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Veröffentlicht am 04.02.2018

Rezension zu Eisenberg

Eisenberg
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Strafverteidigerin Dr. Rachel Eisenberg ist Mitinhaberin einer angesehenen Münchner Kanzlei, Mutter einer Teenagerin und frisch vom Ehemann getrennt. Ihr neuster Fall ist nicht lukrativ, verspricht aber ...

Strafverteidigerin Dr. Rachel Eisenberg ist Mitinhaberin einer angesehenen Münchner Kanzlei, Mutter einer Teenagerin und frisch vom Ehemann getrennt. Ihr neuster Fall ist nicht lukrativ, verspricht aber ein bisschen Medienpräsenz zu bringen. Ein Obdachloser, soll einen äußerst gewalttätigen Mord begangen haben. Als sie ihren neuen Mandanten das erste Mal sieht ist Rachel geschockt, denn sie kennt diesen Mann, oder glaubt das zumindest….

Eisenberg ist der erste Teil der Rachel-Eisenberg-Reihe von Andreas Föhr.

In diesem Krimi gibt es neben dem Haupterzählstrang um Rachel Eisenberg und ihren Fall, einen zweiten kleineren Erzählstrang, der scheinbar erstmal nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Als Leser fragt man sich sofort, wie die beiden Stränge zusammenpassen können und nach und nach kristallisiert sich erst heraus, wie alles zusammenhängt. Der Krimi ist spannend erzählt und weist die ein oder andere überraschende Wendung auf, die mit gut gefallen haben.

Neben der Krimihandlung nehmen der Alltag eines Anwalts und der Ablauf während eines Gerichtsprozesses einigen Raum ein, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Es gab einen Einblick in die Gerichtswelt und war dabei noch interessant erzählt.

Rachel Eisenberg, der Hauptcharakter dieses Krimis, ist eine taffe und erfolgreiche Strafverteidigerin mit einer Spur Arroganz, die sie im Verlauf der Geschichte nicht immer sympathisch wirken ließ. Aber Rachel Eisenberg hat das Herz am richtigen Fleck, auch wenn sie sich damit nicht immer ganz leicht tut. Für ihre Mandanten scheut sie kein Risiko und wandert auch schon mal am Rande der Legalität entlang oder geht darüber hinaus. Auch ihr Privatleben als Teenagermutter und frisch getrennt vom Ehemann wird natürlich thematisiert, drängte sich für mein Empfinden aber nie in den Vordergrund, was meinem Lesegeschmack doch sehr entgegen kam.

Mein Fazit:

Ein spannender Krimi, der mich gut unterhalten hat und den ich gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 13.02.2017

Rezension zu Skulduggery Pleasant - Das Groteskerium kehrt zurück

Skulduggery Pleasant 2 - Das Groteskerium kehrt zurück
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Die 13-jährige Stephanie Edgley führt kein normales Leben. Während ihre Freundinnen, wie normale Teenager sich zu Pyjamapartys oder Kino treffen, verbringt sie ihre Zeit mit Skulduggery Pleasant, einem ...

Die 13-jährige Stephanie Edgley führt kein normales Leben. Während ihre Freundinnen, wie normale Teenager sich zu Pyjamapartys oder Kino treffen, verbringt sie ihre Zeit mit Skulduggery Pleasant, einem lebendigem Skelett. Und erneut müssen die beiden gegen einen gefährlichen Gegner kämpfen: Baron Vengeous, einer der gefährlichsten Gegenspieler von Skulduggery ist aus dem Gefängnis geflohen. Er will ein Wesen zum Leben erwecken, was die Gesichtslosen zurückholen kann, und somit den Weg für das Böse ebnen…

Skulduggery Pleasant – Das Groteskerium kehrt zurück ist der zweite Teil um das lebende Skelett von Derek Landy.

Auch in diesem Teil bekommen Stephanie als Walküre Unruh, Skulduggery Pleasant und ihren Freunden wieder einiges zu tun, und so beginnt die Geschichte auch schon sehr rasant. Die ganze Geschichte hat ein sehr hohes Erzähltempo, bei dem sich ein Ereignis an das nächste reiht, ohne einmal Ruhe in die Ereignisse zu bringen. Die eigentliche Geschichte hat mir persönlich trotz hohem Tempo gut gefallen auch wenn sie mir manchmal auch ein wenig zu actionlastig war.

Die Entwicklung der Protagonisten, allen voran von Stephanie blieb mir aber persönlich dabei ein wenig zu oberflächlich und zu rasant für eine 13-jährige um mich ganz zu überzeugen.

Was ich persönlich sehr schade fand, ist das der Humor diesmal, im Gegensatz zu seinem Vorgänger hier wirklich in großen Teilen auf der Strecke blieb. Während im ersten Teil vor allem die Dialoge zwischen Stephanie und Skulduggery vor Witz und Sarkasmus sprühen, ist in diesem Teil kaum noch was davon zu spüren, und ich hoffe das im dritten Teil dieser wieder zurückkehrt.

