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Veröffentlicht am 19.10.2022

Ein Jahres-Highlight

Dark Rise
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„Dark Rise“ ist der Reihenauftakt der neuen Fanatsyreihe der australischen Autorin C. S. Pacat. Bisher steht noch nicht fest, wie viele Teile die Reihe umfassen wird oder wann der Folgeband erscheinen ...

„Dark Rise“ ist der Reihenauftakt der neuen Fanatsyreihe der australischen Autorin C. S. Pacat. Bisher steht noch nicht fest, wie viele Teile die Reihe umfassen wird oder wann der Folgeband erscheinen wird.

Die Trilogie „Die Prinzen“ von der Autorin zählt zu meinen absoluten Lieblings-Fantasyreihen der letzten Jahre, entsprechend hoch waren meine Erwartungen an ihren neuen Roman.


Inhalt
Das alte England sowie seine Magie ist schon lange in Vergessenheit geraten. Nur der Orden der Stewards hält seine jahrhundertelange Tradition aufrecht die Welt vor der Rückkehr des dunklen Königs zu bewahren. Doch auch der Orden hat einen Großteil seiner Magie eingebüßt und wartet daher auf die Ankunft des Auserwählten, der die Dunkelheit ein für allemal zurückschlagen wird.

Als der Waisenjunge Will erfährt das er dieser Auserwählte sein lässt eer isch auf die Rolle ein da er hofft so den Tod seiner Mutter rächen zu können. Er tauscht ein in eine alte Welt voller Legenden, Magie und Traditionen und sieht sich innerhalb kürzester Zeit einer großen Gefahr gegenüber.


Leseeindruck
Die Autorin schaffte es von der ersten Seite an mich in den Bann ihrer Welt, ihres dunklen Londons, zu ziehen. Einem London in dem sich seit Jahrhunderten zwei Orden bekriegen die beide versuchen die letzten Reste der Magie zu retten. Diese magische Vergangenheit Londons scheint allgegenwärtig, ich habe ein bisschen ein Gefühl gehabt wie man es aus historischen Bauwerken kennt in denen man sich der Gegenwart jahrhundertealter Geschichte bewusst ist. Die Atmosphäre des Romans ist wirklich einzigartig und sehr intensiv.

Auch hat es die Autorin meisterhaft geschafft die ganze Zeit über die Spannung nicht nur kontinuierlich zu halten sondern diese weiter und weiter zu steigern. Die ganze Zeit über hatte ich ein Gefühl als würde die Bedrohung welche der Orden der Stewards zu bekämpfen versucht mir selber im Nacken sitzen. Hinzu kommt das der Roman immer wieder mit tollen, nervenaufreibenden Plot-Twists aufwartet bei denen sie mit ihren Figuren recht gnadenlos umgeht. Autoren im Fanatsygenre scheinen oft Skrupel zu haben ihre Figuren zu hart anzupacken oder ihnen zu viel zuzumuten, C. S. Pacat gehört definitiv nicht dazu. „Dark Rise ist dunkel, brutal und erbarmungslos.

Die Figuren selber sind wirklich toll dargestellt. Alle müssen sich nicht nur der Herausforderung stellen die Rückkehr des dunklen Königs zu verhindern, sondern haben ihre ganz eigene, private Geschichte die ihnen alles abverlangt. Dabei machen sie im Verlauf der Handlung eine starke und glaubhafte Entwicklung durch. Dabei halten sie alle die ein oder andere Überraschung für den Leser bereit. Ich habe mit wirklich allen Figuren mitgefiebert und mitgezittert. Besonders ans Herz gewachsen sind mir die beiden Hauptprotagonisten Will und Violet haben mir gut gefallen, aber auch der Gegenspieler James ist eine wirklich spannende Figur die für sich zu vereinnahmen weiß.

Der Roman endet mit einem ziemlichen Cliffhanger, weswegen es schade ist, das der Veröffentlichungstermin des Folgebandes noch nicht feststeht.


