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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2019

Ein einziges Hin und Her

Das böse Kind
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Optik/Haptik: Ich habe das Buch eigentlich nur wegen des Covers gekauft. Es hat mich einfach angesprochen. Die Farbkomposition gefällt mir sehr gut. Zum Inhalt passt es nur einigermaßen abstrakt. Mehr ...

Optik/Haptik: Ich habe das Buch eigentlich nur wegen des Covers gekauft. Es hat mich einfach angesprochen. Die Farbkomposition gefällt mir sehr gut. Zum Inhalt passt es nur einigermaßen abstrakt. Mehr als Überthema denn als Handlungsrelevant.

Schreibstil/Sprache: Beides völlig in Ordnung, ohne negative oder positive Auffälligkeiten.

Figuren: Ich habe bisher noch kein Buch dieser Reihe gelesen. Daher hatte ich am Anfang ein bisschen Probleme damit, die Beziehungen zwischen den verschiedenen Figuren zu verbinden, aber der Autorin gelingt es gut mit kleinen Hinweisen Unwissenden das Nötigste nahe zu bringen. Die Figuren sind auf jeden Fall gut aufgebaut, jeder ist ein bisschen gestört, aber das macht es irgendwie sympathisch.

Handlung: Die Handlung ist schön verstrickt und verkorkst, das gefällt mir. Ich rätsele immer sehr gerne wer der Täter ist, wenn ich mir aber von Seite eins an sicher bin und dann auch noch recht habe finde ich es einfach langweilig. Hier war ich auf jeden Fall verschiedenen falschen Fährten auf der Spur. Mir wird ein bisschen zu viel Gewicht auf das ganze Drumherum gelegt und nicht auf die Lösung des Falls gelegt, aber das ist sicher eine persönliche Präferenz.

Fazit: Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war ein Spontankauf weil mir das Cover gefiel und ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht. Ordentlich Spannung und Rätselraten habe mir eine Woche lang den öffentlichen Nahverkehr versüßt. Es hat mich jetzt nicht völlig vom Hocker gerissen, aber trotzdem ein sehr schöner Krimi den ich sehr gerne weiterempfehle. Daher verdiente vier Sterne.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Kein kompletter Reinfall

Die verlorenen Zeilen der Liebe
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Schreibstil/Sprache: Leider konnte mich der Schreibstil nicht so richtig überzeugen. Das Buch ist zwar leicht zu lesen, aber manche Formulierungen klingen merkwürdig und Ideome werden falsch verwendet. ...

Schreibstil/Sprache: Leider konnte mich der Schreibstil nicht so richtig überzeugen. Das Buch ist zwar leicht zu lesen, aber manche Formulierungen klingen merkwürdig und Ideome werden falsch verwendet. Was die Sprache angeht, kann sich die Autorin scheinbar nicht entscheiden was sie verwenden soll. An manchen Stellen ist es geschrieben wie ein Roman aus den Zwanzigern, an anderen Stellen wiederum werden Worte wie „Fickstern“ verwendet. Oder die Mutter die das ganze Buch über wirklich hochgestochen redet stellt dann die Frage „Schlimm?“. Das passt einfach alles nicht zusammen.
Figuren: Der Großteil des Personals ist heillos verkorkst. Im Hinblick auf das Ende werden die Figuren natürlich in ein anderes Licht gerückt, das ändert aber leider nichts daran, dass sie teilweise sehr eindimensional sind und wenig Tiefgang haben. Nachdem sich Lilly Armand als perfekten Mann erträumt, sollte man annehmen dass dieser zumindest zu Beginn sympathisch wirken müsste, ich konnte ihn aber wirklich nicht leiden. Er ist unsympathisch, kaltherzig und emotionslos. Die Gespräche zwischen den beiden wirken immer wieder als würden sie aneinander vorbei reden. Für mich waren die Nebenfiguren tatsächlich interessanter als die Protagonisten.
Handlung: Die Handlung schafft es leider nicht wirklich mich zu fesseln. Es wirkt wie eine Aneinanderreihung willkürlicher Episoden ohne einen richtigen roten Faden. Retrospektiv macht natürlich alles Sinn, während des Lesens ist aber einfach nur merkwürdig. Klar lässt sich mit einer Psychose am Ende alles erklären, trotzdem finde ich die Auflösung zu simpel. Die Autorin hat es sich leicht gemacht. Man kann nicht einfach ein Buch schreiben, dessen Handlung merkwürdig, anstrengend und absurd ist und dann alles mit der Begründung „haha sie hat sich alles nur eingebildet“ legitimieren.
Fazit: Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Der einzige Lichtblick war, dass es sich wirklich leicht lesen lies. Sonst wäre es mir wirklich schwer gefallen es zu beenden. Da mir weder die Handlung noch die Figuren so richtig gefallen haben, kann die Bewertung leider nicht so gut ausfallen. Das Buch bekommt von mir zwei Sterne, einfach nur weil es nicht sooo schlecht geschrieben ist.