Mein Fazit:

Ein unterhaltsamer zweiter Teil, den ich gerne gelesen habe, dem aber der Witz und Charme des ersten Teils ein wenig abhandengekommen ist.

Veröffentlicht am 21.11.2016

Rezension zu Schere 9

Schere 9
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Kommissar Baldur ermittelt in einem sehr verstörenden Fall. Innerhalb kürzester Zeit wurden mehrere Männer brutal gefoltert und ermordet aufgefunden. Alle Opfer waren ihren Ehefrauen untreu. Möchte hier ...

Kommissar Baldur ermittelt in einem sehr verstörenden Fall. Innerhalb kürzester Zeit wurden mehrere Männer brutal gefoltert und ermordet aufgefunden. Alle Opfer waren ihren Ehefrauen untreu. Möchte hier jemand Rache nehmen? Baldur und sein Team stehen vor einem düsteren Rätsel. Und es fällt ihm immer schwerer, Wahn und Wirklichkeit auseinanderzuhalten....

Schere 9 ist der neuste Kriminalroman der Autorin Isabella Archan, die ich bei einer tollen Lesung in Düsseldorf persönlich kennenlernen durfte.

Kommissar Baldur bekommt es in seinem ersten Mordfall in Frankfurt gleich mit einer Serie zu tun, innerhalb kürzester Zeit werden mehrere Männer gefoltert und getötet. Das Motiv könnte Rache sein, denn eins haben alle Männer gemeinsam, sie haben ihre Ehefrauen betrogen. Baldur selbst war seiner Freundin untreu, was für ihn mehr als unangenehme Konsequenzen hatte, von denen er sich noch lange nicht erholt hat, und es ihm nicht gerade leichter macht in diesem Fall zu ermitteln.

Kommissar Baldur hat einiges hinter sich und versucht in einer neuen Stadt und mit einem neuen Team wieder Fuß zu fassen, als Protagonist ist er wirklich interessant gestaltet, er hat einige Probleme, mit denen er nur schwer oder unzulänglich zurechtkommt, aber als Leser bekam ich nie das Gefühl des Klischees des tiefgebeutelten Ermittlers, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Besonders gut gefallen haben mir auch die Passagen aus Tätersicht. Sie waren in ihrem Aufbau vor allem am Anfang mal was anderes, und konnten schon dadurch mein Interesse wecken, aber auch im weiteren Verlauf konnten mich diese Passagen überzeugen und das Spannungsgefühl bei mir erhöhen.

Auch der Schluss hat mir wirklich gut gefallen, was sowohl die Lösung des Falles angeht, bei dem das Tempo und die Spannung nochmal zunimmt, als auch ein paar Fragen, die zu Baldur dann noch geklärt wurden konnten mich wirklich für sich einnehmen.

Für mich war Schere 9 ein spannender Krimi, der aus meiner Sicht durch die psychologischen Aspekte der Täter sogar als Thriller gelten könnte. Über einen weiteren Fall mit Kommissar Baldur würde ich mich sehr freuen.

Mein Fazit:

Ein spannender Krimi mit einem interessanten Ermittler, den ich gerne weiterempfehle!

Veröffentlicht am 16.09.2020

Rezension zu der Petticoat-Mörder

Der Petticoat-Mörder
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Berlin 1958
Fred Lemke, ein ehemaliger Laternenanzünder, wird als Kriminalassistent der Kreuzberger Kriminalpolizei zugeteilt und bekommt es direkt mit einem Mordfall zu tun. Am Ufer des Rixdorfer Teiches ...

Berlin 1958
Fred Lemke, ein ehemaliger Laternenanzünder, wird als Kriminalassistent der Kreuzberger Kriminalpolizei zugeteilt und bekommt es direkt mit einem Mordfall zu tun. Am Ufer des Rixdorfer Teiches wurde eine Leiche gefunden, sein Vorgesetzter möchte es am liebsten als Raubmord direkt zu den Akten legen, aber bei Lemke erwacht der Ermittlerinstinkt. Schnell scheint ein Tatverdächtiger festzustehen, aber Lemke will den Fall weiteruntersuchen und so geraten auch die Ehefrau und die Geliebte erstmal ins Visier. Seine Nachforschungen führen ihn auch in die Zeit des Nationalsozialismus zurück, denn das Opfer scheint nicht so unbescholten zu sein, wie es nach außen scheint. Mit seiner Kollegin Ellen von Stain, stößt er auf massive Widerstände, die zeigen wieviel Macht und Einfluss die alten Kader noch haben.

Der Petticoat-Mörder ist der erste Teil der Lemke –und-von Stain-Reihe und stammt aus der Feder von Leonard Bell.

Nachkriegsdeutschland – Fred Lemke, darf nach seiner Ausbildung direkt bei der Abteilung Delikte am Menschen in Berlin anfangen, und das obwohl er der zweitschlechteste seines Jahrganges war. Sein erster Fall ist auch direkt ein Mordfall, den er zusammen mit seinen Kollegen untersuchen soll. Dieser möchte es direkt als Raubmord abtun, aber Fred Lemke sieht das anders und stößt damit direkt auf wenig Gegenliebe bei seinen Kollegen.