Fazit
„Dark Rise“ hat meine Erwartungen die ich an den Roman gestellt habe erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Schon lange habe ich keinen Fantasy-Roman mehr gelesen, der mich so sehr gepackt und in seinen Bann gezogen hat und mit immer neuen Plot-Twists an die Seiten gefesselt hat. Für mich gehört der Roman zu meinen absoluten Highlights in diesem Lesejahr.

Ich kann den Roman guten Gewissens Fans von C. S. Pact aber auch Fans von Fantasy Epen allgemein sehr ans Herz legen. Fans von Romantasy werden eher nicht auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Moderne Spiritualität, empowernd und alltagstauglich

Everyday Magic
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„Everyday Magic“ von den Schwestern Hannah und Marie Krutmann ist ein Handbuch zum Einstieg in die moderne Spiritualität. Die beiden beschäftigen sich bereits seit Jahren mit dem Thema und wenden die vorgestellten ...

„Everyday Magic“ von den Schwestern Hannah und Marie Krutmann ist ein Handbuch zum Einstieg in die moderne Spiritualität. Die beiden beschäftigen sich bereits seit Jahren mit dem Thema und wenden die vorgestellten Praktiken selbst auch im Alltag an.

INHALT
Unter dem Blickwinkel des Feminismus und der selbstbestimmten Frau werden in verschiedenen Kapiteln magische Praktiken wie Astrologie, Kristalle und Heilsteine, Manifestation und der weibliche Zyklus vorgestellt. Die der kleinen, liebevollen Rituale sollen empowern und Hilfe im Alltag geben. Um sich besser zu fühlen, sich selbst und seinen ganz eigenen Lebensweg zu finden.

LESEEINDRUCK
Ich habe mich in der Vergangenheit schon viel mit Spiritualität beschädigt und diverse Bücher zu dem Thema gelesen. Nach keiner Lektüre habe ich mich so gut und so gestärkt gefühlt wie nach „Everyday Magic“. Empathisch und mit ganz viel Herz bringen die beiden Schwestern Marie und Hannah einem das Thema Magie näher und befreien das Thema von seinem angestaubten Image.

Hannah und Marie sehen die Spiritualität als Möglichkeit für die Frau sich mit ihrer eigenen Weiblichkeit auseinanderzusetzen, diese liebevoll zu erkunden, sich von patriarchalen Strukturen und Denkmustern zu lösen und sich zu empowern.

Die vorgestellten Themen werden verständlich erklärt und haben bei mir direkt Lust geweckt mich ausführlicher mit ihnen zu beschäftigen und mehr Magie in meinen Alltag zu bringen. Auch in meiner Weiblichkeit habe ich mich gestärkt und bestärkt gefühlt. Immer wieder werden Tabuthemen der weiblichen Sexualität besprochen und das auf eine Art und Weise die weder unangenehm noch komisch, sondern ganz natürlich und selbstverständlich. Der Teil zum weiblichen Zyklus hat mir besonders gut gefallen.

Durch andere Bücher hatte ich oft das Gefühl, einem sektenartigen Kult beizutreten wenn ich mich mit Spiritualität beschäftigen will. Teilweise wurde mir vermittelt das etwas Schlimmes passieren könnte wenn ich mich nicht an die vorgestellten Praktiken halte. Ganz anders hier. Man wird sogar dazu ermutigt sich seinen eigenen kleinen Magiebaukasten anzueignen, der zu einem selber passt. Nichts muss, alles kann.

Es sollte noch gesagt werden, dass dieser Ratgeber dem Überblick und Einstieg in die vorgestellten Praktiken dient. Zu jedem Thema werden kleine Rituale und Aufgaben vorgestellt um die eigenen. Spirituelle Reise zu starten. Für diejenigen die sich tiefgreifender mit einem bestimmten Themengebiet beschäftigen möchten gibt es am Ende des Buches ein Glossar mit weiterführender Literatur und Webadressen.

FAZIT
Unter den ganzen spirituellen Ratgebern, die ich bisher gelesen habe, ist dieser sicherlich meine neue Nummer eins. Er ist für Einsteiger geeignet die sich einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten spirituell zu leben verschaffen wollen. Aber auch alten Hasen kann ich das Buch wärmstens ans Herz legen da der Blickwinkel des weiblichen Empowerments diesen Ratgeber einzigartig macht.

