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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2020

Wo ist der Schwan?

Ein weißer Schwan in Tabernacle Street
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Spoilers…
Grant, Peter Grant. Undercover DCI im Einsatz wenn es um abstrusen Scheiß geht.
In seinem achten Abenteuer (Graphic Novels ausgenommen) wird unser Lieblingspolizist /-magier in Ausbildung in ...

Spoilers…
Grant, Peter Grant. Undercover DCI im Einsatz wenn es um abstrusen Scheiß geht.
In seinem achten Abenteuer (Graphic Novels ausgenommen) wird unser Lieblingspolizist /-magier in Ausbildung in ein Start Up Unternehmen geschleust, welches sich Cybernetics Corporation nennt. Dies gehört dem amerikanischen Hightech Mogul Terrence Skinner. Der Multimillionär vermutet in seiner Firma eine „Ratte“, welche sich eingeschlichen hat um wertvolle Informationen zu stehlen.
Als er einem Verdächtigen auf der Spur ist folgt eine rasante Verfolgungsjagd durch die London Library, die wohl so jedem Bücherfan den Atem rauben würde. Heraus kommt jedoch, dass Peter es hier mit einem Praktizierden von Übersee zu tun hat. Und er ist nicht allein gekommen…
Ganz nebenbei muss sich Peter übrigens noch um die schwangere Beverly kümmern und für das anstehende Familienglück sorgen.
Ich muss leider gestehen, dass mich dieser Band nicht ganz so sehr wie die anderen mitreißen konnte. Er hat sich super schnell weggelesen, keine Frage! Aber ich war mit der Auflösung so gar nicht zufrieden. Es blieben noch viele Fragen ungeklärt und das Ende leuchtet mir nicht zu 100% ein. Falls dies der Auftakt zu einer länger angelegten Story ist, wäre es vollkommen in Ordnung. Aber als allein stehende Geschichte reicht es leider nicht. Deswegen kann ich diesmal nur drei Sterne vergeben.
PS: Falls mir jemand die Frage aus der Überschrift beantworten kann, bitte her damit!
PPS: Den Überschriften sollte übrigens in diesem Band große Aufmerksamkeit beigemessen werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.10.2020

Mallard - Gedanke und Vorstellung

Die verschwindende Hälfte
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In „Die verschwindende Hälfte“, der zweite Roman von Brit Benntt, geht es um die beiden Zwillingsschwestern Desiree und Stella Vignes, die unterschiedlicher nicht sein können. Eines Tages verschwinden ...

In „Die verschwindende Hälfte“, der zweite Roman von Brit Benntt, geht es um die beiden Zwillingsschwestern Desiree und Stella Vignes, die unterschiedlicher nicht sein können. Eines Tages verschwinden die Beiden Hals über Kopf aus ihrem kleinen Heimatstädtchen Mallard und ihre Leben ändern sich schlagartig…
Mallard ist ein Städtchen oder mehr ein Dorf, welches für andere so unbedeutend ist, dass es nicht einmal auf einer Karte Louisianas verzeichnet ist. Durch dessen Bewohner jedoch, ist dieses Städtchen von langer Tradition geprägt worden.
„Eine Stadt, die, wie alle anderen auch, mehr Gedanke und Vorstellung war als Ort. Gedanke und Vorstellung Alphonse Decuirs, wie er im Jahr 1848 auf den Zuckerrohrfeldern stand, geerbt von seinem Vater […] Eine Stadt für Menschen wir ihn, die nie als Weiße akzeptiert werden würden und sich trotzdem nicht wie N* behandeln lassen wollten.“ (S. 12, „Die verschwindende Hälfte“, Britt Bennett, Rowohlt Verlag)
20 Jahre später stehen sich auf einer Party in Los Angeles zwei junge Frauen gegenüber. Die Eine hellhäutig, die Andere dunkelhäutig. Die Eine vermögend, die Andere bescheiden. So plötzlich wie sich die beiden Cousinen trafen, so schnell haben sie sich wieder aus den Augen verloren. Das Schicksal (oder wie immer man es nennen möchte), bringt sie jedoch wieder zusammen. Und durch dieses Treffen erwacht in einer der Vignes Zwillinge ein lang gehütetes Geheimnis.
Mir hat „Die verschwindende Hälfte“ unglaublich gut gefallen! Die Geschichte ist auf so vielen Ebenen einfach und trotzdem eindringlich geschrieben. Beispielsweise zeigt der Roman sehr gut auf, wie eine Generation durch die Fehler oder Missstände der Vorigen geprägt sein kann und es viel Mühe und Anstrengung braucht, an diesen zu arbeiten. Das spielt sich hier vorrangig zwischen Müttern und Töchtern ab, ist aber auf die Gesellschaft übertragbar.
Der Stil von Brit Bennet hat mir so gut gefallen, dass ich ihren ersten Roman „Die Mütter“, nun auch lesen mag.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.10.2020

Jay Shetty - Marie Kondo für die Seele

Das Think Like a Monk-Prinzip
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Jay Shetty - Marie Kondo für die Seele
Das erste Mal habe ich von Jay Shetty vor ca. einem Jahre gehört. Damals interviewte er einen meiner Lieblingsschauspieler Zachary Levi für seinen Podcast zum Thema ...