Fred Lemke ist ein junger Mann, der mit seinen 23 Jahren noch nicht wirklich in der Welt angekommen ist. Sein neuer Beruf und die Menschen die er dadurch kennenlernt zeigen ihm eine neue Welt in Berlin und nur langsam kann er sich darauf einlassen. Als Ermittler scheint er aber die richtige Spürnase zu haben, denn trotz aller Widerstände lässt er nicht locker, was mir wirklich gut gefallen hat. Als Charakter mag ich Lemke eigentlich, auch wenn er manchmal ein wenig weltfremd wirkt, hat er das Herz auf dem richtigen Fleck.

Ellen von Stain, seine Kollegin, ist schwerer zu fassen, man erfährt so einiges aus der familiären Vergangenheit, allerdings bleibt sie in vielen Bereichen undurchsichtig und geheimnisvoll, was für mich aber ein zusätzlicher Reiz darstellte, denn ich wollte die ganze Zeit immer wissen was es mit ihr auf sich hat.

Der Fall selbst ist interessant und spannend, die Verstrickungen des Opfers in der Nazizeit lassen einen nur erschauern und ehrlich gesagt auch wenig Mitleid mit ihm aufkommen. Mir persönlich hat der Schauplatz im Nachkriegsdeutschland sehr gut gefallen, so langsam wird wieder gelebt, aber auf der anderen Seite haben immer noch viele Menschen Einfluss die schon im Naziregime was zu sagen hatten. Auch die Polizeiarbeit wirkt aus heutiger Sicht teils erschreckend, natürlich gab es viele Ermittlungsmethoden noch nicht, aber wie ermittelt wird und teils mit welchen Methoden Menschen in Verhören unter Druck gesetzt wurden nur um das gewünschte Ergebnis zu bekommen, ob es wahr ist oder nicht, wirkt schon sehr abschreckend.

Dem Autor ist es für mein Empfinden gut gelungen in diesem historischen Krimi die damalige Zeit einzufangen , das neue Lebensgefühl und die alte Denkweise, die hier auch gerne mal aufeinander prallen.

Mein Fazit:
Für mich ein gelungener Serienstart, der Lust auf mehr macht. Ich bin schon auf den nächsten Teil der Reihe gespannt.

Veröffentlicht am 07.09.2020

Rezension zu Opferblut

Profiling Murder – Fall 10
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In Phoenix wurden mehrere Leichen aufgefunden, ausgeblutet, mit einem sauberen Schnitt durch Kehle und Handgelenk. Laurie und Jake übernehmen diesen Fall, der die beiden Ermittler in die jüdische und muslimische ...

In Phoenix wurden mehrere Leichen aufgefunden, ausgeblutet, mit einem sauberen Schnitt durch Kehle und Handgelenk. Laurie und Jake übernehmen diesen Fall, der die beiden Ermittler in die jüdische und muslimische Gemeinde von Alhambra, einem Stadtteil von Phoenix, führt. Aber dort stoßen sie auf wenig Gegenliebe bei ihren Ermittlungen, aber ein Hinweis bringt sie dann auf die richtige Spur….

Opferblut ist der 10. Teil der Dran-Bleiber-Reihe „Profiling Murder“ von Dania Dicken.

Im neusten Teil der Dran-Bleiber-Reihe bekommen es Laurie und Jake mit einem Mörder zu tun, der seine Opfer ausbluten lässt. Ein Schnitt Kehle und Handgelenke sind sein Markenzeichen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn die führt sie in die jüdische und muslimische Gemeinde, bei der sie mit ihren Fragen auf wenig Akzeptanz stoßen.

Diese Reihe besticht ja durch recht kurze, immer so um die 100 Seiten lange, spannende Thriller, aber ich muss gestehen, bei diesem Teil hätte ich wirklich gerne mehr Seiten gehabt. Die Ermittlungen in der jüdischen und muslimischen Gemeinde und die Schwierigkeiten die Laurie und Jake dabei hatten, hätten für mein Empfinden noch viel Potential gehabt um es noch ausführlicher zu thematisieren, aber dann wäre es für diese Dran-Bleiber-Reihe wahrscheinlich zu viel gewesen. Trotz meines Wunsches empfand ich die Ermittlungen spannend erzählt.

Den Showdown fand ich wirklich gelungen, er war spannend und mit seinem Ende hatte ich nicht wirklich gerechnet. Hier konnte mich die Autorin wirklich überraschen, denn ich hatte einen anderen Ausgang der Ereignisse erwartet.

Auch Lauries Privatleben behält Komplikationen für sie und auch für Jake bereit, die sich anscheinend zu einer Bedrohung auswachsen und für den nächsten Teil oder Teile spannende Momente versprechen.

Mein Fazit:
Spannender Teil, der gerne ein paar Seiten mehr hätte haben dürfte, mir aber trotzdem fesselnde Lesestunden bereitet hat.