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Veröffentlicht am 25.10.2021

Vielschichtiger und rasanter Coming-of-Age-Thriller

The Girls I've Been
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„The girls I’ve been” ist bereits der zweite Roman der amerikanischen Autorin Tess Sharpe der ins Deutsche übersetzt wurde. Mir war die Autorin bisher nicht bekannt, daher ist dies der erste Roman den ...

„The girls I’ve been” ist bereits der zweite Roman der amerikanischen Autorin Tess Sharpe der ins Deutsche übersetzt wurde. Mir war die Autorin bisher nicht bekannt, daher ist dies der erste Roman den ich von ihr gelesen habe.

INHALT
Nora war nicht immer Nora. Sie war bereits Rebecca, Samantha, Haley, Katie und Ashley. Identitäten, die sie annehmen musste, um ihrer Mutter die eine Trickbetrügerin ist dabei zu helfen um reiche, kriminelle Männer um ihr Geld zu erleichtern.
Fünf Jahre ist es her seitdem Nora ihrer Mutter entkommen konnte und noch immer weiß sie nicht wer sie wirklich ist, ob sie wirklich Nora ist. Da gerät sie mit ihren Ex Wes und ihrer großen Liebe Iris in einen Banküberfall. Nur mit Hilfe der Mädchen die sie bereits war kann es Nora gelingen sich und ihre freunde zu retten. Ein Spiel um Leben und Tod sowie die eigene Identität beginnt.

LESEEINDRUCK
Ich liebe Jugendbuchthriller wie z. B. die Romane von Karen M. McManus. „The girls I’ve been“ ist aber nochmal eine ganz andere Liga. Dies liegt and der Hauptfigur Nora und ihrer mehr als besonderen Kindheit. Sie ist vielschichtig, besonders und innerlich zerrissen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und ich habe von Anfang bis Ende mitgefeiert, ob sie es zum einen schafft der scheinbar ausweglosen Situation zu entkommen und zum anderen Friedenmit sich selbst zu schließen.

Der Roman wird hauptsächlich aus ihrer Perspektive erzählt. Hierbei wechseln sich Kapitel ab, in denen es um den Banküberfall im hier und jetzt geht mit Kapiteln aus ihrer Vergangenheit. Diese werden aus der Sicht der Mädchen erzählt die Nora in ihrem früheren leben mit ihrer Mutter gewesen ist und die sie tief traumatisiert haben. Diese Kapitel heben sich auch farblich von denen die in der Bank spielen ab, denn die Seiten sind etwas dunkler.

Nach und nach setzt sich so zusammen wie Nora zu einem Teenager werden konnte, der es mit zwei hochgefährlichen Bankräubern aufnehmen kann. Hochspannend und aufwühlend.

Doch auch ihre Freunde Iris und Wes sind spannende Charaktere die man als Leser direkt in sein Herz schließt und mit denen man mitzittert. Den nicht nur Nora hat Geheimnisse, über die sie mit niemandem spricht…

FAZIT
Eine absolut tolle, spannende Mischung aus Thriller und Coming-of-Age-Roman. Zum einen gibt es die Spannung und den Nervenkitzel des Bankraubs, zum anderen die Geschichte von Nora der Hauptfigur, durch welche sie zu einer vielschichtigen Hauptfigur macht, mit der man gerne mitleidet. Wer das Genre mag wird hier absolut auf seine Kosten kommen. Für mich ein echtes Highlight in dem Genre!

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Veröffentlicht am 18.10.2021

Amerikanischer Klassiker der Emanzipationsliteratur

Erfahrungen eines schönen Mädchens
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Der Roman „Erfahrungen eines schönen Mädchens“ der Autorin Alix Kates Shulman gilt in Amerika als feministischer Klassiker. Erstmals veröffentlicht 1972 gibt es nun im Zuge der #MeeToo-Bewegung eine Neuauflage ...

