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KirstinK

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2025

Sehr persönliches und intimes autobiographisches Werk

All the Way to the River
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Elizabeth Gilbert legt mit "All the way to the river" ein sehr persönliches und intimes autobiographisches Werk vor. Sie verarbeitet in ihrem Buch auf literarische Weise den Krebstod ihrer langjährigen ...

Elizabeth Gilbert legt mit "All the way to the river" ein sehr persönliches und intimes autobiographisches Werk vor. Sie verarbeitet in ihrem Buch auf literarische Weise den Krebstod ihrer langjährigen besten Freundin und späteren Partnerin Rayya. Doch mehr noch als um Rayya geht es um die Autorin selbst, die den Mut besitzt, offen und schonungslos über ihre Liebes- und Sexssucht und die daraus entstehenden Co-Abhängigkeiten zu schreiben. Die Kapitel sind teils als innerer Dialog mit der Verstorbenen, teils als Sammlung gemeinsamer Erlebnisse, aber auch als Verarbeitung eigener Lebenserfahrungen angelegt. Im Wechsel mit den erzählenden Texten veröffentlicht Elizabeth Gilbert Gebete und lyrische Texte, die sich oftmals unmittelbar an Rayya wenden. Ich bewundere den Mut, mit dem eine so bekannte Autorin sich mit den dunklen Seiten des eigenen Lebens auseinandersetzt und diese öffentlich macht. Dafür gebührt ihr mein größter Respekt. Leicht lesbar fand ich ihr Buch jedoch nicht, denn mir fehlte ein roter Faden, die Texte waren für mein Verständnis teils weder chronologisch noch sinnvoll aneinandergereiht und insgesamt hätte man den Inhalt straffer gestalten können. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass dieses Buch Menschen in ähnlichen Lebenssituation möglicherweise eine Orientierung und Ermutigung sein kann.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Das Dream Hotel

Das Dream Hotel
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Das "Dream Hotel" ist eine Einbehaltungsanstalt, in der Menschen festgehalten werden, die möglicherweise in der Zukunft eine Straftat begehen könnten. Berechnet wird dies durch einen KI-Algorithmus, der ...

Das "Dream Hotel" ist eine Einbehaltungsanstalt, in der Menschen festgehalten werden, die möglicherweise in der Zukunft eine Straftat begehen könnten. Berechnet wird dies durch einen KI-Algorithmus, der sämtliche persönliche Daten der Menschen, die diese freiwillig, sorglos oder unter Zwang preisgegeben haben, einbezieht. So auch die Daten des "Dreamsavers", eines Implantats, das Sara eigentlich helfen sollte, zu einem besseren Schlaf zu finden. Doch der Dreamsaver zeichnet ebenfalls ihre Träume auf, und angeblich stellt Sara nun eine Gefahr für ihren Mann dar, da sie geträumt hat, diesen zu töten. So wird sie bei der Rückreise in die USA festgehalten und soll für 21 Tage im "Dream Hotel" beobachtet werden. Doch aus 21 Tagen werden Wochen und Monate, immer neue Auffälligkeiten und Anschuldigungen werden gegen Sara erhoben. Laila Lalami entwirft in ihrem Roman eine verstörend dsytopische Welt in naher Zukunft, die umso nachdenklicher macht, da es nur noch ein kleiner Schritt bis dorthin zu sein scheint. Leider führen einige Handlungsstränge ins Leere und die zu Beginn aufgebaute Spannung verpufft in einem recht unspektakulären Ende. Als Lesender wartet man auf den Drift, das Überraschungsmoment. Die Spuren dafür wurden gelegt, doch leider nicht aufgenommen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Erstaunliches aus der Welt der Giganten

MEGA
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In diesem Sachbuch für Kinder ab dem Grundschulalter kann man die erstaunlichsten Fakten über riesige Tiere erfahren. Es wird die Welt der Megafauna vorgestellt, und zwar nicht nur die heutige, sondern ...

