein Wahrheitszauber, der den Übeltäter dazu bringt, ein Geständnis abzulegen. Hierbei ist es besonders schön, dass der magische Anteil nicht im Vordergrund der ganzen Geschichte steht. Er ist eher Mittel zum Zweck und macht das Buch noch ein wenig Interessanter. Die meiste Zeit über bleibt es eine Geschichte, die nahe an der Realität spielt. Dadurch kann man leicht in das Geschehen hineintauchen. Zudem sind auch die einzelnen Charaktere wunderbar authentisch beschrieben. Violet ist liebenswürdig, kann aber auch einmal die Nerven verlieren und sich über den ständig plappernden Wellensittich aufregen. Jack, die Sportskanone, ist eigentlich ein Mädchen, hält von diesen aber nicht so viel und will daher lieber wie ein Junge behandelt werden. Ihr Zwillingsbruder Zack ist ein sehr ausgeglichener Charakter, der es versteht, die überhitzten Gemüter zu beruhigen. Aber auch Violets Großeltern, ihre Tanten und die ganze Familie sind liebe Personen, die man selbst gerne als Verwandtschaft hätte. Nicht zu Letzt sind auch die tierischen Freunde sehr facettenreich, lustig und frech und runden die Geschichte wunderbar ab.
Durch kleine Illustrationen von Joelle Tourlonias wird die Lesefreude noch zusätzlich verstärkt. Die warmen Farbtöne der digitalen Illustrationen strahlen eine gewisse Ruhe aus und ergänzen das Buch harmonisch.
Ganz am Ende des Buches findet sich dazu noch eine Anleitung, um Bienenwachstücher selbst herzustellen. So können die Kinder ganz einfach die Initiative ergreifen und einen Teil zur Nachhaltigkeit beitragen. Eine sehr schöne Idee.
Fazit
Mit ihrem Buch Der magische Blumenladen – Hilfe per Eulenpost ist Gina Mayer eine wunderbare Fortsetzung der erfolgreichen Reihe gelungen. Durch das zentrale Thema, dem Umweltschutz, lernen die Kinder in der Geschichte viel über dessen Bedeutung, ohne dass sie mit der Nase darauf gestoßen werden. Spannende Handlungen und eine überraschende Wendung am Schluss machen das Buch zu einem wahren Lesevergnügen, und lassen die Kinder das Buch in einem Rutsch durchlesen. Ideal für Fans der Reihe ab acht Jahren oder geübte jüngere Leser und Leserinnen und auch für alle, die die Bücher noch nicht kennen.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Wunderschöne Mutmach-Reime

Was du nicht alles kannst!
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In der heutigen Zeit, wo alles schneller, effizienter und vor allem besser gehen muss, wird Kindern viel zu selten die Bedeutsamkeit ihrer eigenen Fähigkeiten und Fantasie bewusst gemacht. Dieses Buch ...

In der heutigen Zeit, wo alles schneller, effizienter und vor allem besser gehen muss, wird Kindern viel zu selten die Bedeutsamkeit ihrer eigenen Fähigkeiten und Fantasie bewusst gemacht. Dieses Buch schätzt auch die kleinen Dinge wert und verbreitet damit jede Menge Lebensfreude.

Bell, Davina (Text); Colpoys, Allison (Bild): Was du nicht alles kannst!
A. d. Englischen von Kathrin Köller.
Insel, Frankfurt, 2020.
32 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3-458-17860-6.
Empfohlen ab 3 Jahren.
Inhalt

Lesen können, in der Natur kleine Käfer entdecken, basteln, spielen, andere Leute trösten. Sich für Dinge interessieren, neugierig sein, Träume haben und sich in fantasievolle Welten begeben. All diese unscheinbar wirkenden Fähigkeiten von Kindern geraten allzu oft ins Hintertreffen. In einer Welt, in der Erfolg großgeschrieben wird, macht dieses Buch aufmerksam auf diese wichtigen, kleinen Eigenschaften.



