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Veröffentlicht am 05.11.2021

Spannendes Kinderbuch mit viel Abenteuern und noch mehr Herz

VORLESEN! Mörtel und Maus wollen hoch hinaus
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„Mörtel und Maus wollen hoch hinaus“ ist ein wirklich entzückendes Kinderbuch, bei dem ein Wichtel namens Mörtel zusammen mit einer Maus viele spannende Abenteuer erlebt, als Mörtel durch ein Mißgeschick ...

„Mörtel und Maus wollen hoch hinaus“ ist ein wirklich entzückendes Kinderbuch, bei dem ein Wichtel namens Mörtel zusammen mit einer Maus viele spannende Abenteuer erlebt, als Mörtel durch ein Mißgeschick mit einem Papierflieger aus seinem Haus fliegt und in einem Haus gegenüber einem großen Platz landet. Irgendwie muß er nun den gefährlichen Weg heim schaffen, aber zum Glück hat er seine beste Freundin Maus an seiner Seite und bekommt Hilfe von vielen anderen Wichteln.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl ich bestimmt nicht mehr zur Zielgruppe gehöre (52 Jahre alt).
Und auch meine 80jährige Mutter hatte noch Freude daran, obwohl sie es zuerst nicht lesen wollte, weil sie Wichtel eigentlich nicht mag (hat sich jetzt bestimmt geändert ).

Es war wirklich sehr spannend, Mörtel und Maus rutschen ja von einer gefährlichen Situation in die nächste.
Zeitweise habe ich mich gefragt, ob das nicht sogar zu aufregend für kleine Kinder ist, aber ich denke, die Kinder von heute sind da recht abgehärtet.

Die Charaktere sind wirklich alle so charmant entworfen und sympathisch.
Wie schön, daß sich die Wichtel alle gegenseitig unterstützen.
Nur die Ratten kommen leider sehr schlecht weg, aber irgendeinen Bösewicht braucht das Buch natürlich.

Das Buch ist wirklich so liebevoll gemacht, schon das Äußere sieht sehr wertig aus, das Lesebändchen ist enorm praktisch, die Rätsel am Ende sind echt süß, und die Aufkleber sowieso.

Das Einzigste, was mir nicht gefallen hat, aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau, sind die Zeichnungen von Maus.
Die Wichtel sind alle so liebevoll gezeichnet, und Maus kommt so plump, häßlich und unsympathisch daher. So zumindest mein persönlicher Eindruck.
Vielleicht liegt es daran, daß ich eine besondere Liebe zu Mäusen habe, daß mich das so ärgert.

Ich finde auch die Lehren und Erkenntnisse sehr schön, die in dem Buch vermittelt werden, und das wirklich sehr subtil und nicht mit dem Holzhammer.
Vor allem daß Mörtels Eltern am Ende erkennen, daß sie mit ihren ganzen Meinungen und Einschätzungen vielleicht doch falsch lagen und man selbst erst einmal gewisse Erfahrungen machen sollte, um über Dinge zu urteilen.
Und natürlich, daß Familie und Freunde einfach das Wichtigste im Leben sind


Rezension auch eingestellt bei:

https://www.amazon.de/VORLESEN-M%C3%B6rtel-Maus-wollen-hinaus/dp/3833906790/ref=sr15?_mkdeDE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=m%C3%B6rtel+und+maus&qid=1636129514&qsid=259-5998656-2868852&sr=8-5&sres=3833906790%2CB00BCE30RS%2CB07V7VDTYX%2CB001CRC5US%2C383774518X%2CB019MMT1JC%2CB095HRT4QF%2CB099ZGGZBM%2CB005UCJMFM%2CB001F6YAKO%2CB07S2R4FPX%2CB00023PDWU%2CB008RGKXE2%2CB088M6DSFY%2CB06XK3ZZVV%2CB01I3IMSSM%2CB001JAGY3W%2CB015DBZARS%2CB00AJHS9E8%2CB01M1DP381

https://www.buecher.de/shop/abenteuerromane/vorlesen-moertel-und-maus-wollen-hoch-hinaus/engler-michael/products
products/detail/prodid/61516709/

https://www.weltbild.de/artikel/buch/vorlesen-moertel-und-maus-wollen-hoch-hinaus
34853861-1?ln=U3VjaGV8U3VjaGVyZ2Vibmlz

https://www.jokers.de/artikel/buch/vorlesen-moertel-und-maus-wollen-hoch-hinaus_34853861-1?ln=U3VjaGV8U3VjaGVyZ2Vibmlz

https://www.bol.de/shop/home/artikeldetails/A1060654122

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Veröffentlicht am 21.09.2021