Jay Shetty - Marie Kondo für die Seele
Das erste Mal habe ich von Jay Shetty vor ca. einem Jahre gehört. Damals interviewte er einen meiner Lieblingsschauspieler Zachary Levi für seinen Podcast zum Thema Angst und Depression.
Seitdem höre ich mir immer wieder seinen Podcast an und folge ihm in den sozialen Medien. Als er nun sein Buch „Das Think Like A Monk-Prinzip“ raus brachte, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen möchte.
In seinem Buch erzählt uns Jay Shetty nicht nur von seinem bisherigen Weg, welcher ihn von einer renommierten Londoner Schule bis ins Aschram in Indien führt. Er gibt der Leserschaft zudem Instrumente in die Hand, um beispielsweise sich selbst oder sein Umfeld zu analysieren.
In dem ersten Kapitel geht es um das LOSLASSEN von u. a. gesellschaftlich auferlegten Ziele und Vorstellungen, die unnötig Druck aufbauen. Ziel ist es, diesen von außen auferlegten Standards und deren negative Auswirkungen (sei es in Form von negativen Gedanken oder „habits“) zu erkennen und lernen mit ihnen umzugehen.
Besonders hängen geblieben ist mir dabei die Methode (man könnte es auch als eine kleine Selbstaufgabe betiteln) „SPOT – STOP –SWAP“ (dt. Bemerken – Bremsen – Bessermachen). Dabei geht es keinesfalls darum, sich selbst zu optimieren. Es geht darum, eine Methode zu finden, um besser mit den eigenen negativen Gefühlen oder Gedanken umzugehen.
Im zweiten Kapitel WACHSEN wird sich mit dem Erkennen des eigenen Dharma befasst. Der/die Lesende erfährt, was es mit dem Dharma auf sich hat und es werden einzelne „Übungen“ bzw. Aufgaben vorgestellt, die auf diesem Weg unterstützen können.
Das letzte Kapitel GEBEN, widmet sich unter anderem der Dankbarkeit welche wir anderen Menschen, aber auch Situationen oder Lebensumstände entgegenbringen. Der/die Lesende lernt, warum es für die eigene Entwicklung wichtig ist, Dankbarkeit zu erkennen und sie jedem Menschen gut tut.
Ich empfinde dieses Buch als eine große Bereicherung. Ich sehe es als ein „Lehrbuch“, welches immer griffbereit in der Nähe liegt. Bisher hat es mir geholfen, besser mit negativen Gedanken umzugehen und die, im ersten Kapitel beschrieben, „Störgeräusche“ zu erkennen.
Für alle Leser*innen, die jetzt evtl. etwas abgeschreckt von diesem Buch sind, da es sich eher nach Arbeit als „Lesespaß“ anhört. Jay Shetty schafft es in diesem Buch, die alten Weisheiten der Mönche in die Moderne zu transportieren und auch für diejenigen greifbar zu machen, die sich bisher gar nicht mit Themen, wie Meditation, Dharma oder Kommunikation, befasst haben. Anspielungen auf Personen aus dem öffentlichen Raum, wie z. B. Schauspieler oder Wirtschaftsmagnaten, lockern zudem das Buch etwas auf.
Das Buch ist für jede Person, welche etwas über sich und die Verhaltensweisen andere Menschen in ihrem Umfeld lernen möchte. Da alle möglichen Themen, von Karriere bis Beziehungen und die eigenen Gedanken- und Gefühlswelten abgehandelt werden, ist dieses Buch nahezu universell einsetzbar.

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Veröffentlicht am 26.07.2020

Dystopisch anmutender Thriller

Paradise City
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Liina ist Rechercheurin eines Onlinemagazines namens Gallus. Für eine langweilig erscheinende Story über einen Schakalangriff wird sie von ihrem Chef und ehemaligen Geliebten Yassin in die Uckermark geschickt. ...

Liina ist Rechercheurin eines Onlinemagazines namens Gallus. Für eine langweilig erscheinende Story über einen Schakalangriff wird sie von ihrem Chef und ehemaligen Geliebten Yassin in die Uckermark geschickt. Ihr wird jedoch schnell klar werden, dass mehr an dieser Story dran ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Nach und nach häufen sich „plötzliche“ Todesfälle und auch Menschen in Liinas direktem Umfeld sind betroffen…
Ich mag an Zoë Becks Thrillern besonders gerne, dass sie immer mit authentischen und diversen Charakteren bestückt sind. Dieser ist nun in einer nahe Zukunft angesiedelt, in dem die Grenzen zwischen unserer heutigen Demokratie und einem Überwachungsstaat verschwimmen. Dies verleiht dem Thriller eine spezielle unheildrohende Atmosphäre und macht es spannend und erschreckend zugleich.
„Paradise City“ von Zoë Beck und ist im Suhrkamp Verlag erschienen.

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Veröffentlicht am 26.07.2020

Gamechanger für Reiseführer

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
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In Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland werden Reiseziele und -tipps in Deutschland im Vergleich mit ihrem internationalen Pendant vorgestellt. In dem Buch, welches für mich die Sicht ...

In Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland werden Reiseziele und -tipps in Deutschland im Vergleich mit ihrem internationalen Pendant vorgestellt. In dem Buch, welches für mich die Sicht auf langweilige 08/15 Reiseführer komplett ändert, werden auch kleine Anekdoten über Geschichte und Gesellschaft eingewoben.
So beispielsweise erfährt man, dass es in Mainz Kirchenfenster, entworfen von niemand geringerem als Marc Chagall zu bewundern gibt. Weitere vorgestellte Highlights im Buch sind unter anderem: Surfen in München, architektonische Meisterwerke in Ulm, prunkvolle Anwesen à la Versaille in Herrenchiemsee, der Nepal-Himalaya-Parkin Wiesent oder das wunderschöne Hügelland der Rhön.
Jedes Kapitel ist mit zum Teil skurillen Anekdoten, eindrucksvollen Bildaufnahmen und Tipps für Restaurants und Übernachtungmöglichkeiten ausgestattet.
Dieses Buch macht Lust, sich mit Deutschland als Reiseziel mehr zu befassen und am liebsten gleich los zu fahren um alles zu entdecken.
Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland von Jens van Rooij ist im Gräfe und Unzer Verlag erschienen.

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