Kritik

Das Buch Was du nicht alles kannst!, geschrieben von Davina Bell, ist ein lebensfrohes Mutmach-Buch. In liebevollen, kurzen Reimen wird den jungen Leserinnen und Lesern aufgezeigt, dass all ihre Eigenschaften, scheinen sie auch noch so bedeutungslos, sehr wertvoll sind und sie einzigartig machen. Dabei werden Charakterzüge mit ungewöhnlichen Tätigkeiten verknüpft.
So heißt es:

"Du bist schlau, weil du dich traust
und aus Kisten Boote baust." (o.S.)

Auch werden Fantasie und Träumereien positiv hervorgehoben.

"Ihr denkt euch tolle Spiele aus,
du träumst dich in die Welt hinaus." (o.S.)

Zudem wird Kindern vermittelt, dass allein ihre Fähigkeiten zählen und sie sich nicht mit denen anderer vergleichen oder gar messen sollten.
Durch diese schönen, gehaltvollen Texte wird nicht nur den kleinen, sondern vor allem auch den großen Lesern und Leserinnen wieder einmal die Bedeutsamkeit all dieser Fähigkeiten bewusst gemacht. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Digitalisierung und damit auch die Schnelllebigkeit immer mehr Raum einnimmt, geraten Fantasie und Träumereien zu oft in Vergessenheit. Zeit, den eigenen Interessen nachzugehen, zu malen oder zu basteln, bleibt selten. Durch die wunderbaren, farbenfrohen und freundlichen Zeichnungen der Illustratorin Allison Colpoys werden die Aussagen nicht nur verstärkt, sondern sie regen zugleich die Fantasie an. Da sitzt ein kleines Kind auf einem Ast, umgeben von winzigen Feen. Ein Junge tröstet einen Dinosaurier und ein verkleidetes Mädchen lädt ein schüchternes Monster zum Spielen ein. Die Illustrationen spiegeln eine unbeschwerte Kindheit wider, wie sie, wortwörtlich, im Bilderbuch zu finden ist. Die Kinder auf den Bildern erforschen neugierig die Natur oder reiten in ihren Träumen auf einem Drachen.

Durch eine bunte Mischung aus verschiedenen Szenarien, angefangen im Dschungel, über den Zoo bis hin zur Feenwelt, spricht das Buch Mädchen und Jungen gleichermaßen an. Auf Geschlechtergleichheit wurde auch in den Texten ein Augenmerk gelegt. Oft werden die Leser und Leserinnen mit "Du" angesprochen, ansonsten ist es mal eine "Sie", dann wieder ein "Er". Besonders schön ist zudem, dass am Ende noch einmal alle Illustrationen, die die verschiedenen Charakterzüge und Fähigkeiten der Kinder verkörpern, zusammenkommen. Dabei bekommt man einen guten Überblick darüber, was man nicht alles kann.

Bei ihrem Zeichenstil verzichtet Allison Colpoys auf harte Konturen und setzt stattdessen auf Farbe, mit der die einzelnen Komponenten abgegrenzt werden. Dadurch entsteht ein schöner Kontrast. Farblich sind die Zeichnungen hauptsächlich in Blau, Grün und Orange gehalten. Beim ersten Durchblättern wirkt vor allem letztere Farbe sehr grell, wie ein Textmarker. Doch durch gekonnt gesetzte Akzente und ein geschultes Auge für schöne Farbkompositionen gelingt es der Illustratorin wunderbar, lebensfrohe Seiten zu gestalten.

Fazit

Gemeinsam haben Davina Bell und Allison Colpoys mit Was du nicht alles kannst! ein Buch geschaffen, dass Mut macht, Freude am Leben verbreitet und vor allem stolz macht, auf all die kleinen und großen Dinge, die man selbst kann. Eine Geschichte, die in jedes Kinderzimmer gehört und auch in den Bücherregalen der Erwachsenen stehen sollte. Zum Vorlesen ideal für Kinder ab drei Jahren oder zum selbst lesen für alle, die manches Mal an ihren eigrnen Fähigkeiten und Werten zweifeln.

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Veröffentlicht am 23.03.2020

Fantastisches Bilderbuch

Max und Mux und der Riesenwunschpilz
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Max und Mux und der Riesenwunschpilz

Einmal ein richtiges Abenteuer erleben. Das ist der große Traum der Freunde Max und Mux. Als Max ein geheimnisvolles Buch entdeckt, geht dieser in Erfüllung und die ...

Max und Mux und der Riesenwunschpilz

Einmal ein richtiges Abenteuer erleben. Das ist der große Traum der Freunde Max und Mux. Als Max ein geheimnisvolles Buch entdeckt, geht dieser in Erfüllung und die Beiden machen sich auf in ein fantasievolles Abenteuer.

Schröder, Sven Maria: Max und Mux und der Riesenwunschpilz.
Boje Verlag, Februar 2020.
64 Seiten, 14,90 €.
ISBN 978-3-414-82563-6.
Empfohlen ab 4 Jahren.

Inhalt:
Max und Mux sind allerbeste Freunde und leben zusammen im Fabelwald. Da trifft es sich gut, dass ihre Baumhäuser nahe beieinanderstehen. Wenn dem einen langweilig ist, geht er einfach den anderen besuchen. Dann unternehmen sie immer lustige Dinge zusammen, lesen oder machen gemeinsam den Haushalt. Doch insgeheim träumen die Beiden davon, einmal ein richtiges Abenteuer zu erleben. Als Max auf ein geheimnisvolles Buch stößt, dass einer Art Schatzkarte gleicht, wird ihr Traum wahr. Denn wenn sie den geheimnisvollen Riesenwunschpilz rechtzeitig finden, haben sie einen Wunsch frei. Gemeinsam machen sich die Freunde auf den Weg, um den im Buch beschriebenen Riesenwunschpilz zu finden. Dabei müssen sie allerlei Mut beweisen. Denn der Weg führt nicht nur durch ein Labyrinth, sondern auch in den Dunkelwald, in dem die gefürchteten Riesen wohnen.
Kritik:
Das Buch „Max und Mux und der Riesenwunschpilz“ von dem Autor und Illustrator Sven Maria Schröder begeistert von der ersten Seite an. Schon das Vorsatzpapier läutet die Geschichte mit einer Landkarte des Fabelwaldes ein, auf der die jungen Leserinnen und Leser den Weg von Max und Mux nachvollziehen können. Los geht es dann mit einer kleinen Einleitung dazu, wer Max und Mux überhaupt sind, wo und wie sie leben und wie sie sich gerne die Zeit vertreiben. Dadurch bekommen die Leserinnen und Leser einen schönen Überblick über die verschiedenen Charaktere der Geschichte. Dann nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf, ohne dabei auf detaillierte Erzählungen zu verzichten. Durch diese geschickte Umsetzung bleibt die Aufmerksamkeit beim Lesen erhalten und man folgt gebannt dem Geschehen. Dieses bleibt durch abwechslungsreiche Ereignisse immer spannend. Erst wird es ein bisschen unheimlich, als Max und Mux in den gefürchteten Dunkelwald geraten, dann treffen sie auf ein vermeintlich böses Krawuschel und schließlich begegnen sie doch tatsächlich zwei echten Riesen. Bei all diesen Geschehnissen werden immer wieder Klischees und Vorurteile aufgedeckt. Das Krawuschel lockt Besucher nur deshalb in sein Labyrinth, da es so gerne Besuch bekommt. Auch die Riesen stellen sich als harmlos heraus, die ebenfalls Gefühle und eigene Sorgen und Probleme haben. Das Ende rundet die Geschichte harmonisch ab. Max und Mux haben den Riesenwunschpilz gefunden, wenn auch nicht rechtzeitig. Doch ihr eigentlicher Herzenswunsch ist trotzdem in Erfüllung gegangen: Sie haben ein richtiges Abenteuer erlebt. Zudem stellt sich heraus, dass das Buch, das die Beiden zu dem Wunschpilz geführt hat, einem der Riesen gehört. Dieser vermisst es schrecklich und so überlegen Max und Mux es, dem Riesen zurückzubringen. Dieser Schluss macht neugierig auf einen weiteren Band mit Max und Mux.
Die Charaktere selbst sind sehr sympathisch und authentisch gezeichnet. Während Max rundlich und abenteuerlustig ist, liest der schlanke Mux lieber in seinen Büchern. Trotzdem sind sie allerbeste Freunde, wodurch den Leserinnen und Lesern deutlich gemacht wird, dass Freunde auch unterschiedlich sein können. Auch dass man zusammen viel mehr erreichen kann als allein geht aus der Geschichte hervor. Max und Mux sowie ihre kleinen, vielzähligen, trierischen Freunde helfen sich immer gegenseitig und halten zusammen. So werden die beiden Abenteurer mit einem herzlichen Willkommen daheim begrüßt.
Neben der liebevollen Geschichte besticht das Buch mit seinen wunderschönen Illustrationen. Die Bilder erstrecken sich über die gesamte Größe der Seite und es sind zahlreiche kleine Details vorhanden. Diese gehen über die beschriebenen Ereignisse hinaus, sodass die kleinen und großen Leser und Leserinnen lange auf den Seiten verweilen können und immer wieder neue, teils lustige Zeichnungen entdecken können. Da fahren Mäuse mit einer Eisenbahn durch das Wohnzimmer oder haben sich in einer Nachtischschublade ein gemütliches Nachtlager eingerichtet. Es sind so viele Kleinigkeiten, dass manche erst bei einem zweiten Durchblättern auffallen.
Die Farben sind fröhlich, kräftig und bunt, ohne dabei grell oder aufdringlich zu wirken. Gekonnt gesetzte Schatten und Bewegungslinien lassen die Bilder lebendig wirken: eine perfekte Ergänzung zu den kurzen Textabschnitten. Durch die übergroßen 30 cm hohen Seiten lässt sich beim Vorlesen gut mithinein schauen, damit man die Illustrationen bestaunen kann.