Spannender Krimi aus den „Goldenen Zwanzigern“ mit überraschendem Ende

Die stumme Tänzerin
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Ich bin auf das Hörbuch „Die stumme Tänzerin“ von Helga Glaesener aufmerksam geworden, weil ich Literatur fast nur noch höre, Krimis mag, ich das Titelbild sehr ansprechend fand und es mich vor allem gereizt ...

Ich bin auf das Hörbuch „Die stumme Tänzerin“ von Helga Glaesener aufmerksam geworden, weil ich Literatur fast nur noch höre, Krimis mag, ich das Titelbild sehr ansprechend fand und es mich vor allem gereizt hat, daß die Geschichte in einer mir ziemlich fremden Zeit spielt.

Die Geschichte spielt in Hamburg im Jahr 1928 und handelt von Paula, einer Sekretärin, die durch einen lustigen Zufall und ihre eigene Courage auf einmal bei der Polizei landet und gleich bei der Ermittlung in einem Mordfall mithelfen darf. Leider stellt sich bald heraus, daß ihre Familie darin verwickelt sein könnte ….

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, sie ist spannend und immer interessant.
Alleine schon, wie es früher zuging … Paulas Eltern paßt es nicht, daß Paula bei der Polizei arbeitet, und als sie von alleine nicht kündigt, ruft ihr Vater mal eben ein hohes Polizeitier an, das er kennt, und kündigt für sie. Zum Glück kommt er damit nicht durch und Paula darf bleiben.

Die Charaktere sind alle gut dargestellt, man kann sie sich bildlich vorstellen.
Es sind viele interessante und individuelle Personen darunter.
Schön der Zusammenhalt unter den Kollegen und Kolleginnen, nachdem es erste Startschwierigkeiten gab – die Zusammenarbeit mit „den Weibern“ kam zuerst bei den Männern nicht wirklich gut an, und dann hat Paula sich durch eigene Ungeschicklichkeiten auch noch bei ihren Kolleginnen in die Nesseln gesetzt.
Aber das konnte sie wieder einrenken, und die Frauen konnten den Männern beweisen, daß sie „was auf dem Kasten haben“ und die Ermittlungen durch genaue Beobachtung und präzise Logik voranbringen.

Was ich persönlich etwas überzogen fand, Paula nahm sich als „Neue“ und wohlgemerkt ohne jede Ausbildung doch recht viel raus und war teilweise wagemutiger, als gut für sie war.
Und teilweise war sie auch (nett formuliert) recht gedankenlos, wenn sie in Gefahr schwebt, deshalb bei ihren Kolleginnen übernachten darf und dann ohne jede Information einfach eine Nacht weg bleibt.
Aber das war vielleicht nötig, um die Geschichte voranzubringen

Das Ende hat mich dann wirklich vom Hocker gehauen, der Täter war jemand, den ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte.
Trotzdem war alles logisch und schlüssig erklärt und nachvollziehbar.
Aber so soll ein guter Krimi ja sein.

Was mir außer der hochwertigen Ausstattung der CD-Hülle sehr gut gefallen hat, war die Sprecherin – wieder einmal eine 1A-Leistung von Christiane Marx, die jederzeit den richtigen Ton trifft und Leben in die Geschichte bringt.
Und auch sehr gut fand ich, daß jeder Track nur ungefähr 3 Minuten lang war.
Super, wenn man gerade wenig Zeit zum Hören hat, dann schafft man immerhin zwischendurch mal 2 oder 3 Tracks, ohne daß man beim nächsten Mal erst einmal ein ganzes Stück nochmal hören muß, weil die Tracks so lang sind (ich kenne auch Hörbücher mit 10 Minuten-Tracklänge, schrecklich).

