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KirstinK

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein Hoch auf einen regen Wurm!

Das krasseste Tier der Erde
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Dem Bestseller-Autor Kai Lüftner ist hier ein wunderbar-witziges Sachbilderbuch gelungen, das viel Spaß beim Lesen, Betrachten und Entdecken macht. In lustigen Reimen erzählt er von der wichtigen Aufgabe ...

Dem Bestseller-Autor Kai Lüftner ist hier ein wunderbar-witziges Sachbilderbuch gelungen, das viel Spaß beim Lesen, Betrachten und Entdecken macht. In lustigen Reimen erzählt er von der wichtigen Aufgabe der Regenwürmer, verdichteten Boden aufzulockern und so erst zu wirklichem, vielfältigem Leben erblühen zu lassen. Die detailreichen Illustrationen von Friederike Ablang laden zum Verweilen und Schmunzeln ein, immer mehr ist auf den Bildern zu entdecken, je vielfältiger und bunter die Erde durch die Arbeit der Regenwürmer wird. Die hochwertige und nachhaltige Ausstattung des Buches korrespondiert mit dem Thema, so dass hier ein rundum gelungenes Sachbilderbuch geschaffen wurde, mit dem man schon die Kleinsten für die Wunder der Natur und die Bedeutung auch noch so unscheinbarer Lebewesen für das Ökosystem Erde sensibilisieren kann.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Spannender Generationenroman

Die Verlorene
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Ein Porträt, das die weit über 90jährige Änne eines Tages mit der Post erhält, versetzt sie mit einem Schlag in eine längst vergangene Zeit und löst eine Reihe von tragischen Ereignissen aus, die zu Ännes ...

Ein Porträt, das die weit über 90jährige Änne eines Tages mit der Post erhält, versetzt sie mit einem Schlag in eine längst vergangene Zeit und löst eine Reihe von tragischen Ereignissen aus, die zu Ännes Tod führen. Ihre Enkeltochter Laura begibt sich auf eine Reise in Ännes Vergangenheit und sucht den Gutshof in Schlesien, auf dem Änne groß geworden ist. Dort hofft sie Antworten zu finden auf die vielen offenen Fragen und unausgesprochenen Worte, die das Leben ihrer Großmutter begleiteten. Zu Ännes Lebzeiten war das Thema Schlesien tabu und mehr, als dass Änne mit ihrer kleinen Tochter Ellen aus Schlesien fliehen musste, hat sie ihrer Familie nie anvertraut. Doch wie es dazu kam, erfährt Laura nun auf ihrer emotionalen Reise und sie hilft dadurch auch ihrer Mutter, den Geheimnissen, die deren Leben bislang begleitet haben, näher zu kommen. Ein spannender und flüssig zu lesender Generationenroman mit ausdrucksstarken Charakteren.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Roman mit Intention

Der Sommer am Ende der Welt
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Eva Völler hat mit ihrem neuen Roman ein kaum aufgearbeitetes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte gewählt: Das Schicksal der Verschickungskinder. Selbst sehr junge Kinder wurden für mehrere Wochen ...

Eva Völler hat mit ihrem neuen Roman ein kaum aufgearbeitetes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte gewählt: Das Schicksal der Verschickungskinder. Selbst sehr junge Kinder wurden für mehrere Wochen alleine zu Heilkuren "verschickt", die ihrer Gesundheit gut tun sollten, doch vielfach erlebten die Kinder in diesen Wochen traumatische Ereignisse, die sie ihr Leben lang prägten. So erging es auch den Geschwistern der Autorin, denen sie dieses Buch widmet. Die persönliche Betroffenheit trägt dazu bei, dass Eva Völler ein authentischer und emotionaler Roman gelingen ist, der den Lesenden von Beginn an fesselt und an den gegenwärtigen und vergangenen Geschehnissen teilhaben lässt. In der Gegenwart macht sich die Journalistin Hanna auf den Weg nach Borkum, um dort zu einem ehemaligen Kinderkurheim zu recherchieren, das ihre Mutter früher besucht hat. Unterstützung erfährt sie von Ole, dem Inselarzt, dessen Großvater ebenfalls in die Abläufe im Kurheim involviert war. In der Vergangenheit erzählt die kleine Susanne, wie sie 1963 zu ihrer Kinderkur aufbrach und im Ruhrgebiet alleine in einen Bus gesetzt wurde, um auf Borkum als erstes ihren Namen gegen eine Nummer eintauschen zu müssen.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Ein historischer Roman mit starken Frauengestalten

