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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2019

Der etwas andere Lebensratgeber

Wer wagt, gewinnt
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Man hat das Gefühl Jenke von Wilmsdorff fast schon persönlich zu kennen.

Jenke von Wilmsdorff ist vielen durch seine Arbeit als Reporter und Journalist bei RTL Extra bekannt. Dort fingen dann nach etlichen ...

Man hat das Gefühl Jenke von Wilmsdorff fast schon persönlich zu kennen.

Jenke von Wilmsdorff ist vielen durch seine Arbeit als Reporter und Journalist bei RTL Extra bekannt. Dort fingen dann nach etlichen Reportagen auch die ersten Experimente an. Bis er durch die große Rückmeldung, seine eigene Sendezeit bekam. Anders als man vom Buchtitel erwartet, erzählt Jenke von Wilmsdorff nicht den Hintergrund der Experimente, sondern die Erfahrungen die er selbst auf seinen Reisen gemacht hat und während seiner Experimente. Auch erfährt man als Leser etwas zur Person Jenke und das hat mich zwischenzeitlich sehr berührt. Denn es ist ein Unterschied, ob man ihn im Fernsehen sieht oder die Worte die er geschrieben hat, liest. Auch seine Instagram-Stories sind extrem authentisch und zeigen das er trotz all der, teilweise sehr extremen, Experimente ein am Boden gebliebener, mitten im Leben stehender Mensch ist.


In „Wer wagt, gewinnt“ nimmt Jenke von Wilmsdorff den Leser mit in seine persönlichsten Gedanken und Gefühle, verrät Situationen, die nicht im TV gezeigt wurden und andere persönliche, intime Situationen, teilweise gespickt mit Bildern. Dabei nutzt er einen Schreibstil der, ich würde sagen, ihn ein wenig ausmacht. Denn in seinen Voice-Over im Fernsehen, benutzt er eine leichte, angenehme Sprache und diese findet sich auch im Buch wieder. Ich war echt im Bann der Emotionen, zwischen Kopfschütteln á la „das macht er wirklich“ und Tränen, weil er in mir einen Punkt getroffen hat, an dem ich mich verstanden gefühlt habe, war wirklich alles dabei. Danke Jenke für dieses wunderbare Buch.

Veröffentlicht am 01.11.2019

Typische Bahnmomente zwischen zwei Buchdeckeln

"Grund dafür sind Verzögerungen im Betriebsablauf" - Wie die Bahn uns alle irre macht
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Mit „Grund dafür sind Verzögerungen im Betriebsablauf“ Wie die Bahn uns alle irremacht, habe ich ein Buch in der Hand gehabt, dass ich innerhalb eines Tages durchgesuchtet habe. Das lag nicht nur daran, ...

Mit „Grund dafür sind Verzögerungen im Betriebsablauf“ Wie die Bahn uns alle irremacht, habe ich ein Buch in der Hand gehabt, dass ich innerhalb eines Tages durchgesuchtet habe. Das lag nicht nur daran, dass es mit seinen 206 Seiten relativ dünn ist, sondern weil es um unser aller Lieblingstransportunternehmen geht: die Deutsche Bahn. Wer hat es nicht schon erlebt, mindestens 5 – 10 Minuten auf dem Bahnsteig zu versauern, weil der Zug wieder einmal Verspätung hatte.

MIt ihrem Buch zeigt Maria Wiesner auf ungeschönte Art auf, woran es genau bei der deutschen Bahn hakt. Inklusive knallharter Zahlen und Fakten. Da Maria Wiesner sonst für die FAZ schreibt, hat sie via Facebook nach Erlebnissen von anderen Viel-Bahn-Nutzern gebeten. Zusammen mit ihren eigenen Erlebnissen ist ein buntes Potpourri aus typischen Bahnsituationen zusammengetragen und zwischen zwei Buchdeckeln festgehalten worden. Beim Lesen wusste ich oft nicht ob ich Lachen, Weinen, den Kopf schütteln oder gleich auf den Tisch donnern soll. Innerhalb eines Tages war ich dann auch schon durch, denn man will einfach nicht aufhören zu lesen.

Auch wenn ich inzwischen deutlich weniger Bahn fahre, da es mich zu sehr belastet mich mit dem Rollstuhl in volle Züge zu quetschen, auf Sanitäranlagen zu verzichten (weil sie wieder defekt sind) und die Mobilitätszentrale mich vergisst anzumelden, kann ich jedem Bahn-Sympathisanten als auch Kritiker nur an Herz legen, dieses Buch zu lesen. Danach kommt man definitiv ins Grübeln.

Veröffentlicht am 28.10.2019

Kann der Bund der Liebe in einem Feuer aus Lügen geschmiedet werden? Ja, er kann!

Liebe mich
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Lügen habe lange Beine und ein wunderschönes Happy-End

Im dritten und finalen Band der „All the pretty lies“- Reihe ist Sloanes Bruder Sig die Hauptperson.
Sig lebt für seinen Job als Streifenpolizist ...