Alles in allem ein super Krimi, der Spaß macht und einen mitfiebern läßt – und nebenbei gewinnt man noch viele interessante Einblicke in das Leben um 1928.
Ich hoffe sehr, daß Frau Glaesener noch weitere Krimis mit Paula schreiben wird.
Und ich möchte doch so gerne wissen, ob sie und ihr Kollege vielleicht irgendwann noch ein Paar werden – ein bißchen hat sich das schon abgezeichnet.

Rezension auch eingestellt bei Amazon, Buecher.de, Weltbild, Jokers, Bol,de und Thalia

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Veröffentlicht am 07.11.2020

Ein Buch mit einer neuen Art von Zeitreisen, sehr spannend und unterhaltsam!

Ellas verrückt-verrutschtes Leben
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Ella wurde gegen ihren Willen vom schönen München in ein Kaff am anderen Ende von Deutschland verfrachtet, da ihr Vater geheiratet hat und die Eltern sich dort eine neue Existenz aufbauen wollen.
Zum Glück ...

Ella wurde gegen ihren Willen vom schönen München in ein Kaff am anderen Ende von Deutschland verfrachtet, da ihr Vater geheiratet hat und die Eltern sich dort eine neue Existenz aufbauen wollen.
Zum Glück muß sie nicht alleine dorthin, ihr beste Freundin und nun Stiefschwester Dodo ist mit von der Partie.
Ella findet dort alles schrecklich und will nur zurück nach München, auch damit sie an einer Party bei ihrem Schwarm teilnehmen kann.
Wie groß ist ihre Begeisterung, als die beiden Mädchen entdecken, daß wenn man auf der alten Rutsche im Garten rutscht, man 30 Minuten in der Zeit zurück springt!
Ella hofft nun, daß wenn sie oft genug rutscht, sie den Umzug rückgängig machen kann.
Leider entdecken die beiden Mädchen aber, daß jedes Rutschen auch ungewollte „Nebenwirkungen“ hat … Tiere verschwinden, Papa ist ständig extrem müde, die Zwillinge aus dem Dorf, mit denen sich Dodo angefreundet hat, streiten nur noch wie die Kesselflicker etc.

Ich bin der eigentlichen Zielgruppe (ab 10 Jahren) schon weit entwachsen, aber ich liebe Zeitreise-Geschichten und wollte daher das Buch unbedingt lesen.
Schon die Leseprobe hat mir gezeigt, daß der Schreibstil sehr angenehm und unterhaltsam ist. Man kann die Gedanken und Gefühle von Ella wunderbar nachempfinden, vom Stil her ist es auch so geschrieben, wie Kinder wohl reden würden, trotzdem hatte man nie das Gefühl, die Autorin biedert sich an die Jugendsprache an.
Ich denke auch, daß die Sprache für die Zielgruppe genau richtig ist, verständlich und nicht zu komplizierte Sätze.
Die Geschichte ist sehr spannend und mit diversen interessanten Wendungen.
Traurig zu sehen, wie Ella und ihre beste Freundin (und nun Stiefschwester) Dodo sich immer mehr zerzanken.
Man kann aber wirklich nachempfinden, warum Ella sich so unwohl fühlt und lieber in München geblieben wäre.

Was mir auch sehr gut gefällt ist, daß man am Ende eine Erklärung bekommt, wie die Zeitreise-Rutsche funktioniert und wie man die unerwünschten „Nebenwirkungen“ wieder korrigieren kann.
Trotzdem wird nicht alles gelüftet (WARUM funktioniert die Rutsche?), so daß man auf Band 2 sehr gespannt sein kann, von dem eine Leseprobe am Ende des Buches ist.
Ich werde mir den Band auf jeden Fall kaufen, leider muß ich noch bis April darauf warten.

Was mir auch sehr gut gefallen ist ist die liebevolle Aufmachung.
Das Cover ist wunderschön, es ist ein Lesebändchen integriert, und es sind zu Beginn der Kapitel immer nette kleine Zeichungen dabei, die einen Bezug zur Geschichte haben.

Alles in allem kann ich das Buch wärmstens empfehlen, auch als Weihnachtsgeschenk für Mädchen, die spannende Geschichten mit einem Hauch „Fantasy“ mögen. Die ist aber wohldosiert, außer der magischen Rutsche ist alles ganz normal.