In diesem Sachbuch für Kinder ab dem Grundschulalter kann man die erstaunlichsten Fakten über riesige Tiere erfahren. Es wird die Welt der Megafauna vorgestellt, und zwar nicht nur die heutige, sondern auch die vorzeitliche. Mit gut verständlichen Texten werden bemerkenswerte Informationen, Zahlen und viel Wissenswertes über extrem große Tiere vermittelt, geordnet nach zeitlichen Faktoren und Tierarten. So kann man darüber Staunen, dass Elefanten 40.000 Muskeln in ihrem Rüsseln haben und der Rüssel des verhältnismäßig kleinen asiatischen Elefanten so viel Wasser fasst, dass er damit eine Badewanne füllen könnte. Die detailreichen, naturgetreuen Illustrationen vermitteln einen realistischen Eindruck vom Aussehen und der Lebenswelt der Tiere. Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle wissbegierigen Kinder, die Tiere lieben.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Warmherzig und mit feinem Humor

Weißes Licht
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Eric Puchner ist ein wunderschöner Roman über die Liebe und über die Unsicherheiten, Zweifel und Wirrungen gelungen, die mit dieser einhergehen. In warmem und wunderschönem Sprachstil führt er die Lesenden ...

Eric Puchner ist ein wunderschöner Roman über die Liebe und über die Unsicherheiten, Zweifel und Wirrungen gelungen, die mit dieser einhergehen. In warmem und wunderschönem Sprachstil führt er die Lesenden in die Welt von Cece und ihrem Bald-Ehemann Charlie ein. Cece reist vor zum Ferienhaus der Familie ihres Verlobten in Montana, wo bald die Hochzeit gefeiert werden soll. Charlies bester Freund aus Jugendtagen, Garrett, soll sich derweil um die Braut kümmern und auch die Trauung vornehmen. Garrett, den ein Schicksalsschlag bereits vor Jahren aus dem "wirklichen" Leben hat aussteigen lassen, und der mit Depressionen kämpft, fühlt sich in Ceces Gegenwart so lebendig wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr - und er verliebt sich in sie. Auch Cece fühlt sich auf eine eigentümliche Weise zu ihm hingezogen, obwohl sie Charlie von Herzen liebt. Erich Puchner erschafft mit den drei Protagonisten solch authentische Charaktere, dass man mit jedem von ihnen mitfühlt, sich in sie hineinversetzen kann und gar nicht weiß, welchen Ausgang man sich zum Schluss eigentlich wünscht. Ein warmherziger, mit feinem Humor verfasster Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Mystisch und geheimnisvoll

Unbeugsam wie die See
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Auch in ihrem zweiten Buch "unbeugsam wie die See" verwischt die Autorin Emilia Hart die Grenzen zwischen realistischem und fantastischem Erzählen. Das Buch hat mehrere Erzählebenen. Sowohl in der Vergangenheit ...

Auch in ihrem zweiten Buch "unbeugsam wie die See" verwischt die Autorin Emilia Hart die Grenzen zwischen realistischem und fantastischem Erzählen. Das Buch hat mehrere Erzählebenen. Sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart geht es um zwei Schwestern, die eine besondere Beziehung zum Wasser haben. Im Jahr 1801 werden die Zwillingsschwestern Eliza und Mary auf einem Sträflingsschiff von Irland nach Australien geschickt. Es scheint eine Verbindung über die Jahrhunderte zu Jess und Lucy zu geben, den beiden Schwestern, die im Jahr 2019 so intensiv von Mary und Eliza träumen, dass die Träume ihre Handlungen lenken. Als Jess plötzlich verschwindet, begibt sich Lucy auf die Suche und stößt dabei auf ein Geheimnis, dass nicht nur das Leben ihrer Schwester in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.
Emilia Hart schreibt flüssig und gut lesbar, der Zeitwechsel erzeugt Spannung und sorgt für eine intensive Dynamik. Das überraschende Ende hat mir gut gefallen.

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