Der Roman „Erfahrungen eines schönen Mädchens“ der Autorin Alix Kates Shulman gilt in Amerika als feministischer Klassiker. Erstmals veröffentlicht 1972 gibt es nun im Zuge der #MeeToo-Bewegung eine Neuauflage mit Vorwort der Autorin, die erstmals auch ins deutsche übersetzt wurde.

Shulman ist eine amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin, die sich für Frauenrechte und das Recht auf körperliche Selbstbestimmung einsetzt. Die fiktiven Memoiren „Erfahrungen eines schönen Mädchens“ schrieb sie, um auf die Missstände im Umgang der Gesellschaft mit Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen.


INHALT
Sasha ist ein Mädchen aus der amerikanischen Mittelschicht, die behütet in den Nachkriegsjahren zum 2ten Weltkrieg aufwächst. Der Roman begleitet ihr Leben von der Kindheit bis in ihre Dreißigerjahre hinein.

Sasha ist ein intelligentes junges Mädchen, das sich für Literatur interessiert. Bereits früh bekommt sie ein Empfinden dafür, wie wichtig Schönheit für Mädchen und Frauen ist und wünscht sich nichts sehnlicher als schön zu sein. Dieser alles verzehrende Wunsch nach Schönheit bzw. der Erhalt ihrer Schönheit soll sie den Rest ihres Lebens begleiten und liegt im ewigen Zwist mit ihrem zweiten Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit. Dies führt sie auf einen turbulenten Lebensweg mit vielen Höhen und Tiefen


LESEEINDRUCK
Der gesamte Roman wird in der Ich-Perspektive aus Sicht der Protagonistin Sascha erzählt. Die Erzählweise ist so intim, dass ich zu Beginn Probleme hatte mich von der Idee loszusagen das es sich hierbei nicht um die tatsächlichen Memoiren der Autorin Alix Kates Shulman handelt. Man hat teilweise das Gefühl persönliche Tagebucheinträge zu lesen.

Was man stellenweise ebenfalls leicht vergessen kann ist, dass dieser Roman in den 40er und 50er Jahren spielt. Viele der Erlebnisse die Sasha auf ihrem Lebensweg hat und die direkt mit der Tatsache zusammenhängen dass sie eine Frau ist, könnten auch aus der heutigen Zeit stammen. Dies führt einem eindringlich vor Augen das wir mit der gesellschaftlichen Gleichstellung der Frau noch lange nicht so weit sind wie wir es gerne wären. So philosophiert die Ich-Erzählerin an einer Stelle z.B. darüber warum es Aufgabe der Mädchen und Frauen ist sich derart zu kleiden und zu verhalten das Männer sich nicht provoziert sehen ein Verbrechen an ihnen zu begehen. Und eben nicht Aufgabe der Männer ihr verhalten zu kontrollieren, eine Diskussion, die jüngst immer wieder in Medien und sozialen Netzwerken geführt wird.

So ging es mir auf dem gesamten Entwicklungsweg den Sasha im Laufe ihres Lebens durchlebt. Vieles davon kommt mir schmerzlich bekannt vor. Ihre Erlebnisse wie auch ihre innerliche Zerrissenheit und der stete Wunsch nach Schönheit. Je länger ich gelesen habe umso mehr habe ich mit Sasha darum mitgefiebert, ob sie es schafft ihren inneren Kampf zu gewinnen und sich ihren sich ihren Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit zu erfüllen.


FAZIT
Ein Roman der trotz seines Alters kein bisschen an Aktualität eingebüßt hat. Eindringlich hält er einem den Spiegel vor Augen und zwingt dazu sich einzugestehen das sich in den letzten Jahrzehnten i den Köpfen der Menschen zum Thema Geschlechterrollen und Rollendenken nicht viel getan hat. Definitiv ein Klassiker!

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Veröffentlicht am 14.10.2021

Urban Fantasy meets britischen Humor

The Stranger Times
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“The stranger times” ist der erste Roman des in Manchester ansässigen Autoren C.K. McDonnell der ins deutsche übersetzt würde. McDonnell hat unter dem Namen Caimh McDonnell im Englischen bereits zahlreiche ...