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Veröffentlicht am 16.06.2019

Lustiger Roman mit ernsten Untertönen

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Laut Amazon handelt es sich um eine „Hamburg-Reihe, Band 6“.
Ich kannte bisher zwei Hörbücher von Petra Hülsmann und möchte nur betonen, es ist absolut nicht notwendig, daß man die vorigen Bücher kennt, ...

Laut Amazon handelt es sich um eine „Hamburg-Reihe, Band 6“.
Ich kannte bisher zwei Hörbücher von Petra Hülsmann und möchte nur betonen, es ist absolut nicht notwendig, daß man die vorigen Bücher kennt, man kommt prima mit.
Ein paar der Figuren sind aus einem Vorgänger-Roman bereits bekannt. Aber weiß man dies nicht, dann merkt man es auch überhaupt nicht. Es fehlte mir also kein Wissen über die Vorgänger-Geschichten.

Das Hörbuch handelt von Nele, die einen neuen Job in einer Werbeagentur antritt, gleich einen schwierigen Auftrag bekommt, sich in ihren Chef verliebt, dies aber nicht zulassen will, und vor allem auch von ihrem Bruder Lenny, meiner Meinung nach die zweite Hauptperson.
Lenny hat das Down-Syndrom. Ich bewundere Petra Hülsmann, wie feinfühlig sie von dem Leben mit einem Behinderten erzählt hat. So herzerfrischend, wie Lenny mit seiner direkten Art Nele nicht nur einmal bloßstellt. Und Frau Hülsmann konnte auch die Gedanken und Empfindungen von Lenny überzeugend schildern – wie z.B., daß er ein eigenes Leben will und daß Behinderte bei der Hamburg-Kampagne fehlen und wie das von Lenny empfunden wird.
Ganz schlimm (aber leider sehr realistisch), wie Lenny von diesen zwei Jungs fies geärgert wird. Noch fassungsloser machte aber die Reaktion deren Eltern. Alles wie gesagt leider sehr realistisch, das sind die ernsten Untertöne im Buch.
Umso schöner dagegen, daß Lenny die große Liebe gefunden hat, Mia, ebenfalls mit Down-Syndrom. Die beiden sind einfach nur herzerwärmend, vor allem wie liebevoll sie miteinander umgehen. Da könnten sich viele „normale“ Paare eine dicke Scheibe davon abschneiden.

Wie immer machen die Bücher von Petra Hülsmann einfach nur Spaß und gute Laune. Eine perfekte Einstimmung für den Sommer und eine prima Werbung für das schöne Hamburg.
Herrlich erfrischend war der Hund Sally, der vieles aufgelockert hatte und zu einigen lustigen Szenen führte.
Auch herrlich, wie aus dem verklemmten und biestigen Politiker dank der Personality-Kampagne von Nele und ihren Kollegen und Kolleginnen langsam ein richtiger, sogar sympathischer Mensch wird. Die ganze verkorkste Familie wurde von Frau Hülsmann mit sehr viel Humor geschildert.
Die Liebesgeschichte war am Anfang herrlich komplikationslos … da war klar, daß noch etwas kommen mußte. Auch sehr spannend zu lesen, man fieberte richtig mit den beiden mit.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die wie immer absolut phantastische Sprecherin Nana Spier, die das absolut toll vorgelesen hat und es geschafft hat, jedem Charakter eine eigene Stimme zu geben, so daß man immer sofort wußte, wer gerade spricht.
Herrlich auch die Stimme von Nele, wenn sie mit dem Hund Sally spricht und ihre Stimme bestimmt um 2 Oktaven nach oben geht

Desweiteren finde ich es sehr gut, daß pro CD sehr viele Tracks gemacht wurden. Leider kenne ich das nämlich auch ganz anders. Praktisch, wenn man mal etwas nicht richtig mitbekommen hat und die Stelle nochmals hören möchte.

FAZIT:
Ein wie immer mitreißendes Buch von Petra Hülsmann, das vielleicht nicht ganz so lustig ist wie seine Vorgänger, aber dennoch fesselnd ist und vor allem durchweg gute Laune verbreitet und Lust auf den Sommer macht.
Vor allem bekommt man auch seltene Einblicke (zumindest für mich) in das Leben und Fühlen eines Menschen mit Down Syndrom.