Veröffentlicht am 09.10.2019

Nichts für Adrenalinfanatiker

Das Mädchen Jannie
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Optik/Haptik: Das Cover passt zum Inhalt, schön einsam und grau. Er spiegelt mehr oder weniger Jannie wieder, nach der das Buch ja auch benannt ist.

Schreibstil/Sprache: Schreibstil und Sprache sind ganz ...

Optik/Haptik: Das Cover passt zum Inhalt, schön einsam und grau. Er spiegelt mehr oder weniger Jannie wieder, nach der das Buch ja auch benannt ist.

Schreibstil/Sprache: Schreibstil und Sprache sind ganz gut. Was mich aber ein bisschen stört ist der Versuch aus Jannies Perspektive schlechteres Deutsch zu schreiben. Dafür reicht es finde ich nicht einfach ein paar Artikel wegzulassen und stellenweise den Fall zu verschieben. Das wirkt einfach nur störend und irgendwie falsch. Vor allem da es einfach nicht konsistent ist.

Figuren: Die Figuren sind stellenweise etwas eindimensional. Vor allem auf Ermittlerseite. Was mir wirklich gut gefällt ist allerdings des Aufbau Jannies. Ich finde hierbei wird sehr schön wiedergegeben wie es Kindern in diesem Milieu ergeht und wie sehr sie gegenüber Gewalt abstumpfen. Besonders bezeichnend fand ich da den Satz: „Wer in der Hölle gelebt hat, fürchtet den Teufel nicht.“ (S. 477). Allerdings wird Dieter der Rolle des Teufels meiner Meinung nach nicht sonderlich gerecht. Ja wir wissen, dass er Tascha ermordet hat. Aber in Jannies und Karins Fall spricht er nur davon und bewegt sich in keinster Weise in eine Richtung. Eigentlich ist er schwach und versucht dies mit Gewalt zu kompensieren.

Handlung: Die Handlung war für mich ein bisschen unstrukturiert durch die andauernden Perspektivenwechsel. Die Seite der Ermittler war etwas ermüdend, während die der anderen Figuren deutlich fesselnder waren. Was mich aber wahnsinnig stört, ist dass es so unglaublich antiklimaktisch ist. Es wird kapitelweise die Spannung aufgebaut, es passiert aber einfach nichts. Dieter plant seinen perfekten Mord und lässt sich dann einfach verhaften. Ich finde die Polizei ist zu früh aufgetaucht. Dadurch wurde dem ganzen einfach die Luft rausgelassen. Auch ist mir das Ende ein bisschen zu harmonisch. Wobei ich mich schon sehr für Jannie gefreut habe dass sie nicht in ein Heim muss, und sogar die Möglichkeit hat Mama zu besuchen.

Fazit: Der Spannungsbogen wird über hunderte Seiten aufgebaut und fällt dann einfach in sich zusammen. Für mich persönlich war das leider schon ein bisschen enttäuschend. An sich finde ich das Buch ganz gut, nur die letzten dreißig Seiten haben es mir ein bisschen verdorben. Was mir aber wirklich gut gefällt ist Jannies Darstellung, ich finde diese Kinder sind so ein wichtiges Thema das einfach viel zu wenig Gehör bekommt. Alles in Allem komme ich auf drei Sterne.

Veröffentlicht am 09.10.2019

Leider ein bisschen viel auf einmal

King of Scars
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Optik/Haptik: Das Buch ist wirklich ein Hingucker. Dieses goldene glänzende Cover und die Schwarzen Seitenränder lassen es wie einen Schatz wirken.

Schreibstil/Sprache: Der Schreibstil ist ziemlich gut, ...

Optik/Haptik: Das Buch ist wirklich ein Hingucker. Dieses goldene glänzende Cover und die Schwarzen Seitenränder lassen es wie einen Schatz wirken.