“The stranger times” ist der erste Roman des in Manchester ansässigen Autoren C.K. McDonnell der ins deutsche übersetzt würde. McDonnell hat unter dem Namen Caimh McDonnell im Englischen bereits zahlreiche Thriller veröffentlicht. Bevor er mit dem Schreiben von Romanen begann, hat er als Stand-Up-Comedian gearbeitet. „The Stranger Times“ ist der erste Teil einer Reihe die insgesamt drei Romane umfassen wird, der zweite Teil ist noch nicht erschienen.

INHALT
Die etwas mittellose Hannah ist nach der Trennung von ihrem untreuen Ehemann händeringend auf der Suche nach einem Job. Auf Grund fehlender Möglichkeiten fängt sie als Chefredakteurin bei der Wochenzeitung „Stranger Times“ an. Hier ist der Name definitiv Programm. Nicht nur die veröffentlichten Nachrichten über Ufosichtungen und andere paranormale Merkwürdigkeiten sind mehr als seltsam, sondern auch der Sitz der Zeitung sowie deren gesamter Belegschaft. Für Hannah beginnt eine ereignisreiche erste Arbeitswoche in der sie sich nicht nur mit ihrem „Chef aus der Hölle“ und den kuriosen Kollegen herumschlagen muss, sondern einem ersten Fall der nicht gerade ungefährlich ist.

LESEEINDRUCK
Das der Autor vor seiner Schreibkarriere Stand-Up-Comedian war merkt man dem Roman sofort an. Der Schreibstil ist locker und von typisch britischem Humor durchsetzt. Dadurch habe ich einen sehr schnellen und leichten Einstieg in die Geschichte gefunden, bereits auf den ersten Seiten musste ich ständig schmunzeln. Immer wieder überrascht McDonnell mit witzigen Kommentaren, die nie unpassend wirken.

Auch die Hauptprotagonistin Hannah war mir mit ihrer tollpatschigen Art und ihrem großen Herzen sofort sympathisch. Sie hat Ecken, Kanten und Unsicherheiten wodurch sie sehr nahbar wirkt.

Hannahs Kollegen bei der „Stranger Times“ sind alle skurril und besonders, aber auf ihre ganz eigene Art sympathisch. Diese Gruppe schrulliger Charaktere passt zum Gesamtton des Romans. Der erste teil der Geschichte besticht vor allem durch Humor, man lernt die Mitarbeiter der „Stranger Times“ kennen und lieben, erlebt aus Hannahs Sicht ihren Arbeitseinstieg bei dieser seltsamen Zeitung. Immer wieder wird diese Handlung von Kapitel aus Sicht verschiedener, anderer Protagonisten durchbrochen. In diesen Kapiteln wird klar, das eine Bedrohung auf Manchester zukommt die wahrscheinlich nicht ganz menschlich ist. Durch den Wechsel dieser Kapitel mit denen aus dem Stranger-Times-Alltag entwickelt sich eine langsam steigernde Spannung bis zu dem Punkt an dem man den Roman nicht mehr aus der Hand legen kann bis sich alles restlos aufgeklärt hat.

Das Ende der Handlung ist absolut zufriedenstellend. Obwohl dies der erste Teil einer Reihe ist, wird die Geschichte dieses Romans abgeschlossen und restlos aufgeklärt. Hier und da werden vorsichtig neue Handlungsstränge aufgenommen die voraus deuten was einen im Folgeband erwarten könnte.

FAZIT
„The Stranger Times“ ist eine Mischung aus Urban Fantasy und Kriminalroman, der mit einer großen Prise Humor aufwartet. Dadurch ist der Roman spannend und unterhaltsam zugleich. Ein bisschen skurril, ein bisschen schräg und sehr sehr besonders hebt er sich (positiv) von anderen Romanen des Genres ab. Für mich ein echter Geheimtipp dem ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Ich freue mich jetzt schon auf den 2ten Teil der Reihe!

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