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Veröffentlicht am 29.10.2017

Superspannende Horrorgeschichte, passend zu Halloween

Brandmal
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Im Rahmen der Lesejury durfte ich das Buch „Brandmal“ von John Sinclair lesen.
Ich hatte mich sehr über die Einladung gefreut, da ich bis vor einigen Jahren leidenschaftlich gerne die Hörspiele von John ...

Im Rahmen der Lesejury durfte ich das Buch „Brandmal“ von John Sinclair lesen.
Ich hatte mich sehr über die Einladung gefreut, da ich bis vor einigen Jahren leidenschaftlich gerne die Hörspiele von John Sinclair gehört habe. Und dies werde ich auch wieder tun, wenn ich sie in meinen Umzugskisten endlich gefunden habe.

Das Buch wurde von Florian Hilleberg, einem erfahrenen John Sinclair-Autor (bekannt bisher unter dem Namen Ian Rolf Hill) in Zusammenarbeit mit Dr. Mark Benecke, einem renommierten Kriminalbiologen, geschrieben.
Schon die Inhaltsangabe klingt sehr spannend … eine Serie spontaner Selbstentzündungen, wow!
Ich hatte schon davon gehört, daß dies biologisch tatsächlich möglich ist, aber in dieser Häufigkeit – und in einem John Sinclair-Roman ?!
Da gibt es doch sicher eine andere andere Erklärung …
Sowohl in London als auch in Berlin gab es diese Vorfälle, teilweise schienen die Menschen direkt davor extrem lichtscheu zu sein. Vampire? Aber warum würden Vampire sich dem Tageslicht aussetzen?
Dies ruft in London John Sinclair auf den Plan und in Deutschland Dr. Mark Benecke. Der eine mit übersinnlichem Ansatz, der andere ein Naturwissenschaftler.
Nachdem sich herausstellt, daß alle Opfer vorher Urlaub an einem slowakischen See gemacht haben, reisen die beiden dorthin, John mit seiner alten Freundin Jane Collins, Mark mit seiner Assistentin Tina.
Und dort treffen die beiden Teams aufeinander und versuchen die Ursache der Selbstentzündungen zu klären …

Jetzt wird es richtig unterhaltsam durch das Aufeinandertreffen der beiden Teams.
Die Spannung ist quasi stetig vorhanden. Immer wenn man denkt, „jetzt ist alles wieder gut“, kommt wieder ein Hakenschlag … von wegen gut.
Durch die manchmal sehr lustigen Frotzeleien der vier untereinander wird der Spannung ein guter Gegenpol gesetzt, so daß man mal wieder durchschnaufen kann.
Außerdem ist das unterschiedliche Herangehen an den Fall interessant. Durch Dr. Mark Benecke bekommt man interessante Einblicke in die Arbeit und das Vorgehen eines Kriminalbiologen.

Besonders gut hat mir gefallen, daß zwei real existierende Personen in den Roman geschrieben wurden (Mark und seine Assistentin Tina).
Dadurch wirkt alles noch realer.
Auch die Rückblenden in die Geschichte, mit denen das Buch extrem gruselig beginnt, sind sehr spannend und interessant – und spielen natürlich eine große Rolle für den Fall.

Das Buch liest sich so spannend, daß man es kaum weglegen kann, und ist sehr gut geschrieben. Die gruseligen Szenen sind so plastisch beschrieben, daß man alles wie ein Film vor sich sieht, was es noch heftiger macht.
Auch das kleine Dörfchen Cachtice wird so plastisch beschrieben, daß man meint, man wäre selbst dort.
Die ganzen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und wachsen einem schnell ans Herz.

Alles in allem eine klare Kaufempfehlung, sowohl für alte Sinclair-Fans als auch für Neulinge. Vorkenntnisse aus dem „Sinclair-Universum“ sind keine nötig, da alles Wichtige nochmals erläutert wird und auch ich z.B. noch Neues über Jane Collins lernen konnte.
„Fies“ ist der Cliffhanger am Ende, der auf eine Fortsetzung hoffen läßt.
Aber es ist kein Open End im klassischen Sinn, alle offenen Fragen sind gelöst und man bleibt zufrieden zurück – und hofft höchstens, daß die vier mal wieder zusammen ermitteln werden.

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