Lügen habe lange Beine und ein wunderschönes Happy-End

Im dritten und finalen Band der „All the pretty lies“- Reihe ist Sloanes Bruder Sig die Hauptperson.
Sig lebt für seinen Job als Streifenpolizist und glaubt an Recht und Unrecht. Etwas dazwischen gibt es seiner Meinung nach nicht. Doch das ändert sich, als er Tommi auf dem Seitenstreifen trifft und ihr bei ihrer Autopanne hilft. Nicht nur ihre grünen Augen ziehen Sig sofort in seinen Bann, sondern auch Tommis Auftreten. Dabei hütet sie ein dunkles Geheimnis, dem Sig schneller als ihr lieb ist, auf die Schliche kommt. Hat ihre Liebe dennoch eine Chance?

Mit „All the pretty lies – Liebe mich“ hat M. Leighton einen grandiosen Abschluss geschrieben. Nicht nur dass vorgestellte Charaktere wieder auftauchen, sondern auch das Familie Locke weitestgehend den Blick auf das Leben geändert haben zeigt eine Entwicklung innerhalb der Reihe, die ich sonst selten erlebt habe. Daher finde ich den Abschluss gelungen, wenn auch ein wenig weniger an Seiten gereicht hätten.

Veröffentlicht am 28.10.2019

Jahreshighlight 2019

Alles inklusive
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Mein absolutes Jahreshighlight Alles inklusive...auch Tränen Großartig und ungeschönt werden die Barrieren aufgezeichnet, die behindern!

„Alles inkusive“ von Mareice Kaiser ist wahrscheinlich mein Jahreshighlight ...

Mein absolutes Jahreshighlight Alles inklusive...auch Tränen Großartig und ungeschönt werden die Barrieren aufgezeichnet, die behindern!

„Alles inkusive“ von Mareice Kaiser ist wahrscheinlich mein Jahreshighlight auf ewig. Ich war mehr als einmal tief berührt, schockiert und gegen Ende sind auch Tränen geflossen.
Ich ziehe meinen Hut vor Mareice, die mit Kaiserinnenreich einen inklusiven Familienblog geführt hat. Denn Greta, Kaiserin 1, kommt mit einem seltenen Chromosomendefekt zur Welt und benötigt daher rund um die Uhr Betreuung. Mareice zeigt auf wo und wie sehr das deutsche Gesundheitssystem an ihre Grenzen stößt, wenn man nicht in eine Schublade passt. Wie Ärzte überfordert sein können, selbst Fachärzte, wenn man nicht nach Lehrbuch behandeln kann.

Aber eine inklusive Familie zu sein geht, wenn auch mit viel Schweiß, Wut, Trauer und Verzweiflung. Genau diese Emotionen hatte ich auch beim Lesen. Nicht nur, da ich selbst betroffen bin und mit meiner Behinderung schon vor verzweifelten Ärzten gesessen habe.

In meinen Augen sollte jeder Politikerin „Alles inklusive“ lesen, um nur den Hauch einer Ahnung zu bekommen, was Inklusion heißt!

Veröffentlicht am 15.09.2019

Keine gebührende Fortsetzung

Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Bühnenfassung) (Harry Potter )
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Sehr enttäuschend! Wirkt alles etwas überdramatisiert

Wie viele andere eingefleischte Harry-Potter-Fans habe auch ich mich auf das Erscheinen vom „inoffiziellen“ achten Teil der Reihe. Doch die anfängliche ...

Sehr enttäuschend! Wirkt alles etwas überdramatisiert

Wie viele andere eingefleischte Harry-Potter-Fans habe auch ich mich auf das Erscheinen vom „inoffiziellen“ achten Teil der Reihe. Doch die anfängliche Euphorie nahm beim Lesen immer mehr ab. Es lag nicht daran, dass das komplette Buch wirklich als Drehbuch gedruckt wurde – die Idee finde ich sogar ziemlich genial.
Meine Kritik gilt eher dem Inhalt. Zum Ersten war Amos Diggory nie sauer auf Harry, dass Cedric getötet wurde. Zum Anderen, warum wurde das Dianthuskraut in Kiemenkraut „übersetzt“? Jeder der die Reihe rund um Harry Potter gelesen hat, weiß was gemeint war. Auch fand ich die Zeitumkehrer zum Drücken sehr ungewöhnlich. Wieso erst zum drehen und dann zum drücken? Aber mein größter Kritikpunkt ist die künstlich, langgezogene Story um Albus und die missratene Vater-Sohn-Bindung zu Harry, aber auch die permanenten gleichen Infos um den Antagonisten.
Long Story Short: sehr enttäuschend, stellenweise schlecht bis gar nicht recherchiert, zusammenhangslos. Eine echte Enttäuschung für richtige Fans! Lediglich die Aufmachung, also das Abdrucken des Drehbuchs gibt einen Stern mehr.