Schreibstil/Sprache: Der Schreibstil ist ziemlich gut, sehr viele Adjektive, sehr bildhaft.

Figuren: Ich muss sagen, für mich waren es ein bisschen viele Figuren auf einmal, das lag sicher mitunter daran, dass ich noch neu in dem Universum bin.

Handlung: Ich bin von der Handlung leider etwas überfordert. Das ist mein erstes Buch aus dem Grishaverse und es wird einfach sehr viel vorausgesetzt von dem ich keine Ahnung habe. Es beinhaltet für mich auch zu viele lose Enden. Kann natürlich sein, dass das im nächsten Buch wieder aufgegriffen wird, sieht aber leider bisher nicht so aus.

Fazit: Ich glaube ich bin einfach ein bisschen überfordert von dem ganzen Buch, es ist einfach viel zu viel auf einmal, dadurch dass ich neu in dem Universum bin, fehlt mir einfach viel Hintergrundwissen. Hätte ich das gewusst hätte ich sicher nicht mit diesem Buch angefangen, sondern die anderen zuerst gelesen, aber nachdem der Verlag damit warb, es ginge auch ohne Vorwissen habe ich es doch getan. Das ist ja prinzipiell kein Fehler des Buches, hat aber natürlich sehr negativ auf mein Leseerlebnis eingewirkt. Daher leider nur drei Sterne. Vielleicht ändert sich das noch wenn ich die andern Bücher gelesen habe und es dann nochmals mit diesem versuche.

Veröffentlicht am 09.10.2019

Einfach nur merkwürdig

Melmoth
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Optik/Haptik: Das Buch ist wirklich wunderschön. Auf dem Bild online sah es schon hübsch aus, aber das reale Buch ist wirklich unglaublich. Durch die metallic Elemente bekommt es einen beinahe lebendigen ...

Optik/Haptik: Das Buch ist wirklich wunderschön. Auf dem Bild online sah es schon hübsch aus, aber das reale Buch ist wirklich unglaublich. Durch die metallic Elemente bekommt es einen beinahe lebendigen Effekt. Je nachdem wie das Licht fällt wirkt es völlig anders. Erst nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, ist mir aufgefallen, dass im Hintergrund Krähen zu sehen sind. Ein wirklich beeindruckendes Cover. Auch die Haptik ist toll, durch die unterschiedlichen Elemente bekommt das Buch eine wirklich schöne Oberflächenstruktur.

Schreibstil/Sprache: Der Schreibstil ist etwas seltsam, passt aber dadurch sehr gut zum Inhalt des Buches. Manchmal wird man als Leser direkt angesprochen, an anderer Stelle wird völlig frei von Emotion beschrieben was passiert. Je nachdem um welche Person es gerade geht, ändern sich Stil und Sprache teilweise recht drastisch. Das erfordert auf jeden Fall einiges an Talent.

Figuren: Die Figuren sind alle irgendwie absurd. Jeder ist auf seine eigene Art und Weise einfach sehr merkwürdig. Keine der Figuren ist so richtig greifbar, sie sind irgendwie flach ohne großen Tiefgang. Ihre Personen werden meist groß aufgebaut, sind schlussendlich aber seltsam substanzlos.

Handlung: Die Handlung ist genauso merkwürdig wie es die Figuren sind. Es ist völlig unstrukturiert aufgebaut. Aber genau das passt zur Thematik. Was mich allerdings ein bisschen stört ist wie Vieles aufgebauscht wird. Helen geißelt sich jahrelang selbst, da habe ich schon etwas um einiges Schlimmeres erwartet. Dass Arnel am Ende dann so unkompliziert auftaucht und von jetzt auf gleich alles wieder gut ist finde ich schon ein bisschen zu einfach.

Fazit: Um das Buch in einem Wort zu beschreiben, kann man eigentlich nur „merkwürdig“ wählen. Einfach alles ist merkwürdig. Figuren, Schreibstil, Handlung. Alles passt zusammen. Als ich mit dem Buch fertig war, wusste ich nicht ob es mir gefällt oder nicht, ich bin einfach nur verwirrt. Aber eigentlich finde ich es ganz gut. Ich habe lang hin und her überlegt und beschlossen, dass das Buch vier Sterne verdient, einfach weil es mich so sehr beschäftigt hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren