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Veröffentlicht am 31.12.2021

Eine Geschichte wie eine liebevolle Umarmung

Unsere Zeit ist immer
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„Ein Buch wie eine Umarmung“ – diese Aussage einer Schriftstellerin hat mich auf den Roman „Unsere Zeit ist immer“ der Autorin Sophie Cousens neugierig gemacht. Außerdem spielt Silvester in diesem Buch ...

„Ein Buch wie eine Umarmung“ – diese Aussage einer Schriftstellerin hat mich auf den Roman „Unsere Zeit ist immer“ der Autorin Sophie Cousens neugierig gemacht. Außerdem spielt Silvester in diesem Buch eine nicht unerhebliche Rolle, so dass es die perfekte Lektüre für die letzten Tage des Jahres war.
Protagonistin Minnie ist sehr sympathisch, mitunter auch etwas verpeilt, und felsenfest davon überzeugt, der personifizierte Pechvogel zu sein, vor allem an ihren Geburtstagen. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn ihre Mutter predigt ihr das seit dem Tag ihrer Geburt, als sie den Titel Neujahrsbaby 1990 und einen satten Geldbetrag nur um eine Minute verfehlt hat.
Durch einen Zufall trifft sie nach 30 Jahren auf Quinn, das damalige Gewinnerbaby, der in Minnies Augen ihren Anteil am Glück gestohlen hat. Doch es ist nicht immer alles Gold, was glänzt.
In zahlreichen Rückblenden gibt es Einblicke in die Leben der beiden, deren Wege sich in der Vergangenheit immer wieder auf unterschiedlichste Art gekreuzt haben, ohne dass sie voneinander wussten. Auch in der Gegenwart treffen Minnie und Quinn oft aufeinander. Es scheint manchmal, als ob sie magnetisch voneinander angezogen werden. Der Humor kommt bei den auftretenden Pannen auch nicht zu kurz. Trotzdem nähern beide sich zögerlich an, denn zunächst gibt es auf beiden Seiten noch einige Baustellen, die bereinigt werden müssen.
Gerade diese anfängliche Distanz zwischen Minnie und Quinn macht es spannend, ob sich aus Sympathie und Freundschaft tatsächlich mehr entwickeln kann.
Sophie Cousens hat hier einen warmherzigen und romantischen Roman geschrieben, der tatsächlich wie eine liebevolle Umarmung ist. Es ist nicht nur eine reine Liebesgeschichte sondern auch eine Geschichte über den Wert von Familienbanden und Freundschaften.

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Veröffentlicht am 19.12.2021

(Vor)Weihnachtliche Geschichte mit Herz

Das Inselweihnachtswunder
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Die Föhrer Inselpastorin Carola liebt und lebt ihren Beruf mit Herz und Seele und weiß um die kleinen und größeren Sorgen und Nöte ihrer "Schafchen". Ihr eigenes Privatleben bleibt dabei oft auf der Strecke, ...

Die Föhrer Inselpastorin Carola liebt und lebt ihren Beruf mit Herz und Seele und weiß um die kleinen und größeren Sorgen und Nöte ihrer "Schafchen". Ihr eigenes Privatleben bleibt dabei oft auf der Strecke, und so wird sie wohl auch in diesem Jahr sehr zu ihrem Leidwesen den Heiligen Abend wieder allein verbringen. Nichts würde sie lieber ändern als das und sie hat auch schon eine Idee, deren Verwirklichung sich aber weitaus schwieriger als gedacht erweist. Trotz überquellendem Terminkalender in der Adventszeit springt sie ein, als der Halligpastor fehlt. Und auf dieser Hallig trifft sie auf den Organisten Torin, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht.

Carola ist mir mehr als sympathisch, denn ihr Beruf ist ihre 'Berufung. Ihre Zwiegespräche mit ihrem obersten Chef haben mich amüsiert, wobei sie manche "Antwort" zu ihren Gunsten ausgelegt hat und letzten Endes hat es keinem geschadet.

Es geht recht turbulent zu in dieser kleinen, aber feinen Geschichte, die mich gut unterhalten hat, und ich freue mich immer über ein Wieder"lesen" mit alten Bekannten. Das Ganze eingebettet in vorweihnachtliche Inselatmosphäre war ganz nach meinem Geschmack: eine wunderschöne kleine Auszeit auf meiner Lieblingsinsel.

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Veröffentlicht am 21.11.2021

Serienkiller als Rächer

Verloschen: Thriller
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Eine Mordserie gibt dem Ermittler Florian Kessler und Rechtsmedizinerin Julia Schwarz Rätsel auf. Der/Die Täterin trennt Körperteile der Opfer ab und näht fremde wieder an. Was soll damit ausgedrückt werden? ...

Eine Mordserie gibt dem Ermittler Florian Kessler und Rechtsmedizinerin Julia Schwarz Rätsel auf. Der/Die Täterin trennt Körperteile der Opfer ab und näht fremde wieder an. Was soll damit ausgedrückt werden? Viel Zeit zum Spekulieren bleibt den beiden nicht, denn die Opfer folgen in schneller Reihenfolge und der perfide Serienkiller plant vieles im Voraus.

Schon der Prolog lässt die Nackenhaare zu Berge stehen und diese Gänsehaut hält sich beständig bis zum Schluss. Durch Perspektivwechsel bekommt man einen kurzen Eindruck von den Mordopfern, und ein Handlungsstrang in der Vergangenheit gibt auch reichlich Rätsel auf. Der Spannungsbogen hält sich dadurch beständig und es fällt schwer, das Buch zwischendurch aus den Händen zu legen

Die Autorin Catherine Shepherd jongliert wieder gekonnt mit möglichen Verdächtigen und verstreut hier und da ein paar Spuren. Und wieder einmal ist es ihr gelungen, dass ich bis zum Ende keine Idee hatte, wer den nun der/die Täter
in ist. Aber genau das liebe ich an den Thrillern von Catherine Shepherd, vergebe für diesen verdiente 5 Sterne und freue mich schon auf den nächsten.

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Veröffentlicht am 29.10.2021

Romantik im Winterwunderland

Das kleine Chalet in der Schweiz
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Ich liebe die Romantic Escape-Reihe von Julie Caplin und habe mich auch sofort über den neuen Band hergemacht. Dieses Mal zieht es die Protagonistin Mina mit gebrochenem Herzen in die verschneite Schweiz, ...

Ich liebe die Romantic Escape-Reihe von Julie Caplin und habe mich auch sofort über den neuen Band hergemacht. Dieses Mal zieht es die Protagonistin Mina mit gebrochenem Herzen in die verschneite Schweiz, wo ihre Patentante ein kleines Chalet betreibt.

Und wieder war ich sofort in die Geschichte eingetaucht und der bildhafte Schreibstil der Autorin hat mir die schönsten Landschaftsbilder beschert. Die sympathische Mina im Schweizer Winterwunderland zu begleiten hat mir viel Spaß gemacht. Auch die anderen Charaktere waren herrlich authentisch mit ihren kleinen "Macken". Wie es sich für einen Roman dieser Reihe gehört ist natürlich auch die romantische Seite nicht zu kurz gekommen. Mit der Hilfe von einem bisschen Schokolade hat Mina natürlich ein passendes Gegenüber gefunden, obwohl sie eigentlich nicht danach gesucht hat. Aber genau das macht den Zauber dieser Reihe aus - es sind einfach Wohlfühlbücher.

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Veröffentlicht am 16.10.2021

Was bleibt, wenn man sich selbst verliert

Das Gedächtnis des Baumes
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Der 10-jährige Jan freut sich sehr, als seine Großeltern mit in die Wohnung seiner Eltern einziehen.
Besonders zu seinem Großvater Joan hat er seine sehr innige Beziehung und verbringt viel Zeit mit ihm. ...

Der 10-jährige Jan freut sich sehr, als seine Großeltern mit in die Wohnung seiner Eltern einziehen.
Besonders zu seinem Großvater Joan hat er seine sehr innige Beziehung und verbringt viel Zeit mit ihm. Allerdings fällt ihm sehr schnell auf, dass sich die Stimmung innerhalb der Familie irgendwie verändert hat und dass der Großvater der Grund ist. Die Erwachsenen versuchen zunächst, Joans Demenzerkrankung vor Jan zu verheimlichen. Jan merkt aber sehr schnell, dass hier mit seinem Großvater etwas geschieht, was er noch nicht in Worte fassen kann.
Aus Jans Perspektive kann man den Familienalltag miterleben und mit ihm auch die sich langsam einschleichenden Veränderungen im Wesen von Joan. Dieser nutzt seine Zeit, um seine Erinnerungen mit seinem Enkel zu teilen, bevor ihm diese entgleiten und sie durch ihn weiterleben zu lassen. Jan macht sich Gedanken, wohin verlorene Erinnerungen verschwinden und was bleibt, wenn man sich selbst verliert, aber es bleibt auch genug Raum für viele glückliche Momente nicht nur mit seinem Großvater sondern auch mit der ganzen Familie.
Die einzelnen Leseabschnitte sind sehr kurz gehalten, oft kurze Eindrücke aus dem Familienleben oder zu Jans Gedankengängen. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, denn dieses Thema regt zum Nachdenken an und manchmal musste das Gelesene auch einfach erstmal sacken.
Der Autorin Tina Valles ist ein sehr einfühlsam erzählter Roman über das Leben mit einem Demenzkranken gelungen, der berührt und auch ein wenig Mut macht.

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