Das Lied der Rose
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Julia Kröhn umfasst mit ihrem Epos über die Anfänge des Minnegesangs mehrere Jahrzehnte im 11. Jahrhundert nach Christus. Sie erzählt spannend und fesselnd die Geschichte der jungen Sahar, einer bildschönen ...

Julia Kröhn umfasst mit ihrem Epos über die Anfänge des Minnegesangs mehrere Jahrzehnte im 11. Jahrhundert nach Christus. Sie erzählt spannend und fesselnd die Geschichte der jungen Sahar, einer bildschönen Frau mit sarazenischem Erbe und Marian, einem zurückhaltenden Novizen, dem das Klosterleben nicht vorbestimmt zu sein scheint. Beide eint eine große Liebe – zueinander und zur Musik. Doch das politische Kalkül der herrschenden Klasse und die Ohnmacht, über das eigene Leben bestimmen zu können, verhindern über viele Jahre, dass die beiden Liebenden beieinander sein können. Wie sie immer wieder auseinandergerissen werden, wie Sahar zunächst ein protektiertes Leben am Hof der Herzogin von Toulouse, Philippa, führt und Marian als Medikus den Herzog von Aquitanien, Guillaume, auf einen Kreuzzug ins Heilige Land begleitet, erzählt die Autorin anschaulich und mitreißend. Die häufigen Zeitsprünge erfordern Aufmerksamkeit beim Lesen, doch durch Rückblenden werden Lücken gefüllt, so dass am Ende keine Fragen für den Lesenden offen bleiben. Außergewöhnlich für einen historischen Roman ist der emanzipierte und differenzierte Blick auf die Frauengestalten des Buches, sie sind hier diejenigen, die die Handlung vorantreiben.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Emotionale Geschichte mit kantigen Charakteren

Das Geschenk des Meeres
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"Das Geschenk des Meeres" ist ein kleiner Junge, der in einer stürmischen Winternacht am Strand des schottischen Dorfs Skerry angespült wird, zwar verletzt, aber am Leben. Die Dorflehrerin Dorothy nimmt ...

"Das Geschenk des Meeres" ist ein kleiner Junge, der in einer stürmischen Winternacht am Strand des schottischen Dorfs Skerry angespült wird, zwar verletzt, aber am Leben. Die Dorflehrerin Dorothy nimmt ihn bei sich auf und kann sich durch den Jungen nach vielen Jahren endlich ihrem Trauma und ihrer Trauer stellen, denn in einer ähnlich stürmischen Nacht verschwand einst ihr kleiner Sohn Moses im Meer. Nie konnte sein Schicksal geklärt werden, doch jeder im Dorf hat dazu eine Meinung oder verspürt gar eine Schuld. Gekonnt erzählt die Autorin von den menschlichen Sehnsüchten, Verfehlungen und Fehlentscheidungen der Menschen in Skerry, welche die Schicksale der Einzelnen, vor allem aber von Dorothy und dem Fischer Joseph, gelenkt und beeinflusst haben. Die Charaktere sind ambivalent gezeichnet und man tut sich vor allem mit der Protagonistin Dorothy und ihren Zwängen schwer. Betrachtet man die Figuren jedoch im zeitlichen Setting -es ist das Jahr 1900 - wird deutlich, wie gesellschaftliche Zwänge und eine rigorose Erziehung die Menschen prägten.

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