Fazit:
Das Buch von Sven Schröder ist eine humorvolle, spannende und abenteuerliche Freundschaftsgeschichte. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere und eine Handlung mit geschickt eingeflochtenen, pädagogischen Aspekten machen das Buch zu einem wahren Vorleseschatz. Zauberhafte, detaillierte Illustrationen begeistern nicht nur kleine Leser und Leserinnen. Ein wunderbares Buch, das einen mitnimmt auf eine fantasievolle Entdeckungsreise. Zum Vorlesen ab vier Jahren geeignet, aber auch zum Selberlesen für ältere Kinder empfohlen.

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Veröffentlicht am 09.03.2020

Interessantes Wissen - auch für Erwachsene

Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
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Tagesschau & Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen

Eigentlich wäre alles gut so wie es ist, findet Rikka. Doch dann geht plötzlich alles drunter und drüber und mit einem Mal steht ihre Welt ...

Tagesschau & Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen

Eigentlich wäre alles gut so wie es ist, findet Rikka. Doch dann geht plötzlich alles drunter und drüber und mit einem Mal steht ihre Welt Kopf. Nicht nur, dass ihre aller beste Freundin sich plötzlich verliebt und nur noch Tom im Kopf hat. Auch bei Rikka Zuhause läuft nicht alles glatt. Als Kind einer Patchwork-Familie fühlt sie sich nirgends wirklich dazugehörig. Und dann taucht da auch noch der neue Nachbarsjunge auf…

Welk, Sarah: Tagesschau & Co. – Wie Sender und Reaktionen Nachrichten machen.
Mit Illustrationen von Dunja Schnabel.
arsEdition GmbH, 24.02.2020.
128 Seiten, 15,00 €.
ISBN 978-3-8458-3240-1.
Empfohlen ab 10 Jahren.

Inhalt
Nachrichten finden sich überall. Egal, ob es sich dabei um eine SMS von einer Freundin handelt, ein Brief von der Tante oder um die Tageszeitung, die jeden Tag pünktlich im Briefkasten steckt. Doch Nachrichten sind nicht gleich Nachrichten. Nur ein Teil der Abermillionen Informationen und Neuigkeiten, die sekündlich auf der Welt entstehen, sind auch wirklich relevant. Und von diesen gibt es wiederum nur eine Handvoll, die wichtig genug erscheinen, um es in die großen Nachrichtenagenturen und schlussendlich in das Fernsehen oder die Zeitung zu schaffen. Doch wie werden diese Nachrichten ausgewählt? Und von wem? Welche Medien zeigen Nachrichten und warum? Viele Antworten auf diese Fragen, lustiges Wissen und interessante Fakten sind in diesem Buch zu finden.

Kritik
Sarah Welk kennt bringt als ehemalige NDR-Redakteurin nicht nur Branchenwissen mit. Als erfolgreiche Kinderbuchautorin versteht sie es zudem, Wissen in eine kindgerechte Form zu bringen. So erklärt sie in ihrem Buch „Tagesschau & Co. – Wie Sender und Reaktionen Nachrichten machen“ die wichtigsten Fakten rund um eben dieses Thema, auf einfache und verständliche Art und Weise. Dabei folgt das Buch einem roten Faden und beginnt mit ein paar geschichtlichen Fakten zu den ersten Nachrichtensendungen, allgemeinen Informationen zu wichtigen Begriffen und wie solche Nachrichten überhaupt erst entstehen. Dabei sind die einzelnen Bereiche immer in kurze Kapitel aufgeteilt, die nicht mehr als drei bis vier Seiten umfassen. Die Informationsflut hält sich also in Grenzen und das Wissen wird so gut wie möglich komprimiert. Das hat den großen Vorteil, dass die Leser und Leserinnen sich viel mehr Informationen behalten können und nicht mit unzähligem Wissen überfordert werden. Zuträglich sind hierbei zudem lustige oder interessante Fakten, die in kleinen Infoboxen zahlreich eingestreut werden. Man erfährt zum Beispiel, dass doch tatsächlich einmal ein Mann einen Polizeihund gebissen hat, die Queen einen Elefanten geschenkt bekam oder es die Stadt Saint-Louis-du-Ha! Ha! In Kanada gibt. Zudem kann man durch kleine Rätsel, mit Auflösung, sein Wissen testen.
Unterbrochen werden die einzelnen Abschnitte immer wieder durch interessante Interviews von Nachrichtenjournalisten, Sprechern oder Moderatoren, die man auch aus populären Sendungen kennt. In diesen erfährt man nicht nur spezifische Informationen zu deren Berufen, sondern auch allerlei private oder amüsante Fakten.
Durch das schöne Layout, farbige Gestaltung und viele comichaften Illustrationen und Bildern der Illustratorin Dunja Schnabel, lässt sich das gelesene viel einfacher visualisieren und bleibt länger im Gedächtnis erhalten. Zudem bereitet die schöne Aufmachung mit den farbigen Seiten wirkliche Lesefreude.
Dass der Inhalt von einer Expertin geschrieben wurde und auf geprüftem Wissen beruht merkt man nicht nur an dem gut aufbereiteten Wissen, sondern auch an den Quellenangeben, die hinten im Buch zu finden sind.
Fazit:
Mit dem Buch „Tagesschau & Co. – Wie Sender und Reaktionen Nachrichten machen“, ist der deutschen Autorin Sarah Welk ein Sachbuch gelungen, das nicht nur unterhaltsam ist, sondern zudem auf wissenschaftlicher Basis gekonnt die wichtigsten Informationen rund um das Thema Nachrichten und Journalismus vermittelt. Das Wissen ist dabei durch kurze Kapitel, einfache Erklärungen und Visualisierung kindgerecht aufbereitet. Durch spannende Fakten, Rätsel und witzige Anekdoten, sowie kurze Interviews bleibt es abwechslungsreich und regt zum Mitmachen und Mitdenken an. Die zahlreichen Illustrationen und das farbige Layout runden dieses Buch gekonnt ab. Für alle wissbegierigen kleinen und auch großen Leser und Leserinnen, die sich für das Thema Nachrichten und Co. interessieren ist dieses Buch eine wahre Bereicherung.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2020

Ein Buch mit Potenzial zum Klassiker

Edda aus dem Moospfad 1
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Edda aus dem Mospfad

Inhalt
Am Anfang der Geschichte ist die Protagonistin Edda erst fünf Jahre alt und geht noch in den Kindergarten. Zusammen mit ihr erlebt der Leser ein Jahr voller normaler Alltagsmomente, ...

Edda aus dem Mospfad

Inhalt
Am Anfang der Geschichte ist die Protagonistin Edda erst fünf Jahre alt und geht noch in den Kindergarten. Zusammen mit ihr erlebt der Leser ein Jahr voller normaler Alltagsmomente, so wie sie wahrscheinlich mehr oder weniger jeder in diesem Alter erleben würde. Edda spielt und streitet mit ihren Brüdern, fährt in den Urlaub, versucht sich als Flohmarktverkäuferin, mag die neuen Nachbarn nicht, kommt in die Schule und findet neue Freunde.

Schaudinn, Jasmin: Edda aus dem Mospfad.
Illustrationen von Iris Hardt.
Verlag Friedrich Oetinger, 20.01.2020.
144 Seiten, 12,00 €.
ISBN 9783789110429.
Empfohlen ab 6 Jahren.

Kritik
Was laut der Inhaltsangabe erst einmal wenig spektakulär, fast ein wenig langweilig klingen mag, täuscht gewaltig. Denn der Autorin Jasmin Schaudinn ist in ihrem Erstlingswerk ein so fantastisches Buch gelungen, dass wirklich das Potenzial zu einem Klassiker hat. Mit sehr viel Liebe hat sie mit Edda eine wunderbare Protagonistin geschaffen, die einem sofort ans Herz wächst. Ausschlaggebend hierbei ist, dass Edda eben ein ganz normales Mädchen ist, keine magischen Kräfte hat, ausgefallene Hobbies oder eine verrückte Familie. Auch die anderen Charaktere sind allesamt sympathisch und mit ihren Ecken und Kanten einfach zum Gernhaben. Sie erlebt einfach einen normalen Alltag, mit kleinen Höhen und Tiefen, wie sie einem Jeden in der Kindheit begegnet werden sein. Edda ist nicht perfekt, sie ist mal zickig, mal ganz lieb, bockig oder auch mal neidisch auf die beste Freundin. Jasmin Schaudinn schildert die Erlebnisse so authentisch und lebensnah, dass man sich beim Lesen des Buches wirklich in seine eigene Kindheit zurückversetzt wird. Selten habe ich Momente aus dieser Zeit so echt vor Augen gehabt und mir sind wieder viele Ereignisse ins Gedächtnis gekommen, an die ich gar nicht mehr gedacht hatte. Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine wunderschöne, alltägliche Reise einmal quer durch das Jahr. Dabei thematisiert sie, wie nebenbei, wichtige Aspekte, wie die gleichgeschlechtliche Ehe oder den Tod. Auch häufige Kindersorgen, wie der letzte Kindergartentag kommen in der Geschichte vor. Durch den leichten Schreibstil der Autorin und die geschickte Einbindung in die Handlung, wirken die Themen jedoch nicht zu schwer und es bleibt bei einer kurzen Auseinandersetzung mit diesen. Neben diesen Abschnitten zum Nachdenken, finden ich ebenso Witz und Szenen zum Schmunzeln wieder. Da verkaufen Eddas Brüder zum Beispiel selbstgemachte Schleimkugeln oder lachen sich über einen gelungenen Streich mit einem Furzkissen schlapp.
Die große Schrift, kurze Sätze, und die Schilderungen aus Sicht einer fünf bzw. sechsjährigen, machen das Lesen sehr einfach. Wunderbar ergänzt wird diese liebevolle Geschichte durch die farbenfrohen und leicht comicartigen Zeichnungen der Illustratorin Iris Hardt, die auf vielen Seiten zu finden sind. Dies zusammen mit der bereits erwähnten kindgerechten Schreibweise, lässt einen das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Seiten fliegen nur so vorbei und schon ist ein ganzes (Bücher-) Jahr um und die Geschichte zu Ende.

Fazit
Mit ihrem Buch ist Jasmin Schaudinn eine durch und durch zauberhafte Geschichte gelungen, die vor allem durch ihren Alltagsbezug und die authentischen, sowie liebevollen Charaktere besticht. Ihr gelingt es, das normale Leben auf eine so wunderbare Art und Weise zu schildern, dass sowohl die großen als auch die kleinen Leser und Leserinnen, dieses wieder zu lieben lernen. Sie öffnet die Augen, für die kleinen schönen Alltagsmomente, die all zu oft in Vergessenheit geraten, die jedoch so wichtig sind. Kindern wird gezeigt, dass es nicht immer Magie, Zauberei oder Abenteuer braucht, um glücklich zu sein. Die Empfehlung ab sechs Jahren ist stimmig, zum Vorlesen eignet sich das Buch aber durchaus schon etwas früher.
Zusammen mit den schönen Illustrationen von Iris Hardt, ist dies ein Buch, das wirklich in jedes Kinderzimmer gehört. Und meiner Meinung auch in die, der Erwachsenen.

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